Rheinsberg

blackout

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Der See.
Ruderndes Laub, spiegelnde Wolken,
gebrochen die Schatten
der Schlosstürme. Überm Wald
hängt weiß die Mittagssonne, wärmend
Gerechte und Ungerechte.

Geziertes Lachen vom nahen
Buchsbaumtheater. Spinnendünn auf der
Marmorbank, inmitten frivoler Götterskulpturen,
der einsame Prinz, Voltaire, Rousseau
auf den Lippen, im Herzen
den Thron.

Nie war ein Lessing an diesem Ort.

Kassandrisch lächeln die Sphinxen.
Es rauscht in den Buchen.
 

Franke

Foren-Redakteur
Teammitglied
Hallo blackout,

eine sehr gute Freundin von mir wohnt in Rheinsberg und dein Gedicht bringt mir die Stadt vor mein inneres Auge.

wärmend
Gerechte und Ungerechte.
Das würde ich in der ersten Strophe weglassen und es bei der reinen Naturbeschreibung belassen.
Dann kommt der Rest der Gedichtes umso stärker an.

Liebe Grüße
Manfred
 

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