Räumt die Konten aus!

Sigurt Funk

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Räumt die Konten aus!
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Die Sache mit Zypern


Eigentlich ist die Ruhe der Menschen bewundernswert. Abgesehen davon, dass man die herrschende „Vermögensverteilung“ auf der Welt nicht unbedingt als gerecht ansehen muss - eher das Gegenteil ist der Fall - sogar dann, wenn man ihr das „Prinzip Leistung“ zugrunde legt, ist allein die Tatsache, dass den sogenannten „kleinen Sparern“ der Zugang zu i h r e m Geld von einem Tag auf den anderen verweigert wird, ohne dass die Banken „brennen“, ein Skandal und Wunder gleichzeitig.

Den „Reichen“ ist es wieder einmal gelungen, den besseren Teil für sich in Anspruch zu nehmen. Hunderte Millionen sollen von den zypriotischen Banken über ihre Zweigstellen in London nach "anderswo" transferiert worden sein, während die Banken offiziell geschlossen hatten. Ein Skandal ersten Ranges!
Und wir alle nehmen das hin.

Gibt es eine Lehre, die daraus zu ziehen sich lohnt?

Natürlich: Jeder, der sein Geld den Banken „anvertraut“ muss damit rechnen, dass die Banken dieses Geld behandeln, als sei es ihr eigenes. Im „Krisenfall“ geben sie es einfach nicht heraus. Und das steht durchaus in Übereinstimmung mit der jeweiligen europäischen Rechtslage. Dass das in Österreich anders wäre, wird sich doch niemand mehr einbilden, denke ich.

Die Banken machen mit diesen (unseren) Einlagen auch heute noch Gewinn, was grundsätzlich nichts Verwerfliches darstellt, aber - und das ist das Verwerfliche daran - sie behalten diesen Gewinn allein für sich! Der „kleine Sparer“ geht leer aus, darf aber bei Bedarf die maroden Banken mit Steuergeld "retten".
Zinssätze für Sparguthaben von unter einem Prozent sind derzeit die Regel. Davon kassiert das Finanzamt noch 25% Kapitalertragsteuer und das bei einer Inflationsrate von ungefähr 3 Prozent.
Wenn man das nicht „kalte Enteignung“ nennen darf, muss man sich fragen, welcher Begriff sonst angebracht wäre?


Es gibt eigentlich nur eine Lösung: Die „kleinen Sparer“ müssen sich solidarisieren und ihre Konten möglichst bald leerräumen. Das allein ist das Mittel, die Banken, den Staat zur Vernunft zu bringen.


Besser man tut es selbst, bevor der Staat sich bedient!
 

 
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