Reichtum der Welt

Anonym

Gast
Reichtum der Welt

Ach, Herr Gott, der kleine Dichter,
ziemlich traurig sitzt er da,
schaut auf seine Niederschriften,
denkt dabei: alles Bla-bla.

Leergeschrieben scheint sein Köpfchen,
ausgekühlt sein wildes Blut.
Wo sein Herz einst heiß geschlagen,
nun ein kalter Stein nur ruht.

Leer, doch schwer auch die Gedanken.
Widersprüchlich ist doch das!
Und so schleicht er sinnend endlich
in den Keller zum Weinfass.

Füllt sich voll vom guten Weine,
fühlt sich voll und leer zugleich.
Und er lallt: An Widersprüchen
ist die Welt erstaunlich reich
.
 

 
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