NETANJAHUS SÄBELRASSELN

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NETANJAHUS SÄBELRASSELN
Es soll Krieg geben, aber keiner will hin

Israels Regierung will das Ayatollah-Regime im Iran angreifen,dessen Atomprogramm zerstören. In Teheran sitzen die dunkel gewandeten Herren nicht sicher im Sattel, sondern auf einem Pulverfass. Aus religiöser Verblendung treiben sie Politik. Darin überwiegt die Illusion, zumindest die freie Verfügung über die Technik der Kernspaltung verleihe ihrer Herrschaft Sicherheit und Dauer. Sie versuchen im Irak und in Syrien Stützpunkte zu errichten,um ihre Isolierung zu durchbrechen. Das Machtvakuum bei ihren Nachbarn, die endlosen Gewaltexzesse, bietet Ansätze für diese Strategie. Es handelt sich um Störmanöver, die für die Großmächte unbequem sind. Die israelische Regierung begleitet die aktuellen Freiheitsbewegungen in den islamisch geprägten Ländern mit zwiespältigen Gefühlen. Sie könnte sich mit ihnen arrangieren, wäre da nicht der iranische Staat und der Machtfaktor Al Kaida. Nehmen Bedrohungen für Israel dergestalt zu,so erscheint stimmig: Zuschlagen, bevor es zu spät ist, denn Pazifizierung des Ayatollah-Regimes ist gescheitert !

Würde diese Rechnung nach der UN-Generalversammlung im September 2012 und vor der US-Präsidentenwahl Anfang November tatsächlich umgesetzt, unruhige und diktatorische Zeiten stünden bevor. Polizeistaat und Militäreinsatz im Inneren wären die Mittel, um die Ordnung in einer steigenden Zahl von Ländern aufrecht zu erhalten. Wir sprechen im Konjunktiv, weil von zwei Seiten starke Argumente gegen diese Perspektive vorgebracht werden und internationale Krisenzusammenhänge den ausgesprochen selbstgefährdenden Gewaltschlag noch hemmen.

Zuerst setzen die USA und Europa mittelfristig auf Diplomatie und Embargo, weil durch den Druck die Handlungsspielräume des Regimes in Teheran eher eingeengt werden als durch Militärschläge. Zudem sind Israels Streitkräfte nicht in der Lage, das iranische Atomprogramm zu zerstören, bestenfalls dessen Entwicklung zu verzögern, lässt die US-Regierung verlautbaren. Noch schwerwiegender scheint mir die ungelöste Finanzkrise in ihrer globalen Vernetzung. Keine Parteigesinnung ist in der Lage, eine politische Entschärfung des Gewaltpotentials anzubieten, das in einem riesigen Schuldenberg aufgestaut ist. Allein in den Büchern europäischer Banken sind seit 2008 >faule Kredite< von einer Billion e verzeichnet. Ihre Bereinigung durch den Markt reißt sämtliche Versprechen auf eine gesicherte Zukunft nieder und fördert Gewalt und Willkür in den Metropolen. Die Gefährdung der Demokratie aus eigentümlichen inneren Gründen erhält so eine Verstärkung, wenn Israel durch eigene Militäraktionen unkalkulierbare Kettenreaktionen auslöst.

Zweitens ist die Stimmungslage zu einem möglichen Krieg gegen den Iran in Israel schlechter geworden. Seit die Regierung die Propagandatrommel rührt, mit Gasmasken und Bunkerübungen den Ernst der Lage betont, leidet die Moral und man glaubt den offiziellen Verlautbarungen aus dem Netanjahu-Lager wenig. Der Staatspräsident, der neben namhaften Intellektuellen zur Zurückhaltung mahnt, weiß um die selbständige soziale Protestbewegung gegen Korruption und Ungerechtigkeit, kennt die Kampfpiloten, die sogar zu Dienstverweigerungen aufgerufen haben. Das sind Vorgänge, die man so in Israel noch nicht gesehen hat und die schließlich ermuntern, Krieg als von den rückständigsten Investoren und Teilen der Kulturindustrie inszenierten Massenbetrug zu durchschauen. Aus meiner Sicht kann auch der Beitrag, den Deutschland und die USA durch ihre Aufklärungsarbeit hinter den Kulissen leisten, als Veranschaulichung dieser Grunderkenntnis wirken. Er beinhaltet ja nicht weniger, als den blutigen Niedergang des mit dem Iran verbündeten Assad-Regimes zu beschleunigen.
 
Lieber Herbert Schmelz,


vielen Dank für Deine zusammenfassende Einschätzung, die es dem Leser gut ermöglicht, sich zu dem beschriebenen Sachverhalt eine eigene Meinung zu bilden. Dein Artikel ist gut geschrieben, sinnvoll aufgebaut und verzichtte wohltuend auf lange Sätze.

Deine eigene Position wird deutlich, aber Du setzt sie nicht absolut. Ein guter kritischer und aufklärender Betrag.

Vielen Dank.

Winfried Stanzick

PS. Du solltest "faule Kredite" in Anführungszeichen setzen und den Betrag von "einer Billion e" mit dem richtigen Eurozeichen benennen.
 
NETANJAHUS SÄBELRASSELN
Es soll Krieg geben, aber keiner will hin

Israels Regierung will das Ayatollah-Regime im Iran angreifen,dessen Atomprogramm zerstören. In Teheran sitzen die dunkel gewandeten Herren nicht sicher im Sattel, sondern auf einem Pulverfass. Aus religiöser Verblendung treiben sie Politik. Darin überwiegt die Illusion, zumindest die freie Verfügung über die Technik der Kernspaltung verleihe ihrer Herrschaft Sicherheit und Dauer. Sie versuchen im Irak und in Syrien Stützpunkte zu errichten,um ihre Isolierung zu durchbrechen. Das Machtvakuum bei ihren Nachbarn, die endlosen Gewaltexzesse, bietet Ansätze für diese Strategie. Es handelt sich um Störmanöver, die für die Großmächte unbequem sind. Die israelische Regierung begleitet die aktuellen Freiheitsbewegungen in den islamisch geprägten Ländern mit zwiespältigen Gefühlen. Sie könnte sich mit ihnen arrangieren, wäre da nicht der iranische Staat und der Machtfaktor Al Kaida. Nehmen Bedrohungen für Israel dergestalt zu,so erscheint stimmig: Zuschlagen, bevor es zu spät ist, denn Pazifizierung des Ayatollah-Regimes ist gescheitert !

Würde diese Rechnung nach der UN-Generalversammlung im September 2012 und vor der US-Präsidentenwahl Anfang November tatsächlich umgesetzt, unruhige und diktatorische Zeiten stünden bevor. Polizeistaat und Militäreinsatz im Inneren wären die Mittel, um die Ordnung in einer steigenden Zahl von Ländern aufrecht zu erhalten. Wir sprechen im Konjunktiv, weil von zwei Seiten starke Argumente gegen diese Perspektive vorgebracht werden und internationale Krisenzusammenhänge den ausgesprochen selbstgefährdenden Gewaltschlag noch hemmen.

Zuerst setzen die USA und Europa mittelfristig auf Diplomatie und Embargo, weil durch den Druck die Handlungsspielräume des Regimes in Teheran eher eingeengt werden als durch Militärschläge. Zudem sind Israels Streitkräfte nicht in der Lage, das iranische Atomprogramm zu zerstören, bestenfalls dessen Entwicklung zu verzögern, lässt die US-Regierung verlautbaren. Noch schwerwiegender scheint mir die ungelöste Finanzkrise in ihrer globalen Vernetzung. Keine Parteigesinnung ist in der Lage, eine politische Entschärfung des Gewaltpotentials anzubieten, das in einem riesigen Schuldenberg aufgestaut ist. Allein in den Büchern europäischer Banken sind seit 2008 "faule Kredite" von einer Billion EURO verzeichnet. Ihre Bereinigung durch den Markt reißt sämtliche Versprechen auf eine gesicherte Zukunft nieder und fördert Gewalt und Willkür in den Metropolen. Die Gefährdung der Demokratie aus eigentümlichen inneren Gründen erhält so eine Verstärkung, wenn Israel durch eigene Militäraktionen unkalkulierbare Kettenreaktionen auslöst.

Zweitens ist die Stimmungslage zu einem möglichen Krieg gegen den Iran in Israel schlechter geworden. Seit die Regierung die Propagandatrommel rührt, mit Gasmasken und Bunkerübungen den Ernst der Lage betont, leidet die Moral und man glaubt den offiziellen Verlautbarungen aus dem Netanjahu-Lager wenig. Der Staatspräsident, der neben namhaften Intellektuellen zur Zurückhaltung mahnt, weiß um die selbständige soziale Protestbewegung gegen Korruption und Ungerechtigkeit, kennt die Kampfpiloten, die sogar zu Dienstverweigerungen aufgerufen haben. Das sind Vorgänge, die man so in Israel noch nicht gesehen hat und die schließlich ermuntern, Krieg als von den rückständigsten Investoren und Teilen der Kulturindustrie inszenierten Massenbetrug zu durchschauen. Aus meiner Sicht kann auch der Beitrag, den Deutschland und die USA durch ihre Aufklärungsarbeit hinter den Kulissen leisten, als Veranschaulichung dieser Grunderkenntnis wirken. Er beinhaltet ja nicht weniger, als den blutigen Niedergang des mit dem Iran verbündeten Assad-Regimes zu beschleunigen.
 
NETANJAHUS SÄBELRASSELN
Es soll Krieg geben, aber keiner will hin

Israels Regierung will das Ayatollah-Regime im Iran angreifen,dessen Atomprogramm zerstören. In Teheran sitzen die dunkel gewandeten Herren nicht sicher im Sattel, sondern auf einem Pulverfass. Aus religiöser Verblendung treiben sie Politik. Darin überwiegt die Illusion, zumindest die freie Verfügung über die Technik der Kernspaltung verleihe ihrer Herrschaft Sicherheit und Dauer. Sie versuchen im Irak und in Syrien Stützpunkte zu errichten,um ihre Isolierung zu durchbrechen. Das Machtvakuum bei ihren Nachbarn, die endlosen Gewaltexzesse, bietet Ansätze für diese Strategie.

Es handelt sich um Störmanöver, die für die Großmächte unbequem sind. Die israelische Regierung begleitet die aktuellen Freiheitsbewegungen in den islamisch geprägten Ländern mit zwiespältigen Gefühlen. Sie könnte sich mit ihnen arrangieren, wäre da nicht der iranische Staat und der Machtfaktor Al Kaida. Nehmen Bedrohungen für Israel dergestalt zu,so erscheint stimmig: Zuschlagen, bevor es zu spät ist, denn Pazifizierung des Ayatollah-Regimes ist gescheitert !

Würde diese Rechnung nach der UN-Generalversammlung im September 2012 und vor der US-Präsidentenwahl Anfang November tatsächlich umgesetzt, unruhige und diktatorische Zeiten stünden bevor. Polizeistaat und Militäreinsatz im Inneren wären die Mittel, um die Ordnung in einer steigenden Zahl von Ländern aufrecht zu erhalten. Wir sprechen im Konjunktiv, weil von zwei Seiten starke Argumente gegen diese Perspektive vorgebracht werden und internationale Krisenzusammenhänge den ausgesprochen selbstgefährdenden Gewaltschlag noch hemmen.

Zuerst setzen die USA und Europa mittelfristig auf Diplomatie und Embargo, weil durch den Druck die Handlungsspielräume des Regimes in Teheran eher eingeengt werden als durch Militärschläge. Zudem sind Israels Streitkräfte nicht in der Lage, das iranische Atomprogramm zu zerstören, bestenfalls dessen Entwicklung zu verzögern, lässt die US-Regierung verlautbaren.

Noch schwerwiegender scheint mir die ungelöste Finanzkrise in ihrer globalen Vernetzung. Keine Parteigesinnung ist in der Lage, eine politische Entschärfung des Gewaltpotentials anzubieten, das in einem riesigen Schuldenberg aufgestaut ist. Allein in den Büchern europäischer Banken sind seit 2008 "faule Kredite" von einer Billion EURO verzeichnet. Ihre Bereinigung durch den Markt reißt sämtliche Versprechen auf eine gesicherte Zukunft nieder und fördert Gewalt und Willkür in den Metropolen. Die Gefährdung der Demokratie aus eigentümlichen inneren Gründen erhält so eine Verstärkung, wenn Israel durch eigene Militäraktionen unkalkulierbare Kettenreaktionen auslöst.

Zweitens ist die Stimmungslage zu einem möglichen Krieg gegen den Iran in Israel schlechter geworden. Seit die Regierung die Propagandatrommel rührt, mit Gasmasken und Bunkerübungen den Ernst der Lage betont, leidet die Moral und man glaubt den offiziellen Verlautbarungen aus dem Netanjahu-Lager wenig. Der Staatspräsident, der neben namhaften Intellektuellen zur Zurückhaltung mahnt, weiß um die selbständige soziale Protestbewegung gegen Korruption und Ungerechtigkeit, kennt die Kampfpiloten, die sogar zu Dienstverweigerungen aufgerufen haben. Das sind Vorgänge, die man so in Israel noch nicht gesehen hat und die schließlich ermuntern, Krieg als von den rückständigsten Investoren im Verein mit Teilen der Kulturindustrie inszenierten Massenbetrug zu durchschauen.

Aus meiner Sicht kann auch der Beitrag, den Deutschland und die USA durch ihre "Aufklärungsarbeit" hinter den Kulissen leisten, als Veranschaulichung dieser Grunderkenntnis dienen. Er beinhaltet nicht weniger, als den blutigen Niedergang des mit dem Iran verbündeten Assad-Regimes zu beschleunigen. Freilich mit der Unsicherheit behaftet, dass die Nachfolger auch nicht besser sind.
 
NETANJAHUS SÄBELRASSELN
Es soll Krieg geben, aber keiner will hin

Israels Regierung will das Ayatollah-Regime im Iran angreifen,dessen Atomprogramm zerstören. In Teheran sitzen die dunkel gewandeten Herren nicht sicher im Sattel, sondern auf einem Pulverfass. Aus religiöser Verblendung treiben sie Politik. Darin überwiegt die Illusion,freie Verfügung über die Technik der Kernspaltung verleihe ihrer Herrschaft Sicherheit und Dauer. Sie versuchen Stützpunkte zu errichten,um ihre Isolierung zu durchbrechen. Das Machtvakuum bei ihren Nachbarn Irak und Syrien bietet mit seinen "endlosen" Gewaltexzessen Gelegenheiten für diese Strategie.

Es handelt sich um Störmanöver, die für die Großmächte unbequem sind. Die israelische Regierung begleitet die aktuellen Freiheitsbewegungen in den islamisch geprägten Ländern mit zwiespältigen Gefühlen. Sie könnte sich mit ihnen arrangieren, wäre da nicht der iranische Staat und der Machtfaktor Al Kaida,der durch konventionellen Krieg nicht besiegbar ist.

Die kritische Opposition zur Netanjahu-Regierung rechnet interessanterweise mit denselben Fakten - nur in emanzipativer Absicht, da sie sich aus den Fesseln eines Ghettolebens befreien will. Sie ist unter Intellektuellen und der jüngeren Generation beheimatet, die sich nicht mehr durch latenten Rassismus hat blenden lassen.Stellvertretend sei der Schriftsteller Nir Baram genannt. Nehmen aber Zeichen der Bedrohung aus israelischer Sicht zu,so erscheint stimmig: Zuschlagen, bevor es zu spät ist, denn Pazifizierung des Ayatollah-Regimes ist gescheitert !

Würde diese Rechnung nach der UN-Generalversammlung im September 2012 und vor der US-Präsidentenwahl Anfang November tatsächlich umgesetzt, unruhige und diktatorische Zeiten stünden bevor. Polizeistaat und Militäreinsatz im Inneren wären die Mittel, um die Ordnung in einer steigenden Zahl von Ländern aufrecht zu erhalten. Wir sprechen im Konjunktiv, weil von zwei Seiten starke Argumente gegen diese Perspektive vorgebracht werden und internationale Krisenzusammenhänge den ausgesprochen selbstgefährdenden Gewaltschlag noch hemmen.

Zuerst setzen die USA und Europa mittelfristig auf Diplomatie und Embargo, weil durch den Druck die Handlungsspielräume des Regimes in Teheran eher eingeengt werden als durch Militärschläge. Zudem sind Israels Streitkräfte nicht in der Lage, das iranische Atomprogramm zu zerstören, bestenfalls dessen Entwicklung zu verzögern, lässt die US-Regierung verlautbaren.

Noch schwerwiegender scheint mir die ungelöste Finanzkrise in ihrer globalen Vernetzung. Keine Parteigesinnung ist in der Lage, eine politische Entschärfung des Gewaltpotentials anzubieten, das in einem riesigen Schuldenberg aufgestaut ist. Allein in den Büchern europäischer Banken sind seit 2008 "faule Kredite" von einer Billion EURO verzeichnet. Ihre Bereinigung durch den Markt reißt sämtliche Versprechen auf eine gesicherte Zukunft nieder und fördert Gewalt und Willkür in den Metropolen. Die Gefährdung der Demokratie aus eigentümlichen inneren Gründen erhält so eine Verstärkung, wenn Israel durch eigene Militäraktionen unkalkulierbare Kettenreaktionen auslöst.

Zweitens ist die Stimmungslage zu einem möglichen Krieg gegen den Iran in Israel schlechter geworden. Seit die Regierung die Propagandatrommel rührt, mit Gasmasken und Bunkerübungen den Ernst der Lage betont, leidet die Moral und man glaubt den offiziellen Verlautbarungen aus dem Netanjahu-Lager wenig. Der Staatspräsident, der neben namhaften Intellektuellen zur Zurückhaltung mahnt, weiß um die selbständige soziale Protestbewegung gegen Korruption und Ungerechtigkeit, kennt die Kampfpiloten, die sogar zu Dienstverweigerungen aufgerufen haben. Das sind Vorgänge, die man so in Israel noch nicht gesehen hat und die schließlich ermuntern, Krieg als Massenbetrug zu durchschauen, der von den rückständigsten Investoren im Verein mit Teilen der Kulturindustrie inszeniert wird.

Aus meiner Sicht kann auch der Beitrag, den Deutschland und die USA durch ihre "Aufklärungsarbeit" hinter den Kulissen leisten, als Veranschaulichung dieser Grunderkenntnis beschrieben werden. Er beinhaltet nicht weniger, als den blutigen Niedergang des mit dem Iran verbündeten Assad-Regimes zu beschleunigen. Freilich mit der Unsicherheit behaftet, dass die Nachfolger auch das Volk erschießen lassen, wenn ihnen das passt und Widerstand hilflos bleibt.
 
NETANJAHUS SÄBELRASSELN
Es soll Krieg geben, aber keiner will hin

Israels Regierung will das Ayatollah-Regime im Iran angreifen,dessen Atomprogramm zerstören. In Teheran sitzen die dunkel gewandeten Herren nicht sicher im Sattel, sondern auf einem Pulverfass. Aus religiöser Verblendung treiben sie Politik. Darin überwiegt die Illusion,freie Verfügung über die Technik der Kernspaltung verleihe ihrer Herrschaft Sicherheit und Dauer. Und tatsächlich: Um eine religiös fundierte Herrschaft zu sichern, müssen sie auf die wissenschaftlichen Grundlagen der Zerstörungspotentiale des verteufelten Feindes zurückgreifen. Sie versuchen in diesem Sinn durchaus rational Stützpunkte zu errichten,um ihre Isolierung zu durchbrechen. Das Machtvakuum bei ihren Nachbarn Irak und Syrien bietet mit seinen "endlosen" Gewaltexzessen Gelegenheiten für diese Strategie.

Es handelt sich um Störmanöver, die für die Großmächte unbequem sind. Die israelische Regierung begleitet die aktuellen Freiheitsbewegungen in den islamisch geprägten Ländern mit zwiespältigen Gefühlen. Sie könnte sich mit ihnen arrangieren, wäre da nicht der iranische Staat und der Machtfaktor Al Kaida,der durch konventionellen Krieg nicht besiegbar ist.

Die kritische Opposition zur Netanjahu-Regierung rechnet interessanterweise mit denselben Fakten - nur in emanzipativer Absicht, da sie sich aus den Fesseln eines Ghettolebens befreien will. Sie ist unter Intellektuellen und der jüngeren Generation beheimatet, die sich nicht mehr durch latenten Rassismus hat blenden lassen.Stellvertretend sei der Schriftsteller Nir Baram genannt. Nehmen aber Zeichen der Bedrohung aus israelischer Sicht zu,so erscheint stimmig: Zuschlagen, bevor es zu spät ist, denn Pazifizierung des Ayatollah-Regimes ist gescheitert !

Würde diese Rechnung nach der UN-Generalversammlung im September 2012 und vor der US-Präsidentenwahl Anfang November tatsächlich umgesetzt, unruhige und diktatorische Zeiten stünden bevor. Polizeistaat und Militäreinsatz im Inneren wären die Mittel, um die Ordnung in einer steigenden Zahl von Ländern aufrecht zu erhalten. Wir sprechen im Konjunktiv, weil von zwei Seiten starke Argumente gegen diese Perspektive vorgebracht werden und internationale Krisenzusammenhänge den ausgesprochen selbstgefährdenden Gewaltschlag noch hemmen.

Zuerst setzen die USA und Europa mittelfristig auf Diplomatie und Embargo, weil durch den Druck die Handlungsspielräume des Regimes in Teheran eher eingeengt werden als durch Militärschläge. Zudem sind Israels Streitkräfte nicht in der Lage, das iranische Atomprogramm zu zerstören, bestenfalls dessen Entwicklung zu verzögern, lässt die US-Regierung verlautbaren.

Noch schwerwiegender scheint mir die ungelöste Finanzkrise in ihrer globalen Vernetzung. Keine Parteigesinnung ist in der Lage, eine politische Entschärfung des Gewaltpotentials anzubieten, das in einem riesigen Schuldenberg aufgestaut ist. Allein in den Büchern europäischer Banken sind seit 2008 "faule Kredite" von einer Billion EURO verzeichnet. Ihre Bereinigung durch den Markt reißt sämtliche Versprechen auf eine gesicherte Zukunft nieder und fördert Gewalt und Willkür in den Metropolen. Die Gefährdung der Demokratie aus eigentümlichen inneren Gründen erhält so eine Verstärkung, wenn Israel durch eigene Militäraktionen unkalkulierbare Kettenreaktionen auslöst.

Zweitens ist die Stimmungslage zu einem möglichen Krieg gegen den Iran in Israel schlechter geworden. Seit die Regierung die Propagandatrommel rührt, mit Gasmasken und Bunkerübungen den Ernst der Lage betont, leidet die Moral und man glaubt den offiziellen Verlautbarungen aus dem Netanjahu-Lager wenig. Der Staatspräsident, der neben namhaften Intellektuellen zur Zurückhaltung mahnt, weiß um die selbständige soziale Protestbewegung gegen Korruption und Ungerechtigkeit, kennt die Kampfpiloten, die sogar zu Dienstverweigerungen aufgerufen haben. Das sind Vorgänge, die man so in Israel noch nicht gesehen hat und die schließlich ermuntern, Krieg als Massenbetrug zu durchschauen, der von den rückständigsten Investoren im Verein mit Teilen der Kulturindustrie inszeniert wird.

Aus meiner Sicht kann auch der Beitrag, den Deutschland und die USA durch ihre "Aufklärungsarbeit" hinter den Kulissen leisten, als Veranschaulichung dieser Grunderkenntnis beschrieben werden. Er beinhaltet nicht weniger, als den blutigen Niedergang des mit dem Iran verbündeten Assad-Regimes zu beschleunigen. Freilich mit der Unsicherheit behaftet, dass die Nachfolger auch das Volk erschießen lassen, wenn ihnen das passt und Widerstand hilflos bleibt.
 
NETANJAHUS SÄBELRASSELN
Es soll Krieg geben, aber keiner will hin

Israels Regierung will das Ayatollah-Regime im Iran angreifen,dessen Atomprogramm zerstören. In Teheran sitzen die dunkel gewandeten Herren nicht sicher im Sattel, sondern auf einem Pulverfass. Aus religiöser Verblendung treiben sie Politik. Darin überwiegt die Illusion,freie Verfügung über die Technik der Kernspaltung verleihe ihrer Herrschaft Sicherheit und Dauer. Und tatsächlich: Um eine religiös fundierte Herrschaft zu sichern, müssen sie auf die wissenschaftlichen Grundlagen der Zerstörungspotentiale des verteufelten Feindes zurückgreifen. Sie versuchen in diesem Sinn durchaus rational Stützpunkte zu errichten,um ihre Isolierung zu durchbrechen. Das Machtvakuum bei ihren Nachbarn Irak und Syrien bietet mit seinen "endlosen" Gewaltexzessen Gelegenheiten für diese Strategie.

Es handelt sich um Störmanöver, die für die Großmächte unbequem sind. Die israelische Regierung begleitet die aktuellen Freiheitsbewegungen in den islamisch geprägten Ländern mit zwiespältigen Gefühlen. Sie könnte sich mit ihnen arrangieren, wäre da nicht der iranische Staat und der Machtfaktor Al Kaida,der durch konventionellen Krieg nicht besiegbar ist.

Die kritische Opposition zur Netanjahu-Regierung rechnet interessanterweise mit denselben Fakten - nur in emanzipativer Absicht, da sie sich aus den Fesseln eines Ghettolebens befreien will. Sie ist unter Intellektuellen und der jüngeren Generation beheimatet, die sich nicht mehr durch latenten Rassismus hat blenden lassen.Stellvertretend sei der Schriftsteller Nir Baram genannt. Nehmen aber Zeichen der Bedrohung aus israelischer Sicht zu,so erscheint stimmig: Zuschlagen, bevor es zu spät ist, denn Pazifizierung des Ayatollah-Regimes ist gescheitert !

Würde diese Rechnung nach der UN-Generalversammlung im September 2012 und vor der US-Präsidentenwahl Anfang November tatsächlich umgesetzt, unruhige und diktatorische Zeiten stünden bevor. Polizeistaat und Militäreinsatz im Inneren wären die Mittel, um die Ordnung in einer steigenden Zahl von Ländern aufrecht zu erhalten. Wir sprechen im Konjunktiv, weil von zwei Seiten starke Argumente gegen diese Perspektive vorgebracht werden und internationale Krisenzusammenhänge den ausgesprochen selbstgefährdenden Gewaltschlag noch hemmen.

Zuerst setzen die USA und Europa mittelfristig auf Diplomatie und Embargo, weil durch den Druck die Handlungsspielräume des Regimes in Teheran eher eingeengt werden als durch Militärschläge. Zudem sind Israels Streitkräfte nicht in der Lage, das iranische Atomprogramm zu zerstören, bestenfalls dessen Entwicklung zu verzögern, lässt die US-Regierung verlautbaren.

Noch schwerwiegender scheint mir die ungelöste Finanzkrise in ihrer globalen Vernetzung. Keine Parteigesinnung ist in der Lage, eine politische Entschärfung des Gewaltpotentials anzubieten, das in einem riesigen Schuldenberg aufgestaut ist. Allein in den Büchern europäischer Banken sind seit 2008 "faule Kredite" von einer Billion EURO verzeichnet. Ihre Bereinigung durch den Markt reißt sämtliche Versprechen auf eine gesicherte Zukunft nieder und fördert Gewalt und Willkür in den Metropolen. Die Gefährdung der Demokratie aus eigentümlichen inneren Gründen erhält so eine Verstärkung, wenn Israel durch eigene Militäraktionen unkalkulierbare Kettenreaktionen auslöst.

Zweitens ist die Stimmung in Israel schlechter geworden. Seit die Regierung die Propagandatrommel rührt, mit Gasmasken und Bunkerübungen den Ernst der Lage betont, leidet die Moral und man glaubt den offiziellen Verlautbarungen aus dem Netanjahu-Lager wenig. Der Staatspräsident, der neben namhaften Intellektuellen zur Zurückhaltung mahnt, weiß um die selbständige soziale Protestbewegung gegen Korruption und Ungerechtigkeit. Er kennt die Kampfpiloten, die sogar zu Dienstverweigerungen aufgerufen haben. Das sind Vorgänge, die man so in Israel noch nicht gesehen hat und die schließlich ermuntern, Krieg als Massenbetrug zu durchschauen, der von den rückständigsten Investoren im Verein mit Teilen der Kulturindustrie inszeniert wird.

Aus meiner Sicht kann auch der Beitrag, den Deutschland und die USA durch ihre "Aufklärungsarbeit" hinter den Kulissen leisten, als Veranschaulichung dieser Grunderkenntnis beschrieben werden. Er beinhaltet nicht weniger, als den blutigen Niedergang des mit dem Iran verbündeten Assad-Regimes zu beschleunigen. Freilich mit der Unsicherheit behaftet, dass die Nachfolger auch das Volk erschießen lassen, wenn ihnen das passt und Widerstand hilflos bleibt.
 
NETANJAHUS SÄBELRASSELN
Es soll Krieg geben, aber keiner will hin ?

Israels Regierung will das Ayatollah-Regime im Iran angreifen,dessen Atomprogramm zerstören. In Teheran sitzen die dunkel gewandeten Herren nicht sicher im Sattel, sondern auf einem Pulverfass. Aus religiöser Verblendung treiben sie Politik. Darin überwiegt die Illusion,freie Verfügung über die Technik der Kernspaltung verleihe ihrer Herrschaft Sicherheit und Dauer.

Und tatsächlich: Um eine religiös fundierte Herrschaft zu sichern, müssen sie auf die wissenschaftlichen Grundlagen der Zerstörungspotentiale des verteufelten Feindes zurückgreifen. Sie versuchen in diesem Sinn durchaus rational Stützpunkte zu errichten,um ihre Isolierung zu durchbrechen. Das Machtvakuum bei ihren Nachbarn Irak und Syrien bietet mit seinen "endlosen" Gewaltexzessen Gelegenheiten für diese Strategie.

Es handelt sich um Störmanöver, die für die Großmächte unbequem sind. Die israelische Regierung begleitet die aktuellen Freiheitsbewegungen in den islamisch geprägten Ländern mit zwiespältigen Gefühlen. Sie könnte sich mit ihnen arrangieren, wäre da nicht der iranische Staat und der Machtfaktor Al Kaida,der durch konventionellen Krieg nicht besiegbar ist.

Die kritische Opposition zur Netanjahu-Regierung rechnet interessanterweise mit denselben Fakten - nur in emanzipativer Absicht, da sie sich aus den Fesseln eines Ghettolebens befreien will. Sie ist unter Intellektuellen und der jüngeren Generation beheimatet, die sich nicht mehr durch latenten Rassismus hat blenden lassen.Stellvertretend sei der Schriftsteller Nir Baram genannt. Nehmen aber Zeichen der Bedrohung aus israelischer Sicht zu,so erscheint stimmig: Zuschlagen, bevor es zu spät ist, denn Pazifizierung des Ayatollah-Regimes ist gescheitert !

Würde diese Rechnung nach der UN-Generalversammlung im September 2012 und vor der US-Präsidentenwahl Anfang November tatsächlich umgesetzt, unruhige und diktatorische Zeiten stünden bevor. Polizeistaat und Militäreinsatz im Inneren wären die Mittel, um die Ordnung in einer steigenden Zahl von Ländern aufrecht zu erhalten. Wir sprechen im Konjunktiv, weil von zwei Seiten starke Argumente gegen diese Perspektive vorgebracht werden und internationale Krisenzusammenhänge den ausgesprochen selbstgefährdenden Gewaltschlag noch hemmen.

Zuerst setzen die USA und Europa mittelfristig auf Diplomatie und Embargo, weil durch den Druck die Handlungsspielräume des Regimes in Teheran eher eingeengt werden als durch Militärschläge. Zudem sind Israels Streitkräfte nicht in der Lage, das iranische Atomprogramm zu zerstören, bestenfalls dessen Entwicklung zu verzögern. So lässt jedenfalls die US-Regierung verlautbaren.

Noch schwerwiegender scheint mir die ungelöste Finanzkrise in ihrer globalen Vernetzung. Keine Parteigesinnung ist in der Lage, eine politische Entschärfung des Gewaltpotentials anzubieten, das in einem riesigen Schuldenberg aufgestaut ist. Allein in den Büchern europäischer Banken sind seit 2008 "faule Kredite" von einer Billion EURO verzeichnet. Ihre Bereinigung durch den Markt reißt sämtliche Versprechen auf eine gesicherte Zukunft nieder und fördert Gewalt und Willkür in den Metropolen. Die Gefährdung der Demokratie aus eigentümlichen inneren Gründen erhält so eine Verstärkung, wenn Israel durch eigene Militäraktionen unkalkulierbare Kettenreaktionen auslöst.

Zweitens ist die Stimmung in Israel schlechter geworden. Seit die Regierung die Propagandatrommel rührt, mit Gasmasken und Bunkerübungen den Ernst der Lage betont, leidet die Moral und man glaubt den offiziellen Verlautbarungen aus dem Netanjahu-Lager weniger. Der Staatspräsident, der neben namhaften Intellektuellen zur Zurückhaltung mahnt, weiß um die selbständige soziale Protestbewegung gegen Korruption und Ungerechtigkeit. Er kennt die Kampfpiloten, die sogar zu Dienstverweigerungen aufgerufen haben.

Das sind Vorgänge, die man so in Israel noch nicht gesehen hat und die schließlich ermuntern, Krieg als Massenbetrug zu durchschauen, der von den rückständigsten Investoren im Verein mit Teilen der Kulturindustrie inszeniert wird.Es handelt sich dabei um das bekannte Phänomen der "Kriegsgewinnler", die von ihrem Handwerk nicht lassen, selbst wenn sie am Galgen dafür bezahlen müssten.

Aus meiner Sicht kann der Beitrag, den Deutschland und die USA durch ihre "Aufklärungsarbeit" hinter den Kulissen leisten, als Veranschaulichung dieser Grunderkenntnis beschrieben werden. Auch der inoffizielle, geheime Krieg gegen das iranische Atomprogramm, von den Mullahs als "friedliche" Nutzung der Kernenergie ausgegeben, hat seine Spuren in Gestalt ermordeter iranischer Atomwissenschaftler bereits hinterlassen.

Offensichtlich hängen all diese "geheimen" Dinge mit dem syrischen Schlachtfeld zusammen. Dort sollen sie nicht weniger als den blutigen Niedergang des mit dem Iran verbündeten Assad-Regimes beschleunigen. Freilich mit der Unsicherheit behaftet, dass die Nachfolger auch das Volk erschießen lassen, wenn ihnen das zweckmäßig erscheiont und Widerstand hilflos bleibt.
 
NETANJAHUS SÄBELRASSELN
Es soll Krieg geben, aber keiner will hin ?

Israels Regierung will das Ayatollah-Regime im Iran angreifen,dessen Atomprogramm zerstören. In Teheran sitzen die dunkel gewandeten Herren nicht sicher im Sattel, sondern auf einem Pulverfass. Aus religiöser Verblendung treiben sie Politik. Darin überwiegt die Illusion,freie Verfügung über die Technik der Kernspaltung verleihe ihrer Herrschaft Sicherheit und Dauer.

Und tatsächlich: Um eine religiös fundierte Herrschaft zu sichern, müssen sie auf die wissenschaftlichen Grundlagen der Zerstörungspotentiale des verteufelten Feindes zurückgreifen. Sie versuchen in diesem Sinn durchaus rational Stützpunkte zu errichten,um ihre Isolierung zu durchbrechen. Das Machtvakuum bei ihren Nachbarn Irak und Syrien bietet mit seinen "endlosen" Gewaltexzessen Gelegenheiten für diese Strategie.

Es handelt sich um Störmanöver, die für die Großmächte unbequem sind. Die israelische Regierung begleitet die aktuellen Freiheitsbewegungen in den islamisch geprägten Ländern mit zwiespältigen Gefühlen. Sie könnte sich mit ihnen arrangieren, wäre da nicht der iranische Staat und der Machtfaktor Al Kaida,der durch konventionellen Krieg nicht besiegbar ist.

Die kritische Opposition zur Netanjahu-Regierung rechnet interessanterweise mit denselben Fakten - nur in emanzipativer Absicht, da sie sich aus den Fesseln eines Ghettolebens befreien will. Sie ist unter Intellektuellen und der jüngeren Generation beheimatet, die sich nicht mehr durch latenten Rassismus hat blenden lassen.Stellvertretend sei der Schriftsteller Nir Baram genannt. Nehmen aber Zeichen der Bedrohung aus israelischer Sicht zu,so erscheint stimmig: Zuschlagen, bevor es zu spät ist, denn Pazifizierung des Ayatollah-Regimes ist gescheitert !

Würde diese Rechnung nach der UN-Generalversammlung im September 2012 und vor der US-Präsidentenwahl Anfang November tatsächlich umgesetzt, unruhige und diktatorische Zeiten stünden bevor. Polizeistaat und Militäreinsatz im Inneren wären die Mittel, um die Ordnung in einer steigenden Zahl von Ländern aufrecht zu erhalten. Wir sprechen im Konjunktiv, weil von zwei Seiten starke Argumente gegen diese Perspektive vorgebracht werden und internationale Krisenzusammenhänge den ausgesprochen selbstgefährdenden Gewaltschlag noch hemmen.

Zuerst setzen die USA und Europa mittelfristig auf Diplomatie und Embargo, weil durch den Druck die Handlungsspielräume des Regimes in Teheran eher eingeengt werden als durch Militärschläge. Die berechtigte Frage, ob Obama mit den gleichen Lügen wie die Bush-Administration die Stimmung der Öffentlichkeit zu beeinflussen versucht, bleibt in der nächsten Zeit auf der Tagesordnung, ist aber im momentan nicht entschieden. Zudem sind unter einem solchen Patt Israels Streitkräfte nicht in der Lage, das iranische Atomprogramm zu zerstören, bestenfalls dessen Entwicklung zu verzögern. So lässt jedenfalls die US-Regierung verlautbaren. Netanjahu darf in unterschiedlicher Intensität mit dem Säbel rasseln.

Noch schwerwiegender scheint mir die ungelöste Finanzkrise in ihrer globalen Vernetzung. Keine Parteigesinnung ist in der Lage, eine politische Entschärfung des Gewaltpotentials anzubieten, das in einem riesigen Schuldenberg aufgestaut ist. Allein in den Büchern europäischer Banken sind seit 2008 "faule Kredite" von einer Billion EURO verzeichnet. Ihre Bereinigung durch den Markt reißt sämtliche Versprechen auf eine gesicherte Zukunft nieder und fördert Gewalt und Willkür in den Metropolen. Die Gefährdung der Demokratie aus eigentümlichen inneren Gründen erhält so eine Verstärkung, wenn Israel durch eigene Militäraktionen unkalkulierbare Kettenreaktionen auslöst.

Zweitens ist die Stimmung in Israel schlechter geworden. Seit die Regierung die Propagandatrommel rührt, mit Gasmasken und Bunkerübungen den Ernst der Lage betont, leidet die Moral und man glaubt den offiziellen Verlautbarungen aus dem Netanjahu-Lager weniger. Der Staatspräsident, der neben namhaften Intellektuellen zur Zurückhaltung mahnt, weiß um die selbständige soziale Protestbewegung gegen Korruption und Ungerechtigkeit. Er kennt die Kampfpiloten, die sogar zu Dienstverweigerungen aufgerufen haben.

Das sind Vorgänge, die man so in Israel noch nicht gesehen hat und die schließlich ermuntern, Krieg als Massenbetrug zu durchschauen, der von den rückständigsten Investoren im Verein mit Teilen der Kulturindustrie inszeniert wird. Es handelt sich dabei um das bekannte Phänomen der "Kriegsgewinnler", die von ihrem Handwerk nicht lassen, selbst wenn sie am Galgen dafür bezahlen müssten.

Aus meiner Sicht kann der Beitrag, den Deutschland und die USA durch ihre "Aufklärungsarbeit" hinter den Kulissen leisten, als Veranschaulichung dieser Grunderkenntnis beschrieben werden. Auch der inoffizielle, geheime Krieg gegen das iranische Atomprogramm, von den Mullahs als "friedliche" Nutzung der Kernenergie ausgegeben, hat seine Spuren in Gestalt ermordeter iranischer Atomwissenschaftler bereits hinterlassen.

Offensichtlich hängen all diese "geheimen" Dinge mit dem syrischen Schlachtfeld zusammen. Dort sollen sie nicht weniger als den blutigen Niedergang des mit dem Iran verbündeten Assad-Regimes beschleunigen. Freilich mit der Unsicherheit behaftet, dass die Nachfolger auch das Volk erschießen lassen, wenn ihnen das zweckmäßig erscheiont und Widerstand hilflos bleibt.
 
NETANJAHUS SÄBELRASSELN
Es soll Krieg geben, aber keiner will hin ?

Israels Regierung will das Ayatollah-Regime im Iran angreifen,dessen Atomprogramm zerstören. In Teheran sitzen die dunkel gewandeten Herren nicht sicher im Sattel, sondern auf einem Pulverfass. Aus religiöser Verblendung treiben sie Politik. Darin überwiegt die Illusion,freie Verfügung über die Technik der Kernspaltung verleihe ihrer Herrschaft Sicherheit und Dauer.

Und tatsächlich: Um eine religiös fundierte Herrschaft zu sichern, müssen sie auf die wissenschaftlichen Grundlagen der Zerstörungspotentiale des verteufelten Feindes zurückgreifen. Sie versuchen in diesem Sinn durchaus rational Stützpunkte zu errichten,um ihre Isolierung zu durchbrechen. Das Machtvakuum bei ihren Nachbarn Irak und Syrien bietet mit seinen "endlosen" Gewaltexzessen Gelegenheiten für diese Strategie. Für die Gewaltchaotik, ,imperialistisch erzeugt,sind sie nicht verantwortlich.

Ihre Störmanöver sind für die Großmächte unbequem. Daneben steht die israelische Regierung, begleitet die aktuellen Freiheitsbewegungen in den islamisch geprägten Ländern mit zwiespältigen Gefühlen. Sie könnte sich mit ihnen arrangieren, wäre da nicht der iranische Staat und der Machtfaktor Al Kaida,der durch konventionellen Krieg nicht besiegbar ist.

Die kritische Opposition zur Netanjahu-Regierung rechnet interessanterweise mit denselben Fakten - nur in emanzipativer Absicht, da sie sich aus den Fesseln eines Ghettolebens befreien will. Sie ist unter Intellektuellen und der jüngeren Generation beheimatet, die sich nicht mehr durch latenten Rassismus hat blenden lassen.Stellvertretend sei der Schriftsteller Nir Baram genannt. Nehmen aber Zeichen der Bedrohung aus israelischer Sicht zu,so erscheint stimmig: Zuschlagen, bevor es zu spät ist, denn Pazifizierung des Ayatollah-Regimes ist gescheitert !

Würde diese Rechnung nach der UN-Generalversammlung im September 2012 und vor der US-Präsidentenwahl Anfang November tatsächlich umgesetzt, unruhige und diktatorische Zeiten stünden bevor. Polizeistaat und Militäreinsatz im Inneren wären die Mittel, um die Ordnung in einer steigenden Zahl von Ländern aufrecht zu erhalten. Wir sprechen im Konjunktiv, weil von zwei Seiten starke Argumente gegen diese Perspektive vorgebracht werden und internationale Krisenzusammenhänge den ausgesprochen selbstgefährdenden Gewaltschlag noch hemmen.

Zuerst setzen die USA und Europa mittelfristig auf Diplomatie und Embargo, weil durch den Druck die Handlungsspielräume des Regimes in Teheran eher eingeengt werden als durch Militärschläge. Die berechtigte Frage, ob Obama mit den gleichen Lügen wie die Bush-Administration die Stimmung der Öffentlichkeit zu beeinflussen versucht, bleibt in der nächsten Zeit auf der Tagesordnung, ist aber im momentan nicht entschieden. Zudem sind unter einem solchen Patt Israels Streitkräfte nicht in der Lage, das iranische Atomprogramm zu zerstören, bestenfalls dessen Entwicklung zu verzögern. So lässt jedenfalls die US-Regierung verlautbaren. Netanjahu darf in unterschiedlicher Intensität mit dem Säbel rasseln.

Noch schwerwiegender scheint mir die ungelöste Finanzkrise in ihrer globalen Vernetzung. Keine Parteigesinnung ist in der Lage, eine politische Entschärfung des Gewaltpotentials anzubieten, das in einem riesigen Schuldenberg aufgestaut ist. Allein in den Büchern europäischer Banken sind seit 2008 "faule Kredite" von einer Billion EURO verzeichnet. Ihre Bereinigung durch den Markt reißt sämtliche Versprechen auf eine gesicherte Zukunft nieder und fördert Gewalt und Willkür in den Metropolen. Die Gefährdung der Demokratie aus eigentümlichen inneren Gründen erhält so eine Verstärkung, wenn Israel durch eigene Militäraktionen unkalkulierbare Kettenreaktionen auslöst.

Zweitens ist die Stimmung in Israel schlechter geworden. Seit die Regierung die Propagandatrommel rührt, mit Gasmasken und Bunkerübungen den Ernst der Lage betont, leidet die Moral und man glaubt den offiziellen Verlautbarungen aus dem Netanjahu-Lager weniger. Der Staatspräsident, der neben namhaften Intellektuellen zur Zurückhaltung mahnt, weiß um die selbständige soziale Protestbewegung gegen Korruption und Ungerechtigkeit. Er kennt die Kampfpiloten, die sogar zu Dienstverweigerungen aufgerufen haben.

Das sind Vorgänge, die man so in Israel noch nicht gesehen hat und die schließlich ermuntern, Krieg als Massenbetrug zu durchschauen, der von den rückständigsten Investoren im Verein mit Teilen der Kulturindustrie inszeniert wird. Es handelt sich dabei um das bekannte Phänomen der "Kriegsgewinnler", die von ihrem Handwerk nicht lassen, selbst wenn sie am Galgen dafür bezahlen müssten.

Aus meiner Sicht kann der Beitrag, den Deutschland und die USA durch ihre "Aufklärungsarbeit" hinter den Kulissen leisten, als Veranschaulichung dieser Grunderkenntnis beschrieben werden. Auch der inoffizielle, geheime Krieg gegen das iranische Atomprogramm, von den Mullahs als "friedliche" Nutzung der Kernenergie ausgegeben, hat seine Spuren in Gestalt ermordeter iranischer Atomwissenschaftler bereits hinterlassen.

Offensichtlich hängen all diese "geheimen" Dinge mit dem syrischen Schlachtfeld zusammen. Dort sollen sie nicht weniger als den blutigen Niedergang des mit dem Iran verbündeten Assad-Regimes beschleunigen. Freilich mit der Unsicherheit behaftet, dass die Nachfolger auch das Volk erschießen lassen, wenn ihnen das zweckmäßig erscheiont und Widerstand hilflos bleibt.
 
NETANJAHUS SÄBELRASSELN
Es soll Krieg geben, aber keiner will hin ?

Israels Regierung will das Ayatollah-Regime im Iran angreifen,dessen Atomprogramm zerstören. In Teheran sitzen die dunkel gewandeten Herren nicht sicher im Sattel, sondern auf einem Pulverfass. Aus religiöser Verblendung treiben sie Politik. Darin überwiegt die Illusion,freie Verfügung über die Technik der Kernspaltung verleihe ihrer Herrschaft Sicherheit und Dauer.

Und tatsächlich: Um eine religiös deklarierte Herrschaft zu sichern, müssen sie auf die wissenschaftlichen Grundlagen der Zerstörungspotentiale des verteufelten Feindes zurückgreifen. Sie versuchen in diesem Sinn durchaus rational Stützpunkte zu errichten,um ihre Isolierung zu durchbrechen. Das Machtvakuum bei ihren Nachbarn Irak und Syrien bietet mit seinen "endlosen" Gewaltexzessen Gelegenheiten für diese Strategie. Für die Gewaltchaotik, ,imperialistisch erzeugt,sind sie nicht verantwortlich.

Ihre Störmanöver sind für die Großmächte unbequem. Daneben steht die israelische Regierung, begleitet die aktuellen Freiheitsbewegungen in den islamisch geprägten Ländern mit zwiespältigen Gefühlen. Sie könnte sich mit ihnen arrangieren, wäre da nicht der iranische Staat und der Machtfaktor Al Kaida,der durch konventionellen Krieg nicht besiegbar ist.

Die kritische Opposition zur Netanjahu-Regierung rechnet interessanterweise mit denselben Fakten - nur in emanzipativer Absicht, da sie sich aus den Fesseln eines Ghettolebens befreien will. Sie ist unter Intellektuellen und der jüngeren Generation beheimatet, die sich nicht mehr durch latenten Rassismus hat blenden lassen.Stellvertretend sei der Schriftsteller Nir Baram genannt. Nehmen aber Zeichen der Bedrohung aus israelischer Sicht zu,so erscheint stimmig: Zuschlagen, bevor es zu spät ist, denn Pazifizierung des Ayatollah-Regimes ist gescheitert !

Würde diese Rechnung nach der UN-Generalversammlung im September 2012 und vor der US-Präsidentenwahl Anfang November tatsächlich umgesetzt, unruhige und diktatorische Zeiten stünden bevor. Polizeistaat und Militäreinsatz im Inneren wären die Mittel, um die Ordnung in einer steigenden Zahl von Ländern aufrecht zu erhalten. Wir sprechen im Konjunktiv, weil von zwei Seiten starke Argumente gegen diese Perspektive vorgebracht werden und internationale Krisenzusammenhänge den ausgesprochen selbstgefährdenden Gewaltschlag noch hemmen.

Zuerst setzen die USA und Europa mittelfristig auf Diplomatie und Embargo, weil durch den Druck die Handlungsspielräume des Regimes in Teheran eher eingeengt werden als durch Militärschläge. Die berechtigte Frage, ob Obama mit den gleichen Lügen wie die Bush-Administration die Stimmung der Öffentlichkeit zu beeinflussen versucht, bleibt in der nächsten Zeit auf der Tagesordnung, ist aber im momentan nicht entschieden. Zudem sind unter einem solchen Patt Israels Streitkräfte nicht in der Lage, das iranische Atomprogramm zu zerstören, bestenfalls dessen Entwicklung zu verzögern. So lässt jedenfalls die US-Regierung verlautbaren. Netanjahu darf in unterschiedlicher Intensität mit dem Säbel rasseln.

Noch schwerwiegender scheint mir die ungelöste Finanzkrise in ihrer globalen Vernetzung. Keine Parteigesinnung ist in der Lage, eine politische Entschärfung des Gewaltpotentials anzubieten, das in einem riesigen Schuldenberg aufgestaut ist. Allein in den Büchern europäischer Banken sind seit 2008 "faule Kredite" von einer Billion EURO verzeichnet. Ihre Bereinigung durch den Markt reißt sämtliche Versprechen auf eine gesicherte Zukunft nieder und fördert Gewalt und Willkür in den Metropolen. Die Gefährdung der Demokratie aus eigentümlichen inneren Gründen erhält so eine Verstärkung, wenn Israel durch eigene Militäraktionen unkalkulierbare Kettenreaktionen auslöst.

Zweitens ist die Stimmung in Israel schlechter geworden. Seit die Regierung die Propagandatrommel rührt, mit Gasmasken und Bunkerübungen den Ernst der Lage betont, leidet die Moral und man glaubt den offiziellen Verlautbarungen aus dem Netanjahu-Lager weniger. Der Staatspräsident Peres, der neben namhaften Intellektuellen zur Zurückhaltung mahnt, weiß um die selbständige soziale Protestbewegung gegen Korruption und Ungerechtigkeit. Er kennt die Kampfpiloten, die sogar zu Dienstverweigerungen aufgerufen haben.

Das sind Vorgänge, die man so in Israel noch nicht gesehen hat und die schließlich ermuntern, Krieg als Massenbetrug zu durchschauen, der von den rückständigsten Investoren im Verein mit Teilen der Kulturindustrie inszeniert wird. Es handelt sich dabei um das bekannte Phänomen der "Kriegsgewinnler", die von ihrem Handwerk nicht lassen, selbst wenn sie am Galgen dafür bezahlen müssten.

Aus meiner Sicht kann der Beitrag, den Deutschland und die USA durch ihre "Aufklärungsarbeit" hinter den Kulissen leisten, als Veranschaulichung dieser Grunderkenntnis beschrieben werden. Auch der inoffizielle, geheime Krieg gegen das iranische Atomprogramm, von den Mullahs als "friedliche" Nutzung der Kernenergie ausgegeben, hat seine Spuren in Gestalt ermordeter iranischer Atomwissenschaftler bereits hinterlassen.

Offensichtlich hängen all diese "geheimen" Dinge mit dem syrischen Schlachtfeld zusammen. Dort sollen sie nicht weniger als den blutigen Niedergang des mit dem Iran verbündeten Assad-Regimes beschleunigen. Freilich mit der Unsicherheit behaftet, dass die Nachfolger auch das Volk erschießen lassen, wenn ihnen das zweckmäßig erscheiont und Widerstand hilflos bleibt.
 
NETANJAHUS SÄBELRASSELN
Es soll Krieg geben, aber keiner will hin ?

Israels Regierung will das Ayatollah-Regime im Iran angreifen,dessen Atomprogramm zerstören. In Teheran sitzen die dunkel gewandeten Herren nicht sicher im Sattel, sondern auf einem Pulverfass. Aus religiöser Verblendung treiben sie Politik. Darin überwiegt die Illusion,freie Verfügung über die Technik der Kernspaltung verleihe ihrer Herrschaft Sicherheit und Dauer.

Und tatsächlich: Um eine religiös deklarierte Herrschaft zu sichern, müssen sie auf die wissenschaftlichen Grundlagen der Zerstörungspotentiale des verteufelten Feindes zurückgreifen. Sie versuchen in diesem Sinn durchaus rational Stützpunkte zu errichten,um ihre Isolierung zu durchbrechen. Das Machtvakuum bei ihren Nachbarn Irak und Syrien bietet mit seinen "endlosen" Gewaltexzessen Gelegenheiten für diese Strategie. Für die Gewaltchaotik, ,imperialistisch erzeugt,sind sie nicht verantwortlich.

Ihre Störmanöver sind für die Großmächte unbequem. Daneben steht die israelische Regierung, begleitet die aktuellen Freiheitsbewegungen in den islamisch geprägten Ländern mit zwiespältigen Gefühlen. Sie könnte sich mit ihnen arrangieren, wäre da nicht der iranische Staat und der Machtfaktor Al Kaida,der durch konventionellen Krieg nicht besiegbar ist.

Die kritische Opposition zur Netanjahu-Regierung rechnet interessanterweise mit denselben Fakten - nur in emanzipativer Absicht, da sie sich aus den Fesseln eines Ghettolebens befreien will. Sie ist unter Intellektuellen und der jüngeren Generation beheimatet, die sich nicht mehr durch latenten Rassismus hat blenden lassen.Stellvertretend sei der Schriftsteller Nir Baram genannt. Nehmen aber Zeichen der Bedrohung aus israelischer Sicht zu,so erscheint stimmig: Zuschlagen, bevor es zu spät ist, denn Pazifizierung des Ayatollah-Regimes ist gescheitert !

Würde diese Rechnung nach der UN-Generalversammlung im September 2012 und vor der US-Präsidentenwahl Anfang November tatsächlich umgesetzt, unruhige und diktatorische Zeiten stünden bevor. Polizeistaat und Militäreinsatz im Inneren wären die Mittel, um die Ordnung in einer steigenden Zahl von Ländern aufrecht zu erhalten. Wir sprechen im Konjunktiv, weil von zwei Seiten starke Argumente gegen diese Perspektive vorgebracht werden und internationale Krisenzusammenhänge den ausgesprochen selbstgefährdenden Gewaltschlag noch hemmen.

Zuerst setzen die USA und Europa mittelfristig auf Diplomatie und Embargo, weil durch den Druck die Handlungsspielräume des Regimes in Teheran eher eingeengt werden als durch Militärschläge(Hyperinflation, Verarmung). Die berechtigte Frage, ob Obama mit den gleichen Lügen wie die Bush-Administration die Stimmung der Öffentlichkeit zu beeinflussen versucht, bleibt in der nächsten Zeit auf der Tagesordnung, ist aber im momentan nicht entschieden. Zudem sind unter einem solchen Patt Israels Streitkräfte nicht in der Lage, das iranische Atomprogramm zu zerstören, bestenfalls dessen Entwicklung zu verzögern. So lässt jedenfalls die US-Regierung verlautbaren. Netanjahu darf in unterschiedlicher Intensität mit dem Säbel rasseln.

Noch schwerwiegender scheint mir die ungelöste Finanzkrise in ihrer globalen Vernetzung. Keine Parteigesinnung ist in der Lage, eine politische Entschärfung des Gewaltpotentials anzubieten, das in einem riesigen Schuldenberg aufgestaut ist. Allein in den Büchern europäischer Banken sind seit 2008 "faule Kredite" von einer Billion EURO verzeichnet. Ihre Bereinigung durch den Markt reißt sämtliche Versprechen auf eine gesicherte Zukunft nieder und fördert Gewalt und Willkür in den Metropolen. Die Gefährdung der Demokratie aus eigentümlichen inneren Gründen erhält so eine Verstärkung, wenn Israel durch eigene Militäraktionen unkalkulierbare Kettenreaktionen auslöst.

Zweitens ist die Stimmung in Israel schlechter geworden. Seit die Regierung die Propagandatrommel rührt, mit Gasmasken und Bunkerübungen den Ernst der Lage betont, leidet die Moral und man glaubt den offiziellen Verlautbarungen aus dem Netanjahu-Lager weniger. Der Staatspräsident Peres, der neben namhaften Intellektuellen zur Zurückhaltung mahnt, weiß um die selbständige soziale Protestbewegung gegen Korruption und Ungerechtigkeit. Er kennt die Kampfpiloten, die sogar zu Dienstverweigerungen aufgerufen haben.

Das sind Vorgänge, die man so in Israel noch nicht gesehen hat und die schließlich ermuntern, Krieg als Massenbetrug zu durchschauen, der von den rückständigsten Investoren im Verein mit Teilen der Kulturindustrie inszeniert wird. Es handelt sich dabei um das bekannte Phänomen der "Kriegsgewinnler", die von ihrem Handwerk nicht lassen, selbst wenn sie am Galgen dafür bezahlen müssten.

Aus meiner Sicht kann der Beitrag, den Deutschland und die USA durch ihre "Aufklärungsarbeit" hinter den Kulissen leisten, als Veranschaulichung dieser Grunderkenntnis beschrieben werden. Auch der inoffizielle, geheime Krieg gegen das iranische Atomprogramm, von den Mullahs als "friedliche" Nutzung der Kernenergie ausgegeben, hat seine Spuren in Gestalt ermordeter iranischer Atomwissenschaftler bereits hinterlassen.

Offensichtlich hängen all diese "geheimen" Dinge mit dem syrischen Schlachtfeld zusammen. Dort sollen sie nicht weniger als den blutigen Niedergang des mit dem Iran verbündeten Assad-Regimes beschleunigen. Freilich mit der Unsicherheit behaftet, dass die Nachfolger auch das Volk erschießen lassen, wenn ihnen das zweckmäßig erscheiont und Widerstand hilflos bleibt.
 
NETANJAHUS SÄBELRASSELN
Es soll Krieg geben, aber keiner will hin ?

Israels Regierung will das Ayatollah-Regime im Iran angreifen,dessen Atomprogramm zerstören. In Teheran sitzen die dunkel gewandeten Herren nicht sicher im Sattel, sondern auf einem Pulverfass. Aus religiöser Verblendung treiben sie Politik. Darin überwiegt die Illusion,freie Verfügung über die Technik der Kernspaltung verleihe ihrer Herrschaft Sicherheit und Dauer.

Und tatsächlich: Um eine religiös deklarierte Herrschaft zu sichern, müssen sie auf die wissenschaftlichen Grundlagen der Zerstörungspotentiale des verteufelten Feindes zurückgreifen. Sie versuchen in diesem Sinn durchaus rational Stützpunkte zu errichten,um ihre Isolierung zu durchbrechen. Das Machtvakuum bei ihren Nachbarn Irak und Syrien bietet mit seinen "endlosen" Gewaltexzessen Gelegenheiten für diese Strategie. Für die Gewaltchaotik, ,imperialistisch erzeugt,sind sie nicht verantwortlich.

Ihre Störmanöver sind für die Großmächte unbequem. Daneben steht die israelische Regierung, begleitet die aktuellen Freiheitsbewegungen in den islamisch geprägten Ländern mit zwiespältigen Gefühlen. Sie könnte sich mit ihnen arrangieren, wäre da nicht der iranische Staat und der Machtfaktor Al Kaida,der durch konventionellen Krieg nicht besiegbar ist.

Die kritische Opposition zur Netanjahu-Regierung rechnet interessanterweise mit denselben Fakten - nur in emanzipativer Absicht, da sie sich aus den Fesseln eines Ghettolebens befreien will. Sie ist unter Intellektuellen und der jüngeren Generation beheimatet, die sich nicht mehr durch latenten Rassismus hat blenden lassen.Stellvertretend sei der Schriftsteller Nir Baram genannt. Nehmen aber Zeichen der Bedrohung aus israelischer Sicht zu,so erscheint stimmig: Zuschlagen, bevor es zu spät ist, denn Pazifizierung des Ayatollah-Regimes ist gescheitert !

Würde diese Rechnung nach der UN-Generalversammlung im September 2012 und vor der US-Präsidentenwahl Anfang November tatsächlich umgesetzt, unruhige und diktatorische Zeiten stünden bevor. Polizeistaat und Militäreinsatz im Inneren wären die Mittel, um die Ordnung in einer steigenden Zahl von Ländern aufrecht zu erhalten. Wir sprechen im Konjunktiv, weil von zwei Seiten starke Argumente gegen diese Perspektive vorgebracht werden und internationale Krisenzusammenhänge den ausgesprochen selbstgefährdenden Gewaltschlag noch hemmen.

Zuerst setzen die USA und Europa mittelfristig auf Diplomatie und Embargo, weil durch den Druck die Handlungsspielräume des Regimes in Teheran eher eingeengt werden als durch Militärschläge(Hyperinflation, Verarmung). Die berechtigte Frage, ob Obama mit den gleichen Lügen wie die Bush-Administration die Stimmung der Öffentlichkeit zu beeinflussen versucht, bleibt in der nächsten Zeit auf der Tagesordnung, ist aber momentan nicht entschieden. Zudem sind unter einem solchen Patt Israels Streitkräfte nicht in der Lage, das iranische Atomprogramm zu zerstören, bestenfalls dessen Entwicklung zu verzögern. So lässt jedenfalls die US-Regierung verlautbaren. Netanjahu darf in unterschiedlicher Intensität mit dem Säbel rasseln.

Noch schwerwiegender scheint mir die ungelöste Finanzkrise in ihrer globalen Vernetzung. Keine Parteigesinnung ist in der Lage, eine politische Entschärfung des Gewaltpotentials anzubieten, das in einem riesigen Schuldenberg aufgestaut ist. Allein in den Büchern europäischer Banken sind seit 2008 "faule Kredite" von einer Billion EURO verzeichnet. Ihre Bereinigung durch den Markt reißt sämtliche Versprechen auf eine gesicherte Zukunft nieder und fördert Gewalt und Willkür in den Metropolen. Die Gefährdung der Demokratie aus eigentümlichen inneren Gründen erhält so eine Verstärkung, wenn Israel durch eigene Militäraktionen unkalkulierbare Kettenreaktionen auslöst.

Zweitens ist die Stimmung in Israel schlechter geworden. Seit die Regierung die Propagandatrommel rührt, mit Gasmasken und Bunkerübungen den Ernst der Lage betont, leidet die Moral und man glaubt den offiziellen Verlautbarungen aus dem Netanjahu-Lager weniger. Der Staatspräsident Peres, der neben namhaften Intellektuellen zur Zurückhaltung mahnt, weiß um die selbständige soziale Protestbewegung gegen Korruption und Ungerechtigkeit. Er kennt die Kampfpiloten, die sogar zu Dienstverweigerungen aufgerufen haben.

Das sind Vorgänge, die man so in Israel noch nicht gesehen hat und die schließlich ermuntern, Krieg als Massenbetrug zu durchschauen, der von den rückständigsten Investoren im Verein mit Teilen der Kulturindustrie inszeniert wird. Es handelt sich dabei um das bekannte Phänomen der "Kriegsgewinnler", die von ihrem Handwerk nicht lassen, selbst wenn sie am Galgen dafür bezahlen müssten.

Aus meiner Sicht kann der Beitrag, den Deutschland und die USA durch ihre "Aufklärungsarbeit" hinter den Kulissen leisten, als Veranschaulichung dieser Grunderkenntnis beschrieben werden. Auch der inoffizielle, geheime Krieg gegen das iranische Atomprogramm, von den Mullahs als "friedliche" Nutzung der Kernenergie ausgegeben, hat seine Spuren in Gestalt ermordeter iranischer Atomwissenschaftler bereits hinterlassen.

Offensichtlich hängen all diese "geheimen" Dinge mit dem syrischen Schlachtfeld zusammen. Dort sollen sie nicht weniger als den blutigen Niedergang des mit dem Iran verbündeten Assad-Regimes beschleunigen. Freilich mit der Unsicherheit behaftet, dass die Nachfolger auch das Volk erschießen lassen, wenn ihnen das zweckmäßig erscheint und Widerstand hilflos bleibt.
 

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