Nullpunkt

sufnus

Mitglied
Hi Reisende,
hier spielst Du mit Zeilenumbrüchen und Bezügen, so kann man z. B. lesen:
"und ruhen nun selbst in Träumen", giften ihre Herzen
oder aber
und ruhen nun. Selbst in Träumen giften ihre Herzen.
Dabei bleibt das großgeschriebene "Sie" (alle) etwas beunruhigend unbestimmt - wer z. T. ist hier wohl gemeint, doch nicht ich, der Leser?!
Dein Gedicht nimmt sich dabei - so kurz es ist - keinem geringeren Thema an als der ganzen Welt an (obwohl diese sich offenbar als kleines Schauobjekt in einer Art Setzkasten befindet, was die Welt doch auf gehöriges Miniaturformat schrumpft).
Der Stachel bleibt dabei für mich ein Fremdkörper im Gedicht, was einerseits passend und schön ist, mich andererseits als Leser aber ein bisschen aus dem Text heraushält, ein skorpionhafter Türsteher, der dem Besuchswilligen das Leben schwer macht. So richtig kann ich diesen Stachel nicht einordnen (ist "Tod, wo ist Dein Stachel"gemeint?), eine ganz schön pieksige Angelegenheit auf alle Fälle.
Ich werde Deine Zeilen auf alle Fälle noch ein bisschen hin- und herbewegen. Sehr anregend! :)
LG!
S.
 



 
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