Starkregen

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Grauer Himmel.
Pappeln schwanken, halten ihre letzten grünen Blätter.
Die Glocken des Kirchturms spielen die Begleitmusik.
Gestalten meiden Pfützen und retten sich
unter Dächer.
In geparkten Autos hinter beschlagenen Fenstern
Silhouetten.
Ein gewaltiger Blitz zuckt.
Kinder, in den Ecken kauernd, warten auf den
Donner.

Manche Tragödie findet jetzt ihr Ende.
 
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revilo

Mitglied
Grauer Himmel.
Pappeln schwanken, absorbieren die letzten grünen Blätter
an sich.
Die Glocken des Kirchturms spielen die begleitmusik
Gestalten meiden die gewaltigen Pfützen und retten sich
unter Dächer.
Hunde, brutal an der Leine gezogen, folgen zitternd dem
Besitzer.

In geparkten Autos hinter beschlagenen Fenster
silhouetten
Eitelkeit jetzt kaum bewundert.
Ein gewaltiger Blitz zuckt
Kinder, in den Ecken kauernd, warten auf den erlösenden
Donner.
Eine Notwendigkeit kehrt das Innere nach Außen.

Manche Tragödie findet jetzt ihr Ende.


das ist mir zu erzählend..........der satzbau sollte variieren....... und einiges ist zu fett...........LG
 
Zuletzt bearbeitet:
Lieber Oliver,
herzlichen Dank für Deine Korrektur, die ich sehr gerne übernommen habe...Eigentlich ist es jetzt Dein Gedicht..lach
herzliche Grüße
Sue
 

revilo

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Das ist aber nicht meine Absicht.........Auf jeden Fall bist du mit deinen erfrischend einfachen, aber doch gehaltvollen Gedichten eine Bereicherung für die LL......genau wie Johnson, der sich so langsam zum legitimen Nachfolger von Fauser mausert..........LG

LG revilo......
 
Lieber Revilo, danke für Deine lieben Worte....freue mich immer wieder von Dir zu hören...und mit Johnson hast Du absolut Recht..
Herzlichst Sue
 

revilo

Mitglied
yep.......johnson hat sich hier locker in die top ten geschrieben.........kommt ohne gr0ßes gedöns aus..............das schaffen nur wenige......
 

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Ich empfinde es schon so, dass dein Gedicht durch die Überarbeitung noch an Ausdruckskraft gewonnen hat, liebe Sue!

Es war anfangs doch etwas überfrachtet. Ich kenne das von Erstentwürfen eigener Gedichte auch manchmal (früher in meinen Schreibanfängen noch relativ oft...grins)...die lasse ich inzwischen so gut wie immer eine Weile abliegen, bevor ich nochmal rangehe bevor ich sie veröffentliche. Und meistens fällt bei diesem Rangehen ein großer Teil radikaler Streichung zum Opfer. Und das ist gut so.
Man will meistens so viel in ein Gedicht hineinpacken...eben alles, was man so assoziiert und empfindet. Das ist aber nicht das, was für die LeserInnen funktioniert. Man muss seine Gedichte in gewisser Weise "aufbereiten" und den Fokus besser lenken, indem man das weglässt, was von der Hauptidee ablenkt. Dann kann das gezielter Wirken, was das eigentliche Grundgefühl ist, dessentwegen man das Gedicht überhaupt erst zu schreiben begonnen hat. (man verliert sich im Schreibprozess ja gerne mal ein wenig... ;) ).

So, wie es jetzt da steht, hat es einen sehr klaren Fokus und die wenigen, wichtigen Elemente kommen so richtig gut zum Tragen und entfalten eine tolle Wirkung.

Lediglich unklar ist mir, wie ein Baum Blätter absorbieren kann. Das haut so gar nicht hin - weder als Bild noch als Prozess. Absorbieren heißt ja in gewisser Weise etwas in sich aufnehmen, bis nichts mehr davon zu sehen ist.

Sehr gerne gelesen!
LG,
fee
 

revilo

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Hallo Claudia … Das mit dem Absorbieren geht auf meine Kappe …mir fiel es nur spontan ein … Es ist allerdings nicht mein Gedicht, sondern ein Ergebnis von einer fruchtbaren Zusammenarbeit, die wirklich Spaß gemacht hat … Und wenn es einer so profunden unqualifizierten Dichterin wie Dir gefällt, dann freut mich das natürlich außerordentlich … Das Lob gebührt aber nicht mir, sondern Sue......
 

revilo

Mitglied
aaarrrrggggggggghhhhhhhh.....ich hab das schnell mit meinem sprachsystem diktiert.........sorry.......ich meine natürlich qualifiziert.......das ist jetzt getippt...............
 

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Mitglied
aaarrrrggggggggghhhhhhhh.....ich hab das schnell mit meinem sprachsystem diktiert.........sorry.......ich meine natürlich qualifiziert.......das ist jetzt getippt...............
giggle...sorry, das war aufgelegt! War offensichtlich ein Vertippsler oder etwas, das Autokorrekt angestellt hat. Ich musste nur wirklich lachen. Ein Lacher, den ich übrigens gut gebrauchen konnte. Also danke dafür, Oliver!
 

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Nochmal zurück zum Text:

Hier ein Vorschlag - ganz im Sinne der wohltuenden Schlichtheit der Sprache, die deinen Text so stark wirken lässt - , um das Absorbieren zu ersetzen.

Grauer Himmel.
Pappeln schwanken, halten ihre letzten grünen Blätter.
Die Glocken des Kirchturms spielen die Begleitmusik.
Gestalten meiden Pfützen und retten sich
unter Dächer.
In geparkten Autos hinter beschlagenen Fenstern
Silhouetten.
Ein gewaltiger Blitz zuckt.
Kinder, in den Ecken kauernd, warten auf den
Donner.

Manche Tragödie findet jetzt ihr Ende.
Der Schlusssatz gehört übrigens zu meiner persönlichen Kategorie "hätte ich auch gerne selbst so geschrieben".

LG,
fee
 
Lieber Oliver, liebe Fee,
jetzt ist der Text perfekt....danke Euch von Herzen für die wunderbare Zusammenarbeit und auch das positive Feedback...
herzlichst Sue
 



 
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