Wenn Schmetterlinge Trauer tragen

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Anonym

Gast
Wenn weiße Schmetterlinge Trauer tragen,
die letzte Biene Nektar nippt,
und Windkrafträder in den Himmel ragen,
der Bauer Pestizide kippt,

wenn Stürme über trockne Felder toben,
der Borkenkäfer Wälder frisst,
Politiker Aktivität geloben,
doch man Versprechen schnell vergisst,

wenn schließlich Ruhe herrscht im Blumengarten
weil kein Insekt in Blüten schwirrt -
was kann ein Mensch vom Leben noch erwarten?
Wohin hat er sich bloß verirrt?
 

Anonym

Gast
Hallo anonym

Soweit gefällt es mir. Aber wäre ein sarkastisches Ende nicht doch passender? Ein "dann wird ..." anstatt einer Frage, die für sich zu offensichtlich erscheint.

LG
Tula
 

Anonym

Gast
Das Metrum ist hier genau so schlecht wie die Bilder unoriginell und schwach sind. Ein Text zum schnell wieder vergessen.
 

Anonym

Gast
Danke, Tula und ariel.

@JoteS: Einen Einsatzkommentar mit zwei Rechtschreibfehlern, ohne Hinweis, wo genau das Metrum schlecht sein soll, kann ich nicht ernst nehmen.

Grüße, A.
 

Anonym

Gast
Was wolltest du denn an wertvoller Textarbeit beitragen, revilo? Hast du vielleicht eine Meinung zum Metrum?

fragt A.
 

Anonym

Gast
Noch mal zu dir, Tula: Nein, eine Erklärung möchte ich nicht liefern. Jeder Leser sollte sich selbst die Antwort geben können.
A.
 

Anonym

Gast
ich fühlte mich spontan erinnert.....das hier ist ein typischer Betroffenheitstext...es fehlen nur noch der weinende Clown und die Masken, die man sich vom Kopf reißt......dann wäre er perfekt......schönen Sonntag wünscht revilo
 

Anonym

Gast
Versteh ich nicht, revilo:
Was ist das Negative an einem „Betroffenheitstext“? Lässt du nur noch heile Welt gelten?
Darf man nicht mehr über Dinge schreiben, die einen wirklich betroffen machen?
Ist die „Fridays for future“-Bewegung für dich auch nur lächerlich?

Und wie war jetzt deine Meinung zum Metrum, das übrigens (aufgemerkt, JoteS!) von zwei Prüfprogrammen als einwandfrei akzeptiert wurde?

Fragen über Fragen.
A.
 

Anonym

Gast
du kannst und solltest über alles schreiben, was dich bewegt.....aber du musst dich halt der Kritik stellen....und dieser Text ist einfach schlecht.....ihn rettet auch die sicherlich gut gemeinte,aber leider furchtbar aufdringliche Botschaft nicht.... schönen Sonntag.....
 

Anonym

Gast
Sachliche Kritik, lieber revilo, sieht für mich anders aus:

Du findest die Botschaft „aufdringlich“, hast aber selbst in deinen früheren Gedichten noch kein einziges Mal das Thema Natur verarbeitet. Daraus schließe ich, dass dich dieses Thema grundsätzlich nicht berührt.
Du weichst wiederholt meiner Frage nach dem angeblich schlechten Metrum aus, weil du selbst noch kein einziges Reimgedicht geschrieben hast (jedenfalls nicht in der LeLu) und dich Reimgedichte in der Rubrik Gereimtes grundsätzlich nicht zu interessieren scheinen.
Wie ernst ist deine Kritik also zu nehmen?

A.
 

Anonym

Gast
Hallo A

Ich halte viel von „Fridays for future“-doch mag ich es nicht, wenn damit Angst geschürt wird.

Du schreibst von Windräder. Die sollen doch guten Strohm bringen, wären sie nicht ein Hoffnungszeichen?

Wir haben in unserem Dorf einen "sehr Grünen, stets erhobenen Zeigefinger", der mir sagt, ich müsse aus dem Rasen eine Wiese machen. Das kleine Stück, mit Schmetterlingsbaum und Blumen reicht nicht.
Ich denke nicht dran, auf dem kurzgehaltenen Rasen spielen Kinder, das kleinere Stück Wiese gehört den Schmetterlingen ... und den Zecken.

Was mich auch sehr interessiert:

"von zwei Prüfprogrammen als einwandfrei akzeptiert wurde?"

Wo finde ich die?

Viele Grüße

molly
 

Anonym

Gast
Hallo A.,
ich bin erstaunt über die schlechten Kritiken.
M.E. gibt es über die Metrik nichts zu meckern.
Der Inhalt bewegt uns doch alle im Moment.

Ich finde dein Gedicht sehr gelungen.

Viele Grüße,
Marie-Luise
 

Anonym

Gast

Anonym

Gast
Vielen Dank, liebe Marie-Luise, das freut mich sehr! :)

Grüße, A.
 

Anonym

Gast
Hi A.

Die Metrik ist objektiv gesehen schon in Ordnung.
Dennoch holpern folgende Zeilen: die 3te, die 7te, die 9te und die 11te.

Problem ist, die von dir genutzen Wörter haben oft eine Alltagssprachliche Betonung, die der Metrik zuwiederläuft.

Bsp. Blumengarten. Das spreche ich sehr langsam und gedehnt aus, sodass die schnelle Rhythmik des Jambus unterbrochen wird.

Ansonsten wirken die Sätze, als könne man sie beliebig auch anders betonen, trotzdessen die Metrik eigentlich in Ordnung ist.


Zum Thema: ja, ein wirklich wichtiges Thema! Ich weiß nicht, was ich von der "fridays for futur" Bewegung halten soll, die hat teilweise mit Mitteln gearbeitet, die "recht" radikal daherkommen. Ist, glaube ich, keine gute Idee, bei so wichtigen Themen die Keule des Absoluten zu schwingen.

Ob man dieses Thema in einem gereimten, auf Ästhetik ausgerichtetem Gedicht bearbeiten muss? Ich würde es nicht tun, das erzeugt bei mir den Eindruck, derjenige nehme das Thema nicht allzu ernst, sondern kümmere sich mehr darum (mit großem Recht natürlich) die "Wahrheit" zu verkünden. Aber das ist subjektiv.

Ich kann es bei bestem Willen nicht verstehen, wie man so ernste Sachen, in so schöne Verse kleiden kann, ohne sich doof vorzukommen.

L.G
Patrick

P.S: wie gesagt, absolut subjektive Meinung, mit keinerlei Wahrheitsanspruch!
 

Anonym

Gast
Ansonsten wirken die Sätze, als könne man sie beliebig auch anders betonen, trotzdessen die Metrik eigentlich in Ordnung ist.
Na ja, sauberes Hochdeutsch habe ich dabei vorausgesetzt.
Ich kann es bei bestem Willen nicht verstehen, wie man so ernste Sachen, in so schöne Verse kleiden kann, ohne sich doof vorzukommen.
Jetzt bin ich fassungslos. Schöne Verse sind also nichts für ernste Sachen? Woher hast du denn diese Weisheit?

A.
 

Anonym

Gast
Das hat nichts mit sauberem Hochdeutsch zu tun.


Was soll ich sagen, ich habe dir geschrieben, dass es sich dabei um meine (meine!) Meinung handelt.

Nein, ein Thema, dass unser aller Leben bestimmt und immer stärker bestimmen wird, das unzählige Tote kosten wird, mit "Wenn Schmetterlinge trauer tragen" behandeln zu wollen, wirkt auf mich (auf mich!) grotesk.

Aber mach was du willst, wir sind nicht hier um darüber zu diskutieren. Ich habe dir mein Gefühl offenbart, auf das ich Kognitiv nicht einmal Einfluss nehmen kann. Das wars.

L.G
Patrick
 

Anonym

Gast
Ich kann es bei bestem Willen nicht verstehen, wie man so ernste Sachen, in so schöne Verse kleiden kann, ohne sich doof vorzukommen.
Worte von Patrick Schuler.

Ich empfinde es ganz anders.

Daran, dass die ernsten Sachen in so schöne Verse gekleidet sind, merke ich ganz deutlich, wie viel Schönes wir verloren haben.

Nochmals viele Grüße von mir.
 

Anonym

Gast
Das hast du sehr schön gesagt, liebe Marie-Luise. Danke dafür!

Grüße, A.
 

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