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Strichjungen aus Leidenschaft

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Ruedipferd

Mitglied
Im Laufe des Tages kamen ständig Freunde zu uns. Fürs Bootshaus reichte meine Kraft noch nicht aus, deshalb trafen wir uns auf meinem Zimmer. Eigentlich waren es drei Räume. Wir hatten aber zwei Wände herausgenommen und so besaß ich ein Schlafzimmer mit Couchgarnitur und neben meiner eigenen kleinen Bibliothek dort auch ein Arbeitszimmer mit Schreibtisch, PC und Sitzgelegenheit für Besucher. Den Rest des großen Zimmers hatte ich mir als Wohnraum gestaltet und in eine Nische eine kleine Pantryküche eingebaut. Nur zwei Herdplatten und eine Mikrowelle, damit ich mir kleine Gerichte aufwärmen konnte. Mein großer Fernseher war mit einer Stereoanlage und gewaltigen Lautsprechern ausgestattet worden, so dass sich meine Eltern ein einziges Mal beschweren mussten und mir zukünftig, auch wenn ich Besuch hatte, nur Zimmerlautstärke genehmigten. Eine überdimensionale Kuschelschlafcouch komplettierte mein ‚kleines‘ Reich, das man auch gerne so nennen durfte und bei allen meinen Freunden seinesgleichen suchte. Nun, so etwas war auch nur auf einem Schloss möglich, wo die entsprechenden Räumlichkeiten zur Verfügung standen.

Jacob, Mario und Andy waren mein bescheidenes Heim natürlich gewohnt und lümmelten sich mit Rene auf dem Sofa. Ich hatte Techno aufgelegt, wohlweislich darauf achtend, das die Lautstärke im Erträglichen blieb, was bei dieser Musikrichtung naturgemäß schwierig war. Cola und Bier standen reichlich auf und neben dem Tisch. Rene und ich mussten mit Alkohol etwas aufpassen, weil wir noch Antibiotika schluckten. Naschis und Kartoffelchips hatten meine Besucher mitgebracht. Es war also urgemütlich bei mir, zumal es draußen anfing zu regnen. Christoff streckte den Kopf zur Tür herein. „Hallo, ich wollte die neuen Männer begrüßen!“, lachte er uns zu. „Oder muss ich Windelbabys sagen? Eure Fotos gehen gerade um die ganze Welt.“ „Komm, Chris, nein, die Windeln haben wir in Berlin gelassen. Die ziehen wir in einem halben Jahr wieder an, wenn die Pumpe eingebaut wird. Aber, auch wenn ich meine Cousine am liebsten gevierteilt und bei Barbara eingemauert hätte, so habt ihr auf diese Art alles gesehen und wir müssen nicht ständig wieder die Hosen ausziehen.“ Ich zeigte auf den gefüllten Tisch. Er schüttelte den Kopf. „Nur ein Bier, bitte, Glas brauche ich nicht. Bin Flaschenkind. So, dann ist alles okay mit euch zweien?“
Rene grinste. „Alles paletti. Ich verabschiede mich nächste Woche nach Hamburg. Am 30. August haben wir dort einen Termin bei unserem Doc. Der wird auch Augen machen. Und am 10. September geht’s los mit der Uni.“ „Oh, hat es mit Jura geklappt?“, fragte Chris. Rene senkte traurig das Gesicht. Ich antwortete für ihn. „Er hat den Schnitt nicht ganz geschafft. Aber er studiert nun auch BWL und wenn er damit fertig ist, darf er Jura hintendran hängen.“ „Ja, meine Eltern haben grünes Licht gegeben. Solange ich nicht Kneipenwirtschaft studiere, geht alles klar. Sie freuen sich, einen fleißigen Sohn zu haben“, meinte Rene. „Davon können unsere alten Herrschaften nur träumen. Aber Jacob will nun doch in die Fußstapfen unseres Vaters treten und Forstwirtschaft lernen“, berichtete Mario, der im nächsten Jahr Abitur machen sollte. Ich horchte auf. „Jacob, doch nicht etwa in München? Hast du schon eine WG?“ Meine Augen suchten Andy. Dessen weiteten sich bereits hocherfreut. Seine Phantasie begann umgehend zu arbeiten. „Wir haben drei Zimmer, herrliche Unilage, zentrumsnah, Kneipen gleich nebenan und vor allem, die Wohnung ist vom Feinsten! Zur Anlage gehört auch ein Schwimmbad mit Sauna, das wir mitbenutzen können, eine super Dachterrasse für Partys und es sind nur junge Leute im Haus. Ich brauch nichts zu bezahlen, außer Strom und eine Umlage für die Nebenkosten. Dafür sorge ich für Getränke, haben wir abgemacht“, erzählte er freudestrahlend und nahm sich demonstrativ die nächste Flasche von unserem leckeren Hausbier. Die Stimmung bei mir wurde nahezu euphorisch.

„Du, das wäre doch geil. Dein Zimmer ist nicht ganz das Größte, aber Bett, Schreibtisch und PC mitsamt Schrank, passen gut rein. Das Bad ist riesig, mit Regendusche und Whirlpool. Onkel Ludwig hatte sich für Hubertus ein standesgemäßes Luxusapartment gekauft und nun haben sich mein Vater und Maurice eingeklinkt. Wenn ich fertig bin, und ich muss ja auch zwei Abschlüsse hinlegen, kommt Beatrix. Sie wird vielleicht eine Weile nach Paris gehen, aber das Hauptstudium wird sie hier machen.“ Jakob strahlte. „Also, wenn das geht, das wäre supergeil. Mein Vater zahlt bestimmt etwas zu und ich kann ja für die Mädels sorgen. Wir brauchen Leute zum Aufräumen und Saubermachen. Aber das krieg ich geregelt. Man darf nur nicht gleich mit der Tür ins Haus fallen. Wenn man sich dumm genug anstellt, nehmen die Mädchen von selbst die Putzeimer in die Hand. Vielleicht bekochen sie uns auch. Ich organisiere obendrein die Partys. Das wird eine Gaudi!“
„Ich spreche nachher mit meinem Vater. Er wird sich sicher dann auch mit deinem unterhalten. Die beiden verbindet ohnehin ziemlich viel Blödsinn“, meinte ich. Mario grinste. „Blödsinn ist wohl nicht ganz der richtige Ausdruck dafür. Die zwei hatten nämlich was miteinander. Als unser Alter unsere Mutter kennenlernte, war spontan alles vorbei. Es gab deswegen gewaltigen Knatsch, aber dann hat dein Opa ein Machtwort gesprochen und Vater nach Abschluss des Studiums als Förster eingestellt. Jetzt sind die beiden wieder beste Freunde. Nur Freunde!“ Ich staunte und freute mich über die Bestätigung dessen, was ich ohnehin schon ahnte. Aha. Da kam also langsam aber sicher scheibchenweise die Wahrheit ans Licht. Das war gut zu wissen. Ich fürchtete schon seit längerem die Unterredung mit meinem alten Herrn. Aber jetzt war ich natürlich aus dem Schneider. „Sehr schön. Das erspart mir einiges an Vorhaltungen, falls bei mir alle Stränge reißen.“ Ich schmunzelte siegesgewiss zu Rene und Andy. Nichtahnend, dass sich gleich eine riesen Katastrophe ereignen würde. Jacob lächelte zuckersüß. „Max, du biederer scheinheiliger Grafensohn, nicht nur dein Vater hatte eine schwule Beziehung mit unserem Vater. Ich will es mal so ausdrücken, wie der Vater so der Sohn. Und damit ist nicht Andy gemeint und Rene auch nicht. Ihr habt in Hamburg ganz was anderes gemacht. Keine Sorge, Conny hat nicht gequatscht. Es ist einfach durchgesickert und ein tolles Video auf YouTube vom Striptänzer Graf Max, lud zum Nachforschen ein. Eins und eins sind zwei und der Jungenstrich lag gleich nebenbei!“
Oh Gott! Ich konnte die aufsteigende Blässe in meinem Gesicht fühlen. Wenn das so war, wusste Vater natürlich alles. „Erzähl mir bitte genau, was du, wann und wo rausgefunden hast“, bat ich zitternd mit einem unguten Gefühl in der Magengegend. Mario antwortete für Jacob.

„Als eure Schwänze auf YouTube erschienen, stellte irgendeiner Fotos und Filmchen vom Strippen in Connys Bar dazu. Untertitel: Strichjunge Graf Max aus Bayern zieht die Lederhosen aus. Ein kleiner Bericht und ein Foto von dir, Conny, Rene und Andy an einem gewissen Parkplatz stehend, waren darauf zu sehen. Das Bild zeigte eindeutig euch. Die meisten im Dorf hatten es angeschaut und mein Vater hielt es deinem unter die Nase. Dann waren sie beide im Bootshaus verschwunden. Unser Alter grinste hinterher und erzählte uns brühwarm, das wir aber sehr kleine Schwänze hätten. Er spielte natürlich auf die Bestenliste an. Die beiden lachten sich halb tot und wussten sofort, um was es sich bei der Aufstellung handelte. Jacob hatte dann gegengehalten und gemeint, dass Vater an allem Schuld wäre, weil er uns nicht besser ausgestattet hätte. Dad deutete ihm daraufhin eine Backpfeife an und sagte nichts mehr. Das Thema wird seitdem totgeschwiegen. Ich denke, das ganze Dorf weiß, was los ist.“
Uii! Das waren schlechte News. Ich dachte an meinen alten Herrn. Er konnte viel vertragen, aber das war wohl des Guten zu viel und konnte nur bedeuten, dass ich mich seelisch auf eine intensive Auseinandersetzung mit ihm vorbereiten durfte.
„Okay, das hab ich auszubaden. Es ist ohnehin Schluss. Wir wollten nur Conny helfen und durch die OP sind wir am 30. August, wenn wir in Hamburg wieder mit ihm zusammenkommen, noch schachmatt. Danach geht das Studium los und ich wollte sowieso nicht mehr an das Luxusstricherleben anknüpfen.“ Ehrlichkeit war jetzt vor meinen Freunden das Wichtigste. Sie würden alle hinter mir stehen. Da war ich mir ziemlich sicher. Lügen und Abstreiten wäre unter diesen Umständen wirklich Dummheit. Deshalb wählte ich die Flucht nach vorn. Mario grinste. „Also, Jacob und ich sind auch bi. Aber ich steh im Augenblick mehr auf Brüste, er auch. Seine große Liebe heißt Steffi.“ Ich starrte meinen Kumpel an. „Etwa die Steffi aus der Elften? Die sieht nicht schlecht aus. Heißes Gerät. Gratuliere, Jacob!“ Der lachte. „Danke, danke. Ich bin auch ganz zufrieden mit mir. Sie ist zwar nicht adelig, wie deine Jenny, aber sie hat eine schöne Oberweite. Habt ihr nur auf dem Parkplatz angeschafft?“

Puh, jetzt hieß es Farbe bekennen. Die ließen nicht locker. Ich sah Rene an. „Nein, es hat alles damit angefangen, dass Max nicht auf seinen Dad gehört hatte und allein aus dem Hotel auf die Reeperbahn gegangen war. Während er sich da rumtrieb, lernte er Conny kennen, der auf Freier wartete. Die zwei kamen ins Gespräch und Conny betätigte sich gleich als Zuhälter. Max wurde, weil er noch wie ein Baby aussah, von ein paar Pädos gefickt. Beim nächsten Besuch bei unserem Doc nahm er mich mit. Eins ergab dann das andere. Am Schluss lernten wir Kurt kennen, der uns vom Parkplatz und dem ganzen Strichersumpf wegholen wollte und für 2000 Euro an Luxusfreier verkaufte. Es war eine heiße Zeit in Hamburg, die ich nicht missen möchte. Nun haben wir endlich unsere eigenen Schwänze und wenn die Pumpe eingebaut ist, sind wir echte Stricher. Aber Max hat Recht. Das passt nicht zum Studium, wobei ich mir vorstellen kann, bei Kurt weiterzuarbeiten. Der Verdienst ist geil und so viel kann ich nirgendwo in so kurzer Zeit bekommen.“ Rene zuckte mit den Schultern. „Wahnsinn“, meinte Jacob. „Das würde ich mir selbst überlegen. Und wenn man lediglich mit den Typen schlafen muss, ist es auch leichte Arbeit. Natürlich nur, wenn man mit Kerlen und mit Frauen gleichermaßen kann.“ Das Gespräch war jetzt in eine völlig neue Richtung gelaufen. Aber ich atmete beruhigt aus. Die anderen nahmen es vernünftig auf, sahen es sogar fast als normal an und ich musste nur schlucken, wenn ich an meinen Vater dachte. Um halb sechs Uhr kam er zu uns.

„Guten Abend, die Herren. Große Runde, gutes Bier?“, lachte er, und klopfte auf den Tisch. Rene und Jacob antworteten nahezu aus einem Mund. „Sehr gutes Bier, Herr Graf. Echtes Wildensteiner Pils. Gibt es nur hier im Original. Möchten Sie eines?“ „Da der Kasten aus meiner Fabrik stammt und mit Sicherheit von meinem Sohn nicht bezahlt wurde, gern!“ Andy reichte ihm eine Flasche. „So, ihr seid also die Raubritterschar, die meinem Max nun Gefolgschaft leistet? Dann auf die Ritter von Burg Wildenstein, Saufgelage, Orgien und was Jungen sonst noch einfällt! Ich denke, die Herren Max, Andy und Rene haben sich bei Conny restlos die Hörner abgestoßen und sind jetzt bereit an ihre berufliche Zukunft zu denken. Dann kann man alles andere als Jugendsünden und dumme Jungen Streiche abtun. Erfahrungen, auch auf pikanten Gebieten, machen nicht dümmer und sind manchmal im späteren Leben sogar nützlich. Es ist allerdings genau wie beim Alkohol und bei den Frauen: Man muss rechtzeitig aufhören können. In dem Sinne, Prost!“
Hach, da plumpste mir jetzt gerade eine ganze Felswand vom Herzen. Das ist ja der helle Wahnsinn. Mein Dad war wirklich der Größte. Keine Vorhaltungen, keine Moralpredigt! Nun gut, die konnte er sich tatsächlich schenken, angesichts seiner eigenen schwulen Vergangenheit. Aber trotzdem, seine Reaktion war schon bemerkenswert und ich konnte stolz auf ihn sein. „Danke, Dad. Du bist der beste Freund, den ich habe. Weiß Mum etwas, was sie besser nicht wissen sollte?“ Mein Vater wischte sich spontan eine kleine Träne aus dem Auge. „Junge, das war das schönste Kompliment, das du mir machen konntest. Der beste Freund seines Sohnes zu sein, ist wohl das Ziel aller Väter. Viele erreichen es nie. Und wenn deine Mutter etwas weiß, dann wird sie es dir bestimmt nicht sagen. Sie wird dich allenfalls spüren lassen, was sie davon hält. Wobei sie andere Methoden anwendet und ihre derzeitige Waffe trägt sogar einen Namen: Jenny! Was ich unterstreiche. Das Mädel ist nicht nur ausgesprochen hübsch, sondern passt in allen Bereichen zu uns. Ich habe Georg, ihren Vater, und Amalia, ihre Mutter, kennen gelernt. Es sind wunderbare Menschen, die genau wie wir, davon ausgehen, das ihr zwei das neue künftige Grafenpaar Wildenstein werdet. Jenny ist übrigens nicht von gestern. Sie ist dir möglicherweise auch auf bestimmten Gebieten weit überlegen, aber sie ist eine Dame, genau wie deine Mutter.“ Ich schwieg beruhigt. „Ich werde euch keinen Kummer mehr machen, Dad. Versprochen. Wusstest du, dass Jacob auch in München Forstwirtschaft studieren wird? Wir hatten eben beschlossen, dass er eigentlich bei uns in der WG wohnen könnte. Das dritte Zimmer ist frei und sein Vater steuert sicher etwas dazu. Jacob kennt sich gut mit Mädchen aus und würde uns eine große Hilfe sein.“ „Daran zweifle ich nicht. Jacobs Ruf eilt ihm in dieser Hinsicht hier schon voraus. Aber, kann ich dann auch erwarten, dass ihr irgendwann noch einmal in der Uni an den Vorlesungen teilnehmt? BWL gehört zwar zu den Wirtschaftswissenschaften, aber die Kneipen sind natürlich nicht damit gemeint.“ Wir drei sahen uns an und lächelten siegessicher. „Aber immer Dad, wir werden alle pünktlich unsere Scheine machen und ich kann dann auch schon mal sehen, was ich beim Forsten alles lernen muss. Wann sollen wir eigentlich mit dem Försterlehrgang beginnen? Die Prüfung ist nicht ohne“, setzte ich nach. „Ich kümmere mich drum. Hartmut kann euch unterrichten und ich besorge euch die Lehrbücher. Ich spreche nachher sowieso mit ihm. Gut, Jakob, dann wirst du sozusagen der dritte Skatbruder im Bunde. Sorgt dafür, dass die Wohnung in einem Topzustand bleibt und Mutter mal eine Nacht bei euch schlafen kann, wenn sie etwas in München vorhat.“ Er blieb noch ein paar Minuten und verabschiedete sich zufrieden von uns. Auch die anderen mussten langsam gehen.

Mein Leben verlief also perfekt organisiert, fiel mir ein. Ich ging zur Toilette, stellte mich wie selbstverständlich ans Becken und nahm meinen kleinen Freund zärtlich in die Hand. Er enttäuschte mich auf diesem Gebiet nicht mehr. Mann, was war ich glücklich. Konnte das alles wahr sein? Ich kniff mir in die Wange. Autsch, ja, ich lebte in der Realität. Die nächsten Wochen vergingen ohne besondere Vorkomnisse. Rene war schon lange nach Hause gefahren und mailte fleißig. Er arbeitete bei Kurt an der Bar, wollte aber noch keine Freier haben. Conny fand es völlig in Ordnung, ließ allerdings nebenbei immer seine sarkastischen Bemerkungen fallen. Am 30. August flog ich nach Hamburg, wo mich der Doc zunächst herzlich begrüßte. Wir unterhielten uns fast eine Stunde miteinander und tranken Tee dabei. Er schaute sich begeistert das Operationsergebnis an. Rene kam dazu. „Rene, schön, dass du auch da bist. Komm gleich herein. Ich wollte euch zwei nämlich fragen, ob ihr Lust habt, zu meinem Transkidstreffen im November zu kommen. Wir werden sicher wieder um die zehn Leute sein. Diesmal habe ich aber mehr Jungs als Mädels. Das ist schon komisch. Doch ihr könnt dann von euch berichten und ihr seid ja auch nicht prüde. Es gibt eine Sauna im Hotel, so dass ihr euch dort auch ungeniert den anderen Jungs zeigen könnt. Natürlich nur, wenn ihr das auch wollt.“ Klar wollten wir. Was für eine Frage. Den goldenen Apfel mussten wir natürlich zurückgeben. Es war auch ein schöner Gedanke, anderen helfen zu können. Die sieben Jungen sollten zwischen dreizehn und sechzehn Jahre alt sein, also voll passend für uns. Warum sich auf einmal das Geschlechterverhältnis so markant in die andere Richtung drehte, konnten wir uns allerdings alle nicht erklären.

Nach dem Arzttermin fuhren wir zwei erst mal zur Reeperbahn. Als völlig normale Jungs. Was für ein Gefühl! Rene steuerte auf seinen Lieblingssexshop zu. Neue Klamotten konnten nicht schaden und eigentlich waren sie auch zur Feier des Tages als Belohnung nicht nur erlaubt, sondern auch Pflicht. Ich erstand ein paar geile Unterhosen, die kaum Stoff besaßen und hinten alle Freuden offen ließen. Ein schwarzes Satin-T-Shirt und eine schwarze Jeans fanden ihren neuen Besitzer. Ich zog mich wie Rene gleich im Laden um. Gummis packten wir auch reichlich ein.

Fast automatisch nahmen wir danach den Weg in Richtung Kais Wohnung. Vor dem alten Gemäuer, das anscheinend dem Abrissplan der Stadt entkommen zu sein schien, sahen wir uns entsetzt an. „Oh, was stinkt das hier. Wollen wir uns das wirklich antun?“, fragte ich Rene. Der zog die Nase ebenfalls kraus. „Wir sind jetzt richtige Strichjungs. Bei Kai hat es angefangen und bei ihm sollte es auch aufhören, oder was meinst du?“, antwortete er. Okay. In Gottes Namen. Ich schob Rene die vergammelte Treppe rauf und musste meinen Würgereiz bekämpfen. Kai öffnete müde und besoffen. Als er uns sah, hellte sich sein Blick sofort auf. Wir erzählten ihm, warum wir gekommen waren. „Setzt euch, trinkt ein Bier mit mir und dann zeigt mir eure Schwänze und Ärsche.“ Er wollte uns bezahlen. Ich überlegte kurz. „Nein, Kai. Heute bekommst du uns zwei ausnahmsweise für die Hälfte. Brauchst es ja nicht Conny zu sagen. Wir wollen nur wie richtige Stricher behandelt werden.“ Er grinste, gab mir dreißig Euro. Die Geschenke durfte er dann selbst auspacken und schrie entzückt auf. „Endlich seid ihr vollständig, nun, es fehlen noch die Eier. Aber das hier sieht schon sehr gut aus.“ Er schlug jedem von uns mit der Hand vorsichtig auf die Backen. „Hosen weg und aufs Bett mit euch beiden. Ich vernasche euch gleich zusammen.“ Professionell nahm ich einen Gummi aus der Tasche und ging brav mit Rene ins angrenzende Schlafzimmer. Unser Freier kam herein und erhielt, was er inzwischen heftigst begehrte. Er stöhnte wohlig auf, als wir alles vollbracht hatten. Ich wollte mich wieder anziehen. Kai wehrte ab. „Liegenbleiben. Ihr seid Stricher und müsst Geld verdienen. Ich rufe ein paar Freunde an.“ Ach du liebe Zeit. Rene rubbelte sich auf dem Bett und kam. Auch ich spürte meine übliche Erregung, wenn ich in meiner Rolle lebte. Es klang also zünftig aus. Wir gehorchten, warteten auf unsere Freier und taten, was sie von uns verlangten. Es waren diesmal nur zwei für jeden. Kai schrieb zwar fleißig SMS, erhielt aber meistens Absagen. Er stöhnte. „Da macht man sich die Mühe, die Leute zu holen und dann haben sie kein Geld oder keinen Bock. Einer sitzt im Knast. Na ja, der kann auch wirklich nicht.“ Er schnaufte. Rene schlug ihm freundschaftlich auf die Schultern. „Macht nichts, Kai, dann hast du ein paar Schüsse mehr. Es ist eh das letzte Mal. Max studiert nächsten Monat und ich will nur noch für Kurt arbeiten, wenn überhaupt, und nur dann, wenn ich Lust habe. Das ist eine andere Welt und ein anderer Verdienst, den auch Conny zu schätzen weiß. Apropos?“ Er lag neben Kai auf dem Bett und klatschte mir auf den Hintern. „Wollen wir langsam unseren Herrn und Meister besuchen?“ Ja, daran dachte ich auch gerade. Es stank fürchterlich bei Kai und ich hatte irgendwie die Nase voll, im wahrsten Sinne des Wortes. Ich freute mich auf eine schöne Dusche und frische Klamotten. „Japp, lass uns. Kai, alles Gute. Vielleicht sieht man sich mal. Halt die Ohren steif und ihn auch!“, sagte ich. Ich musste mich einfach beeilen und als ich endlich aus der Wohnung ins Freie trat, atmete ich die frische Luft tief ein. Rene erging es nicht anders. „Uff, das brauche ich nicht jeden Tag. Es turnt mich auch lange nicht mehr so an.“ Ich zog die Augenbrauen hoch.
Unterwegs meldete sich mein Magen und Rene brauchte ich gar nicht erst anzusprechen. Der nächste Imbiss auf der Reeperbahn gehörte also uns. Einige Mädels, die reinkamen, grüßten. Ich kannte sie vom Sehen. Sie trugen Zivil und tuschelten miteinander in unsere Richtung. „Hallo, ihr Süßen, wer tuschelt, lügt“, flachste ich. Nachdem sie bestellt hatten, nahmen sie uns in Besitz. „Ich bin Franzi und meine Freundin heißt Moni. Eigentlich haben wir frei, aber für euch machen wir auch gerne ein paar Überstunden“, sagte das holde Geschöpf, an meiner Seite, welches nur einfache Jeans und einen viel zu engen Pulli trug und mir ungeschminkt ins Gesicht lachte. „Wir haben auch Feierabend und müssen Conny unseren mageren Verdienst nach Hause bringen, sonst gibt es Hiebe“, meinte Rene. „Aber ein Bier geben wir euch dennoch aus, einfach, weil ihr so umwerfend nett und hübsch seid“, flötete er im Nachgang. Oh, Gott, was konnte der Typ Süßholz raspeln. Aber eigentlich waren die zwei eine schöne Ergänzung zu Kais Gestank und ich fürchtete schon, ich könnte etwas unangenehm riechen. Ich sprach Franzi drauf an. Sie schnupperte an meinen Ohren und biss mir urplötzlich in die Läppchen. „Autsch, du sollst nur riechen, nicht essen!“ „Also, wenn ich einen Kerl prüfe, dann richtig. Und du bist zum Anknabbern süß. Was ist, zur Feier des Tages darfst du zum halben Preis?“ Ich schüttelte traurig den Kopf. „Das hat mit dem Preis gar nichts zu tun, wir sind gerade operiert worden und unseren neuen Schwänzen fehlt noch die Erektionshilfe. Im nächsten Jahr kommen wir gerne auf euer Angebot zurück. Dann bezahlen wir auch voll“, lachte ich und gab ihr einen Kuss. Wir blödelten noch etwas und aßen. Rene nickte mir zu. So leid es mir auch tat, wir mussten uns wirklich jetzt verabschieden. Bussi zum Abschied. Sie lächelten uns nach. Zielstrebig zog mich Rene über den Hinterhof in die Toilettenräume der Bar. Wir mussten beide pinkeln. Ob Mark mal wieder hier gewesen war, fragte ich mich und sprach es laut aus. „Wir können gleich mal fragen.“ Rene öffnete die Tür. Es roch nach Rauch. Das Duschen konnten wir uns eigentlich sparen. Alkohol- und Zigarettengeruch umwehten uns und zogen in die Kleidung und in die Haare ein. Babs wischte an ihrer Bar herum. Das Mädel merkte gar nicht, das sie Kundschaft bekommen hatte. Sie erschrak und blickte auf. „Nein, was habt ihr mich erschreckt, hey, wie geht es euch zweien? Ach, lasst euch drücken.“ Sie knutschte mit Freudentränen in den Augen jeden ab. Zwei Cocktails standen Augenblicke danach vor uns. Wir mussten erzählen. Unser YouTube Kanal hatte zu großer Erheiterung beigetragen. Conny war noch in der Schule. Er bekam auch während der Ferien Nachhilfestunden, um im nächsten Semester in den Hauptschulkursus übernommen werden zu können. Kurt käme später. Ich konnte es nicht lassen und turnte kurz an meiner Stange. Aber, es war zu früh und ging mir gleich auf die Knochen. Das merkte ich selbst, nach wenigen Minuten. „Hat sich Mark eigentlich mal wieder sehen lassen?“, fragte ich Babs. Sie nickte und trank von ihrem Cocktail. „Er hatte sich lange mit Kurt unterhalten. Es ist eine Weile her. Corinne muss ihm den Kopf verdreht haben. Die zwei sind zusammen und Mark bekommt vom Doc eine Drogenersatztherapie. Er wartet auf einen freien Therapieplatz. Auch übt er mit Corinne an der Stange. Es sieht toll aus. Fast noch besser, als bei dir. Er ist ja wirklich Profitänzer und hat als Kind Ballett gehabt.“ Whow. Das hörte sich super an. Dann konnte ich vielleicht noch etwas von Mark lernen! „Kommt er regelmäßig? Ich kann noch nicht tanzen, das macht meine Kondition nicht mit. Aber ich würde ihn liebend gerne sehen“, erwiderte ich gleich und schwelgte in Vorfreude. „Sie sind sicher nachher hier.“ Ich sah auf die Uhr. Es war noch etwas früh. Jedoch, Conny könnte bald da sein.

„Was ist, wollen wir unseren Zuhälter zuhause abpassen? Der wird Augen machen, wenn wir ihm unseren Verdienst unter die Nase halten“, meinte ich zu Rene. „Ich fürchte, er wird uns eher den Arsch versohlen, weil es so wenig ist“, flüsterte der und machte Anstalten zu gehen. „Danke, Babsi, schreib an, wir sehen uns nachher.“ Babs schüttelte den Kopf und warf Rene ihren Putzlappen um die Ohren. Draußen wurden wir von einigen Mädels aus dem Laufhaus umringt. Eine war hübscher als die andere und zwei gefielen mir sogar sehr. Sie erinnerten mich an Jenny. Gottseidank wurde noch nichts draus, sonst hätte ich heute bestimmt keine Treuepunkte sammeln können. Automatisch machten wir noch einen Abstecher in die Travestiebar. Dort kannte man uns inzwischen sehr gut. Wir wurden gleich umringt. Jessika, die Herrin des Hauses gab einen Drink aus. „Ach, ihr zwei, wie schön. Euer Video eilt euch voraus. Wie fühlt man(n) sich, mit dem eigenen Schwanz?“ „Es ist ein herrliches Feeling und ich bin jetzt ein ganz anderer Mensch, Jessi. Als ich aus der Narkose aufwachte, musste ich spontan heulen. Da war endgültig zusammengewachsen, was zusammengehörte“, erzählte ich. Sie wusste genau, wovon ich sprach. Ihre Augen sahen mich warmherzig und verständnisvoll an. Man konnte sich bei Jessika zu jeder Zeit geborgen fühlen. „Ich kenne das. Die meisten, die bei mir arbeiten, haben ähnliche Karrieren hinter sich. Viele finden aber auch nur hier die einzige Möglichkeit, ihr eigenes Ich wenigstens stundenweise leben zu dürfen. Sie trauen sich einfach nicht, den letzten Schritt zu wagen und verharren in so einer Art Starre oder Status quo. Ich denke immer, solange sich jemand damit wohl fühlt, ist es auch richtig. Einige sind allerdings bereits ein Fall für den Psychiater und wollen es nicht wahr haben. Ihr beiden habt es wesentlich besser gehabt. Nicht nur, weil es für Männer ohnehin leichter ist. Ihr seid genau wie eure biologischen Geschlechtsgenossen. Kerle gehen ihren Weg geradlinig und machen einfach, was sie wollen. Wir Frauen brauchen viele Umwege, lassen uns ablenken und vor allem viel zu schnell Angst einjagen. Was wir eigentlich gar nicht nötig haben. Das man heute bereits bei den Kindern ansetzen kann, ist ein wirklicher Segen. Kids bekommen dann gar nicht erst so viele Macken, wenn sie wissen, dass sie verstanden werden. Für die meisten ist es auch keine Katastrophe, erst als Erwachsene Hormone und Operationen erhalten zu können. Das wichtigste ist, bereits in der gefühlten Rolle zu leben, ohne die verhasste geschlechtliche Entwicklung durchmachen zu müssen. Das beflügelt und gibt Raum für die Schule. Ich habe selbst während der Pubertät die meiste Zeit damit zugebracht, mich dagegen zu wehren. Fürs Lernen blieb da kaum etwas übrig.“ Sie hatte Recht. Mir taten die Frauen oft sehr leid. Wer erst als Erwachsener in die Therapie kam und sein Coming out haben konnte, musste bis dahin sehr viel Zeit seines Lebens verschenken. Die Stimme war bereits tief, eine Operation an den Stimmbändern immer mit größten Risiken verbunden und die meisten brauchten die Epilation, um ihrem Bartwuchs beizukommen. Meistens verloren die Frauen auch ihren Beruf und ihre bisherigen Familien. Wer großes Glück katte, konnte mit der Ehefrau eine Weile zusammenleben und auch einen Weg finden, die Kinder in die transsexuelle Problematik mit einzubeziehen. Das war aber nur wenigen vorbehalten. Der überwiegende Teil kämpfte nach wie vor gegen Vorurteile, Abwertung, Diskriminierung und Intoleranz. Durch die Verbreitung hasserfüllter populistischer Parolen wurde all das noch gefördert. Wir waren tatsächlich auf einem Weg, der nicht in eine konstruktive Zukunft, sondern geradewegs zurück in die schreckliche Vergangenheit führen konnte, die wir längst schon hinter uns gelassen haben wollten. Schade. Wir können nur das Beste hoffen und selbst durch den eigenen offenen Umgang mit anderen Menschen, seien es Transsexuelle und ihre vielen Varianten, Homosexuelle, Ausländer, Flüchtlinge, was auch immer, eine tolerante freie und kritikfähige Gesellschaft vorleben. „Wir müssen unsere Rechte verteidigen, Jessi, notfalls auch dafür kämpfen. Wir tun es nicht nur für uns. Es ist ein Kampf, von dem alle profitieren, auch Heteros und Rentner, Familien. Arme und reiche. Der Krieg macht keine Unterschiede, totalitäre Regime auch nicht. Da reicht oft nur eine einzige Verleumdung aus, um dein bisheriges Leben zu zerstören. Dagegen ist keiner gefeit. Es kann jeden treffen. Wehret den Anfängen und lernt aus der Geschichte, ist meine Meinung dazu.“ Jessika nahm mich gerührt in ihre kräftigen Arme. Sie hielt das Sektglas hoch, prostete uns mit ihrer markanten tiefen Stimme zu. „Auf Frieden, Freiheit und eine bessere Welt!“ Ja, das hätte ich nicht treffender formulieren können. Rene trank aus, meinte wehmütig, wir müssten jetzt los und bedankte sich mit einem Kuss bei Jessi für die Drinks. Ich nahm mir fest vor, in meinen beiden Leben für meine hohen Ideale und Werte zu werben. Es lohnte sich bestimmt, dachte ich bei mir. Und wenn man etwas aus Überzeugung tat, erst recht.

Schweigend ging ich neben meinem Freund und Leidensgenossen zu Connys Wohnung. Wir sahen ihn schon von weitem. Er kam just um die Ecke, als wir in seine Straße einbogen. Aber was war das? Wie sah der denn aus? Unser strenger Zuhälter trug lässig eine Schultasche über seinen Schultern und erschien damit auf den ersten Blick zum Schießen komisch. Oder nur ungewohnt? Das konnte ich im Moment nicht so richtig für mich einordnen. Rene wurde allerdings automatisch zum Spötteln angeregt. Hihi. Handy ‘raus und mehrfach auf den Fotoauslöser gedrückt. So ein Bild musste man einfach festhalten. Das durfte einem nicht entgehen. „Was soll denn das jetzt werden, wenn’s fertig ist? Habt ihr zwei Penner noch nie einen Schüler gesehen?“, schimpfte Conny wütend los. „Doch“, ich konnte das Kichern nicht verhindern und bekam mich kaum unter Kontrolle. „Aber die spielen sich nicht als Zuhälter für unschuldige Strichjungen auf. Wie sollen wir jetzt noch Respekt vor dir haben?“ Rene gluckste ebenfalls. „Und vor so einem habe ich die Hosen heruntergezogen und mich verhauen lassen!“ Connys Blick verdüsterte sich augenblicklich. Er kräuselte gespielt die Stirn, kniff seine Augen zusammen. Oh, war da besser Vorsicht angesagt? So kannte ich ihn gar nicht. „Kommt rein und helft mir bei den Hausaufgaben“, bemerkte er scheinheilig und schob uns in den Hausflur. Oben schmiss er, genau wie ich, wenn ich nach Hause kam, seine Tasche auf den Boden, nahm drei Bier aus dem Kühlschrank und zog uns erst einmal zu sich. „Conny, wie schön dich zu sehen. Ich freue mich so.“ Ich drückte ihn fest an mich. Seine Küsse hatten nichts von der gewohnten Leidenschaft eingebüßt. Auch Rene schmuste ausgiebig mit ihm. „Und, erzählt mal. Alles gut gelaufen? Darf ich mir die Ergebnisse auch anschauen?“ Was für eine Frage? Rene sah mich überrascht an. Irritation! Baff, war gar kein Ausdruck, für das, was wir gerade mit unserem gestrengen Herrn und Meister erlebten. „Conny, bist du krank? Du sprichst so anders, so geschwollen?“, fragte Rene. „Müssen wir uns Sorgen machen“, konterte auch ich und legte meine Hand an seine Stirn. Aber die war kalt. Beruhigt stellte ich mich vor ihn hin, öffnete meine Hose und präsentierte mein bestes Stück. Er drehte ihn zur Seite, nach oben, nach unten und rieb darauf herum. Rene stand, ebenfalls halbnackt, neben mir. „Im nächsten Frühjahr wird die Erektionspumpe eingesetzt. Und danach kann ich tatsächlich immer, im Gegensatz zu euch Biomännern“, erklärte er mit stolzgeschwellter Brust. Conny lächelte etwas säuerlich. Seine Hosen landeten in der Ecke. Wir wussten sofort, was das zu bedeuten hatte.
 


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