Neon

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CB90

Mitglied
Es war ein verregneter Sommermorgen. Der Dienst begann morgens um sieben. Alle Mitarbeiter des Gartenbetriebes mussten sich zum Appell bei den beiden Geschäftsführern sammeln und in Zweierreihen aufstellen. Die Geschäftsführer waren ein Ehepaar und beide waren seit Jahren im Gartengeschäft. Neben ihrem Gartenbetrieb hatten sie ein Anwesen gebaut, das von Mauern und Sträuchern umschlossen war. „Und das alles gibt sechs Euro die Stunden“, hatte der Geschäftsführer ihm bei seiner Anstellung gesagt. Die Geschäftsführerin nahm jeden Morgen, vor ihrem Pult platzt. Sie verteilte die Aufgaben für den heutigen Tag, nicht ohne dabei die Versäumnisse und Verfehlungen des letzten Tages anzusprechen. Ein Kollege und er waren an der Reihe, sie hatten die Karre mit Kompostabfall nicht bis zum letzten Flecken gefüllt. „Der Karren muss ganz voll sein, sonst ist das Geldverschwendung“, brüllte die Geschäftsführerin.



Zur Bestrafung dieses Vergehens mussten sie den Karren entleeren. Es regnete nicht fest, aber dafür durchgehend. Er war durchnässt und er stand mit beiden Füßen knöchelhoch im Wasser. In seiner Hosentasche spielt er mit seinen verbliebenen drei Euro. Bis auf seine Socken trockneten alle seine Klamotten. Er bekam frische Socken und vergaß diese später in seinem Auto. Er konnte nicht unterscheiden, ob es das vergessene Käsebrot, oder die Socken waren, die im Auto anfingen zu stinken.



Seine nächste Aufgabe war, kleine Blumenkästchen die mit Erde gefüllt waren in fünfzehn Meter langen Reihen aufzustellen. Der Geschäftsführer prallte, dass er in einer Stunde zwanzig aufstellen konnte und was er damals alles geleistet hätte. Der Nachmittag kam, der Regen hörte nicht auf und die Geschäftsführerin fuhr mit ihrem Golfwagen auf Patrouille. Sie war bereit, jedes Vergehen sofort zu bestrafen. Es kamen Menschen mit Lernschwierigkeiten in den Betrieb und dafür gab es eine Medaille der Stadt, erinnerte er sich. Es wurde argumentiert, dass es heutzutage schwer ist, einen Job zu finden und dass sich alle glücklich schätzen können, diese Arbeit zu haben.



Die Aufgabe des Aufstellens von Blumenkästchen war beendet. Dann wurde er eingeteilt die Blumen zu gießen, es erfolgten immer wieder neue Anweisungen. Die Blumenerde war aus einigen Kästchen gespritzt und lag auf dem Boden. „Noch so eine Sache und sie sind raus“ brüllte der Geschäftsführer. Er konnte das ganze Wasser nicht mehr sehen, überall Wasser, vom Himmel und aus den Wasserschläuchen. Er fühlte immer wieder nach den verbliebenen drei Euro in seiner Hosentasche.



Plötzlich bemerkte er, dass sich der Boden um ihn hob und wieder senkte. Der Boden platzte auf und faustdicke neonleuchtende Würmer kamen an die Oberfläche. Er wich zurück, stolperte und fürchtete um sein Leben. Die Würmer spien Schleim aus und schlängelten sich in Richtung der beiden Geschäftsführer. Starr vor Schreck blieben die beiden wie angewurzelt stehen. Die Würmer erreichten die beiden und öffneten ihre winzigen Mäuler und bissen in das Fleisch. Das Blut spritze in alle Richtungen und es wurden Arme und Beine abgetrennt. Beide waren innerhalb von Sekunden tot, ihre Augen hatten nicht den überheblichen Glanz verloren. Nachdem die Würmer ihre Arbeit getan hatten, verschwanden sie wieder in der Erde. Es hörte auf zu regnen. Er holte seine Pause nach und stieg über die Beifahrertür in sein Auto. Die beiden Geschäftsführer galten ab diesem Tag als vermisst und die Natur holte sich alles zurück.
 
Zuletzt bearbeitet:

Franke

Foren-Redakteur
Teammitglied
Hallo CB90,

hier sind leider einige Fehler drin, die du ganz leicht hättest vermeiden können:

Die Geschäftsführer waren ein Ehepaar und beide waren seit Jahren im Gartengeschäft.
Zweimal "waren" in diesem kurzen Satz ist unschön. Warum nicht einfach "Geschäftsführerehepaar", dann hast du es einmal vermieden. Passiert mir aber auch immer wieder mal.

„Und das alles gibt sechs Euro die Stunden“, hatte der Geschäftsführer ihm bei seiner Anstellung gesagt.
Wenn du hier "sagte" schreibst, dann folgen nicht zweimal "hatte" kurz aufeinander.

Ein Kollege und er
Das kommt etwas abrupt und ich dachte mir beim ersten Lesen: Wer zum Teufel ist er? Vielleicht könntest du ihm einen Namen geben? Dann fühlt man sich dem Protagonisten auch näher verbunden.

Er war durchnässt und er stand mit beiden Füßen knöchelhoch im Wasser.
Das "er" vor stand hättest du einfach streichen können.

Seine nächste Aufgabe war, kleine Blumenkästchen die mit Erde gefüllt waren in fünfzehn Meter langen Reihen aufzustellen.
Wieder zweimal "war".

Vielleicht so: Seine nächste Aufgabe bestand darin, kleine mit Erde gefüllte Blumenkästen in fünfzehn Meter lange Reihen aufzustellen.

= prahlte

Plötzlich bemerkte er, dass sich der Boden um ihn hob und wieder senkte. Der Boden platzte auf und faustdicke neonleuchtende Würmer kamen an die Oberfläche. Er wich zurück, stolperte und fürchtete um sein Leben. Die Würmer spien Schleim aus und schlängelten sich in Richtung der beiden Geschäftsführer. Starr vor Schreck blieben die beiden wie angewurzelt stehen. Die Würmer erreichten die beiden und öffneten ihre winzigen Mäuler und bissen in das Fleisch. Das Blut spritze in alle Richtungen und es wurden Arme und Beine abgetrennt. Beide waren innerhalb von Sekunden tot, ihre Augen hatten nicht den überheblichen Glanz verloren. Nachdem die Würmer ihre Arbeit getan hatten, verschwanden sie wieder in der Erde. Es hörte auf zu regnen. Er holte seine Pause nach und stieg über die Beifahrertür in sein Auto. Die beiden Geschäftsführer galten ab diesem Tag als vermisst und die Natur holte sich alles zurück.
Ab dem Punkt war ich aus der Geschichte leider raus. Das geht mir zu sehr in die Fantasy- und Horrorrichtung.
Gut hätte ich gefunden, wenn du die Sache mit den Würmern als Tagtraum beschrieben hättest, in den sich der Protagonist flüchtet.
Und dann als Schluss:
Am nächsten Morgen stand er wieder zum Appell vor den beiden Geschäftsführern.


Aber das ist meine persönliche Meinung, nur solltest du bei weiteren Texten versuchen, Leichtsinnsfehler zu vermeiden.

Liebe Grüße
Manfred
 

CB90

Mitglied
Hallo Manfred,

ja Leichtsinnsfehler, ich nenne sie Flüchtigkeitsfehler sind ein Übel, das ich schwer abstellen kann.

Danke für dein Feedback.

Grüße
CB90
 

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