Spiegelverkehrt

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revilo

Mitglied
um diesen text schleiche ich schon lange herum......und je öfter ich ihn lese, desto mehr gefällt er mir.............Lg
 

revilo

Mitglied
Ich habe eigentlich grundsätzlich ein Problem mit solchen Gedichten, weil sie oft sehr weinerlich geschrieben sind. Was mich hier persönlich sehr angegriffen hat, ist die lapidare Feststellung in der letzten Zeile. Lyri ist da entwaffnend ehrlich ohne auf die Tränendrüsen zu drücken. Herzliche Grüße und frohes Fest!
 
G

Gelöschtes Mitglied 24962

Gast
Mir gefällt der direkte Einstieg ins Geschehen. Das ist ein Catcher irgendwie.

Ob der Kontrast:


Und endlich rebelliert mein Magen.
Während ich falle
schmecke ich Erbrochenes.
Widerlich unangenehm und doch
vertraut.

Mein Leben eben.

... für mich funktioniert, weiß ich nicht. Ich muss das mal sacken lassen.
Sprachlich ist es stark, finde ich.
 
Lieber Oliver, ich wünsche Dir frohe Weihnachten und ein gutes neues Jahr! wir sehen uns hoffentlich bald wieder...

Lieber Freund Matze,
nimm Dir Zeit....ich finde es ohnehin klasse, dass Du den Text gelesen hast...
herzlichst
Sue
 

sufnus

Mitglied
Hey Sue!
Ich mag auch diesen schnellen Einstieg sehr! Man ist als Leser mit fünf Wörtern mitten in der aktuellen Befindlichkeit der Erzählstimme des Textes, das hat EV auf den Punkt herausgearbeitet. Und dann ergibt sich natürlich unweigerlich das Problem, mit welchem Tempo es weitergeht. Ein durchgängiges Prestissimo wäre i. d. R. etwas schwer lesbar (und auch technisch knifflig zu schreiben). Mir gefällt das lebhafte Andante der restlichen ersten Strophe und auch die "Schreibe" finde ich gelungen. Rein sprachlich sind mir allenfalls nervös und gereizt ein bisschen zu nahe beieinander.
Die S2 finde ich - offenbar wieder ähnlich wie Matze - etwas sperriger als die erste Strophe. Ich glaube, dass mir das "widerlich unangenehm" zu mitteilend ist und den Abschluss "mein Leben eben" finde ich nicht ganz so überzeugend wie Oliver - ein bisschen tendiert das ins Pathetische, wie ich finde.
Aber insgesamt gefällt mirs wirklich gut (soweit jetzt Kotze gut zu gefallen weiß - im Gedicht kann sie das halt durchaus ;) ).
LG!
S.
 
Lieber Sufnus,
danke für Deine hoch kluge Analyse...ich wußte nicht wirklich, diese brutale Krankheit Bulimie in andere Worte zu kleiden, als eben diese...Deine und Matzes anregende Kritik bedeutet mir viel....Sue
 

Johnson

Mitglied
Das Gedicht vermittelt den Eindruck eingesperrt in einem stickigen Raum zu sein und dringend auf die Toilette zu müssen…..hierbei habe ich vorher nicht die Kommentare und die Erklärungen zu diesem Gedicht gelesen….das erste was ich schrieb….ist das was ich zuerst dachte….das Gedicht gefällt mir gut……es stößt etwas an und es ist einfach geschrieben…………das gefällt mir besonders….dann muss ich nicht endlos lesen bis was passiert
 



 
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