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Nur ein Moment

4,00 Stern(e) 3 Bewertungen

anbas

Mitglied
Nur ein Moment

Kondensstreifen auf strahlend blauem Himmel
Ziehen einen Bogen vom Horizont bis zu mir
Über kräftiges Gelb der Rapsfelder

Bin Teil dieses wunderbaren Augenblicks
Wie auch der Greifvogel
Der seine Kreise über mir zieht
Als wäre er genau hierfür bestellt

Komm Frühling komm
Nennt es von mir aus Kitsch
Ich genieße diesen Moment schwärmerisch
In einer Welt die so wunderschön sein kann
 

Henrik

Mitglied
Ich hoffe ja, dass die Chemtrails tatsächlich der Wolkenbildung dienen um die Erderhitzung abzuschwächen ;) Persönlich ist mein Lieblingsfarbengemisch nämlich himmelblau, baumblättergrün und gleißendes Sonnenlicht, das den Kitt zwischen zu großer Vergeistlichung und zu großer Materiebindung darstellt. Mir gefällt der Greifvogel. Ein Sperber? Ich freue mich für Deinen Moment des Erlebens von Schönheit.

LG
Henrik
 

anbas

Mitglied
Hallo Henrik,

vielen Dank für Deine Rückmeldung und die Sternchen.

Ich freue mich, dass Dir diese Momentaufnahme gefällt.

Die Kondenzstreifen - die es in dem Moment tatsächlich gab - haben hier im Gedicht (für mich) noch eine zusätzliche Bedeutung: Sie verbinden das Bild mit dem LyrIch, so dass es mit eingeschlossen wird in diesen Augenblick, diesen Moment.

Liebe Grüße

Andreas
 

Perry

Mitglied
Hallo Andreas,
Kondensstreifen sind das "Kielwasser" von Flugzeugen und stehen im lyrischen Sinn für Abschied und Vergänglichkeit.
Beim Greifvogel wäre mein Favorit der rote Milan, aber alles ist besser als ein russisches Flugzeug.
Mögen wir alle bald wieder von einer wunderschönen Welt träumen können.
LG
Manfred
 

Matula

Mitglied
"In einer Welt die so wunderschön sein kann" ... Ja, ja, für Prädatoren, nicht für Mäuschen im Rapsfeld ....

Schöne Grüße,
Matula
 

anbas

Mitglied
Lieber Manfred,

aber alles ist besser als ein russisches Flugzeug
Wie Recht Du hast. Aber ukrainischen Kindern reicht es oft schon, wenn sie überhaupt ein Flugzeug oder einen Hubschrauber sehen oder hören - sie bekommen Panik, selbst, wenn sie hier bei uns in Sicherheit sind.

Hab Dank für Deine Gedanken.




Hallo Matula,

stimmt, auf die Sichtweise kommt es an... Aber auch für das Mäuschen kann die Welt wunderschön sein - solange es diese erleben kann...

Vielen Dank für Deine Rückmeldung und Deine Wertung.



Liebe Grüße an Euch beide

Andreas
 

wüstenrose

Mitglied
Hallo anbas,
also, wenn du mich fragst:

Komm Frühling komm
Nennt es von mir aus Kitsch
Ich genieße diesen Moment schwärmerisch
In einer Welt die so wunderschön sein kann


Dem aufmerksamen Leser / Leserin erschließt sich aus dem Gedicht als Gesamtpaket durchaus, dass es hier nicht um kitschige Frühlingsidylle geht. Und insbesondere dadurch, dass am Ende nicht ist, sondern sein kann steht, findet eine Relativierung und Einordnung des beschriebenen Moments statt.
Auch das Komm Frühling komm wirkt auf mich nicht primär lieblich, sondern kommt eher bachkantatisch wie ein
Aus der Tiefen rufe ich, Herr, zu dir
rüber. Man muss nicht zwangsläufig religiös sein, um hier das Andächtige, vielleicht Stoßgebetartige herauszuhören.
Also plädiere ich für Streichung der besagten Zeile. Die Schnellleser werden dein Gedicht daraufhin für kitschig und die Genauleser für ziemlich geil halten. ;)
 

wüstenrose

Mitglied
Hallo Andreas,
falls mein Ton im vorherigen Kommentar etwas zu flapsig ausfiel, dann bitte ich um Entschuldigung!
Immerhin ist dein Gedicht kein "leichtes" (im Sinne von sorglos), so dass die Betrachtung etwas ernsthafter ausfallen darf.
Wie schon oben gesagt, gefällt es mir nicht so gut, dass das Stichwort "Kitsch" überhaupt ins Spiel gebracht wird.
Allerdings sehe ich eine Art Lücke, wenn die Zeile ersatzlos entfiele.
Wie ist deine Sicht der Dinge?

Könnte es in diese Richtung gehen (wunderschön in schön geändert, da weiter oben bereits wunderbar zu lesen war)?

Komm Frühling komm
Mir ganz nah
Ich genieße diesen Moment schwärmerisch
In einer Welt die so schön sein kann
 

anbas

Mitglied
Hallo wüstenrose,

nein, Dein Kommentar war nicht zu flapsig. Ich habe mich über diesen, wie jetzt auch den Folgekommentar, gefreut. Danke!

Genau diese Lücke, die Du beschreibst, ist mir auch aufgefallen, sollte ich das "kitischig" herausnehmen. Deine Argumentation diesbezüglich kann ich nachvollziehen. Und doch ... und aber... ;) irgendwie passt es für mich dann auch wieder. - Ich ringe also noch mit mir - sowohl mit dem "Ob" als auch mit dem "Wenn-dann-wie" :).

Liebe Grüße

Andreas
 


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