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ThomasQu

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Jesus Jorge Pouso war ein sehr liebenswerter, temperamentvoller, extrovertierter und sogar etwas cholerischer Charakter, der Sohn einer deutschen Mutter und eines spanischen Vaters. Aufgewachsen in Madrid, hatte er dort auf einer deutschen Schule sein Abitur gemacht und anschließend in München Architektur studiert. Nach seinem Universitätsabschluss fand er eine Anstellung in einem mittelgroßen Nürnberger Architekturbüro, das recht kreativ ausgerichtet war und gerne jungen Nachwuchskräften eine Chance gab. Die packte Jorge beim Schopf. Schnell übersiedelte er von München nach Nürnberg und schon drei Jahre später gehörte er zu den Entscheidungsträgern des Unternehmens. Er erwarb eine luxuriös sanierte Altbauwohnung im Herzen der Stadt, deren aufwändigen Umbau natürlich er selbst geplant hatte. Inzwischen ging er fast gar nicht mehr ins Büro, sondern kommunizierte nur noch online mit seinen Kollegen.
Jorge war jetzt 35, Workaholic und Vollchaot. Er war nicht fähig, irgendetwas aufzuräumen. In seiner Wohnung hingen die Anzüge, die aus der Reinigung kamen, über sämtliche Stuhllehnen verstreut, überall lag teilweise noch ungeöffnete Post herum, Die Tische waren übersät mit Zeitungen, Zeitschriften, Kontoauszügen, schmutzigem Geschirr, übervollen Aschenbechern, leeren Pizzakartons, Fernbedienungen, Feuerzeugen, Bücher… Der ganze Boden seines Arbeitszimmers war mit Plänen, Unterlagen, Dokumenten und Skizzen zugelagert und auf seinem Schreibtisch türmten sich die Aktenordner. Seine frische Wäsche entnahm er gleich aus dem Korb seiner Wäscherei, der irgendwo herumstand und dessen Inhalt noch niemand in die Schränke eingeräumt hatte. Die Schmutzwäsche landete da, wo er sie auszog. Jorge fühlte sich in dieser Umgebung wohl, zumindest bis zu einer gewissen Grenze. Jeden Tag zwischen 12 und 14 Uhr kam Frau Fischer, seine Perle und versuchte dann, ansatzweise etwas Ordnung zu schaffen und, soweit möglich, die nötigsten Putzarbeiten und Einkäufe durchzuführen. Eine Sisyphus Arbeit. Morgens um 10 Uhr frühstückte Jorge unten beim Bäcker um die Ecke, danach begann sein Arbeitstag. Der dauerte für gewöhnlich bis weit nach Mitternacht, auch sonntags. Zwischenzeitlich war sein Architektur Büro auf dem Sprung, sich internationales Renommee zu erwerben, zu einem großen Teil war das sein Verdienst.

Jorge war 165 cm groß, hatte volles dunkles wirres Haar, indem schon die ersten grauen Strähnen auftauchten, einen Dreitagebart, mehr aus Nachlässigkeit, eine randlose Brille, die er nur gelegentlich trug und, seinem Alter entsprechend, ein ganz kleines Wohlstandsbäuchlein. Alkohol trank er kaum, er musste ja ständig einen klaren Kopf behalten, aber sein Zigarettenkonsum war beträchtlich. Hobbys hatte er nicht. In letzter Zeit bemerkte er aber so eine seltsame Art von Kurzatmigkeit an sich, die ihm mehr und mehr Sorge bereitete. Daher beschloss er, für eine Woche über seinen Schatten zu springen, alles liegen zu lassen und sich eine Auszeit zu gönnen. Sein allererster Urlaub. Er meldete sich bei seinen Kollegen und bei Frau Fischer ab, packte das nötigste in eine Reisetasche und stieg in seinen Porsche, Ziel unbekannt.

Des Abends erspähte er irgendwo in den österreichischen Bergen in einem kleinen Seitental eine einfache Pension, etwas außerhalb des Dorfes, in die er sich einmietete. Es war Ende April. Während sonst schon überall das Frühjahr Einzug gehalten hatte, lag hier noch vereinzelt Schnee. Er hatte seine Wanderstiefel dabei, die er noch aus Studentenzeiten besaß und die gut eingelaufen waren. Die zog er sich am nächsten Morgen an. Der Weg führte gleich hinter dem Haus leicht bergauf. Wenn er den immer weiter ginge, so beschrieb es ihm der Zimmerwirt, käme er nach 2 – 3 Gehstunden bei einer kleinen Hütte an, die zwar nicht bewirtschaftet war, aber auf deren Terrasse man sehr schön rasten und die Aussicht genießen könne. Nach halber Strecke wurde der Pfad steiler. Jorge fühlte sich auf einmal nicht mehr sonderlich wohl. Immer öfter musste er stehen bleiben und verschnaufen. Plötzlich fing sein Herz stark an zu klopfen. Er setzte sich auf eine Bank, die am Wegesrand stand, um sich auszuruhen, das Herzklopfen wurde aber immer rasanter. Es fühlte sich an, als würde er in vollem Sprint schon die dritte Runde um den Sportplatz rennen und er kam gar nicht mehr mit dem Atmen nach. Das konnte doch nicht von dem bisschen bergauf laufen kommen. Früher, in seiner Studentenzeit, war er doch auch öfter in den Bergen gewesen. Erst nach und nach und so ganz langsam beruhigte sich das alles wieder.
„Por culo, so was habe ich auch noch nicht erlebt“, sagte er zu sich und wischte sich den Schweiß von der Stirne.

Nach einiger Zeit fühlte er sich wieder besser, im Gegenteil, sogar richtig fit. Er konnte sich keinen Reim darauf machen, brach auf und schritt leichten Fußes bergan, ohne Seitenstechen und ohne ins Schnaufen zu geraten. Als er auf der Hütte angelangt war, blickte er auf die Uhr. Wie kann das sein, seit der letzten Rast waren gerade mal 20 Minuten vergangen. Ihm war es vorgekommen, als wäre er seither schon wieder eine ganze Stunde gelaufen. Von wegen, 2 – 3 Gehstunden… Er nahm auf einer Bank Platz und packte sein mitgebrachtes Vesper aus. Die Rundumsicht war überwältigend, die Terrasse lag direkt in der Sonne und Jorge machte es sich etwas bequem. Zu seiner linken gab es nicht allzu weit weg eine steile zerklüftete Felswand. Mit bloßem Auge konnte er ein paar Gämsen betrachten, die sich dort tummelten. Seltsam, dachte er sich, wie langsam die sich bewegen, fast wie in Zeitlupe. Man könnte meinen, die Gesetze der Physik seien außer Kraft gesetzt.

Nach einer ganzen Weile, nachdem er sich ausgeruht und gestärkt hatte, wollte Jorge wieder aufbrechen. Ein kurzer gewohnheitsmäßiger Blick auf seine Uhr ließ ihn abermals stutzig werden. Seit seiner Ankunft auf der Hütte waren erst 15 Minuten vergangen. Das gibt es doch gar nicht, ich glaube langsam, dass diese Uhr spinnt! Der Sekundenzeiger bewegt sich auch so furchtbar langsam, wahrscheinlich ist die Batterie leer. Er kramte in seinem Rucksack nach dem Smart Phone, das er eigentlich die ganze Woche über nicht einschalten wollte. Doch der Uhrenvergleich bestätigte das nicht. Beide Geräte zeigten die gleiche Zeit an.
„So etwas komisches“, grummelte er vor sich hin. Jetzt fühlte er sich doch etwas verunsichert, was war da eigentlich los? Er horchte aufmerksam in sich hinein, aber es ging ihm großartig, die kleine gesundheitliche Krise von vorhin schien vollkommen überwunden. Kopfschüttelnd stand er auf und machte sich an den Abstieg. Der dauerte nicht mal eine Stunde. In seiner Pension angekommen, traf er im Hausflur auf den Zimmerwirt, der sich auffallend langsam und träge bewegte.
„Haaabeeen Sieee dieee Hüüütteee deeennn niiicht geeefuuundeeen?“
„Ja, doch, ich war oben.“
„Wieee biitteee?“
Jorge ließ ihn stehen und lief die Stiege hoch in sein Zimmer. Der Wirt blickte ihm im Zeitlupentempo vollkommen entgeistert nach.

Jorge schloss die Türe hinter sich. Panik stieg in ihm auf. Er stützte sich mit den Ellenbogen auf das Fensterbrett und atmete tief durch. Draußen konnte er beobachten, wie sich, ganz langsam, das Auto des Postboten näherte. Die Türe öffnete sich und er stieg aus. Jorge wandte den Blick ab, er konnte das nicht mehr mit ansehen. Ich muss hier weg, bevor ich noch total verrückt werde, dachte er und nahm sich vor, den Rest des Tages auf dem Zimmer zu verbringen, sich etwas zu beruhigen und in der Abenddämmerung in sein Auto zu springen und abzudüsen. Er wollte niemanden begegnen und diese Zeit, in der die Leute vermutlich beim Abendbrot saßen, erschien ihm günstig. Mittlerweile verspürte Jorge eine leichte Müdigkeit und legte sich auf sein Bett. Mühsam sank er in einen unruhigen Schlaf. Als er gegen 16.30 Uhr erwachte, war er fit, frisch, ausgeruht und hungrig. Er wühlte in seinem Rucksack nach dem Rest des Vespers vom Vormittag. Gegen 18 Uhr wollte er los, aber die Minuten verstrichen unerträglich langsam. Gelegentlich, wenn er aus dem Fenster blickte, konnte er beobachten, wie sich Personen wie im Schneckentempo an seinem Haus vorbei bewegten. Ich halte das nicht mehr aus, dachte er sich, packte seine Tasche, legte einen 100 Euro Schein auf den Tisch, verließ den Gasthof und fuhr los. Niemand hatte ihn gesehen. Doch was war das schon wieder?
„Caramba, qué puta!“ schrie Jorge und schlug mit der Faust auf sein Lenkrad. „Jetzt spinnt auch noch diese Karre!“

Als Porschefahrer ist er es gewohnt, diese spezielle Art der Massenträgheit zu genießen, die ihn bei einem beherzten Tritt aufs Gaspedal mit Macht tief nach hinten in die Sitzlehne drückt. Diese war jetzt nicht mehr vorhanden. Der Porsche fühlte sich eher an wie eine Ente. Jorge blickte auf die Geschwindigkeitsanzeige. 80, viel zu schnell für diese sehr enge und kurvige Straße. Er drosselte sein Tempo auf 50 herunter. Auch etwas später, die Straßen wurden breiter und der Verkehr nahm zu, musste er sich bemühen, streng nach Tacho zu fahren. Jetzt war er selbst im Schneckentempo unterwegs. Hoffentlich hörte das bald auf. Seine Hoffnung war, dass sich sein Zeitgefühl im Laufe der Heimfahrt wieder normalisierte. Die erschien ihm aber elend lang. Schließlich kam Jorge zu der Erkenntnis, dass es nicht die Umgebung war, die ihr Tempo verlangsamt hatte, sondern irgendetwas hatte sein eigenes beschleunigt, als wäre er in einen Zeitraffer geraten, wobei das im Endeffekt natürlich auf das gleiche herauskommt. Selbst die Musik im Autoradio spielte ätzend langsam. Gefühlte zehn Stunden später kam er in Nürnberg an, objektiv war er nur gute drei unterwegs. Während der Fahrt hatte er die Hoffnung aufgegeben, dass diese Zeitdiskrepanz nur ein lokales Phänomen sein könnte. Er hatte unterwegs genug Gelegenheit zum Nachdenken, und ihm war klar, dass er, wenn er nicht auffallen wollte, sich seiner Umgebung anpassen musste. Das hieße, er musste sich selbst im Zeitlupentempo bewegen und
gaaanz laaangsaaam spreeecheeen.

Gegen 20.30 Uhr kam er in seiner Wohnung an, alles war piccobello aufgeräumt. In der nächsten Woche war also nicht mit Frau Fischer zu rechnen. Jorge hatte Hunger. Er griff zum Smarti und rief den Pizzaservice an. Jetzt konnte er gleich mal ausprobieren, wie das funktionierte, mit dem langsamen Sprechen.
„Guuuteeen Taaag, iiich hääätteee geeerneee…“
Zwanzig Minuten später war die Pizza da. Ihm kam es vor wie eine Stunde. Während er darauf wartete, schickte er eine kurze Mail ins Büro, “Bin wieder da“. Er sah seine Kollegen bildlich vor sich, wie sie vor Lachen unter den Schreibtischen lagen. “Jetzt hat der Pouso zum ersten Mal in zehn Jahren eine Woche Urlaub und dann ist er am zweiten Tag schon wieder da. Hahaha.“ Jorge musste sogar selbst ein bisschen mitlachen.

Er hatte sich überlegt, dass er ungefähr zweieinhalb Mal schneller war, wie seine Umgebung. Jetzt brauchte er einen anderen Rhythmus. Seine Schlafzeiten sollten zukünftig von 0 – 4 Uhr und von 12 – 16 Uhr sein. Dann würde er wenigstens Frau Fischer nicht begegnen. Ansonsten, solange er alleine in seiner Wohnung war, blieb alles ganz normal. Sogar besser, denn dadurch, dass er jetzt schneller war, konnte er ein viel größeres Arbeitspensum bewältigen. Bis 0 Uhr hatte er noch ein bisschen Zeit. Da ihm nichts Besseres einfiel, ging er in sein Arbeitszimmer, bis er müde wurde. Am nächsten Morgen hatte er sich vom ersten Schock erholt und versuchte, alles klar zu analysieren. Die Idee, einen Arzt aufzusuchen, verwarf er schnell. Vermutlich geriet er da in ein Räderwerk hinein, aus dem er nicht mehr herausfand, und zum Schluss würde er sich in einer Zwangsjacke in der Gummizelle einer Psychiatrischen Anstalt wiederfinden. Außerdem fühlte er sich gar nicht krank, im Gegenteil. Seine Kurzatmigkeit war seither wie weggeflogen und er strotzte vor Energie.

Jorge stellte sich zwei Fragen:

1. Will er sich jemandem anvertrauen, wenn ja, wem?
2. Will er sich mit diesem Zustand arrangieren, mit Arbeit zuschütten und in der Wohnung einmauern, oder nicht?

Die Frage eins stellte er zurück und über die Frage zwei musste er nicht lange nachdenken. Was könnte die Ursache dessen gewesen sein, was ihm widerfahren war. Das musste er herausfinden. Im Geiste ließ er seine Wanderung noch einmal Revue passieren. Als der Weg steiler wurde, ging es mit dem Unwohlsein los, dann, ein Stückchen weiter auf der Bank, das heftige Herzrasen. Leider war das sein einziger Anhaltspunkt. Das hieße im Klartext, dass er sich aufmachen, und den Weg noch einmal ablaufen musste, wenngleich er sich davon nicht viel versprach. Außerdem stand ihm diese langweilige, gefühlt zehnstündige Autofahrt bevor. Könnte nicht vielleicht irgendeine Strahlung die Ursache gewesen sein? Jorge googelte nach Erdstrahlen, Röntgenstrahlen, kosmischer Strahlung, vielleicht gab es irgendwelche Funkmasten in der Nähe? Aber das alles führte zu nichts. Jetzt wollte er erst einmal abwarten, bis die Geschäfte öffneten. Er hatte gar nichts mehr zuhause und musste dringend einkaufen gehen. Als er gegen 7.30 Uhr aufzubrechen im Begriffe war, kam die Antwort-Mail aus seinem Büro: “Wir hatten eigentlich schon einen Tag früher mit dir gerechnet“. Jorge sah seine Kollegen vor sich, wie sie sich auf die Schenkel klopften und ein leichtes grimmiges Lächeln umspielte seine Lippen.

Der Supermarkt war zweihundert Meter von seiner Wohnung entfernt und er beschloss, zu Fuß zu gehen. Die Stiege hinab konnte er noch in seiner normalen Gehgeschwindigkeit zurücklegen, ab dann war Schneckentempo angesagt. Er guckte auf die Bewegungen der anderen Passanten und ahmte diese nach. So ein Affenzirkus. Er überlegte sich, wie slapstickartig es wohl aussähe, wenn er in seinem normalen Tempo laufen würde, wie in einem zu schnell abgedrehten Film. Eigentlich wäre dieser ganze “Zustand“ zum Brüllen komisch, wenn er nicht so real wäre und wenn es nicht gerade ihn selbst beträfe. Nach Ewigkeiten erreichte er den mercado und legte wahllos irgendwelche Artikel in den Einkaufswagen. Zunehmend bemerkte er, wie die Blicke der anderen Menschen an ihm haften blieben. Das machte ihn nervös und er fluchte innerlich auf das lästerlichste. Jorge war kein geübter Einkäufer. An der Kasse zahlte er 173 Euro und erst jetzt ging ihm auf, dass er das alles nun heim schleppen musste. Bepackt mit 4 großen schweren Tüten machte er sich im Schneckentempo auf den Weg. Seine Arme wurden lang und länger, und als er auch noch in einen frischen, saftigen Hundehaufen trat, knirschte er mit den Zähnen vor Wut.

Am frühen Morgen, kurz nach 4 Uhr, bestieg er seinen Wagen und fuhr in das schöne kleine Seitental in den Österreichischen Bergen. Dort angekommen, betrat er die Pension und fragte nach seinem alten Zimmer. Der Wirt sah ihn sehr komisch an, gab ihm aber den Schlüssel. Er zog sich um und machte sich auf den Weg. Die ersten paar hundert Meter noch im Schnecken Modus, aber dann, als er glaubte, niemand könne ihn mehr beobachten, schritt er tüchtig aus. Welch eine Wohltat. Schnell war er an der Stelle, an der es etwas steiler wird. Ab jetzt wurde Jorge besonders aufmerksam. Da, linkerhand, die Bank. Er setzte sich, lauschte in sich hinein und spitzte seine Sinne, aber zu spüren war gar nichts. Lange blieb er sitzen. Nun, wenn ich schon mal hier bin, kann ich gleich noch einmal hoch zu der Hütte, dachte er sich und ging los. Es begann zu tröpfeln. So etwas blödes, das auch noch. Oben war wie beim letzten Mal alles einsam und verlassen, nur jetzt verhinderte dichter Nebel die Sicht. Inzwischen hatte es sich eingeregnet. Sogar die Regentropfen fielen langsam. Fluchend machte er sich auf den Rückweg. Unten, in Höhe der Bank, verharrte er noch einmal, aber er konnte einfach nichts wahrnehmen, was einer Anomalie im weitesten Sinne gleichkam.

Eine halbe Stunde später stand er in der Gaststube und unterhielt sich kurz mit dem Wirt. Es liefen schon jedes Jahr zumindest ein paar hundert Leute hinauf zur Hütte, meinte der und besondere Vorfälle hätte es da noch nie gegeben. Jorge ließ sich einen üppigen Brotzeitteller auf das Zimmer bringen und nach dem Essen war für ihn Schlafenszeit. Er stellte sich den Wecker in seinem Smart Phone auf 16 Uhr und dachte darüber nach, ob es Sinn machte, am Nachmittag noch einmal hinaufzusteigen oder besser gleich heimzufahren. Er entschied sich für die zweite Möglichkeit. Da wäre er gegen 20 Uhr zu Hause und könnte noch etwas arbeiten. Später dann, auf der Autobahn, packte ihn die Verzweiflung. Völlig klar, dass das verschenkte Zeit war, aber versuchen musste er es. Was blieb ihm jetzt noch an Möglichkeiten übrig? An wen sollte er sich wenden? Sollte er vielleicht zu einem Wunderheiler, oder ein halbes Jahr nach Nepal in ein Kloster? Jorge hielt nichts von diesem ganzen esoterischen Firlefanz, er glaubte an die Naturwissenschaften und an die Physik.

Zu Hause ließ er die Arbeit Arbeit sein, legte sich auf die Couch und dachte nach. Es bringt nichts, wenn ich mich jetzt in meiner Wohnung verbarrikadiere bis an das Ende meines Lebens. Ich muss das erst mal annehmen, ob ich will oder nicht. Das heißt, ich muss den Schneckenmodus eintrainieren und ich muss unter Menschen. Jorge stand auf, stellte sich mit einer Kaffeetasse in der Hand vor seinen großen Spiegel und beäugte sich kritisch, wie er Kaffee trank. Seine Bewegungen waren einfach nicht so richtig rund, sondern seltsam eckig und linkisch, Sein Kopf und seine Augen bewegten sich immer noch viel zu schnell. Kein Wunder, dass ihn die Leute immerfort angafften, es sah einfach komisch aus. Angewidert wandte er sich von seinem Spiegelbild ab. Er schaltete den Fernseher ein und studierte genau, wie sich die Menschen bewegten. Zusätzlich sprach er deren Dialoge nach. Bei ihm klang das aber alles ein wenig anders. Vielleicht hilft da einfach ein bisschen üben? Das nahm sich Jorge für die Zukunft vor.

Jetzt hatte er erst mal Hunger. Er wühlte in den vier Plastiktüten vom Vortag herum und zauberte eine Dose Ravioli hervor, die er sich wärmte. Den Rest des Abends verbrachte er vor dem Fernsehgerät und trainierte. Als er am nächsten Morgen um 7 Uhr im Bäckerladen stand und sein Frühstück bestellte, das für ihn eigentlich schon das Mittagessen darstellte, war die Verkäuferin sehr überrascht. Erstens sah man ihn selten vor halb zehn und zweitens, er wirkte so komisch.
„Herr Pouso, geht es ihnen nicht gut, sind sie krank?“
„Nein nein, passt schon.“
Jorge hätte ihr vor Wut am liebsten den Inhalt der Tasse ins Gesicht geschüttet. Den halben Abend zuvor hatte er geübt, wie man Kaffee bestellt und trinkt. Jetzt war es Zeit, Frau Fischer vorzeitig aus dem Urlaub zurückzuholen. Er wählte ihre Nummer und bat sie, gleich heute wieder zu kommen.
„Herr Pouso, ist irgendetwas los mit ihnen? Sie reden so komisch.“
„Zahnweh.“
„Oje, sind Sie wohl deshalb so zeitig zurück?“
„Ja.“
Er ballte die Faust in der Tasche. Später wollte er ihr einen Zettel hinlegen, dass er schliefe und nicht geweckt werden wolle. Aber grundsätzlich wäre das schon eine Option für die Zukunft, wenn er seiner Umgebung klar machte, dass er krank sei, deshalb schlecht sprechen könne und eine Bewegungsstörung hätte. Ist ja nicht mal sehr weit weg von der Wahrheit.

Den ganzen Tag über war Jorge schon schlecht gelaunt. Er verbrachte den Morgen in seinem Arbeitszimmer. Beim Bäcker frühstücken wollte er in Zukunft nicht mehr. Als um 12 Uhr Frau Fischer erschien, lag er schon im Bett. Er konnte ihre Aktivitäten durch die geschlossene Schlafzimmertüre hören. Auf einmal gab’s ein lautes scheppern, einen spitzen Schrei, ein dumpfes Plumps und ein:
„Au, au, au…“
Jorge fluchte. Er stand auf und linste zum Türspalt hinaus. Frau Fischer war vom Schemel gefallen, als sie den Inhalt der vier Einkaufstüten oben in den Küchenschränken verstauen wollte. Jetzt lag sie am Boden und hatte sich offensichtlich sehr weh getan. Im Schneckentempo eilte Jorge zu ihr und half ihr auf. Sieht aus, als hätte sie sich den Knöchel verstaucht. Sie stützte sich an seinem Arm ab und humpelte mit ihm zusammen Richtung Sessel, den Jorge noch schnell frei machte. Sie setzte sich und er brachte den umgekippten Schemel und ein Kissen, damit sie das malade Bein hochlegen konnte. Er bemerkte, wie sie ihn beäugte. Schon wieder schwoll ihm der Kamm.
„Möchten Sie einen Krankenwagen?“
„Ich weiß nicht, ich glaube schon.“
Jorge googelte nach der richtigen Nummer und wählte für sie den Notdienst an. Während die beiden auf den Sanka warteten, erkundigte sich Frau Fischer nach seinen Zahnschmerzen. Jorge hatte ihr gegenüber auf einem Stuhl Platz genommen. Er fühlte sich unwohl und spürte ihre Blicke im Rücken, als es klingelte und er den Sanitätern die Türe öffnete. Uff, endlich war sie draußen.

Gegen 17 Uhr rief Frau Fischer an und teilte mit, dass der Knöchel gebrochen sei und sie für mindestens acht bis zwölf Wochen ausfalle. Mist, jetzt brauchte er eine neue Putzfrau, aber woher nehmen? Jorge ging hinunter, ein bisschen weiter die Straße hinab gab es ein McDonalds. Er klebte einen Zettel an die Tür: Zugehfrau ab sofort gesucht, beste Bezahlung, bitte schräg gegenüber bei Pouso, Hs. Nr. 7 klingeln. Seine E-Mail Adresse oder Handy Nummer wollte er nicht preisgeben. Dann kam der Metzgerladen an die Reihe mit entsprechendem Text, danach der Bäcker. An dieses Zeitlupengelaufe würde er sich wahrscheinlich nie gewöhnen. Jedes Mal kam er sich dabei vor wie im Zirkus. Jorge hoffte, dass die Zauberwörter “Beste Bezahlung“ ihre Wirkung nicht verfehlen würden und richtig, schon eine halbe Stunde später klingelte es. Die Stimme an der Sprechanlage klang aber nicht sehr feminin. Ein paar Sekunden später öffnete er seine Wohnungstüre und vor ihm stand ein Punk. Ein richtiger, nicht so ein nachgemachter Modeheini. Nach anfänglicher Überraschung bat er ihn herein und umriss, welche Erwartungen er an ihn stellte. Marcel blickte sich geschäftsmäßig in Jorges Wohnung um und meinte, das alles sei kein Problem, ab morgen könne er anfangen. Je länger Jorge darüber nachdachte, desto sympathischer wurde ihm Marcel. Er stellte keine dummen Fragen und glotzte ihn nicht dauern blöd an. Außerdem war der ein Outlaw, genau wie er selbst. Schon ab dem dritten Tag klappte alles zu Jorges vollkommener Zufriedenheit.

Marcel war ein selbstbewusster junger Mann Anfang zwanzig, der niemandem nach dem Mund redete. Er hatte seine Arbeitszeiten auf den Abend verlegt, und wenn er kam, brachte er die Einkäufe für Jorge gleich mit. Meist, während er in der Wohnung beschäftigt war, hatte er eine Selbstgedrehte im Mundwinkel und die geöffnete Bierflasche stand nicht weit. Er verrichtete seine Arbeit ohne Hektik, fast schon bedächtig, blieb dabei aber trotzdem effektiv. Jorge verbrachte die meiste Zeit, in der Marcel zugange war, im Wohnzimmer auf der Couch, weil er dessen Anwesenheit genoss. Die beiden unterhielten sich dann ein bisschen miteinander. Der strahlte einfach so eine Ruhe aus, der hatte etwas ganz besonderes an sich. Jorge ertappte sich dabei, wie er auch untertags immer öfter an Marcel denken musste. Sich selbst hielt er immer für einen eingefleischten Junggesellen und Hagestolz, der nur Arbeit und Karriere im Sinn hatte, aber jetzt, plötzlich, verlor er sich in Tagträumen. Die Vorstellung, wie seine Kollegen wohl reagieren würden, wenn er mit Marcel als Begleitung bei irgendeinem gesellschaftlichen Anlass auftauchen würde, amüsierte ihn sehr. Jorge seufzte, hatte er da eine ganz neue Seite an sich entdeckt? Aber solange er diese Scheiße am Hals hatte, konnte er sich nicht vorstellen, dass überhaupt jemand dazu bereit gewesen wäre, sein Leben mit ihm zu teilen, schon gleich gar nicht dieser coole, lässige Marcel. Schließlich war er selbst die personifizierte Witzfigur. Diese ganzen Gedankenspiele endeten aber abrupt, als Marcel kürzlich seine Freundin als Hilfe mitbrachte.

Jorge arbeitete gerade an einem Entwurf für eine Prominenten Villa, die in München Grünwald erbaut werden sollte, Kleinvieh macht auch Mist, als eine E-Mail aus dem Büro hereinflatterte. Für übermorgen hätten drei Scheichs ihr Kommen angekündigt, die in Dubai einen “Fünf Sterne Plus“ Hotel Komplex errichten wollten und seine Anwesenheit sei daher unabdingbar. Das Treffen sei für 15 Uhr geplant.
„Scheiße, scheiße, scheiße!!“
Jorge trommelte mit den Fäusten auf den Tisch, dass das Wasser in seinem Glas neben dem Laptop bedenklich schwappte. So ein Wahnsinns Auftrag! Das wäre der Durchbruch, der Ritterschlag für sein Büro. Wenn man erst mal in Dubai etwas gebaut hatte… Jorge musste sich beruhigen. So etwas durfte er sich auf keinen Fall durch die Lappen gehen lassen, komme was da wolle, und das gerade jetzt in seiner Situation. Er überlegte kurz und bestellte für den nächsten Abend in der Goldenen Gans, einem Gourmet Restaurant ganz in seiner Nähe, einen Tisch für vier Personen und lud per Mail den Meier, den Küppinger und seinen Chef zu einem informellen Vorgespräch ein. Jetzt musste die Sache auf den Tisch. Er ließ die Villa Villa sein, legte sich auf sein Sofa und dachte über den Hotelkomplex nach.

Als sich die Herren im Restaurant trafen, Jorge erschien als letzter, eröffnete er ihnen die Existenz seiner Krankheit. Er leide an einer seltenen Bewegungsstörung und leider sei auch sein Sprechvermögen stark in Mitleidenschaft gezogen. Er wolle auf diese Erkrankung nicht näher eingehen, sie sei aber nicht lebensbedrohlich und, darauf legte er den allergrößten Wert, weder seine Leistungsfähigkeit, noch seine Kreativität würden darunter leiden. Zuerst herrschte Beklommenheit im Kreise der Kollegen, mit der Zeit aber, der Biergenuss tat sein Übriges, lockerte die Stimmung auf, bis sogar Jorges seltsamer Bewegungsrhythmus und die komische Art seines Sprechens regelrecht für Erheiterung sorgte. Jorge selbst trank alkoholfrei. Nachdem er die Rechnung bezahlt hatte, brachen sie auf und er begleitete seine Freunde noch ein Stück zu dem Parkhaus, in dem sie ihre Fahrzeuge untergestellt hatten. An einer Straßenlaterne standen zwei Typen in Lederjacken neben ihren Motorrädern. Im Vorbeigehen streifte Jorge versehentlich den einen am Arm.
„Hey, du kleiner Kackarsch, kannst du nicht aufpassen?“

Jorge erstarrte. Niemand nennt einen Spanier Kackarsch! Ganz langsam drehte er sich um und blickte den beiden in die Augen.
„Schau, jetzt will das bitzi bitzi Bubilein auch noch Streit“, meinte der andere. Die beiden Rocker grinsten.
„Caballeros,“ entgegnete Jorge während er langsam auf sie zu schritt, „creo que estuvo una falta.“
„Mensch, Pouso, was soll das, mach keinen scheiß!“ schrie es aus dem Hintergrund.
„Halts Maul, Meier!“
Plötzlich ging alles ganz schnell. Jorge stand nur noch einen Meter von den beiden entfernt. Ansatzlos trat er dem ersten in den Unterleib und gab ihm mit der Innenseite seiner rechten Hand eine “Schelln“, dass es ihm den Kopf herumwarf und das Blut aus seinen beiden Nasenlöchern herausschoss. Bevor der erste lag, hatte der zweite schon einen Fausthieb direkt auf die Nase abbekommen, der ihm für einen kurzen Moment die Besinnung raubte. Die ganze Aktion dauerte keine zwei Sekunden. Sofort schaltete Jorge wieder in den Schneckenmodus zurück. Während sich die beiden Rocker auf dem Trottoir krümmten, schmiss er noch ihre beiden Motorräder um und kehrte zurück in den Kreis seiner Kollegen. Die waren mehr als sprachlos und rieben sich die Augen. Das ging so was von schnell, dass man das Geschehene nicht mal richtig verfolgen konnte. Diese beiden Rocker hatten überhaupt keine Chance. Hatte der nicht vorhin noch etwas von einer Bewegungsstörung erzählt?

Das Treffen mit den Scheichs war für 15 Uhr geplant. Als Jorge eine halbe Stunde vorher in der Firma eintraf, traten alle Mitarbeiter, von der Sekretärin bis zum Lehrling, hinaus auf den Flur und applaudierten lachend. Natürlich hatte der Vorfall des gestrigen Abends unter den Angestellten sofort die Runde gemacht. Küppinger war gerade mit der Staatskarosse des Chefs unterwegs, um die Scheichs vom Flughafen abzuholen. Jorge betrat den großen Besprechungsraum, in dem Meier und der Boss schon anwesend waren.
„Was ist denn mit dir schon wieder los, hast du eine ganze Packung Valium geschluckt?“
fragte ihn Meier. Jorge stutzte, stutzte noch einmal und noch einmal. Dann fiel er Meier um den Hals und brach in Tränen aus.
Der Albtraum war vorbei, vorbei, vorbei!!!
Jorge führte einen Veitstanz auf, als ob der 1. FC Nürnberg am letzten Spieltag durch ein Last-Minute-Tor Deutscher Meister geworden wäre. Danach verlangte er einen doppelten Schnaps. Später, er hatte sich inzwischen etwas beruhigt, knallte er den Scheichs, die übrigens Anzug und Krawatte trugen, Ideen auf den Tisch, die diese kaum für möglich hielten. Das Meeting dauerte ungefähr drei Stunden, danach gingen alle Parteien mit strahlenden Gesichtern auseinander.

Einige Tage später stach Jorge ein Artikel in einer Fachzeitschrift für Astrophysik ins Auge. Dort war beschrieben, dass ein Forscherteam um einen renommierten Harvart Professor herausgefunden hatte, wie man mittels starker elektromagnetischer Kräfte das Zeitgefühl lebender Individuen beeinflussen konnte, beschleunigen oder verlangsamen. Diese Kräfte könnten einmal selbst über weiteste Entfernungen zielgenau auf Personen gerichtet werden. Die Erkenntnisse seien zukunftsweisend für später geplante Weltraum Missionen, die Astronauten würden bei einer Verlangsamung ihrer selbst viel leichter monatelange Reisen auf sich nehmen können. Verschiedenste Testreihen wurden inzwischen schon mehr oder weniger erfolgreich durchgeführt, gelegentliche eklatante Streuungen in der Zielerfassung seien aber noch auszumerzen. So, so! Jorge kam ins grübeln. Sollte vielleicht ausgerechnet er selbst so ein “Zielerfassungsopfer“ gewesen sein? War das die Ursache seiner “Beschleunigung“? Welch ein abstruser Gedanke, aber eine andere Möglichkeit konnte er sich fast nicht mehr vorstellen, so kurios das klingt. Zu genau passte die Beschreibung auf seinen erst vor kurzem überstandenen Zustand. Von dem Gedanken, sich bei dem Magazin, oder dem Professor zu melden, kam er ab. Das würde ihm eventuell nur unnötig Publicity bereiten und darauf hatte er keine Lust. Immerhin ging es ihm wieder gut und er beschloss, alles unter der Kategorie Lebenserfahrung abzulegen.

Klar, dass Jorges Architekturbüro den Zuschlag erhielt, anders hätte das auch gar nicht in diese Geschichte gepasst, und als zwei Monate später die letzten Verträge unterzeichnet waren, nahm er sich Urlaub und bestieg sein Auto. Der Weg führte ihn in ein kleines Seitental in den österreichischen Bergen. Er quartierte sich in einer einfachen Pension am Rande des Dorfes ein, hinter der ein Spazierweg den Berg hinauf führte. Das Wetter war herrlich, und Jorge schritt wie auf Wolken. Auf halbem Wege rastete er auf einer Bank am Wegesrand und als er oben die Hütte erreichte, betrachtete er voller Hingabe den Sekundenzeiger seiner Uhr.
 
A

aligaga

Gast
Hallo @Thomas,

das ist eine gut erzählte, interessante Fantasy-Geschichte, an der es kaum etwas zu meckern gibt.

Das Fantastischste ist in meinen Augen aber nicht der Time-Hop, sondern der Umstand, dass der Halbspanier nach dem Studium sofort eine feste Stelle in einem Architekturbüro bekam und dabei soviel Geld verdiente, dass er sich nach drei Jahren einen Porsche leisten konnte. Jeder, der sich auf dem "Markt" der letzten Jahre ein bisschen auskennt, weiß, dass man als Architekt kaum noch über die Runden kommt - es sei denn, man wird in eins der großen Büros "hineingeboren". Und davon gibt's nur ein paar wenige.

Du hast übrigens nicht berücksichtigt, dass zeitlich verzögerte Sprache und Musik nicht nur "länger dauert", sondern - im Falle einer zweieinhalbfachen Verlangsamung - auch zweieinhalb Oktaven tiefer klingt und damit schuuuh guuuuut wuuuuuu uuuunvvvuuuurschchschtuuuuunddllllluuuuuchchch wuuuuurrrdd. Da müsstest du dir noch eine Lösung einfallen lassen.

Gruß

aligaga
 

ThomasQu

Mitglied
Hallo aligaga,
erst mal vielen Dank für deinen Kommentar. Ich habe damals auch darüber nachgedacht, ob in diesem Falle Musik und Gesprochenes tiefer klingen muss, habe mich aber dagegen entschieden. Es ist ja nicht wie bei einem Tonband oder einer Schallplatte, die man langsamer abspielt. Wahrscheinlich hat bei dem Thema ein Physiker oder Tontechniker das letzte Wort, aber ich befürchte, wenn sich ein Physiker diese Geschichte vornimmt, haut er sie in Stücke und gibt mir 0 Punkte. Ich selbst habe von Naturwissenschaften keine Ahnung und alles ist nur zusammengesponnen. Was die Job-Möglichkeiten für Architekten betrifft, naja, vielleicht hatte mein Jorge zu seiner ganzen Genialität auch noch eine gute Portion Glück.
DANKE
Thomas
 
A

aligaga

Gast
Wahrscheinlich hat bei dem Thema ein Physiker oder Tontechniker das letzte Wort, aber ich befürchte, wenn sich ein Physiker diese Geschichte vornimmt, haut er sie in Stücke und gibt mir 0 Punkte. Ich selbst habe von Naturwissenschaften keine Ahnung und alles ist nur zusammengesponnen.
Dass Töne aus Schwingungen bestehen und jeder Ton eine Frequenz (Schwingungen pro Zeiteinheit) hat, lernt man nicht auf der Hoch-, sondern eigentlich schon in der Volksschule, und zwar im Musikunterricht.

Den Fehler entdeckt also jeder, der sich deiner Geschichte wirklich widmet, statt sie nur zu überfliegen.

Daher nochmal der Tipp: Nachbessern!

Gruß

aligaga
 

ThomasQu

Mitglied
Vermutlich hast du recht, ich hätte damals die ganzen Volksschulklassen nicht überspringen sollen. :) :) :)
Grüße
Thomas
 
A

aligaga

Gast
Niemand hat dir den Vorwurf gemacht, @Thomas, du seist ungebildet. Welche Schulen du besucht hast und welche nicht, ist deine Privatsache.

Du solltest aber davon ausgehen, dass die meisten deiner Leser zumindest den Quali haben und deshalb wissen, wie Töne zustandekommen und dass sie sich erniedrigen, wenn man ihre Frequenzen verlangsamt. Auch eine fantastische Geschichte sollte plausibel sein; sie wirkt sonst kindisch.

Und das wäre hier schade, findest du nicht?

Gruß

aligaga
 

ThomasQu

Mitglied
Ich habe das nicht persönlich genommen, wollte dich nur zum schmunzeln bringen. - Aber, würden alle Studenten ihren Professoren alles glauben, wären Wissenschaft und Forschung wohl noch nicht so weit. Ich werde mir zu diesem Thema gewiss noch einige Zeit Gedanken machen und wir bleiben auf jeden Fall Kumpels. Bin dir ja dankbar für deine Meinung, die ist sachlich und fundiert.
 

buchstab

Mitglied
Hallo Thomas,

es gibt inzwischen durchaus Computerprogramme, die Musikstücke(und so auch Sprache) in der Geschwindigkeit unter Beibehaltung der Tonhöhe verändern können. Warum sollten das irgendwelche phantastischen Superwellen nicht fertigbringen? Vielleicht hilft Dir das als Anregung weiter, bevor Du einen HarvarD - Studiengang in Akustik belegen mußt.

Grüße,

buchstab
 
A

aligaga

Gast
Ich wiederhole: Dass die Frequenz die Tonhöhe bestimmt, ist kein Hochschulwissen - das lernt man in der Volksschule. Und was eine Oktave ist, auch. Das Fach heißt "Singen".

Dein Hinweis, @buchstab, man könne mit einem "Computerprogramm" die Töne dehnen, stimmt zwar - das kann jeder Sänger aber auch ganz ohne elektrisch. Um sowas geht's in der Geschichte aber nicht - es ist eindeutig die Zeit, die sich für den Protagonisten dehnt, und mit ihr sämtliche, von ihr abhängige Einheiten.

@Thomas sollte, wie schon gesagt, das G'schichterl plausibilisieren, sonst wirkt's kindisch. Da fällt ihm bestimmt noch etwas Cooles ein. Zur Not könnte er seinen Protagonisten ja "stumm" machen.

Gruß

aligaga
 

buchstab

Mitglied
... sollte auch nur ein Hinweis sein, daß man das Ganze in einer phantastischen Geschichte ruhig auch etwas phantastisch auflösen kann - die Lösung den Gesetzen der Physik gemäß wäre natürlich noooooooooch bööööösssssaaaaaaar.
lg
buchstab
 

Ji Rina

Mitglied
Hallo Thomas,

Wow, das war eine seltsame Geschichte! Habe sie von Anfang an, mit Neugier gelesen. Es war nicht so sehr das Rätsel und die Auflösung über das was Jorge passiert ist, was mich sehr beeindruckt hätte, sondern eher Deine Art zu erzählen, die mir sehr gut gefallen hat. An manchen Stellen musste ich schmunzeln: "nicht so´n nachgemachter Modeheini" oder: Jorge stellt sich vor, Marcel als Begleiter mittzunehmen, hat aber gerade diese ganze Scheisse am Hals...) Mir hat gefallen, wie rasant Du von einer Szene in die nächste rennst und immer am Ball bleibst. Hab mich während der gesamten Lektüre keinen Augenblick gelangweilt. Es hat Spass gemacht. Das spanische versteht ja niemand. Aber manchmal eben doch....Deshalb würde ich es ausbessern:

Por culo...(Bedeutet nichts. Der Satz macht so gar keinen Sinn).
Caramba: Ist heutzutage ein eher aussergewöhnlicher Ausdruck in Spanien. Das sagte man eher früher. Aber Caramba, que puta (bedeutet wieder nichts. So macht auch der Satz keinen Sinn).
Caballeros: Würde ein junger, flotter Architekt heutzutage auch nicht mehr sagen. Schon garnicht, zu zwei Rocker, die ihn beleidigen. Warum spricht er denn überhaupt plötzlich spanisch?


Lieben Gruss!
Ji
 

ThomasQu

Mitglied
Hallo Ji,

jetzt haben wir schon lange nichts mehr voneinander gehört.
Also, für Spanisch-Verbesserungen wäre ich sehr dankbar, da bin ich schon lange nicht mehr auf dem neuesten Stand. Vielleicht werfe ich diese Floskeln auch ganz raus.
Was mich besonders freut, du bist die Erste, die den leichten Humor in dem Text bemerkt.

Danke für dein Lob,

Thomas
 

Ji Rina

Mitglied
Hallo Thomas!

Hier ein bisschen spanisch:

Statt “Por culo” kannst Du “Por Dios!” schreiben (heisst soviel wie: Um Gottes willen! / Um Himmels willen!)


Statt “Caramba, que puta!” =
"Y ahora que pasa?"
(Wass iss´n jetzt los?)


Statt:„Caballeros,“ entgegnete Jorge während er langsam auf sie zu schritt, „creo que estuvo una falta.“

eventuell =

“Señores! , entgegnete Jorge während er langsam auf sie zu schritt, „algún problema?.“

(Meine Herren, irgendein Problem?)

Creo que estuvo una falta = Verstehe ich nicht. Ist vielleicht eine google Übersetzung.
Ich würd das spanische ganz weglassen: Jorge spricht doch wunderbar deutsch, oder? Und die Leser möchten ja auch alles verstehen.
Lieben Gruss,
Ji
 

ThomasQu

Mitglied
Hallo Ji,
Ob ich die spanischen Sätze ganz raus werfe, oder deine übernehme, muss ich mir noch überlegen. Es ist halt sein überschäumendes Temperament, das ihn immer wieder ins spanische abdriften lässt.
Vorher muss ich aber erst noch eine andere Baustelle beackern.
Danke und Gruß
Thomas
 

FrankK

Mitglied
Hallo, @ThomasQu

Da hast Du ja schon einiges hat Reaktionen erhalten. Mal sehen, was ich noch dazu beitragen kann.

Fein(st)e Details:
Nach einiger Zeit fühlte er sich wieder besser, [blue]im Gegenteil[/blue], sogar richtig fit.
Das Gegenteil von „besser fühlen“ ist „schlechter fühlen“, du meinst vermutlich eher:
„Nach einiger Zeit fühlte er sich nicht nur besser, sondern wieder richtig fit.“

Mit bloßem Auge konnte er ein paar Gämsen betrachten, die sich dort tummelten. Seltsam, dachte er sich, wie langsam die sich bewegen, fast wie in Zeitlupe. [strike]Man könnte meinen, die Gesetze der Physik seien außer Kraft gesetzt.[/strike]
Den nachgeschobenen Satz würde ich streichen. Hier nimmst Du schon zu viel der Geschichte vorweg.

Er kramte in seinem Rucksack nach dem Smart Phone, das er eigentlich die ganze Woche über nicht einschalten wollte. Doch der Uhrenvergleich bestätigte das nicht.
Was bestätigte der Uhrenvergleich nicht? Dass er das Smart Phone nicht einschalten wollte?
Wohl eher:
„Doch der Uhrenvergleich brachte ein unerwartetes Ergebnis. Er hatte angenommen, seine Armbanduhr würde nachgehen, aber das Smartphone zeigte genau die gleiche Uhrzeit.“

Als Porschefahrer [blue]ist[/blue] er es gewohnt, diese spezielle Art der Massenträgheit zu genießen, die ihn bei einem beherzten Tritt aufs Gaspedal mit Macht tief nach hinten in die Sitzlehne [blue]drückt[/blue].
Zeitfehler.

Schließlich kam Jorge zu der Erkenntnis, dass es nicht die Umgebung war, die ihr Tempo verlangsamt hatte, sondern irgendetwas hatte sein eigenes beschleunigt, als wäre er in einen Zeitraffer geraten, wobei das im Endeffekt natürlich auf das gleiche [blue]herauskommt[/blue].
Zeitfehler.

Nach Ewigkeiten erreichte er den [blue]mercado[/blue] und legte wahllos irgendwelche Artikel in den Einkaufswagen.
Nach (geschätzt) siebzehn Jahren in Deutschland benutzt er, glaube ich, nicht mehr die spanische Bezeichnung für einen Supermarkt.

Schnell war er an der Stelle, an der es etwas steiler [blue]wird[/blue].
Zeitfehler.

Sich selbst hielt er immer für einen eingefleischten Junggesellen und [blue]Hagestolz[/blue] ...
Doppelte Aussage, ein Hagestolz ist im Grunde doch auch nur ein Junggeselle.

Jorge erstarrte. Niemand [blue]nennt[/blue] einen Spanier Kackarsch!
Zeitfehler.

Zusätzlich könnte man Jorges Gedankengänge etwas deutlicher hervorheben.
Soweit erst einmal zu den Stolpersteinchen in der Geschichte (nach 2. rasanter Lesung, wie Jorge im Porsche auf der Heimfahrt, musste ich aufpassen, die Stolperstellen zu notieren).


Kommen wir zu meinen echten physikalischen Bauchschmerzen.
Deine angebotene Erklärung:
Dort war beschrieben, dass ein Forscherteam um einen renommierten Harvart Professor herausgefunden hatte, wie man mittels starker elektromagnetischer Kräfte das [blue]Zeitgefühl[/blue] lebender Individuen beeinflussen konnte, beschleunigen oder verlangsamen.
Zeitgefühl – Wahrnehmung der Zeit.
Wenn sich lediglich Jorges Wahrnehmung der Zeit veränderte, gibt es keine tatsächlichen veränderten physikalischen Effekte.
Die Buchstaben – Worte – Sätze – Atempausen beim Sprechen erscheinen ihm einfach nur langsamer. Die Frequenz ändert sich nicht.
Allerdings – und das ist das große Manko – dürften ihm seine eigenen Bewegungen und seine eigene Sprache ebenfalls langsamer vorkommen.
Er bewegt sich physikalisch nicht schneller und die anderen nicht langsamer. Er bzw. seine bewusste Wahrnehmung suggeriert im lediglich „alles wäre langsamer“. Er bewegt sich nicht schneller, nur sein Reaktionsvermögen ist beschleunigt – beim Kampf mit den „Caballeros“ kann er schneller reagieren, Fausthieben eher ausweichen, mehr aber nicht.

Sollte tatsächlich eine temporale Beschleunigung seines Individuums erfolgen (Er bewegt sich physikalisch schneller) wären die auftretenden Effekte wesentlich umfangreicher, als von @bluefin-aligaga angemahnt.

Natürlich würden dann alle Geräusche mit 2,5-fach verminderter Frequenz bei Ihm ankommen. Der Frequenzgang seiner Stimme läge dann allerdings auch um den Faktor 2,5 höher.
Die visuelle Wahrnehmung wäre stark beeinträchtigt. Das sichtbare Lichtspektrum würde sich auch um den Faktor 2,5 verschieben. Ich forsche jetzt nicht nach detaillierten Zahlen, ich vermute mal, rotes Licht wird für ihn unsichtbar, grüne Wiesen werden für ihn Rot, der blaue Himmel wird grün und hinzu kommt ultraviolettes Licht, welches er fortan als blaues Leuchten wahrnimmt (so ungefähr jedenfalls).
Die Massenträgheit hat eine andere Wirkung, er läuft mit 2,5 facher Geschwindigkeit durch den Regen, die Tropfen weichen (Trägheit) um den Faktor 2,5 langsamer zurück. Das peitscht nicht schlecht.
Die Luft dürfte sich „dicker“ anfühlen, weil die Luftmoleküle ebenfalls um den Faktor 2,5 langsamer reagieren. Selbst das Gras fühlt sich härter an, weil die Halme langsamer niedergedrückt werden.
Zum öffnen und schließen von Türen und Fenstern, kurz gesagt bei jeder Bewegung eines Objektes, müsste er mehr Kraft aufbringen (überwinden der Masseträgheit).
In der Schlägerei würde er sich vermutlich ebenfalls schwere Handverletzungen zuziehen, die Rocker hätten einiges einzustecken.

Angesichts dieser Masse an physikalischen Begleiterscheinungen tendiere ich eher zu dem Vorschlag:
Lass es wie in Deiner Pseudoerklärung eine reine Wahrnehmungsveränderung sein, lass ihn selbst ebenfalls langsamer laufen bzw. wenn er sich anstrengt, für sein Empfinden normal zu laufen, ihn unter fürchterlichen Muskelkater leiden und schneller erschöpfen.

Da er in den Bergen (vermutlich) nur kurz diesen „starken elektromagnetischen Kräften“ ausgesetzt war, denke ich mir (pseudowissenschaftlich) eine relativ lang anhaltende magnetische Remanenz, die noch einige Zeit nachwirkt.

Der Hauptdarsteller:
Jesus Jorge Pouso
Ich sehe ihn leibhaftig vor mir, auch wenn er etwas zu erfolgreich und anfänglich geringfügig übercharakterisiert wirkt. Zu viele Profilinformationen zu Beginn, einiges davon ergibt sich im Verlauf der Geschichte von selbst.
Auch eine leichte Änderung seines Wesens, als er sich für Marcel interessiert, ist mir aufgefallen, ebenso wie der etwas bissige zynische Humor, der unterschwellig noch durchscheint.
Wie kommt er als Architekt aber zu einer „Fachzeitschrift für Astrophysik“?

Und was zur Hölle solch ich mir unter einem „liebenswerten Choleriker“ vorstellen?
Soetwas wie Ich? ;)

Die spanischen Floskeln – Geschmacksache. Ist doch belanglos, was er zu den Rockern sagt. Seine Aktion spricht doch Bände. (War das hier der liebenswerte Choleriker?) ;)

Der Titel:
Velocidad – Geschwindigkeit.
Wahrnehmung hätte möglicherweise besser gepasst bzw. percepción – wenn es denn schon unbedingt spanisch sein muss.


Uff, schon wieder eine ganz schön unbequeme Kritik geworden. Ich hoffe, Du nimmst es mir nicht all zu übel.

Viele aufmunternde Grüße aus Westfalen
Frank
 
A

aligaga

Gast
Hallo @Thomas,

lass dir keine sprachlichen "Zeitfehler" aufschwätzen - du hast keine gemacht. Deine Geschichte steht insgesamt in der Vergangenheit, ist daher eine so genannte "abgechlossene". Adverbiale Zustandsabeschreibungen, auf wenn es "übliche" sind, plötzlich ins Präsens zu setzen, wäre daher falsch - es geht ja nicht um den Zeithorizont, in dem sich der Leser bewegt, sondern um den des Protagonisten.

Schülern, die mit Deutsch Schwierigkeiten haben, hilft man, wenn man ihnen in solchen Fällenin ein "damals" oder ein "immer" dazupackt:
Als Porschefahrer [blue]war[/blue] er es [blue](damals, immer) [/blue]gewohnt, diese spezielle Art der Massenträgheit zu genießen, die ihn bei einem beherzten Tritt aufs Gaspedal [blue](damals, immer)[/blue] mit Macht tief nach hinten in die Sitzlehne [blue]drückte[/blue].
Ob der Protagonist auch heute noch Porsche fährt und von den Fliehkräften in den Sitz gedrückt wird, gestorben ist oder eine Goggomobil fährt, kann völlig dahinstehen. In abgeschlossenen Geschichten hat die Gegenwart als solche nichts verloren. Höchstens in Einschüben oder in Kommentaren, aber um solche handelt es sich hier ja nicht.

Gruß

aligaga
 

FrankK

Mitglied
Guten Morgen, Thomas
Jetzt habe ich gestern doch sooo viel über die auftretenden und nicht auftretenden physikalischen Effekte geschrieben ... und möchte gleich heute Morgen, dass Du alles wieder vergisst.

Pseudophysikalischer Erklärungsansatz:
Das (wie auch immer geartete) elektromagnetische Feld sorgt bei Jorge nicht nur für eine Beschleunigung der Temporalmechanik, wodurch er sich 2,5-mal schneller bewegt, es korrigiert auch gleichzeitig sämtliche auftretenden Temporalverzerrungen.

Fiel mir irgendwann heute Morgen ein. Der Erklärungssatz (für den Leser) könnte irgendwo im Fachartikel auftauchen.


Grüße aus Westfalen
Frank
 

FrankK

Mitglied
Guten Morgen, @bluefin-aligaga

Die von mir zitierten Blöcke entsprechen dem von ThomasQu ausgestelltem Text, die farblichen Hervorhebungen markierten den Fehler.

Das von Ihnen als Zitat markierte Element haben Sie korrigiert, so sollte es tatsächlich im Text stehen, macht es aber nicht.

Tipp: Richtiges und aufmerksames Lesen könnte beim Verständnis helfen.


Grüße aus Westfalen
Frank
 
A

aligaga

Gast
Sorry, @Frank,

da hab ich mich tatsächlich vertan. Tut mit leid.

Im übrigen kannst du mich ganz normal mit meinem Nick ansprechen. Alles andere ist pillepalle.

Gruß

aligaga
 

FrankK

Mitglied
Aber warum denn @bluefin-aligaga?
Nickvor- und Nachname ;)

Angst vor Widererkennung? Ist doch längst geschehen.

Grüße aus Westfalen
Frank
 

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