Warten auf Ida

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Grauschimmel

Mitglied
Es waren 2 !

Liebe Ciconia, ich denke beide meiner „Botschaften“ waren eindeutig. Auch, wenn erstere „Schattenspringen“, im Moment vielleicht „einseitig einsichtig“ verlangt.
Deine Schlussfolgerung/Bestätigung dies immer beabsichtigt zu haben in Richtung „nicht gegen sondern für“, nehme ich trotzdem als gute Absicht in der Tat (Zwischenfrage auch im April?, nicht hintervö…. nur anstößig bemerkt).
Das Du mich mit den Sternzeichen? in einen Kessel schüttest, rechne ich „idaischem Pragmatismus“, so im Sinne von „ein Aufwasch“ zu.
Ich bin Dir trotzdem, so wie der lieblichen Winterblume, dem Ofti und allen Ungenannten in ihren Geschichten verbunden.
Meine Wertung (weil ich im Gegentum zum „Gewöhnlichen“, die Möglichkeit habe) und mein ehrlicher persönlicher Kommentar war nicht Ausdruck, der eines Autors, der will ich erst mal werden, wenn überhaupt. Es war Meinung des Lesers und dessen Gewicht in Frage zu stellen, traue sich wer will oder es (nicht) nötig hat!
Gruß Grauschimmel!
 
U

USch

Gast
Ach Leute, kehrt doch bitte zurück zu konkreter Textarbeit. Dieser persönliche Mitteilungs- und Interpretationsrausch nervt doch nur noch und überbewertet den Text in seiner "Wichtigkeit".
so long Uwe
 

Grauschimmel

Mitglied
Nee Gernot ...

...auch wenn Du mich jetzt wieder wegen meiner anmaßenden Sprache ... sie läuft über den lifeticker.
... Ciconia ist Seniormitglied und manchmal gelesener Autor.
Nur zur Selbstverständigung mit den Kriterien der LL., das habe
ich selbst gelesen in ihrem Profil und kann das unterschreiben.
Grauschimmel!
 

Ralf Langer

Mitglied
Hallo,

macht es sinn zu sagen, das ich so nicht schriebe?
trotzdem: auch hier : mir gefällt die idee.
Es ist eine alltägliche situation, zumindest für menschen die den friedhof
regelmäßig aufsuchen um ihren toten nahe zu sein.
auch ich kenne diese aufforderungen, zettel – in meinem falle gelbe, im wahrsten sinne
des wortes an den grabstein geklebt.
ausdruck der verzweiflung irgendwie. es ist niemand mehr da...
von hier ausgehend verstehe ich den text. und finde es könnte ein spannende
inszenierung werden.
allein: der erzähler ist mir zu entrückt, zu fern...
warum nicht einen menschen diesen zettel lesen lassen, warum nicht ida selbst, die uralte ida
die immer noch nicht tot sein will.
was empfindet sie wohl beim anblick des zettels. wohin flössen ihre gedanken.
vielleicht hat sie wieder geheiratet und auch ihr jetziger mann ist schon tot, und sie muß
sich entscheiden bei wem sie zu liegen hat, wenn es soweit ist?
das wäre doch ein interessanter disput.

was ich sagen will: dort begänne für mich das prosaische... die geschichte zur inschrift

ich wiederhole mich:
macht es sinn zu sagen, das ich es so nicht schriebe.
ich weiß es nicht. aber ich habe s getan.

Lg
ralf
 

Ciconia

Mitglied
Hallo Ralf,

danke auch für Deinen Kommentar!
macht es sinn zu sagen, das ich so nicht schriebe?
Jeder schreibt anders, das ist ja das Schöne. Ich wollte mit diesem kleinen Textchen auch keine "spannende Inszenierung" schaffen, sondern einfach eine Momentaufnahme, in der immer noch Platz für die eigene Fantasie des Lesers ist. Mehr nicht. Deshalb freut es mich, wenn Deine Fantasie dadurch angeregt wurde.

Gruß Ciconia
 

Maribu

Mitglied
Hallo Ciconia,
Dein Text regt zum Nachdenken an!
Allein die Formulierung der Verwaltung: "Die Nutzungsberechtigten". Meinen sie ernsthaft Ida oder Kinder/Enkelkinder?
Ich vermute, Ida liegt schon lange Jahre neben ihrem Gustav und die "Nutzungsberechtigten" haben es - aus welchen Gründen auch immer - versäumt, das Todesdatum auf dem Grabstein anzugeben.
Gruß! Maribu
 

Ciconia

Mitglied
Hallo Maribu,

möglich wäre auch Deine Vermutung, wenn auch in einer dörflichen Gemeinschaft nicht sehr wahrscheinlich. Aber wer weiß?

Gruß Ciconia
 

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