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Raimund von Horn

Hera Klit

Mitglied
Raimund von Horn


Sandra saugt mit dem Staubsauger gründlich und sichtlich um äußerste Sauberkeit bemüht, vor ihrem roten Doppelsofa den Teppichboden. Man kann davon ausgehen, dass es sich bei Sandra um eine ganz normale, wohlerzogene Hausfrau handelt, die völlig unemanzipiert ist. Die, obwohl ihr Ehemann, der sie nie richtig befriedigt hat, auf einer längeren Geschäftsreise ist und sie also praktisch tun und lassen könnte, was sie wollte, trotzdem ihre Pflichten voll umfänglich wahrnimmt und ganz im Sinne ihres strengen, aber langweiligen Herrn Gemahls alle Hausarbeiten ordnungsgemäß erledigt. Solche Frauen findet man heute wirklich nur noch selten. Als neutraler Beobachter der häuslichen Szene wundert man sich schon etwas über die aufreizende Aufmachung dieser eigentlich total hausbackenen, konservativen Frau. Sie trägt ein viel zu kurzes Minikleidchen mit aufreizenden Nylonstrümpfen und man glaubt es kaum, High Heels. Die blonden Haare sind als verführerischer Bob geschnitten, dessen untere Spitzen die Winkel des knallrot geschminkten Schmollmundes umspielen. Über den Augen sehen wir viel zu viel Blau, darunter viel zu viel Weiß und die Wimpern sind extrem Schwarz und bestimmt nicht echt.
All dies passt nicht in unser Bild einer gut situierten deutschen Hausfrau in mittleren Jahren.
Nun, es mag Gründe für Sandras auffällige Aufmachung geben, die sich uns jetzt noch nicht erschließen. Möglicherweise lebt sie so ihre unbefriedigte Sinnlichkeit ein Stück weit aus, wenn der in Liebesdingen ziemlich unkundige Herr des Hauses abwesend ist. Wir sind bereit, ihr diese kleine menschliche Schwäche nachzusehen. Das Leben einer Hausfrau ist gemeinhin schwer genug und fehlerlos ist ja auch niemand. Selbst wir haben zugestandenermaßen ja auch unsere Macken, die wir um alles in der Welt niemand auf die Nase binden wollen.

Doch nun wird unsere Toleranz tatsächlich noch mehr auf die Probe gestellt, denn es klingelt an der Tür und Sandra schickt sich an in ihrem, ja man muss es sagen, nuttigen Aufzug die Tür zu öffnen. Da die Kette vorliegt, öffnet sich die Tür nur ein Spalt breit. Gerade so weit, um den davor stehenden älteren Herrn ganz gut zu erkennen und einschätzen zu können. Und bei diesem Anblick müssen bei jeder anständigen Frau sofort die Alarmglocken läuten. Wir sehen da einen Mann in seinen späten Sechzigern, mit gegelten Haaren und listigem Verführerschnurbart, dem die Worte Schürzenjäger und an Frauen-Heranmacher schier auf die Stirn tätowiert sein könnten. So einem sollte man praktisch wortlos die Tür ins Gesicht knallen, ganz besonders, wenn man eine schutz- und hilflose Frau ist, die sich niemals gegen Zudringlichkeiten eines derartigen Hallodris wehren könnte.

„Guten Tag Gnädigste, mein Name ist Raimund von Horn, ich bin über ihnen eingezogen und wollte mich mal vorstellen bei ihnen der Höflichkeit halber, außerdem fehlt mir dummerweise noch Zucker, sodass ich sie darum bitten muss.“, hören wir nun diesen Zuhältertypen mit dem Charme des Paten sagen. Plumper und billiger geht es nicht, das ist doch lächerlich, von Horn, so ein Name kann es doch im echten Leben gar nicht geben.

Aber was macht unsere Sandra? Sie löst sogleich die Kette, sie öffnet die Tür sperrangelweit und lässt diesen zwielichtigen Unmenschen in die Wohnung herein. Sie muss den Verstand verloren haben? Eine Ursache könnte natürlich ihre tiefe Unbefriedigtheit sein, an der ihr sauberer Ehemann schuld ist. Natürlich ist eine solche Ehefrau, die zwar treu wie Gold ist, innerlich nicht gefestigt genug, um sich nicht nach richtiger, dreister und feister Männlichkeit unbewusst zu sehnen. Sie weiß das freilich selbst nicht, deswegen müssen wir ihr das unvorsichtige Türöffnen einfach verzeihen und hoffen, dass die Sache noch mal glimpflich abgeht und es sich bei diesem alten Kerl nur scheinbar um einen gewissenlosen Aufreißertypen handelt, der Schande über jedes Frauenzimmer, das nicht bei drei auf den Bäumen ist bringen will, um sich an ihrem hilflos sich windenden Körper zu laben. Solche Halunken bekommen doch meist, was sie wollen, weil sie den Urtrieb des schwachen weiblichen Wesens nach Unterwerfung und genommen und besudelt werden, ganz genau kennen und schonungslos ausnutzen.

Sandra sollte jetzt schnell etwas Zucker aus der Küche holen, um diese Bedrohung von einem Mann sofort wieder aus der Wohnung hinauszubekommen.

Aber jetzt schlägt es dreizehn! Wir hören Sandra sagen: „Setzen sie sich doch zu mir aufs Sofa, Herr von Horn, ich möchte doch zu gerne Näheres über sie erfahren.“
Diese Frau missachtet sämtliche Regeln des Anstands und der Gepflogenheiten, sie wird teuer dafür bezahlen müssen, das fühlt jeder anständige Mensch der diese Szenen beobachten muss. Man möchte ihr zurufen: „Tue das um Gotteswillen nicht.“ Aber man kann ja nicht.
Dann landen die zwei natürlich auf dem Sofa. Wie zu befürchten war setzen sie sich von Anfang an viel zu eng beieinander. Wie kann ein sittsame Frau ruhig und besonnen bleiben, wenn sich der Schenkel eines mit Testosteron geradezu überfüllten Machomannes in den besten Jahren heiß und fordernd an ihren empfänglichen Schenkel presst, dass schon gleich alles droht, feucht und gefügig zu werden? Dann noch die Reißleine zu ziehen, kann doch nur noch mit Glück gelingen oder der Ehemann müsste gerade hereinkommen. Doch der ist weit weg in München und er denkt zu Hause ist alles in Ordnung. Doch nichts ist in Ordnung, ganz im Gegenteil, denn Raimund von Horn ist nun dabei, seine verruchte, liebeskundige Hand langsam zwischen den Schenkeln, der sich nicht wehren könnenden Sandra hinaufgleiten zu lassen zum allerheiligsten Zentrum der Begierden. Fast ist er an dem kleinen roten Spitzenslip angekommen.

„So mein Liebchen, ich werde dir jetzt schön einen blasen.“, sagt dieser Wurm.“

Sandra, die eben noch völlig willenlos war fährt auf, schubst den Verdatterten mit dem nun recht gewalttätig wirkenden Ellenbogen barsch zu Seite und springt vom Sofa auf.
Sie reißt sich die Perücke vom Kopf und schimpft jetzt mit tiefer Stimme, denn sie ist jetzt wieder Joachim:


„Ich habe dir geschrieben, ich stehe nur auf aktive Männer, die praktisch eine Frau suchen und du bist jetzt nur wieder ein Schwuler, der es selbst besorgt kriegen will. Ich bin keine aktive Transe, die es Schwulen besorgt. Ich bin eine nicht geoutet Transsexuelle, die leider keine geschlechtsangleichende Operation machen lassen kann. Ich würde es bestimmt tun, wenn ich alleine leben würden.
Meine Lebensumstände lassen es aber nicht zu, deswegen will ich wenigstens Rollenspiele machen mit einem echten, richtigen Mann, der nur auf Mösen und Titten und Ärsche steht.
In meinem Profil auf der Webseite steht das alles drin und du behauptest in deinem Profil, so ein Mann zu sein. Ich fordere dich auf, auf der Stelle zu gehen.“

Der vermeidlich Raimund von Horn heißende Mann verlässt gesenkten Hauptes die Wohnung, ohne den Versuch zu machen, Sandra zurückzubekommen. Joachim erscheint ihm jetzt doch zu bedrohlich in seiner Wut.


Joachim zieht alle Fummel aus und wirft sie auf das Sofa, zuletzt den roten Spitzenslip und geht unter die Dusche, um sich all das abzuwaschen.

Am nächsten Tag sehen wir die Ehefrau von Joachim, die inzwischen von ihrem
Besuch bei ihrer Mutter zurück ist, das Sofa absaugen. Etwas Kleines wird aus einer Ritze des Sofas angesaugt. Sie stellt den Sauger ab und zieht einen roten Spitzenslip aus der Bodendüse.

Sie ruft Joachim unverzüglich herbei und stellt ihn zur Rede:

„Hattest du gestern eine Schlampe hier auf dem Sofa?“

Joachim gesteht der Einfachheit halber, sofort, dass er gestern eine Schlampe auf dem Sofa hatte.
Seine Frau regt sich furchtbar auf und beteuert, sich scheiden zu lassen.
Joachim tut so, als fühle er sich unheimlich schuldig, weil er mit dieser Schlampe rumgemacht hat und als befürchte er, seine Frau würde sich wirklich scheiden lassen.
Aber er ist sich sicher, dass sie es aus so einem Grund bestimmt nicht tun wird, denn er weiß, dass sie eine unemanzipierte Frau ist, die Schürzenjäger insgeheim als richtige Männer einstuft, mit denen man sich halten muss, weil der Sex mit so einem der beste und geilste ist.



Hera Klit, Januar 2022
 
Zuletzt bearbeitet:
G

Gelöschtes Mitglied 16867

Gast
Versuch doch mal, Deine Energie in nachvollziehbare Bahnen zu lenken. Auf mich wirkt der Text banalerotisch, Du rächst Dich an einem Phantom.

Aber das weisst Du auch selbst.
 

lexor

Mitglied
Hallo Hera

Das Outing hat mich tatsächlich überrascht und gab der Geschichte noch einen Dreh.
Ansonsten muss ich sagen, dass da zu viele Klischees hausten und es machte alles einen oberflächlichen Eindruck. Fast so, als hättest du alles hastig geschrieben, um so schnell wie möglich zu der Wendung zu kommen. Das könnte auch der Grund für die paar Fehler mit Satzzeichen und Satzstellungen etc. sein.

Das hier wirkt sehr unnatürlich:
Ich bin eine nicht geoutet Transsexuelle, die leider keine geschlechtsangleichende Operation machen lassen kann. Ich würde es bestimmt tun, wenn ich alleine leben würden.
Meine Lebensumstände lassen es aber nicht zu, deswegen will ich wenigstens Rollenspiele machen mit einem echten, richtigen Mann, der nur auf Mösen und Titten und Ärsche steht.
LG
Lexor
 

Hera Klit

Mitglied
Hallo Hera

Das Outing hat mich tatsächlich überrascht und gab der Geschichte noch einen Dreh.
Ansonsten muss ich sagen, dass da zu viele Klischees hausten und es machte alles einen oberflächlichen Eindruck. Fast so, als hättest du alles hastig geschrieben, um so schnell wie möglich zu der Wendung zu kommen. Das könnte auch der Grund für die paar Fehler mit Satzzeichen und Satzstellungen etc. sein.

Das hier wirkt sehr unnatürlich:


LG
Lexor
Vielen Dank für deinen Kommentar lieber Lexor.


Natürlich sind das alles Klischees, das ist doch gerade der Witz,
denn sie macht ein Rollenspiel mit einem Mann, in
dem sie so dümmlich weiblich wie möglich rüberkommen will.
Warum wirst du jetzt wahrscheinlich fragen.
Aus dem einfachen Grund, weil sie(er) das geil findet.
Vielleicht ist das ja für Menschen, die in dieser Welt nicht
zu Hause sind, nicht einfach zu verstehen, das ist möglich.

Liebe Grüße

Hera
 

lexor

Mitglied
Vielen Dank für deinen Kommentar lieber Lexor.


Natürlich sind das alles Klischees, das ist doch gerade der Witz,
denn sie macht ein Rollenspiel mit einem Mann, in
dem sie so dümmlich weiblich wie möglich rüberkommen will.
Warum wirst du jetzt wahrscheinlich fragen.
Aus dem einfachen Grund, weil sie(er) das geil findet.
Vielleicht ist das ja für Menschen, die in dieser Welt nicht
zu Hause sind, nicht einfach zu verstehen, das ist möglich.

Liebe Grüße

Hera
Wenn ich das so sehe, macht es schon sehr viel mehr Sinn, das muss ich zugeben!

Trotzdem vergeht mir das Gefühl nicht, dass es noch etwas raffiniert werden muss, es fehlt irgendwie der letzte Feinschliff.

LG
Lexor
 

Hera Klit

Mitglied
Wenn ich das so sehe, macht es schon sehr viel mehr Sinn, das muss ich zugeben!

Trotzdem vergeht mir das Gefühl nicht, dass es noch etwas raffiniert werden muss, es fehlt irgendwie der letzte Feinschliff.

LG
Lexor
Vielen Dank.


Ich denke, manche andere, die in anderen Foren schrieben, es sei meisterhaft geschrieben, liegen da richtiger.
Der Kunstgriff von mir, einen unwissenden, imaginären Beobachter die Szene beschreiben zu lassen,
sucht meines Erachtens in der neueren Literatur seines gleichen.
Freilich ist es dann auch für manchen schwierig, dem Text zu folgen,
das sehe ich ein, das muss ich in Rechnung stellen.
Aber auch Kafka, lieferte keine Gebrauchsanweisungen mit.

LG Hera
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Hera,

ich habe mich über die Geschichte köstlich amüsiert, vor allem über:

„So mein Liebchen, ich werde dir jetzt schön einen blasen.“, sagt dieser Wurm.“

Sandra, die eben noch völlig willenlos war fährt auf, schubst den Verdatterten mit dem nun recht gewalttätig wirkenden Ellenbogen barsch zu Seite und springt vom Sofa auf.
Sie reißt sich die Perücke vom Kopf und schimpft jetzt mit tiefer Stimme, denn sie ist jetzt wieder Joachim:
Damit hat der Besucher nun nicht gerechnet - obwohl er es, wenn er auf solchen Websiten zu Hause ist, eigentlich hätte wissen müssen.

Stilistisch könnte man die Geschichte noch etwas aufpolieren, es sind eine Menge Füllwörter enthalten:

Man kann davon ausgehen, dass es sich bei Sandra um eine ganz normale, wohlerzogene Hausfrau handelt, die völlig unemanzipiert ist. Die, obwohl ihr Ehemann, der sie nie richtig befriedigt hat, auf einer längeren Geschäftsreise ist und sie also praktisch tun und lassen könnte, was sie wollte, trotzdem ihre Pflichten voll umfänglich wahrnimmt und ganz im Sinne ihres strengen, aber langweiligen Herrn Gemahls alle Hausarbeiten ordnungsgemäß erledigt. Solche Frauen findet man heute wirklich nur noch selten.
Das trübt ein wenig das Lesevergnügen.

lexor hat recht, es sind auch einige Kommafehler enthalten, finde ich jetzt nicht so wichtig. Was aber nicht raffiniert sein soll, weiß ich nicht. Ich finde die Geschichte sehr raffiniert, den von lexor zitierten Spruch finde ich auch nicht unnatürlich. Schließlich hat Sandra dem Herrn von Horn das bereits schriftlich mitgeteilt.

LG SilberneDelfine
 

lexor

Mitglied
Vielen Dank.


Ich denke, manche andere, die in anderen Foren schrieben, es sei meisterhaft geschrieben, liegen da richtiger.
Der Kunstgriff von mir, einen unwissenden, imaginären Beobachter die Szene beschreiben zu lassen,
sucht meines Erachtens in der neueren Literatur seines gleichen.
Freilich ist es dann auch für manchen schwierig, dem Text zu folgen,
das sehe ich ein, das muss ich in Rechnung stellen.
Aber auch Kafka, lieferte keine Gebrauchsanweisungen mit.

LG Hera
Das kann natürlich sehr gut sein, dass ich falsch liege. Ich bin ein Anfänger, befasse mich mit diesen Dingen erst seit kurzem :)
Deshalb ist das nur meine subjektive Meinung, was ich als Leser gefühlt habe. Es kann sehe gut sein, dass ich mich mit der neueren Literatur befassen und mich bilden muss!

Wünsche dir weiterhin viel Spass und Erfolg beim Schreiben.

LG
Lexor
 

Hera Klit

Mitglied
Hallo Hera,

ich habe mich über die Geschichte köstlich amüsiert, vor allem über:



Damit hat der Besucher nun nicht gerechnet - obwohl er es, wenn er auf solchen Websiten zu Hause ist, eigentlich hätte wissen müssen.

Stilistisch könnte man die Geschichte noch etwas aufpolieren, es sind eine Menge Füllwörter enthalten:



Das trübt ein wenig das Lesevergnügen.

lexor hat recht, es sind auch einige Kommafehler enthalten, finde ich jetzt nicht so wichtig. Was aber nicht raffiniert sein soll, weiß ich nicht. Ich finde die Geschichte sehr raffiniert, den von lexor zitierten Spruch finde ich auch nicht unnatürlich. Schließlich hat Sandra dem Herrn von Horn das bereits schriftlich mitgeteilt.

LG SilberneDelfine
Vielen Dank, lieber SilberneDelfine, ich fühle mich jetzt irgendwie rehabilitiert und auch ein bisschen besser.

Allerdings wundere ich mich schon, wenn sich jemand über einen Text köstlich amüsiert und in als raffiniert geschrieben einstuft und dann aber nicht mal eine Bewertung mit "gut" abgibt. Scheinbar ist der Text doch nicht so gut?


Zu den Kommafehlern kann ich nur sagen, dass ich alle meine Texte zur Sicherheit durch die Duden-Rechtschreibhilfe jage, die ja auch die Einhaltung der Kommaregeln checkt. Vielleicht ist diese Software ja auch nicht perfekt oder sie lügt mich an.


Die Füllwörter verwende ich bewusst, um das Ganze Kishon-mäßig in die Satire gleiten zu lassen.

Liebe Grüße

Hera
 

Hera Klit

Mitglied
Das kann natürlich sehr gut sein, dass ich falsch liege. Ich bin ein Anfänger, befasse mich mit diesen Dingen erst seit kurzem :)
Deshalb ist das nur meine subjektive Meinung, was ich als Leser gefühlt habe. Es kann sehe gut sein, dass ich mich mit der neueren Literatur befassen und mich bilden muss!

Wünsche dir weiterhin viel Spass und Erfolg beim Schreiben.

LG
Lexor

Lieber Lexor,

ich danke dir für deine Offenheit.
Vielleicht solltest du dann aber vorerst keine Kommentare, (wenigstens keine negativen) abgeben, um nicht aufstrebenden Jungautor*innen fälschlicherweise die Flügel zu stutzen?

Liebe Grüße
Hera
 

DocSchneider

Foren-Redakteur
Teammitglied
Hallo Hera,

diese Geschichte schwankt zwischen Erotik und Satire - ich muss mal überlegen, ob ich sie in das entsprechende Forum verschiebe.

Mir sind ein paar Kleinigkeiten aufgefallen, die Du verbessern kannst:

ich bin über ihnen eingezogen und wollte mich mal vorstellen bei ihnen der Höflichkeit halber, außerdem fehlt mir dummerweise noch Zucker, sodass ich sie darum bitten muss
Hier müssten 'ihnen' und 'sie' in der Anrede groß geschrieben werden. Das zieht sich durch den gesamten Text, schau nochmal nach.

Sandra saugt mit dem Staubsauger gründlich und sichtlich um äußerste Sauberkeit bemüht,

Hier kommt einfach zu oft die Silbe 'sau' vor. :) Vielleicht fällt dir da Besseres ein.


Sie reißt sich die Perücke vom Kopf und schimpft jetzt mit tiefer Stimme, denn sie ist jetzt wieder Joachim:

Der Wechsel von Sandra zu Joachim ist arg plötzlich. Das ist eine vielleicht zu große Herausforderung für manche Leser. Vielleicht geht der Übergang weicher.


Ich bin keine aktive Transe, die es Schwulen besorgt. Ich bin eine nicht geoutet Transsexuelle, die leider keine geschlechtsangleichende Operation machen lassen kann.

Der Satz gleicht einem aus einem Lehrbuch für Geschlechtszugehörigkeit. :) Hier wäre noch mehr Überspitzung möglich.
Den ersten Teil der Geschichte finde ich besser, weil er so schön schräg ist. Leider verlässt du später den satirischen Stil.

Ansonsten - Idee gut!

Gruß DS
 

Hera Klit

Mitglied
Hallo Hera,

diese Geschichte schwankt zwischen Erotik und Satire - ich muss mal überlegen, ob ich sie in das entsprechende Forum verschiebe.

Mir sind ein paar Kleinigkeiten aufgefallen, die Du verbessern kannst:



Hier müssten 'ihnen' und 'sie' in der Anrede groß geschrieben werden. Das zieht sich durch den gesamten Text, schau nochmal nach.




Hier kommt einfach zu oft die Silbe 'sau' vor. :) Vielleicht fällt dir da Besseres ein.





Der Wechsel von Sandra zu Joachim ist arg plötzlich. Das ist eine vielleicht zu große Herausforderung für manche Leser. Vielleicht geht der Übergang weicher.





Der Satz gleicht einem aus einem Lehrbuch für Geschlechtszugehörigkeit. :) Hier wäre noch mehr Überspitzung möglich.
Den ersten Teil der Geschichte finde ich besser, weil er so schön schräg ist. Leider verlässt du später den satirischen Stil.

Ansonsten - Idee gut!

Gruß DS
Vielen Dank für deinen Kommentar Docschneider.

Also, wenn so ein harmloser Text schon in eine geheime Ecke verschoben werden muss, verstehe ich die Welt nicht mehr.

Wie macht das der Houellebecq mit seinen Texten voller Erotik in klaren Worten, die jeder Halbwüchsige frei erwerben kann?
Die meisten Actionfilme die heute gezeigt werden muss ich abschalten, weil ich die endlosen Gewaltszenen nicht ertrage.
Auch dies macht man sämtlichen Unmündigen frei zugänglich.
Schizophrene Welt!


Den Übergang zu Joachim, habe ich bewusst so krass wie möglich gewählt.
Ich bin der Meinung, ein Leser der das nicht versteht, darf kein Maßstab sein, denn ich
möchte nicht für die Rosamunde-Pilcher-Fraktion schreiben.



Vielen Dank für deine hilfreichen Anmerkungen und Tipps.


Liebe Grüße
Hera
 
Allerdings wundere ich mich schon, wenn sich jemand über einen Text köstlich amüsiert und in als raffiniert geschrieben einstuft und dann aber nicht mal eine Bewertung mit "gut" abgibt. Scheinbar ist der Text doch nicht so gut?
Es besteht keine Pflicht, Texte zu bewerten. Aber wenn ich ihn bewerten würde, könnte er nur drei Punkte bekommen, wegen der vielen Füllwörter. Ich kann nicht andere Geschichten wegen stilistischer Fehler mit 3 Punkten bewerten und deinen als gut, nur weil ich mich über die Geschichte amüsiert habe.

Die Füllwörter verwende ich bewusst, um das Ganze Kishon-mäßig in die Satire gleiten zu
Ich kann mich nicht erinnern, je bei Kishon so viele Füllwörter gelesen zu haben.
Mit Satire haben Füllwörter auch nichts zu tun.
 

Hera Klit

Mitglied
Es besteht keine Pflicht, Texte zu bewerten. Aber wenn ich ihn bewerten würde, könnte er nur drei Punkte bekommen, wegen der vielen Füllwörter. Ich kann nicht andere Geschichten wegen stilistischer Fehler mit 3 Punkten bewerten und deinen als gut, nur weil ich mich über die Geschichte amüsiert habe.



Ich kann mich nicht erinnern, je bei Kishon so viele Füllwörter gelesen zu haben.
Mit Satire haben Füllwörter auch nichts zu tun.
Ich weiß nicht, wer die These mit den Füllwörtern aufgestellt hat?
Aber mir scheint sie äußerst fragwürdig.
Mit solchen holzschnittartigen Messlatten, kann man meines Erachtens nach
unmöglich Literatur beurteilen. Regeln sind dazu da, um gebrochen zu werden.

Ich gestatte natürlich jedem seine eigen Meinung.

Liebe Grüße

Hera
 

DocSchneider

Foren-Redakteur
Teammitglied
Also, wenn so ein harmloser Text schon in eine geheime Ecke verschoben werden muss, verstehe ich die Welt nicht mehr.

Stop! Das sind andere Foren, und keine "geheimen Ecken"! Schaue dir mal die Forenübersicht an, da findest du sowohl Humor und Satire als auch Lust und Liebe.

Ich lasse ihn (zunächst) hier.

Ich bin der Meinung, ein Leser der das nicht versteht, darf kein Maßstab sein, denn ich
möchte nicht für die Rosamunde-Pilcher-Fraktion schreiben.

Zwischen Nicht-Verstehen resp. den Übergang als zu krass empfinden und der "Rosamunde-Pilcher-Fraktion" gibt es ja noch etwas.

Ich habe den Wechsel jedenfalls als sehr abrupt empfunden - du siehst, wie dein Text wirkt.

Ich denke, manche andere, die in anderen Foren schrieben, es sei meisterhaft geschrieben, liegen da richtiger.
Jeder liest anders - und jeder hat andere Meinungen über Literatur. Du hast deinen Text schon woanders publiziert. Nun siehst du, welche Reaktionen er hier auslöst.

Das ist erstens interessant für die Autorin /Autor und zweitens das gute Recht jedes Kritikers, eine andere Meinung zu haben als die, die den Text "meisterhaft" finden.

Nun bin ich gespannt, welche Verbesserungen der Text erfährt!

Mit Gruß

DS
 

Hera Klit

Mitglied
Stop! Das sind andere Foren, und keine "geheimen Ecken"! Schaue dir mal die Forenübersicht an, da findest du sowohl Humor und Satire als auch Lust und Liebe.

Ich lasse ihn (zunächst) hier.




Zwischen Nicht-Verstehen resp. den Übergang als zu krass empfinden und der "Rosamunde-Pilcher-Fraktion" gibt es ja noch etwas.

Ich habe den Wechsel jedenfalls als sehr abrupt empfunden - du siehst, wie dein Text wirkt.



Jeder liest anders - und jeder hat andere Meinungen über Literatur. Du hast deinen Text schon woanders publiziert. Nun siehst du, welche Reaktionen er hier auslöst.

Das ist erstens interessant für die Autorin /Autor und zweitens das gute Recht jedes Kritikers, eine andere Meinung zu haben als die, die den Text "meisterhaft" finden.

Nun bin ich gespannt, welche Verbesserungen der Text erfährt!

Mit Gruß

DS

Ich habe nicht die Absicht, den Text zu verändern, ich sehe keine Veranlassung dazu.

Früher schaute ich gerne das Literarische Quartett.
Da war es üblich, dass es zu jedem Buch vier unterschiedliche Meinungen gab.
Ich fand ja Reich-Ranicki immer ganz lustig, aber wenn ich mir heute die alten Folgen ansehe und höre,
wie er Walser, Grass und Houellebecq runtermacht, dann bin ich der Meinung, diese Sendung hätte man verbieten müssen.

Das war nichts anderes als Werbung für die einen Autoren und Geschäftsschädigung für die anderen.
Reich-Ranicki hätte einen Houellebecq niemals verstanden, das war eine neue Zeit.
Daraus schloss ich letztlich, dass man als Autor*in ganz besonders den Satz von Kant beherzigen muss.

"Habe den Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen."




Liebe Grüße
Hera
 
Ich weiß nicht, wer die These mit den Füllwörtern aufgestellt hat?
Das findest du in so ziemlich jedem Artikel oder Buch zum literarischen Schreiben. Füllwörter sind überflüssig und blähen einen Text unnötig auf.

Hier z. B. :


Du kannst deinen Text auch durch einen Füllwörter-Test laufen lassen (obwohl du das sicher nicht machen wirst), dann siehst du auf den ersten Blick, wieviel man im Text streichen könnte.

Ich habe früher den gleichen Fehler mit vielen Füllwörtern gemacht. Inzwischen fällt es mir beim Schreiben sofort auf, und ich lese auch selbst
Texte ohne überflüssige Füllwörter lieber, sie sind kürzer und lesen sich wesentlich besser.

Mit solchen holzschnittartigen Messlatten, kann man meines Erachtens nach umöglich Literatur beurteilen. Regeln sind dazu da, um gebrochen zu werden.
Nun ja - willst du Leser oder lieber Regeln brechen und keine Leser?

Ich gestatte natürlich jedem seine eigen Meinung.
Ich auch :)
 
Zuletzt bearbeitet:

Hera Klit

Mitglied
Das findest du in so ziemlich jedem Artikel oder Buch zum literarischen Schreiben. Füllwörter sind überflüssig und blähen einen Text unnötig auf.

Hier z. B. :


Du kannst deinen Text auch durch einen Füllwörter-Test laufen lassen (obwohl du das sicher nicht machen wirst), dann siehst du auf den ersten Blick, wieviel man im Text streichen könnte.

Ich habe früher den gleichen Fehler mit vielen Füllwörtern gemacht. Inzwischen fällt es mir beim Schreiben sofort auf, und ich lese auch selbst
Texte ohne überflüssige Füllwörter lieber, sie sind kürzer und lesen sich wesentlich besser.
Danke, aber ich halte von solchen Praxistipps recht wenig.
Das sind einfache Kochrezepte, die nicht für jeden Geschmack geeignet sind.
Wahrscheinlich stecken da Schullehrer dahinter, aber im Grunde ist es mir auch ganz egal, wer das postuliert.
Für das Schreiben von Kaffeemaschinengebrauchsanweisungen, mag das einen Sinn machen,
aber wenn eine Autorin einen belletristischen Text, bestehend aus lauter Füllwörtern schreiben will,
dann finde ich, man sollte es ihr gestatten.

Liebe Grüße
Hera
 
Zuletzt bearbeitet:
Es geht doch gar nicht darum, etwas einer Autorin oder einem Autor nicht zu gestatten. Jeder kann seinen Text so formulieren, wie er will, muss aber bei Veröffentlichung damit rechnen, dass der Text kritisiert wird, vor allem in einem Forum, in dem Textarbeit im Vordergrund steht.
 


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