Nur die Ruhe

blackout

Mitglied
Wir leben nur, weil wir nicht sterben,
betrachten ratlos-stumm die Scherben,
die übrigblieben von dem Feste,
und kümmern uns dann um die Reste.
Vorbei ist es mit dem Gelage,
denn nunmehr kommen harte Tage.

Die Welt ist nicht mehr, was sie war.
Vermummt kommt sie uns vor, bizarr.
Wir lernten schnell, zu akzeptieren:
Den Unsinn muss man ignorieren.
Wir wissen bloß, so muss es sein,
stirbt jeder doch für sich allein.

Wir leben noch, wir leben hin
und suchen kaum noch nach dem Sinn.
Uns fehlt nichts, wir sind hochzufrieden,
denn uns ist Wohlstand nur beschieden.
Und wenn man uns zum Schlachthaus führt,
dann hat sich da bloß wer geirrt.
 

Label

Mitglied
hier spricht ein verbittertes, depressives Lyrich mit gelegentlichem Aufbegehren. Dieses Lyrich ist so in seine eigene Gedankenwelt verstrickt, dass es gar nicht mehr wahrnimmt, dass es die eigene Gefühlswelt verallgemeinert. Es nimmt nicht mehr die kleinen Freuden wahr, die das Leben selbst in schlimmen Situationen immer noch bereithält und es hat das Staunen, vielleicht auch die Neugier verlernt.

Wie hilft man einem solchen Menschen, dass er sich wieder am Funkeln der Tautropfen freuen kann, oder an einem Sonnenstrahl der den verkrampften Nacken streichelt?
Ein Text der traurig und ratlos macht.
 

blackout

Mitglied
Label, ich versichere dir, ich bin nicht verbittert. Dazu bin ich zu alt, ich habe schon viele Situationen erlebt, über die ich hätte verbittert sein können, aber ich bin ein Mensch mit Humor geblieben und hoffe, es weiter zu bleiben. Ich sehe einfach, was passiert. Du darfst den Boten nicht für die Botschaft verantwortlich machen. Und ich als Gedichteschreiberin bin die Botschafterin. Dass ich dich aus deiner heilen Wohlstandswelt hervorlocken will, begreifst du gar nicht, hm? Wir leben in verdammt ernsten Zeiten. Es geht um nicht mehr als um unser Leben, auch um deines. Wie kommst du zu solchen blödsinnigen Schlussfolgerungen, die du mir andichtest? Ich kann dir nur raten, halt die Nase in die Luft, sie riecht verdammt kobalthaltig.

Ich hätte ja nun statt deiner phantasiereichen Überlegungen eine Beschäftigung mit dem Text erwartet, ein Eingehen auf bestimmte Passagen, aber du hast ihn offensichtlich gar nicht verstanden, das sagt mir dein Kommentar. Wenn du nichts verstehst, halt wenigstens die Tinte. Tut mir leid, über so viel Verständnislosigkeit kann ich nur den Kopf schütteln. Spaß ist eben alles.

blackout
 

Label

Mitglied
öhm, ja ich bin nicht davon ausgegangen dass du dich selbst beschreibst.
ich schrieb Lyrich, nicht blackout. Old shatterhand ist auch nicht Karl May z.B.
Übrigens MEINE Welt kennst du doch gar nicht
ich habe schon viele Situationen erlebt, über die ich hätte verbittert sein können
dito und ich habe überhaupt nicht die Absicht zu vergleichen wer schon was wegstecken mußte.
Aber ich stelle fest, dass unsere emotionalen Universen in denen wir leben, so unterschiedlich sind, dass aus einer Diskussion zwischen uns nie etwas Fruchtbares hervorgehen könnte.
Darum werde ich dich künftig nicht mehr mit Kommentaren belästigen.

mit einem Gruß
Label
 

Oben Unten