Traum

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Keram

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Traum

Sommerglut
Ackerstaub
Ringsum Pflöcke
Meine Arme und Hände lösen sich nach
Mehreren Versuchen widerstrebend vom
Rundholz unter der Obhut eingeredeter Augen stehend

Ziehe und lehne mich auf: steche mit einer Astgabel
In die eingeredeten Augen bis sie für mich erblinden
Bis Frieden in die Niederlage zieht
Bei den Pflöcken die zu tief reingeschlagen worden sind
Um sie rausreißen zu können
 
Zuletzt bearbeitet:

Tula

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Hallo Marek
An diesem hätte Freud seine Freude gehabt. Warum träumt der Dichter von Pföcken? Woraus will er in Wahrheit ausbrechen? ;)

LG
Tula
 

Keram

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Hallo Tula,

Danke fürs Lesen und für Deine Besternung.
Ja, Freud hätte einige unbewusste Motive / Themen im Detail herausgelesen. Ob ich dabei ebenso Freude gehabt hätte, ist fraglich. ;)
Gewiss aber Erkenntnis. Das Ausbrechen-wollen, das Nicht-aus der Haut-können spielt hier sicher eine Rolle. Deuten kann ich diesen Traum allerdings nicht.

LG
Marek
 

Frodomir

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Hallo Keram,

dein Gedicht ist für mich schwierig zu bewerten. Denn es entzieht sich überwiegend einem interpretativen Zugang - und hat doch eine herausragende Zeile, die im Gedächtnis bleibt:

Bis Frieden in die Niederlage zieht
Klasse!

Ansonsten hat dein Gedicht auf mich eine irgendwie unerklärliche Wirkung, irgendwie liegt Sinn dahinter, aber er ist unkenntlich für mich. Eine Tiefe, die noch erkundet werden will. Vielleicht helfen dir weitere Träume dabei :)

Liebe Grüße
Frodomir
 

Keram

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Hallo Frodomir,

danke für Deine Rückmeldung zum Gedicht. Habe mich darüber gefreut.
Mal sehen, ob der Traum sich fortsetzt. ;)

LG zurück
Keram
 
Zuletzt bearbeitet:

Keram

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Lieber Oliver,

danke für Deine Rückmeldung.
Eingeredete Augen: sich beobachtet fühlen, ohne zu wissen, ob das überhaupt stimmt, vielleicht nur eingebildet, eingeredet...
So in der Art.

LG
Marek
 

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