Scharade

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L'étranger

Mitglied
wir spielen Scharade

Wahrheiten tragen alle
in sich selbst

der göttliche Plan
scheint nun aufzugehen


Hallo Aaron,

vielmehr Zeilentrennung als ich oben mal aufgezeigt habe, gibt bei diesem Text einfach keinen Sinn.

Jede neue Zeike bedeutet eine Spechpause. Wenn man nach jedem Wort eine macht, betont man langweilige Worte, und nimmt der Sache ihre Wirkung.

Gruß Lé.
 

revilo

Mitglied
wir spielen Scharade Wahrheiten tragen alle in sich selbst der göttliche Plan scheint nun aufzugehen

das ist keine Lyrik....ein Zeilenumbruch macht noch lange kein Gedicht.....
 

Aaron Mars

Mitglied
wir spielen Scharade

Wahrheiten tragen alle
in sich selbst

der göttliche Plan
scheint nun aufzugehen


Hallo Aaron,

vielmehr Zeilentrennung als ich oben mal aufgezeigt habe, gibt bei diesem Text einfach keinen Sinn.

Jede neue Zeike bedeutet eine Spechpause. Wenn man nach jedem Wort eine macht, betont man langweilige Worte, und nimmt der Sache ihre Wirkung.

Gruß Lé.
Hallo Lé, danke für Deine Textarbeit. Habe diese Version von Dir darunter geparkt.

Ich mag die vielen Zeilenumbrüche beim Lesen. Es gibt dem Ganzen mehr Raum.
 

Aaron Mars

Mitglied
Lé, ich bin es nochmal. Welche Worte sind für Dich langweilig?

Ist es womöglich sogar schon soweit, eine neue Sprache einzuführen, weil Alles mit und in Worten gesagt und aufgeschrieben wurde?

Revilo, wo ist Deine Textarbeit? Deine Lametta Nörgelei hilft der Lupe sicher auch nicht weiter.
 

L'étranger

Mitglied
Hallo Aaron,

vor und nach nach sehr wenigen einzelnen Wörtern ergibt es einen Sinn, innezuhalten, un dem Raum zu geben, was mir als Leser in den Sinn kommt, bei Wörtern wie "wir", "in", "sich" ganz sicher nicht.
INnder Regel gibt es sinntragende Satzteile die neue Möglichkeiten eröffnen - dort lohnt es sich

Der Rest ist Optik.

Wenn ein Text nur dadurch interessant würde, dass es jedes einzelne Wort zerbrochen wird, hat er semantisch wenig zu bieten. Das ist mein ganz persönlicher Vorbehalt.

LG Lé.
 

Mondnein

Foren-Redakteur
Teammitglied
wir spielen Scharade
Wahrheiten tragen alle in sich selbst
der göttliche Plan scheint nun aufzugehen
Diese drei Sätze durch Strophentrennungs-Lücken zwischen den Sätzen und durch Absatz innerhalb der Sätze (enjambement) auseinanderzureißen, sehe ich keinen Anlaß. Da kann man auch die Wörter untereinanderschreiben. Das sieht (und sah von Anfang an) aus wie bei den chinesischen und japanischen Gedichten auf den alten Tuschebildern, wo die Wortsilbenzeichen untereinanderstehen, senkrecht von oben nach unten.

grusz, hansz
 

Aaron Mars

Mitglied
Diese drei Sätze durch Strophentrennungs-Lücken zwischen den Sätzen und durch Absatz innerhalb der Sätze (enjambement) auseinanderzureißen, sehe ich keinen Anlaß. Da kann man auch die Wörter untereinanderschreiben. Das sieht (und sah von Anfang an) aus wie bei den chinesischen und japanischen Gedichten auf den alten Tuschebildern, wo die Wortsilbenzeichen untereinanderstehen, senkrecht von oben nach unten.

grusz, hansz
mondnein - lieber spatz, danke für deine ausführungen.
 

revilo

Mitglied
Lé, ich bin es nochmal. Welche Worte sind für Dich langweilig?

Ist es womöglich sogar schon soweit, eine neue Sprache einzuführen, weil Alles mit und in Worten gesagt und aufgeschrieben wurde?

Revilo, wo ist Deine Textarbeit? Deine Lametta Nörgelei hilft der Lupe sicher auch nicht weiter.
Schrieb ich etwas von Lametta ? Nö ..,
 

Mimi

Mitglied
Also ich bekomme gedanklich den Begriff "Scharade" nicht mit dem "göttlichen Plan" zusammen...
Wenn es ein Rätselgedicht ist, was ist dann die Lösung?
Und warum "scheint" nun dieser Plan aufzugehen?
 

Mimi

Mitglied
Das verstehe ich im gegebenen Kontext nicht.
Was meinst Du mit "Scharade"?
Es besteht ein Unterschied zwischen einer Scharade und Scharade spielen.

Ja, Bernd, ich sehe es ähnlich und erkenne hier zwei Möglichkeiten:

1.
Es ist "das Schardespielen" gemeint, also das klassische Pantomimespiel, bei dem man Begriffe oder Phrasen erraten muss

oder

2.
Es ist "die Scharade" gemeint, als Synonym für Farce oder Heuchelei.

Ausgehend von Kommentar #12, sehe ich die zweite Möglichkeit als eher zutreffend.

Auf den Text bezogen steht dann Farce/ Heuchelei graduell antonym zu "Wahrheit".

Mimi, wir beide spielen zum Beispiel "Scharade".

Folglich schwingt in diesem Kommentar des Autors eine sehr subtile Behauptung, ja fast schon eine subliminale Unterstellung mit.
 

Bernd

Foren-Redakteur
Teammitglied
Danke, Mimi. Ich kannte es eher als Gedichtform. Die Bedeutung "Heuchelei"/"Farce" kannte ich nicht.
Es bedeutet also in diesem Fall, dass der Ich-Erzähler heuchelt und es auch von seinen Mitspielern erwartet.

Ich hatte das Gedicht positiv verstanden, dabei scheint es als extrem negativ gemeint zu sein.

https://www.duden.de/rechtschreibung/Scharade Bedeutung 1
Rätsel, Ratespiel, bei dem ein Wort, das zu erraten ist, meist in seine Silben oder willkürlich in Teile zerlegt, pantomimisch dargestellt wird
Statt Pantomime: Verse. Deshalb hatte ich nach der Auflösung gefragt.

Ist Teil der Auflösung: "Kriegsgott Mars"?
 

Mimi

Mitglied
Es bedeutet also in diesem Fall, dass der Ich-Erzähler heuchelt und es auch von seinen Mitspielern erwartet.
Nun, ich würde vermuten, dass der Ich-Erzähler es nicht nur von seinen Mitspielern erwartet, sondern dieses als gegeben erachtet.
Sozusagen eine kollektive "Heuchelei".
Dafür sprich explizit das Personalpronomen "wir".
 

Bernd

Foren-Redakteur
Teammitglied
Dabei dürfen wir den Ich-Erzähler nicht mit dem Autor verwechseln, auch wenn er mit seinem Pseudonym spielt.

Mars - Kriegsgott

Aaron - Begleiter von Moses. Aaron baute bekanntlich das Goldene Kalb.
Aaron wurde durch Mose im Auftrag Gottes das erbliche Amt des Hohepriesters (aaronitisches Priestertum) übertragen
Da laut Num 20,12 EU und Num 20,24 EU beide Brüder, Aaron und Mose, im letzten Jahr des Exodus am „Wasser von Meriba“ Gottes Weisung missachteten, gestattete Gott keinem von beiden, das „Gelobte Land“ Kanaan zu betreten.
Letztlich ergibt sich als Lösung der Scharade: Aaron Mars = Hohepriester des Krieges. (Scharade, 1. Sinn: "Rätsel")
Daraus ergibt sich für den Ich-Erzähler die falsche Folgerung, dass er von den anderen bekriegt wird und im Sinne von Scharade (Bedeutung 2) heucheln muss, weil es, wie er denkt, die andern tun. Allerdings irrt er.
 


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