Weltschmerz

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blackout

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Die Welt ist ja so groß und unerklärlich.
Man sitzt in den vier Wänden vor sich hin
als Mensch und Mann und kleine Bürgerin.
Nicht unbequem, da sind wir doch mal ehrlich.

Die Menschheit stellt sich gegenwärtig taub.
Sie hat zu tun mit sich. Und keine Zeit.
Durchforscht jetzt ihre kranke Seele breit,
bewältigt ihren Alltag – mit Verlaub!

Fürs Überleben steigt der Aktienpreis.
Und keiner ahnt, was ihn das scheren muss.
Ansonsten nichts als heißer Brei und Stuss.
Nur manchmal ziept es uns im Herzen leis.

Es wird geredet. Aber nichts getan.
Die Sorgen kommen wieder. Falls sie gehn.
Dass überhaupt und so, das ist obszön!
So rollt hinweg des Menschen Lebensbahn.

Die Welt ist ja so groß und höchst gefährlich.
Und keiner, der uns mal erklären kann,
warum es liegt und notfalls auch, woran.
Und wir stehn da, uns selber unerklärlich.
 

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