Nacht

Anonym

Gast
In der Nacht, da ist es dunkel, daran zweifle ich nie.
Sie inspiriert mich zu großen Gedanken, Taten...
Morgens dann, dann bin ich eine Leiche.
Die Müdigkeit frisst die Inspiration und der Tag läuft wie ein geöltes Zahnrad.
Ein Rad, das nach frischem Öl schreit, denn ohne dies es nicht existiert.

Die Erfahrung ist ein Lichtstrahl.
Licht aus einer Lampe in der stürmischen See, die nur mir erscheint, die anderen bleiben im Dunkeln.
Der Chef ist ein rückratloser Pendant und redet jede Illusion klein,
dabei ist auch er nur ein Diener von jemand anderen.
Wie ein Geier, der täglich die Steppe umfliegt.
Der das Fleisch sucht, ohne selbst jagen zu müssen.

Sie machen mich klein, dabei ist dort so viel mehr- der Mensch ist nicht zum Schuften gemacht.
Da sind außergewöhnliche Gedanken, ähnlich wie aus Büchern- gewiss.
Sie sind voller Hoffnungslosigkeit, Leidenschaft, Zynismus, auch befreiend.

Der Mensch ätzt nach Gemetzel, der Unterdrückung und der Katastrophe.
Und das seit allen menschlichen Lichtjahren, die gewesen sind.
Der Körper ist geschunden und die Gedanken liegen in Ketten.
Mehr Macht bedeutet nicht, weniger Leiche zu sein.
Warum muss das Wahre stets in der Unerklärlichkeit enden.
 

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