Nachruf auf 2019

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blackout

Mitglied
Wie nichts fällt uns die Zeit so durch die Hände.
Man blättert den Kalender um und staunt:
Schon wieder ist ein ganzes Jahr zu Ende!
Man denkt ans Geld und ist gleich mies gelaunt.

Es wird sortiert, die mürben Fetzen fliegen,
man macht im Lebenshause Inventur.
Den großen Rest, den lässt man besser liegen -
so ist der Mensch in seiner Grundstruktur.

Das Thema Politik, und man erschauert.
Der eingelatschte Stiebel triumphiert.
So mancher fragt, wie lange das noch dauert,
denn oben wird noch tapfer durchregiert.

Wer keine Bleibe hat, lebt unter Brücken,
der ist die Sorgen mit der Miete los,
schleppt seine Last des Lebens auf dem Rücken,
genießt die deutsche Freiheit ohne Moos.

Die Alten lässt man in der Suhle liegen,
die merken nichts mehr, die sind ohne Wert.
Die mümmeln bloß von längst vergessnen Kriegen
und wie es war an Mutterns Küchenherd.

Wir andern aber trösten uns mit Hoffen,
vertrauen treu auf Gott und die Regierung.
Ein wenig, weiß man, bleibt da immer offen,
doch braucht man das als eigne Selbstgarnierung.

Nun ja, dies Jahr ist uns nun auch gestorben.
Wie alles, was sich nicht sehr lange hält.
Das hat der böse Putin uns verdorben.
Und doch, noch hält sie ja, die Erdenwelt.
 
Zuletzt bearbeitet:

Mondnein

Mitglied
Nicht nur Putin, es gibt bedeutendere Autokraten, z.B. Schi Dsching Ping. Und diese beiden spielen die militärische Karte gegenüber ihren Nachbarn schon mehrere Jahre lang aus, nicht erst seit letztem Jahr.

Gähn.
 

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