Warum im Mond manchmal das Licht ausgeht

Ciconia

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Auf Wolken schwebt ein Engelchen
fast schwerelos zum vollen Mond.
Mit glänzend rosa Wängelchen
möcht es mal schauen, wer dort wohnt.

Sehr zaghaft klopft es an den Rand
und lauscht gespannt auf Reaktion.
Dies ist ein unerforschtes Land,
wer kannte es denn vorher schon?

Gar finster schaut der Mann im Mond,
Besuch erhielt er bisher nie.
Er glaubt, dass Höflichkeit nicht lohnt,
so jedenfalls die Theorie.

Ein Lächeln schenkt das Engelein,
der Mann im Mond schweigt einfach still.
Ihm fällt jetzt überhaupt nicht ein,
was dieses Wesen von ihm will.

„Ich dacht‘, du könntest einsam sein“,
so säuselt süßer Engelsmund.
„Du bist bestimmt auch viel allein,
ich bleibe gern für eine Stund‘.“

Der Mann im Mond wird recht nervös,
ein solcher Zustand ist ihm neu.
Allmählich wirkt er nicht mehr bös.
Das Engelchen verliert die Scheu.

Damit auf Erden niemand sagen kann:
„Was herrscht im Mond für eine Lotterei!“
bleibt heute nirgendwo ein Lichtlein an.
Und deshalb sieht man nicht, wie diese zwei …
 

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