Verheißungsvolle Aussichten zur Entwicklung der Sexualität

Penelopeia

Mitglied
Das Piepen des Handys riss Sparmann aus seinen Rachefantasien. Er zog das Gerät aus der Hosentasche. Zwei Mitteilungen. Eine lautete: Stromausfall, die zweite: „Vortrag zum Thema „Kleine Geschichte der Sexualität – im Alter“, ab sechzehn Uhr in Caféteria, Abt. II.“
Sparmann erschrak. Er hatte den Beginn des Vortrages verpasst. Es war bereits 16:38 Uhr, acht Minuten nach dem angesetzten Beginn! Doch schnell beruhigte er sich: Der Hilfsmittel, Zeit zu überbrücken, gab es viele. Er konnte per Knopfdruck eine fast unendliche Anzahl von Referenten in die Caféteria schicken – natürlich erschienen keine leibhaftigen Personen, sondern perfekte Menschen-Hologramme: Was auch immer gewünscht wurde von ihm, ob ein seriöser Professor einer bekannten Uni, ein schamanischer Heiler, ein flippiger Jungtherapeut oder ein rauer Naturbursche mit fünfzig Jahren Wüstenwandererfahrung und Bergpass für die achtfache Ersteigung aller Achttausender – stets wurden die mitunter ausgefallenen Wünsche der Heimlinge zur vollsten Zufriedenheit erfüllt; auch bei der Wahl der Themen für diverse Vorträge zur nachmittäglichen Unterhaltung seines Publikums gab es keine Einschränkungen, eine Datenbank bot alles, aber auch alles, von wissenschaftlich-kulturellen Beiträgen wie „Nanopartikel im Urin“ oder „Geheimnisse unentdeckter Grabkammern“ bis zu ahistorisch-unterhaltsamen wie der „Alternativen Geschichte alternativer Fakten“. Die einzige Schwierigkeit bestand darin, zu einem bestimmten Thema den passenden Vortragenden zu finden, ihm waren da mehrmals schon Fehler unterlaufen; so hatte er einmal einen Rollstuhlfahrer mit dem Thema „Marathon“ gekoppelt, die Verwunderung bei den Zuhörern war bald in helle Empörung umgeschlagen – wie konnte ein Behinderter von Glückshormonschüben beim Überqueren der Ziellinie berichten, und dass er gar nicht mehr aufhören wollte mit dem Laufen!?
Sparmann tippte sich in Sekundenschnelle zum Menü für Vortragsdatenbank und Wunschreferent durch, wählte ein Thema einschließlich passendem Vermittler aus und – bekam zum zweiten Mal innerhalb der letzten drei Minuten einen Schreck. Ihm fiel die erste Meldung ein: Stromausfall, das bedeutete doch, keiner der virtuellen Künstler war verfügbar! Er schlug sich mit der flachen Hand auf die Stirn. Richtig: bei Stromausfall oder Spannungsschwankungen war kein Hologramm vom ortsfesten Projektor zu erzeugen, der Energieaufwand dafür war immer noch erheblich, die paar Stützbatterien in seinem Haus reichten nicht…

Mit schnellem Schritt erreichte er den Eingang der Cafeteria, trat ein. Tatsächlich saßen allerhand Zuhörer an den Tischen. Leicht schadenfroh begrüßten ihn einige mit schwachem Kopfnicken, aber erkennbar hämischem Grinsen auf den faltigen Gesichtern.
Sparmann entschuldigte sich mit dem Hinweis, eine Störung der Stromversorgung habe ihn aufgehalten, Warten an sich sei auch manchmal ganz brauchbar – zur Steigerung der Spannung nämlich, man denke nur an eines der erfolgreichsten Theaterstücke aller Zeiten! (Worauf Gott sei Dank immerhin einer der Anwesenden in ein gestelztes Lachen ausbrach, was er einerseits als Zustimmung interpretierte; andererseits, da offenbar niemand sonst seine nach eigener bescheidener Einschätzung höchst geistvolle Bemerkung zu goutieren in der Lage zu sein schien, als Beweis für einen eklatanten mehrheitlichen Mangel an kultureller Bildung.)
Er zog seinen Minivideoprojektor aus der Tasche, ein energieautarkes Gerät, zum Glück, und begann in freier Rede mit der Darbietung eines „Abrisses der Geschichte der Sexualität – im Alter“, wohlgemerkt!
Mit Verve sprach er über wesentliche Entwicklungsstationen der Sexualität im Alter, als da sind: das einstige Tuch des Schweigens, das man in grauen Vorzeiten darüber breitete; die allmähliche aufbrechende Erkenntnis von der Fortexistenz der Sexualität auch über die fruchtbare Periode der Frau und die erektile Funktion des Mannes hinaus; die Entwicklung diverser Hilfsmittel wie Penispumpe, Viagra, Cialis etc. zur Verringerung der Diskrepanz zwischen spätem Wollen und physiologisch-altersbedingtem Können; die Hinwendung zu sich selbst – bekannt unter dem Stichwort des Self-Loving oder auch New-Narzissmus; das schließlich nachlassende Interesse an animalisch-körperlichen Sexpraktiken und die Verlagerung von Sexualität und allem, was damit zusammenhängt, in den Kopf des Menschen; die quasi letzte und aktuellste Entwicklung, die von einem grundsätzlich neuen Ansatz ausging: Sexualität sollte demnach weniger in den rauen, bakterien- und virenbelasteten Problemzonen menschlicher Ausscheidungsorgane stattfinden, sondern verlagert werden in die edleren, höheren, reineren Partien, sprich: in den Kopf des Menschen. Sexualität würde – und eigentlich bedurfte es seiner Überzeugungsarbeit im Großen und Ganzen nicht mehr, denn es waren sich fast alle Anwesenden im Raum in diesem Punkt einig –, in Zukunft wohl so gut wie ausschließlich in der Vorstellung stattfinden! Es würde also mehr oder weniger zu einem kompletten Wandel von der praktisch-naturalistischen zur virtuellen Ausführung dieser Tätigkeit kommen. Und zwar –

nicht nur im Alter!

An dieser Stelle projizierte Sparmann das Bild eines Peripheral-Head-Mounted Displays an die Wand, einer Datenbrille, mit der man sich in erheblich erweiterte immersive Realitäten beamen konnte. Er beschrieb die fantastischen Möglichkeiten des neuen Mediums: Panoramasicht auf perfekte Körper, in die Körper hinein, durch die Körper hindurch; optimierte Abfolge der rhythmischen Bewegungen des virtuellen Sexpartners nach individuell errechnetem Bedürfnisprofil; völlige hygienische Unbedenklichkeit aller Einzelphasen...
Mitten in diesem Teil seines Vortrages legte Sparmann eine bedeutungsvolle Pause ein und richtete seinen Blick auf einen der hinteren Tische.

Den Einschub von Pausen beherrschte er kunstvoll, desgleichen die Gestaltung einer Redepause, wozu nicht nur die richtige Länge der Pause, sondern auch entsprechende gestische und mimische Signale gehörten, die das Schweigen der Stimme begleiteten. Sparmann war ein Meister der Illustration des akustischen Nichts mittels sparsamer Hand- und Körperbewegungen! Hielt er zu Beginn der Redepause noch den Kopf erhoben, senkte er ihn nach dem Verstreichen einiger zehn Sekunden langsam zur Brust hin ab; dabei ging sein Blick zunehmend ins Unbestimmte, quasi in unerreichbare, metaphysische Fernen. Eine Sekunde vor dem Ender der Redepause hob er unerwartet den Kopf und richtete einen scharfen, ernsten Blick auf seine Zuhörer. Seine zusammengepressten Lippen bebten sichtbar zwei oder drei Zehntelsekunden und erstarrten, ja: vereisten. Bevor er den Mund öffnete – und weiter schwieg. Die erwartungsvollen, mitunter bis zum Zerreißen gespannten Blicke der Zuhörer auskostend, holte er tief Luft, stieß sie wie gehetzt aus, als gelte es, verlorene Zeit gut zu machen, und sprach in einem völlig unspektakulären Tonfall weiter.
Bei solchen Inszenierungen schaffte es Sparmann obendrein immer wieder, parallel zum Vortrag und rein für sich und ganz im Stillen, tiefste Spekulationen über das großartige, unendliche Thema des Nichts anzustellen: Konnte eine Redepause, quasi ein „Nichts“, denn wirklich nichts sein? Ein solches „Nichts“ wirkte doch, es gab seiner Rede eine Zäsur, es schaffte somit Ordnung, Übersicht, Klarheit. Es lud aber auch, je länger es währte, die Spannung auf, ja: es heizte sie regelrecht an! Natürlich durfte das „Nichts“ nicht überdehnt werden, keinesfalls durfte es das! Wem das passierte – Sparmann war überzeugt: ihm nie! –, der war erledigt. Das „Nichts“ konnte somit beides: es konnte die Wirkung einer Rede ins fast Unermessliche steigern und ihr so zu einer über den platten Inhalt weit hinausgehenden Bedeutung verhelfen; es konnte andererseits aber auch genau diese Spannung zerstören, kaputtmachen. Geschah das, waren Rede und Redner erledigt…

Im Raum herrschte plötzlich, bis auf ein oder zwei leise kichernde Zuhörer, Stille.
Sparmann hob die Hand, ließ die Pause aber noch ein wenig dauern, atmete tief ein. Aus. Hob den Kopf, richtete die Blicke scharf auf einen alten Mann in der vordersten Reihe, der, als wäre er bei unzüchtig-abartigen Handlungen ertappt worden, schuldbewusst erstarrte.
„Diese Entwicklung“, fuhr er endlich fort, muss natürlich nicht von allen in gleicher Weise nachvollzogen werden. Denn es gibt auch heute noch Alternativen, ich meine: es gibt nach wie vor die Möglichkeit, sich der alten, überholten und unter Umständen gefährlichen Praktiken zu bedienen. Allerdings mit neuer Kraft, ich betone: mit neuer Kraft und ohne Angst auf ein irgendwann sich ereignendes schreckvolles Ende!“
Er pausierte erneut für Sekunden, nestelte an seiner Krawatte herum. Atmete schwer ein. Aus. Reckte den Kopf in die Höhe. Warf einen deutlich missbilligenden Blick auf eine offenbar ins Tuscheln geratene Ecke im hinteren Teil des Cafés. Sprach weiter.
„Jeder hat sicher von der Möglichkeit gehört, verschlissene Organe durch künstliche zu ersetzen. Die Entwicklung hat ja Gott sei Dank – nein: unserer Wissenschaft sei Dank! – nicht bei Herz, Leber, Niere aufgehört, sondern erweiterte bereits vor Jahrzehnten ihren Wirkungskreis auf weitere fehleranfällige menschliche Organe wie Lunge, Magen, Darm usw., um in kürzester Zeit den ganzen Menschen in den Fokus zu nehmen. Seit Jahren verfügen wir daher über die Möglichkeit, jedes, aber auch jedes menschliche Organ auszutauschen – wenn das vom Betroffenen gewünscht wird.“
Nun nahmen es mehrere der Zuhörer wahr: an dem Tisch, den Sparmann mit seinen Blicken nur zu deutlich markiert hatte, wurde gesprochen. Nein: gestritten!
In Sparmanns Brust kribbelte es. Warum hörten die nicht zu, dieser Kowalski und seine Braut, die Schulze-Schwarzer! Gerade Kowalski hätte sich doch angesprochen fühlen müssen, denn der hatte vor Kurzem einen künstlichen Penis mit einer garantierten Funktionssicherheit von fünfzig Jahren gegen sein erschlafftes Organ eingetauscht – was allerdings keiner der Mitwohner, von Frau Schulze-Schwarzer abgesehen, bis jetzt wusste.
Sparmanns Miene verfinsterte sich. Trotzdem sprach er in hohem Tempo weiter und zauberte beeindruckende Bilder und Grafiken in den Luftraum über den Köpfen und an die Wände ringsum. Langsam näherte er sich dabei den Störern.

Das waren nicht nur zwei. Eine dritte Person saß am Tisch von Kowalski und Schulze-Schwarzer, ein weißhaariger Alter mit zerfurchtem Gesicht, aber klaren, blauen Augen. Der Neuzugang! Sparmann fiel ein, wie er den Typ hatte aus der Transportkugel aussteigen sehen. Das war ja erst zwei oder drei Tage her! Wie kam der alte Mann hier so schnell in die Abteilung II der Cafetéria? Lag da eine Verwechslung vor? Gut, er hatte ihm eine Einweisung gegeben, ihm die Möglichkeiten im Heim angedeutet. Aber eine Freigabe der Abteilung II für den Neuzugang war mit Sicherheit nicht erfolgt, jedenfalls nicht durch ihn, soviel wusste er. In Sparmann stieg die reine Wut hoch: Hatte er nicht seinen Mitarbeitern eingeschärft, die Senioren erst nach vorliegender Unterschrift für alle Klauseln des Organersatzvertrages in die Abteilung II der Cafetéria zu lassen? Irgend so ein Depp – vermutlich dieser butterweiche Oberpfleger Sorge – hatte mal wieder alle seine Vorgaben in den Wind geschlagen!
Neben dem Tisch angekommen, erging sich Sparmann in weiteren Einzelheiten der aktuellen Entwicklung, schwadronierte über die Vor- und Nachteile künstlicher Geschlechtsorgane, richtete aber sein Gehör mit aller Anspannung auf die ungerührt weiter geführten Gespräche der drei.
Kowalski faselte tatsächlich wieder von verschwörungstheoretischen Dingen, warf wild mit Begriffen wie „Entsorgung“, „Komplettverwertung“, „fragwürdiges Recycling“ um sich; Frau Schulze-Schwarzer hielt dagegen, sie schoss in keifenden Ton Worthülsen wie „Unsinn“, „Blödsinn“, „Widersinn“ und so weiter zurück – offenbar war das Klima zwischen den beiden momentan nicht das beste, und das trotz der neuen Gerätetechnik.
Müller, der Neuzugang, saß mit großen Augen daneben und wand sich, sprach aber kaum. Sparmann blieb so lange dicht am Tisch der drei stehen, bis Müller doch ein paar Worte vor sich hin grummelte, es klang wie „Schweine aus China“.
Schweine aus China? Sparmann stockte der Atem. Wusste der Neuzugang etwa Bescheid? Das wäre ganz und gar nicht gut… Er schob eine weitere Pause in seinen Vortrag ein, aber diesmal unbewusst.
Sonstige Kicherer und Schwätzer im Raum pausierten ebenfalls.
Die drei Störenfriede bemerkten die Veränderung, erwachten aus ihrer Parallelwelt und hielten zeitgleich die Mäuler. Kowalski schnaufte und schwitzte. Schulze-Schwarzer wischte sich ihren Lidstrich an der Schläfe breit. Müller senkte verschämt den Kopf.
Im Raum war es nicht nur still, es war auch kühl geworden. Frau Angelina Ortani-Mancini, eine Ex-Opernsängerin, die lange Zeit an schweren Schlafstörungen litt, nun aber, dank neuerer Behandlungsmethoden, keine Probleme mehr damit hatte – ihr Schlafbedürfnis war so gut wie auf Null reduziert worden –, zeigte neben ihrer neuen Dauerwachheit Reste ihres einstigen schauspielerischen Talents, sie schlug mit Leidensmiene den Kragen ihrer Strickjacke hoch und stupste ihren Nachbarn an, Herrn Heinz Rohrgebauer, den Ex-Inhaber einer Sanitär- und Heizungsfirma, der gleich ihr seine Probleme mit dem Schlafen überwunden hatte. Sofort legte Rohrgebauer seine Hand auf den nächstliegenden Heizkörper.
Der war kalt. Eiskalt!
Rohrgebauer meldete sich. Es dauerte, bis Sparmann den erhobenen Arm wahrnahm und ihm Gelegenheit für die Frage nach dem Zustand der haustechnischen Systeme gab: Solche wie die Ortani-Mancini oder den Rohrgebauer verachtete er zutiefst und blendete sie, wenn möglich, aus. Warum? Nun, die Dauerwachen, die vom Schlafe befreiten, waren seiner Meinung nach nur noch halbe Menschen, die eben nicht mehr über die großartige Fähigkeit verfügten, eine Pause zu machen, vor sich hin zu träumen, ein „Nichts“ zwischen den Ablauf der grundsätzlich und an sich bedeutungslosen Dinge und Ereignisse zu schieben (ein „Nichts zwischen Nichtsen platzieren“, hatte er einmal in kaum leserlicher Kleinschrift an den Rand einer Liste mit neuen Sparmaßnahmen gekritzelt). Es war diesen Menschen somit zwar möglich, immer präsent zu sein, aber für was? Mit einem effektvoll in Szene gesetzten „Nichts“ die alltäglichen Banalitäten kunstvoll schwer mit Bedeutung aufzuladen – diese Fähigkeit war ihnen abhandengekommen, genauer: sie hatten sie achtlos und voreilig eingetauscht gegen –
Nun bemerkten es plötzlich und schlagartig alle: die Heizung war ausgefallen, es drohte Gefahr für Leib und Leben durch Blasenentzündung, Husten, Heiserkeit, Angina und Lungenentzündung!
Sparmann gab seinen Horchposten am Tisch von Kowalski, Schulze-Schwarzer und Müller auf, zog sein Handy aus der Hosentasche, wählte die Schnellruftaste für das Gelbgesicht.
Das erschien umgehend.
Als sich die Tür öffnete und der kleine Chinese schüchtern einen Schritt in den Raum wagte, schoss Kowalski von seinem Stuhl hoch. Mit offenem Mund und weit aufgerissenen Augen zeigte er auf den Hausmeister und schrie, da stehe der Beweis, dass hier in dieser Einrichtung die Reste der Verblichenen verfüttert würden, und das sei das Ende aller Kultur und der endgültige Untergang des Abendlandes! Und jawohl, er werde die Einrichtung verlassen! Sobald als möglich!
Frau Schulze-Schwarzer tippte sich gegen die Stirn, schüttelte den Kopf, machte eine wegwerfende Handbewegung.
Müller zuckte verständnislos mit den Schultern: er sah vorläufig keinen Zusammenhang zwischen seinem kurzen Bericht über den ersten eigenständigen Ausflug durch das Heim und in den Keller, und den Schlussfolgerungen Kowalskis.

Wie auch die weiteren Anwesenden. Allgemeines Kopfschütteln, Vogelzeigen. Kowalski galt bisher als jähzornig, schwer berechenbar, rechthaberisch. Nun hatte er eine neue Seite gezeigt: er war offenbar ein irrlichternder Verschwörungstheoretiker, ein besessener Schwarzseher und Unkenrufer!
Sparmann gab auf. Er schaltete seinen Minivideoprojektor aus und erklärte auf Grund von haustechnischen Problemen den Vortrag für beendet. Die Gäste erhoben sich, griffen nach ihren Rollatoren und Gehstöcken oder riefen ihre persönlichen Hilfsrobos, und verließen die Abteilung II der Caféteria.

Sparmann sah in den folgenden Tagen Ungemach heraufziehen. Wenn der Neuzugang tatsächlich von der kleinen Schweinerei im Keller wusste und solche Leute wie der unberechenbare Kowalski das in die falsche Kehle bekamen, konnte sich schnell eine unangenehme Gerüchte-Dynamik entwickeln: zum Schluss glaubte eine Mehrheit an irgendwelche abstrusen Resteverwertungstechniken; wenn die Verwaltung davon Wind bekäme, wäre er seinen Posten los! Nur: was sollte er tun?
 

Oben Unten