Wurzelbehandlung

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Wurzelbehandlung
(Kapitel 1, 2, 3, 4 neu)


Kapitel 1

Ich hasste Zahnärzte. Aber da ich erblich vorbelastet war, daher mit meinem Gebiss so meine lieben Sorgen hatte, musste ich mich damit abfinden.
Vor zwei Jahren hatte mein alter Zahnarzt bereits angekündigt, sich bald zur Ruhe setzen zu wollen. Seine Tochter würde die Praxis jedoch weiterführen. Sie war schon seit einiger Zeit dort tätig gewesen, doch ich hatte bis dahin noch nicht das Vergnügen mit ihr.

Doch dieser Tag kam.
Ich hatte mal wieder eines meiner üblichen Probleme. Eine Brücke hatte sich gelockert. Wie sich herausstellte, hatte sich darunter ein wenig Karies eingeschlichen.
Nun setzte die junge Frau mir die Betäubungsspritzen für die erforderliche Behandlung. Ich spürte nichts davon. Sagenhaft! Das hat sie sicherlich von ihrem Daddy gelernt.
Mit einem Lächeln zum Dahinschmelzen sagte sie: „Wir warten ein paar Minuten. Und dann rücken wir dem Bösewicht zuleibe.“
„Behandeln Sie mich heute?“
„Aber sicher.“ Sie wirkte irritiert. „Wollen Sie lieber von meinem Vater …“
„Oh, nein. Nein. Ich freue mich darauf. Wenn alles so sanft und schmerzlos geht, wie die Spritzen, dann bin ich sehr glücklich.“ Ich fragte mich, ob sie meine spontane Bewunderung bereits erkannt hatte.
Die Kopfteile der Behandlungsstühle waren sehr schmal. Und bei einer etwas schwierigeren Behandlung drückte sich schon mal der Bauch des Alten an meinen Kopf. Ich habe mich nie beklagt, aber wenn es nun der flache Bauch dieser hübschen Frau sein würde, so tilgte das alle Unannehmlichkeiten der Vergangenheit, dachte ich.
Nun war diese Frau gerade einssechzig groß. Sie würde mir also beim Hinüberbeugen gewiss recht nahe kommen. Allein die Vorstellung machte mich unruhig.

„So, ist alles schön taub?“
Ich nickte, weil, verständlich sprechen konnte ich nicht mehr so recht.
„Dann machen Sie mal den Mund auf.“
Ich tat es und schloss die Augen, um mich zu entspannen.
Sie trat an den Stuhl heran, nahm ihr Werkzeug zur Hand und inspizierte das Bearbeitungsfeld in meinem Mund, wie ich annehmen musste. Das Bohren und Kratzen, das sanfte Rütteln und Brummen machte mir plötzlich absolut nichts mehr aus. Ich war ihr willenlos ergeben. Was sollte ich auch tun?
Zum Beispiel die Augen öffnen, dachte ich. Also …

Ich schaute in zwei wunderschöne braune Augen. Mir wurde wohlig warm. Ich wagte jedoch nicht, ihren Blick zu lange zu fixieren. Also schloss ich meine Augen wieder. Ich sah diese funkelnden Sterne trotzdem, wie in einem Traum.
Dann wurde das Brummen in meinem Mund etwas unangenehmer. Aber ich spürte sogleich, dass sie sich wie selbstverständlich gegen meinen Kopf drückte, damit dieser ruhig liegen blieb. Und es war nicht nur ihr Bauch, den ich spürte, nein, an meiner Wange schmiegte sich eindeutig etwas Weicheres an. Ich konnte nicht glauben, was ich gerade erlebte. Das musste doch ein Traum sein!
Aber nein, sie rückte kurz ab, positionierte sich neu und lehnte sich erneut gegen meinen Kopf. Ich spürte ganz deutlich die sanften Rundungen, die zwar stramm, aber zugleich auch weich und anschmiegsam nun an meinem Ohr lagen. An meinem Kiefergelenk dagegen spürte ich etwas Hartes. Oh, wow, dachte ich. Das sind ihre Nippel! Na, zumindest einer. Aber der drückte sich so unfassbar deutlich gegen meine Wange, dass mir heiß wurde.
Ich realisierte, dass meine Jacke, die ich mit den Händen hielt, meinen Bauch und meinen Unterleib bedeckte. Ich spürte, wie sich etwas regte, was dadurch zum Glück nicht sichtbar wurde.
War sie sich dessen eigentlich bewusst? Wusste sie, was sie mir da antat? Sie musste es doch selber spüren!

Der Kontakt riss ab. Die Behandlung war erledigt. Ich öffnete die Augen und suchte die ihren.
„Geschafft“, sagte sie und lächelte.
Ich lächelte und nickte ergeben, denn Sprechen war mit der Betäubung schwierig. Ein undeutliches „Danke“ brachte ich hervor und erhob mich etwas stürmisch. Hätte sie nicht einen Schritt rückwärts gemacht, wäre ich ihr vermutlich um den Hals gefallen – aus Versehen ...

Glückselig ging ich nach Hause. Davon würde ich heute Nacht träumen, da war ich mir sicher. Und ich fragte mich, ob ich mich in Zukunft einfach nur auf die Besuche bei ihr freuen wollte, in der Hoffnung, erneut in diesen Genuss zu kommen, oder ob ich sie darauf ansprechen sollte, um mehr zu bekommen. Andererseits, so gab mein Verstand mir zu denken, könnte diese Offensive auch zum K.O. führen.


Auch nach zwei Jahren, der Alte war endlich im Ruhestand, war ich unentschlossen, hatte die sanften Berührungen genossen, die ich bei fast jeder ihrer Behandlungen erfuhr. Danach hatte ich immer wilde Träume. Aber den Mut, ihr mein Begehren zu gestehen, hatte ich noch immer nicht gefunden. Irgendwann ist es zu spät, fürchtete ich. Dabei sehnte ich mich so sehr nach einer Wurzelbehandlung durch ihre sanften Hände – allerdings an einer anderen Stelle …



Kapitel 2

Meine Probleme rissen nicht ab. Lästig, aber eigentlich nicht schade – bei den Aussichten …
Noch in derselben Woche, ausgerechnet am Freitag, hatte sich eine Krone gelöst. Sofort rief ich an, um schnell einen Termin zu bekommen. „Wie lange sind Sie heute noch in der Praxis?“
„Bis 17 h“, sagte mir die Sprechstundenhilfe. „Aber …“, begann sie.
Doch ich unterbrach sie: „Ich möchte nicht wieder zu lange warten, bis da mehr kaputt geht. Ich möchte heute noch zur Frau Doktor.“
„Ja … Ja, gut. Dann kommen Sie bitte spätestens bis viertel vor fünf.“
„Vielen Dank. Das werde ich machen.“
Es war völlig irrsinnig. Ich freute mich auf einen Zahnarzttermin. Unfassbar.

Als ich in der Praxis ankam, verabschiedete sich meine Ärztin gerade von einem Patienten. Sie sprach ihre Sprechstundenhilfe an, weil sie mich offenbar noch nicht registriert hatte. „Nathalie, waren das alle, ja? Dann …“
„Da ist noch jemand, Vanessa“, antwortete diese und wies auf mich hin.
„Oh. Ja. Ja, gut“, stammelte Vanessa. „Aber sonst nichts mehr, oder?“
Nathalie schmunzelte. „Nein.“
„Gut, ich denke, das bekomme ich allein geregelt. Mach Feierabend. Schließ auch schon ab, damit nicht doch noch einer rein kommt.“
„Alles klar. Schönes Wochenende, Vanessa.“
Ich schaute ihr nach. Diese Nathalie, ebenso hübsch, wie Vanessa, war schon einige Jahre hier in der Praxis. Die könnte mir auch gefallen.

Dann war die Kollegin fort. Ich hörte, wie sich der Schlüssel im Schloss drehte. Jetzt war ich allen Ernstes ganz allein mit meiner Frau Doktor. Ich musste doch träumen, dachte ich. Vanessa. Ein wunderschöner Name.
Da es ein sommerlich warmer Tag war, trug ich nur ein T-Shirt und eine Caprihose. Meine geliebte Frau Doktor, Vanessa, war mit einer weißen Sommerhose und einem etwas zu weiten Oberteil mit V-Ausschnitt bekleidet, welches gewiss sehr bequem war, jedoch nichts von ihrer zweifellos aufregenden Figur, die ich mir vorstellte, erahnen ließ. Es hatte zudem kurze Ärmel und fiel locker über den Hosenbund.

„Was haben wir denn heute, junger Mann?“, fragte sie auf dem Weg ins Behandlungszimmer.
„Tut mir leid, wenn ich Ihnen jetzt den Feierabend versaue. Aber ich wollte nicht wieder zu lange warten.“
„Das ist schon in Ordnung.“ Sie lächelte.
„Wirklich?“
„Ja, sicher. Alles gut. Setzen Sie sich.“
Ich löste die Krone, die ich nach dem Frühstück notdürftig mit Haftkleber eingesetzt hatte, und legte sie auf das Tablett am Schwenkarm.
Sie schaute mich an und grinste. "Man könnte fast meinen, Sie hätten sich mit Freuden auf diesen Termin vorbereitet."
Meine Gedanken überschlugen sich. Ich liebte dieses zauberhafte Lächeln. "Klar, ich habe mir die Krone selber rausgerissen", sagte ich. Das Lachen konnte ich aber nicht unterdrücken.
Sie schenkte mir erneut ein hinreißendes Lächeln, das mein Herz vor Freude etwas schneller schlagen ließ.
Während sie sich die Handschuhe anzog, setzte ich mich auf den Stuhl. Sie trat an mich heran, sagte: „Mund auf“, und schaute sogleich hinein. „Gut, ist nur die Krone, die abgerutscht ist, ja?“
Ich nickte und schaute in ihre herrlichen Augen.
„Das haben wir doch schnell erledigt.“
Sie betätigte die Hydraulik des Stuhls und beförderte mich in die Waagerechte. Ihr Blick schweifte über die Arbeitsfläche an der Wand, während ich mich an ihrem hinreißenden Anblick ergötzte. Ich hoffte, sie würde es nicht bemerken.
Doch plötzlich traf mich ihr strenger Blick und versetzte mir einen Stich ins Herz. Ich wurde knallrot im Gesicht. Ich spürte es ganz deutlich. Doch dann lächelte sie. Meine Anspannung löste sich. Ich erwiderte das Lächeln schüchtern.
Sie zog sich die Maske über und begann mit der Inspektion.
„Ist alles sauber“, sagte sie. „Es war gut, dass Sie sofort gekommen sind. Ich muss nur den alten Kleber abschleifen. Das geht ohne Betäubung, oder?“
„Ja, sicher. Sie arbeiten immer so sanft und behutsam, da glaube ich nicht, dass ich eine Betäubung benötige.“
„Gut. Mund auf!“, befahl sie mit einem Grinsen. Sogleich begann sie mit der Arbeit.
Ich konnte die Augen nicht schließen. Zu sehr war ich von den ihren, die sicher konzentriert in meinen Mund starrten, fasziniert.
Plötzlich hielt sie inne, schaute mir in die Augen. „Alles gut?“
Ich brummte ein 'Ja', soweit mir das mit geöffnetem Mund möglich war, und schlug die Augenlider zu und wieder auf.
Ohne ein weiteres Wort widmete sie sich wieder der Arbeit. Ich schloss nun die Augen, um sie nicht weiter zu irritieren.

Die erste Etappe war erledigt. Sie legte das Werkzeug aus der Hand, richtete ihren Blick auf die Arbeitsfläche an der Wand und sagte: „So, jetzt muss ich mal den neuen Zement anrühren. Einen Augenblick.“
Im Weggehen strich sie mit der Hand über meine Schulter. Ein wohliger Schauer durchfuhr meinen ganzen Körper. Ich bildete mir sogar ein, sie hätte das durchaus bewusst getan.
Wenigstens konnte ich nun meinen Mund einen Augenblick schließen.

Nach zwei Minuten kam sie zurück an den Stuhl, stellte einen Tiegel auf dem Tablett ab und betätigte erneut die Hydraulik. Das Kopfteil des Stuhls kippte noch ein klein wenig weiter nach unten. Ich hatte fast das Gefühl, ich würde kopfüber von diesem Stuhl rutschen. Doch dann durfte ich mit Vergnügen feststellen, dass dies nicht möglich war.
Vanessa stellte sich an das Kopfende des Stuhls. Schon da spürte ich die sanfte Berührung auf meiner Schädeldecke. Um an den Zementtiegel greifen zu können, musste sie zunächst das Tablett am Schwenkarm weiter zu sich ziehen. Das hatte sie beim Abstellen versäumt. Also beugte sie sich über meinen Kopf hinweg.
Ich bekam große Augen, denn da sie ihr Oberteil nun zu meiner großen Freude an meinem Kopf festgeklemmt hatte, straffte sich der Stoff über ihrer Brust. In diesem himmlischen Moment hatte ich ihre herrlichen Rundungen im wahrsten Sinne des Wortes vor meinen Augen – und zwar nur wenige Zentimeter!
Meine Augen wurden immer größer, ich bekam feuchte Hände, eine trockene Kehle und leckte unruhig meine Lippen. Außerdem spürte ich das Blut in eine ganz bestimmte Richtung strömen. Sogleich fragte ich mich, ob sie die sich bildende Beule in meinem Schoß bemerken würde.
Ihre Brustwarzen zeichneten sich sehr deutlich durch den Stoff ab. Doch im nächsten Augenblick entspannte sie sich, ihr Oberteil fiel wieder luftig locker. Sie senkte den Blick und schaute mir genau in die Augen.
„Ist alles in Ordnung? Sie wirken etwas unruhig“, meinte sie und lächelte.
Hektisch antwortete ich: „Mir geht es gut. Sehr gut. Alles gut.“ Ohne ihre Aufforderung abzuwarten, öffnete ich den Mund.
Nun trat sie wieder an die Seite, weil sie so offenbar besser an die Stelle in meinem Mund sehen konnte, an der sie arbeiten musste. Sie trug den Zement auf, füllte auch eine kleine Menge in die Krone und setzte das Teil ein. Sie trat erneut hinter das Kopfende, lehnte sich an und fasste vorsichtig an die aufgesetzte Krone, um sie mit ordentlich Druck zu fixieren.
Mein Kopf neigte sich dadurch ein Stück in den Nacken. Dabei drückte er sich deutlich gegen ihren Bauch.
Unruhig schlug ich die Augenlider auf und ab. Der Stoff ihres Oberteils hatte sich wieder etwas gestrafft. Ihre Brüste zeichneten sich erneut sehr deutlich ab, brachten mein Blut in Wallungen. Ich atmete unruhig, rollte meine Augen, um mich abzulenken, mich loszureißen von diesem verlockenden Bild.
„Wenn ich zu fest drücke, sagen Sie es.“
Wie sollte ich jetzt wohl etwas sagen, dachte ich. So war es genau richtig. Ich konnte ihre herrlichen Rundungen bewundern, genoss den erregenden Anblick ihrer harten Knospen, die sich deutlich durch den Stoff drückten, und ich konnte in ihre wunderschönen Augen schauen. Warum sollte ich mich nun beklagen?
Doch dann bemerkte ich, dass ihre Augen flatterten. Sie hatte für einen kurzen Augenblick nach vorn geschaut, was bedeutete, dass ihr Blick an meinem Körper hinab geschwenkt war. Ich spürte den Druck noch immer, also würde sie ihn auch bemerkt haben. Oh, mein Gott! Wie peinlich!

Endlich ließ sie los. Die Krone saß jetzt sicher bombenfest.
„Die Brücke oben rechts müssten wir uns auch mal ansehen. Die ist schon recht alt, oder?“, meinte sie, um die aufkommende Lethargie zu durchbrechen.
„Die hat Ihr Vater mir eingesetzt. Das ist schon ...“ Ich grübelte. „Na ja, knapp zehn Jahre?“
Gemächlich begab sie sich an die Seite, an der sich der Hebel für die Hydraulik befand. Sie beugte sich ein wenig hinunter, doch sie betätigte ihn nicht sofort. Sie verharrte und schaute mich an.
Der weite Ausschnitt ihres Oberteils gewährte mir einen reizvollen Einblick. Nein, ich konnte nichts weiter sehen, aber trotzdem platzte es nun aus mir heraus: „Das ist eine wunderschöne Perspektive, Vanessa, aber ich würde gerne wieder in die aufrechte Position kommen.“
Unverzüglich betätigte sie den Hebel und streckte sich. Ich konnte ihren Blick nicht deuten. War sie nun verärgert oder hatte ich sie angespitzt? Sie wich mir aus, machte zwei schnelle Schritte zur Arbeitsfläche an der Wand.
Ich erhob mich aus dem Stuhl, machte ebenfalls zwei Schritte und stellte mich in gebührendem Abstand neben sie. Mit betont sanfter Stimme fragte ich: „Habe ich etwas Falsches gesagt?“
Sie schaute mich kurz an, sagte aber nichts.
„Frau Doktor ...“, stammelte ich.
„Alles in Ordnung, junger Mann", sagte sie, ohne mich anzusehen. "Wir sind fertig, oder?“
'Fertig' sagte sie. Wie war das zu verstehen? 'Fertig' mit der Behandlung oder 'fertig' im Sinne von 'komm mir nicht zu nahe'? Kurz erfasste mich Panik. Doch dann beruhigte ich mich wieder.
„Ach, die Tür ist abgeschlossen, oder?“, meinte sie dann. „Oh, ja, natürlich.“ Sie lächelte. „Kommen Sie, Herr Herzmann.“
Wir gingen zur Ausgangstür.
Sie hielt meine Patientenkarte in Händen und schaute darauf. „Benjamin? Nennen Ihre Freunde Sie dann Benny?“, fragte sie.
Ich war völlig perplex. Eine so persönliche Ansprache hätte ich jetzt nicht erwartet. „Äh, ja. Ja, Benny. Sie dürfen mich gerne auch Benny nennen, wenn Sie mögen“, antwortete ich mit neuem Mut. „Ich habe Sie ja auch schon Vanessa genannt.“
Sie schmunzelte, schaute mich dabei aber nicht an. „Hatte ich das erlaubt?“ Nun kicherte sie leise.
„Nein“, flüsterte ich. „Ich bitte um Entschuldigung.“
„Schon vergeben. Ein schönes Wochenende“, sagte sie, als sie die Tür geöffnet hatte und ich den ersten Schritt hinaus gemacht hatte. „Benny“, schickte sie leise hinterher.
Ich schaute sie mit großen Augen an, doch sie schloss sofort wieder ab und entzog sich meinem Sichtfeld.
Sie mochte mich, da war ich mir sicher. Und ich? Ich war hoffnungslos in sie verliebt!



Kapitel 3

Zuhause machte ich mir klar, dass eher eine Kuh Schlittschuhlaufen lernte, als dass ich den Mut aufbrachte, Vanessa meine Liebe zu gestehen. Doch diese Erkenntnis zog mich erst richtig runter. Ich war von mir enttäuscht, frustriert, wütend, desillusioniert.
Und was tat ich? Das, was ich immer tat, wenn ich unglücklich verliebt und bar jeder Hoffnung war, inwiefern sich an meiner desolaten Situation noch etwas ändern könnte: ich schaute mir ein paar Pornos im Internet an.
Später kam mir ein viel verrückterer Gedanke. Ich suchte in Kontaktbörsen nach speziellen Angeboten. Ich wollte jetzt irgendwie meinen Druck abbauen. Ich wollte Sex. Darum nahm ich mir vor, mir eine x-beliebige Frau zu suchen, mit ihr Kontakt aufnehmen und mich sofort mit ihr treffen, um ganz unverbindlich eine Runde mit ihr zu vögeln. Diese Handlungsweise entsprach überhaupt nicht meinem Naturell, aber mein Frust trieb mich in diese aberwitzige Motivation.

Ich fand eine Plattform mit vielen reizvollen Bilder, klickte schließlich eines an, welches mir gefiel, wollte gerade die Kontaktdaten abrufen, doch dann …
Der Bildschirm wurde plötzlich dunkel, mein Computer machte seltsame Geräusche, und schließlich gab es einen Knall.
„Scheiße!!“ Das war's dann wohl mit schnellem Sex.
Mein Rechner war abgestürzt, ließ sich nicht wiederbeleben. Nix. Nada. Finito.
Was also tun?
Erst mal eine kalte Dusche. Vielleicht würde mich das wieder zur Vernunft bringen, dachte ich. Doch die Wirkung verflog recht schnell.

Ich war der Verzweiflung nahe. Jetzt wollte ich mal etwas Spontanes, sogar in meinen Augen Unvernünftiges tun. Und dann das. Die ganze Nacht durch Kneipen und Diskotheken ziehen, um vielleicht die Traumfrau oder zumindest eine scharfe Braut für einen One-night-stand zu finden, war mir zu nervenaufreibend, die Chance, mir einen Misserfolg einzuhandeln, außerdem zu groß. Ich wollte aber trotzdem nicht direkt in den Puff gehen. Das war mir dann doch zu perfide. Nein, ich wollte eine Eins-zu-Eins-Bekanntschaft ohne viele Beobachter. Hätte ja immerhin sein können, dass mich jemand erkannte, wenn ich mich in der Stadt herumtrieb.

Ich ging zum Bahnhof. Im dortigen Zeitungsladen gab es jetzt nach 21 Uhr schon die Wochenendausgabe der Tageszeitung. Dort waren immer eine Menge Anzeigen mit Telefonnummern drin. Da sollte sich irgendetwas finden lassen. Ganz altmodisch, wie damals, als es noch kein Internet gab.

Wieder zuhause, blätterte ich ungeduldig bis zu den Anzeigenseiten. Da war eine halbe Seite voll mit solchen angeblich diskreten Sexangeboten. Ich schloss die Augen, reckte den Zeigefinger in die Höhe und ließ ihn im hohen Bogen auf die Zeitung stürzen. War doch scheißegal, welche Nummer ich jetzt wähle, dachte ich.
Ich traf geradeso die letzte Zeile der rechten Spalte, quasi die allerletzte Anzeige. Da musste ich lachen. Das war knapp, dachte ich. Der Text war kurz und knapp: 29-164-58-90-57-93-Tel. ...
Einen kurzen Augenblick überlegte ich noch. Wollte ich das jetzt wirklich? Ja! Verdammt! Ja, ich wollte es! Also wählte ich die Nummer.
„Vanessa hier. Was kann ich für dich tun?“, säuselte mir eine liebliche Stimme ins Ohr.
Vanessa! Ich war geschockt. Aber nein, dachte ich dann, es gab mehr als eine Vanessa. „Ja, hier ist der Benny. Ich möchte ...“
„Du möchtest mich. Du bist ein bisschen schüchtern, ja? Los, sag: ich will dich! Sag es!“, bestimmte sie.
„Ja, Vanessa. Ja, ich will dich“, stammelte ich. „Wann können wir uns treffen?“
„Das kommt drauf an, wie weit du es zu mir hast. Mach dich gleich auf den Weg. Ich erwarte dich sehnsüchtig, okay?“
„Das … Das klingt gut. Ja, ich komme. Ich meine, ich mache mich gleich auf den Weg.“
„Genau. Kommen sollst du ja erst bei mir“, sagte sie und kicherte frivol.
Sie nannte mir die Adresse. Das war keine Gegend, von der ich mal gehört hätte, dass dort Nutten ihre Dienste anboten. Gut, also völlig unverfänglich. Ich führte mir vor Augen, dass Nutte gewiss das falsche Wort war. Eine Liebesdienerin war sie. Damit konnte ich mein schlechtes Gewissen ein wenig beruhigen.
„Höchstens eine Stunde werde ich brauchen. Bis gleich.“

Es war sehr warm an diesem Juni-Abend. In T-Shirt und Caprihose zog ich los.
Als ich in die genannte Straße einbog, begannen meine Finger zu kribbeln. Und an anderer Stelle kribbelte es auch gewaltig. Meine Hose war mächtig gespannt. Trotzdem hatte ich mir vorgenommen, es nicht zu überstürzen. Ich ging die Straße bis zum Ende durch. Wenige Meter weiter begann der Stadtwald. Das letzte Haus auf der rechten Seite, hatte sie gesagt. Es war ein Doppelhaus. Die Eingänge waren allerdings an den Seiten. Da konnte der Nachbar nicht sehen, wer nebenan zu Besuch kam.
Ich klingelte. Es war kein Name zu finden, aber es war sicher die richtige Klingel. Sekunden später wurde der Türöffner betätigt. Ich trat ein und stand in einem geräumigen Vorraum. Und dann ging die Tür zum Wohnraum auf.

Um eine gewisse innere Ruhe zu erreichen, hatte ich meinen Blick nach unten gerichtet. Nun hob ich ihn ganz langsam. Das erste, was ich sah, waren nackte Füße. Sie wird doch nicht gleich splitternackt vor mir stehen, schoss es mir durch den Kopf.
Doch dann erblickte ich in Höhe der Knie den Saum eines Kleides. Sonnengelb war es. Mein Blick glitt gemächlich aufwärts. Wohlgeformte Hüften, eine schlanke Taille, in der Mitte eröffnete sich ein tiefer V-Ausschnitt, der den makellosen Ansatz des Busens erkennen ließ. Herrliche Rundungen, dachte ich. Die hauchdünnen Träger vollendeten den Schnitt des luftigen Sommerkleides.
Endlich konnte ich meine Augen von ihrer Brust losreißen, hob den Kopf weiter und schaute in zwei herrliche dunkelbraune Augen.
„Hallo, Benny“, begrüßte mich dieses zauberhafte Wesen.
Doch ich war schockiert, bekam kein Wort heraus.



Kapitel 4

„Hallo, Benny“, wiederholte sie. „Alles okay mit dir?“
Ihr langes blondes Haar hatte sie, wie auch in der Praxis, zu einem Pferdeschwanz gebunden.
Da ich noch immer sprachlos war, ergriff sie meine Hand und führte mich hinein.
„Möchtest du etwas trinken, Benny?“
„Nathalie, was … Bist du das wirklich?“, stammelte ich. Der Schock löste sich langsam, aber ich konnte nicht fassen, dass die Assistentin meiner Zahnärztin ein zweites Leben hatte, in dem sie sich Vanessa nannte, das wohl niemand kannte. Zumindest konnte ich mir das kaum vorstellen.
„Ich gebe zu, ich war auch für einen Augenblick erschrocken, als du vor der Tür gestanden hast. Aber ich vertraue dir. Du verrätst das niemandem. Da bin ich sicher. Wenn ich dich darum bitte, dann schweigst du. Richtig?“
„Das ist … Einfach unglaublich. Ja, natürlich, Nathalie. Das werde ich keinem sonst erzählen.“
„Es ist nämlich so. Ich mache das nur ab und zu, wenn ich gerade mal wieder von einem vermeintlichen Freund ganz übel behandelt worden bin.“
„Und das ist kürzlich geschehen, oder was?“
„Ich gerate einfach immer an die Falschen.“ Sie wirkte frustriert. Aber dann lächelte sie.
„Und dann machst du sowas? Ich meine, du bietest dich, deinen Körper …?“
„Ich habe schon einige Male erlebt, dass die Männer, die hier zu mir kommen, besser sind, als die Typen, die mich betrogen oder geschlagen haben. Verstehst du? Du bist auch ein ganz netter Kerl, denke ich.“
„Oh, Nathalie. Warum bin ich hier? Ja ...“
„Du musst mir nichts erklären. Es fällt dir schwer, eine Frau einfach so anzusprechen, wenn sie dir gefällt. Du bist halt schüchtern und unsicher. Aber auch du hast Bedürfnisse. Genau deshalb hast du mich angerufen. Du hattest Lust. Das ist völlig unverbindlich und anonym. Okay, du und ich, das ist jetzt nicht mehr anonym.“ Sie lachte herzlich. „Aber ich möchte dir etwas Gutes tun. Denn genau dafür bist du jetzt hier.“
„Nathalie, das kann ich nicht. Ich kann doch jetzt nicht die Assistentin meiner Zahnärztin bumsen, weil sich das zufällig ergeben hat. Tut mir leid. Das kann ich nicht. So einer bin ich gar nicht.“
„Aber du hast es gewagt, es bis hierher kommen zu lassen. Was ist heute bei dieser späten Behandlung vorgefallen, dass du diesen Schritt gewagt hast?“
„Was?“ Ich fühlte mich bloßgestellt.
„Du bist total in Vanessa verknallt. Ich bin nicht blind. Seitdem sie die Praxis führt, bist du ein anderer Mensch geworden. Du kommst gerne zu ihr. Ich bin schon seit sieben Jahren in dieser Praxis. Ich kenne dich ein bisschen. Du hattest immer total die Panik. Ihr Vater hatte dir die Angst nicht vollständig nehmen können. Aber seit Vanessa dich behandelt, bist du nicht mehr ängstlich. Gib es zu!“
„Oh, Nathalie. Das ist doch eine völlig absurde Situation, oder? Ja, du hast recht. Ich komme gerne zu ihr. Und ja, ich bin in sie verknallt. Aber ich habe das Gefühl, sie spielt nur mit mir.“
„Das ist Unfug!“
„Dann frage ich mich, ob sie nicht merkt, was sie mit mir tut. Wenn ich nicht so schüchtern und so anständig wäre, hätte ich ihr vorhin am liebsten ...“ Ich brach ab, weil ich mich schämte, es auszusprechen.
„Vanessa ist sehr verletzlich. Sie ...“
„Was hat sie? Ist sie, so wie du, auch bitter enttäuscht worden?“
„So ähnlich. Ich glaube, das sollte sie dir selbst erklären.“
„Das wird niemals geschehen, Nathalie. Ich bin zu feige!“ Mir kamen die Tränen.
Nathalie nahm mich liebevoll in den Arm. „Hey, Benny. Sie wird dir nicht den Kopf abreißen. Ich glaube sogar, sie mag dich.“
Ich nickte, sagte aber nichts.
Wir setzten uns auf ein kleines Sofa.
„Beschreibe die Szene.“
„Was?“ Ich schluchzte.
„Was hättest du in dieser Situation am liebsten getan, wenn du nicht so ein schüchterner und anständiger Junge wärst?“ Sie garnierte ihre Worte mit einem liebevollen Lächeln und legte ihren Arm fest um meine Schultern.
„Okay, sie … Sie hatte den Zement angerührt und das Töpfchen auf das Tablett am Schwenkarm gestellt. Sie stellte sich danach hinter das Kopfende des Stuhls und lehnte sich fest daran. Ich konnte ihren Bauch an meinem Kopf spüren. Sie berührt mich immer wieder, Nathalie.“
„Das sollte dich doch freuen, oder? Es gibt dir Sicherheit, habe ich das Gefühl. Die Sicherheit, dass du bei ihr in den besten Händen bist.“
„Das auf jeden Fall. Als sie nach dem Töpfchen greifen wollte, musste sie sich mächtig strecken, denn der Schwenkarm war zu weit weg.“
„Ohhh“, stöhnte sie.
„Nathalie, sie lag fast auf mir. Der Stoff ihres Oberteils spannte sich über ihre Brust. Diese herrlichen Rundungen lagen nur wenige Zentimeter vor meinen Augen. Ich wäre fast durchgedreht.“
„Du hättest sehr gerne zugegriffen, ja?“
„Das gehört sich nicht!“
„Natürlich nicht. Und damit hättest du alles zerstört. Alles.“
„Das kann ich mir vorstellen. Nathalie, ich liebe sie. Sie ist so … So ...“
„Bezaubernd. Ja, das ist sie.“ Nathalie verdrehte so seltsam die Augen, es wirkte eher wie ein Schmachten. Sie lächelte und wiederholte: „Ja, sie ist bezaubernd, Benny.“
„Ach, verdammt! Das klingt jetzt total blöde. Ich mache mich hier zum Narren. Alle Assistentinnen in dieser Praxis sind bezaubernd, Dich eingeschlossen. Das waren sie schon immer. Aber Vanessa hat es mir halt angetan.“
„Weil sie während der Behandlung ein wenig mit deinen Sinnen spielt.“
„Sie bringt mich um den Verstand, Nathalie!“
„Wenn sie das lassen soll, dann musst du ihr das sagen. Aber dann ...“
„Wird sie mich hassen. Ich will doch gar nicht, dass sie aufhört. Ich will mehr. Aber ich habe nicht den Mut, ihr das zu sagen.“
Nathalie lachte. „Aber du hattest den Mut, meine Nummer zu wählen, um anonym mit einer wildfremden Frau zu vögeln, ja?“
„Um Himmels Willen, erzähl ihr das nicht!“
Wieder lachte sie. Dann stand sie auf, stellte sich direkt vor mich, erfasste die hauchdünnen Schulterschlaufen ihres Kleides und schob sie zu den Seiten. Die Schwerkraft ließ geschehen, was geschehen musste …



Fortsetzung folgt ???
 
Zuletzt bearbeitet:

ahorn

Mitglied
Hallo Rainer Zufall,
eine schöne Geschichte aus dem täglichen Leben. ;)

Aber da ich erblich vorbelastet mit dem meinem Gebiss war KOMMA daher so meine lieben Sorgen hatte, ...
..., sich bald zur Ruhe zu setzen zu wollen. Seine Tochter würde sollte die Praxis jedoch weiterführen. Sie war schon seit einiger Zeit dort tätig, doch ich hatte bis dahin noch nicht mit ihr das Vergnügen.
Doch Dieser Tag kam.
Ich hatte mal wieder eines der meiner üblichen Probleme.
Ich spürte nichts davon KEIN AUFRUFEZEICHEN Sagenhaft AUFRUFEZEICHEN Das hat sie sicherlich – bestimmt von ihrem Daddy gelernt. ZEILENUMBRUCH Mit einem Lächelnd zum Dahinschmelzen ...
Die Kopfteile der Behandlungsstühle sind waren sehr schmal.
Sie würde mir also beim Hin/herüberbeugen gewiss recht nahekommen. ...
Das sanfte Rütteln und Brummen machte mir plötzlich absolut nichts mehr aus.
Zwei wunderschöne braune Augen sahen mich ich an.
... die zwar stramm, aber zugleich auch weich und anschmiegsam nun an mein emOhr lagen sich schmiegten/kuschelten. Und An meinem Kiefergelenk dagegen spürte ich etwas Hartes.
... „Danke“ brachte ich hervor und KOMMA dabei erhob ich mich etwas stürmisch. Hätte sie nicht einen Schritt zurückgemacht, wäre ich ihr vermutlich um den ihren Hals gefallen ...
Glückselig ging ich nach Hause. Davon werde würde ich heute Nacht träumen, da/darüber war ich mir sicher.
...so gab ichmeinem Verstand mir zu denken, ...

Liebe Grüße
Ahorn
 
Hallo Ahorn,

aus dem täglichen Leben? Na ja, ich hatte letzte Woche einen Termin beim Zahnarzt. Und da war es so, dass sich der Bauch meines Doktors tatsächlich ab und an gegen meinen Kopf lehnte. Die Zahnarzthelferin auf der anderen Seite des Stuhls assistierte ihm und kam mir auch recht nahe. Mehr als ein sanftes Vorbeistreichen war es nicht, aber diese Situation hatte mich dazu animiert, daraus etwas mehr, als man vermutlich erwarten dürfte, zu machen.

Ich danke Dir für die Bearbeitung. Alles konnte oder wollte ich allerdings nicht übernehmen. Ich hoffe, Du vergibst mir meinen eigenen, etwas lockeren Stil. ;)
Ob es eine Fortsetzung geben wird, hängt davon ab, ob es gewünscht wird ... :cool:

Liebe Grüße,
Rainer Zufall
 
Hallo Ahorn,

uupps ... Na, ich habe es befürchtet. ;) Dann werde ich mich in den nächsten Tagen mal ans nächste Kapitel machen.

Von Schlampigkeit bin ich doch wohl noch weit genug entfernt - hoffe ich ... o_O
Ich schreibe halt gern, wie es gesprochen wird. Und da kommen eben die Füllwörter dazu, oder die Formulierung ist nicht ganz strikt und klar ohne Firlefanz. Aber das ist mein Stil. Trotzdem bin ich bemüht, es nicht allzu sehr ausufern zu lassen.

Liebe Grüße,
Rainer Zufall
 

ahorn

Mitglied
Hallo Rainer Zufall,
wie der Arme leidet.
Ich bin gespannt, ob sie seine Gefühle teilt. Was ist, wenn sie ihm einen Korb gibt?
Wird er nie wieder einen Zahnarzt aufzusuchen?


Ich freute mich auf einen Zahnarzttermin. Unfassbar.
Mehr Gefühl. Er sieht sie wieder.
Ich freute mich, nein, das war nicht das richtige Wort, ich jubilierte, ich drehte mich, tanzte einem Zahnarzttermin entgegen. Unfassbar.

... verabschiedete sich die Frau Doktor meine Ärztin gerade von einem Patienten.

Sie sprach ihre Sprechstundenhilfe an, weil sie mich sicherlich noch nicht registriert hatte.
Es sei, denn er kann Gedanken lesen.

„Da ist noch jemand, Vanessa“, antwortete sie diese und wies auf mich hin.
„Oh. Ja. Ja, gut“, stammelte sie Vanessa.

Ich schaute ihr nach. Diese Nathalie war schon einige Jahre hier in der Praxis. Aber sie war nicht die einzige Assistentin. Darum war der Kontakt während der Behandlungstermine eher flüchtig.
Der Sinn dieser Sätze entsagt mir.

Der Schlüssel drehte sich im Schloss.
Inwieweit ein Schlüssel in der Lage ist, sich selber zu drehen, kann ich nicht nachvollziehen, da ich keiner bin.
Sie schloss ab.
Jedoch frage ich mich eher, was die Berufsgenossenschaft dazu sagt, wenn eine Praxistür von außen verriegelt würd, während Mitarbeiter in dieser Tätigkeit sind. Es hätte sogar mehr Charme, wenn die Ärztin mit den Worten: „Damit uns keiner stört“, es selber tätigte. ;)

Ich musste doch träumen, dachte ich.
... die ich mir vorstellen vorstellte wollte, erahnen ließ.

„Das ist schon in Ordnung.“ Sie lächelte freundlich.
Unfreundliches Lächeln wäre ja blöd. Was hältst du davon, wenn er das Lächeln beschriebe?
Sie lächelte. Lächelte wie/als ...


Ich löste die Krone, die ich nach dem Frühstück notdürftig mit Haftkleber eingesetzt hatte, und legte sie auf das Tablett am Schwenkarm.
Steilvorlage und verschossen. Situationskomik ausnutzen! Ihre Reaktion?

Sie trat neben mich an mich heran, sagte: „Mund auf“, und schaute sich an, was zu tun wäre. „Gut, ist nur die Krone, die abgerutscht ist, ja?“
Schaute sich an? Gedankenleser!
Ich blickte auf ihre Nasenspitze und vermutete, dass ...

Ich nickte und schaute ihr in die Augen, die freundlich lächelten.
Du liebst es freundlich zu lächeln. Schreibe wie er das Lächeln empfindet.

Sie betätigte die Hydraulik des Stuhls und beförderte mich in die Waagerechte. Ihr Blick schweifte über die Arbeitsfläche hinter mir, während ich mich an ihrem hinreißenden Anblick ergötzte. Ich hoffte, sie würde es nicht bemerken.
Auch ich gehe ab und zu zum Zahnarzt. Wenn ich mich in der Waagerechten befinde, kann ich meinen Kopf von rechts nach links schwenken. Mein Gesichtsfeld ist eher eingeschränkt. Und wo ist dann hinten?

Doch plötzlich traf mich ihr strenger Blick und versetzte mir einen Stich ins Herz.
Der ernste Blick ist kaum genialer, als das freundliche Lächeln. Fasse seine Gefühle in Worte.

Bestimmt wurde ich knallrot im Gesicht.
Jemand wir rot im Gesicht, wenn mehr ... genau! Das merkt man.
Ich spürte wie ich ...

ich erwiderte das Lächeln schüchtern.
„Gut. Mund auf!“, befahl sie mit einem Grinsen.
befahl sie, während/derweil sie grinste.
Sogleich begann sie mit der Arbeit.

Zu sehr war ich von den ihren, die für mich konzentriert in meinen Mund starrten, fasziniert.

Plötzlich bemerkte sie es. „Alles gut?“
Woher weiß er, was sie bemerkt? Gestik, Mimik der Ärztin. Daraus schließt er den Schluss das ...


Ich brummte ein ‚Ja‘, soweit das mir mit geöffnetem Mund möglich war ...
Ohne ein weiteres Wort an mich widmete ...

Sie legte das Werkzeug aus der Hand, schaute auf die Arbeitsfläche hinter mir und sagte:
Wer ist in der Lage zu sehen, zu riechen, zu hören? Ich sehe dein Nicken und vernehme deine Gedanken. ich schreibe, wie ich spreche. in der Rede zutreffend, ansonsten kann der Protagonist nur sehen was ein andere macht, oder dieses Vermuten. Er sieht, wie jemand den Kopf dreht, dessen Pupillen sich bewegen. Nicht mehr, nicht weniger.

Wenigstens konnte ich nun den meinen Mund einen Augenblick schließen.
... stellte den einen Tiegel auf dem Tablett ab ...
... dass dies nicht möglich sein würde war.

Ich bekam große Augen, denn da sie ihr Oberteil nun am Kopfteil des Stuhls und auch zu meinem Vergnügen an meinem Kopf festgeklemmt hatte, straffte sich der Stoff über ihrer Brust PUNKT , die ich i In diesem himmlischenMoment hatte ich im wahrsten Sinne des Wortes ihre Brüste vor meinen Augen hatte – und zwar nur wenige Zentimeter!
Sogleich fragte ich mich, ob sie es würde sehen können, ob sie die sich bildende Beule in meinem Schoß bemerken würde.

Sie senkte den Blick und ich schaute mir genau in die Augen.

...beugte sich über meinen Oberkörper und schaute von vorn in meinen Mund.
Von vorn? Wo hat er seinen Mund? Wie wär es mit beäugte?

Ich schaute von unten genau auf ihre Brust. Daran vorbei allerdings auch in ihre Augen.
Hat sie sich zwischenzeitlich entblößt? Wegen von unten, dass er unter ihr liegt, ist klar.

Stattdessen schaute sie mich an.
Stattdessen verharrte sie, als schaue sie mich an.

Ihr Oberteil hatte sich ein wenig nach vorn geöffnet, weil es halt recht weit war.
Nach vorn geöffnet? Meinst du vorn geöffnet?

Sie schaute mich an, sagte aber nichts.
Sie wandte mir ihr Gesicht zu, sagte aber nichts.

Sie hielt meine Patientenkarte in Händen und schaute darauf. „Benjamin? Nennen Ihre Freunde Sie dann Benny?“, fragte sie.
Sie hielt meine Patientenkarte mit ihren Händen und las: „Benjamin“. Sie lächelte. „Nennen Ihre Freunde Sie dann Benny?“
Obwohl man auf mit ihren Händen verzichten kann. Mit was sonst. ;)

Sie schmunzelte, schaute mich dabei aber nicht an. „Hatte ich das erlaubt?“ Nun kicherte sie leise.
wandte sich dabei aber von mir ab.

Liebe Grüße
Ahorn
 
Guten Morgen Ahorn,

oh, verdammt. Du hast mich wieder voll erwischt. ;)
Ja, Du zeigst mir gerade den schmalen Grat zwischen locker und schlampig auf. Ich falle immer wieder auf mich selber rein und merke es nicht.
Jetzt habe ich eine Menge zu tun. Also habe Geduld mit mir.

Ich schaute ihr nach. Diese Nathalie ... Wenn Dir der Sinn der Sätze entsagt, dann muss ich es wohl etwas deutlicher formulieren. Es wird später vielleicht noch in einem anderen Licht erscheinen. Ich habe da so eine Idee ...

Steilvorlage und verschossen. Du hast ja so recht. Verdammt, da hätte ich mehr draus machen können.

Wo ist dann hinten? Okay, ist etwas ungenau. Gemeint ist im Rücken des Stuhls an der Wand. sollte ich dann auch so beschreiben.

Wie gesagt, ein bisschen Geduld. :oops:

Liebe Grüße,
Rainer Zufall
 

ahorn

Mitglied
Hallo Rainer Zufall,
Da nimmt er also sein Schicksal in seine Hand. Sorry ;), nimmt professionelle Dienstleistung in Anspruch. Obwohl? Als solch einen schmierigen Typen hatte ich in eigentlich nicht gehalten. Er sollte als ein selbstbewusst, aufgeklärter Mann dann doch lieber ...
Bloß, wenn ich mir vorstelle, er triff sein Vanessa, dann wäre die Geschichte vorbei. Schade.

Der Leser kann weitausbesser mit deinem Benny mitfühlen. Die leichte Abweichung vom Gesprochenen macht ihn glaubwürdiger.
Ich weiß zu viel Pronomen sind dir ein Graus. :)
Der, die, das, mein, dein, sein reicht ja hin. ;)


Zuhause machte ich mir klar, dass eher eine Kuh Schlittschuhlaufen lernen würde lernte, als dass ich den Mut aufbringen würde aufbrachte, Vanessa meine Liebe zu gestehen. Doch diese Erkenntnis zog mich erst richtig runter.
Ich war von mir enttäuscht, frustriert, wütend, desillusioniert.
Toller Satz.
Und was tat ich? Das, was ich immer tat, wenn ich unglücklich verliebt und bar jeder Hoffnung war, dass sich an der inwiefern ich an meiner desolaten Situation noch etwas ändern könne konnte: ich schaute mir ein paar Pornos im Internet an.
Bar ;)
Später kam mir noch ein viel verrückterer Gedanke. Ich suchte in Kontaktbörsen nach den speziellen Angeboten. Ich wollte jetzt irgendwo irgendwie meinen Druck abbauen. ich wollte mir verlangte es nach Sex. dazu daher wollte nahm ich mir vor eine x-beliebige Frau zu suchen, mit ihr Kontakt aufnehmen und mich sofort mit ihr treffen, um ganz unverbindlich eine Runde mit ihr zu vögeln. Das Dies entsprach überhaupt nicht meinem Naturell, aber mein Frust trieb mich in diese jene aberwitzige Motivation.
Ich fand eine Plattform, mit vielen reizvollen Bildern , klickte schließlich eines an, das welches (Drückt eher die Frage die Unschlüssigkeit aus) mir gefiel, wollte gerade / justdie Kontaktdaten abrufen, doch dann …
Ich schrie: „Scheiße!!“ und vervollständigte meinen Wutausbruch mit den Gedanken:Das war’s dann wohl mit schnellem Sex.
Mein Rechner war abgestürzt, er ließ sich jedoch nicht wiederbeleben. Nix. Nada. Finito.
Was also tun?
Erst mal eine kalte Dusche. Vielleicht würde mich das wieder zur Vernunft bringen, dachte ich mir.
Ich war der Verzweiflung nahe. Jetzt wollte ich mal etwas Spontanes, sogar / gar in meinen Augen Unvernünftiges tun. Und dann das dies . Die ganze Nacht durch Kneipen und Diskotheken ziehen, um vielleicht die Traumfrau oder zumindest eine scharfe Braut für einen One-night-stand zu finden, war mir zu nervenaufreibend.
Hallo Rainer Zufall,
Da nimmt er also sein Schicksal in seine Hand. Sorry ;), nimmt professionelle Dienstleistung in Anspruch. Obwohl? Als solch einen schmierigen Typen hatte ich in eigentlich nicht gehalten. Er sollte als ein selbstbewusst, aufgeklärter Mann dann doch lieber ...
Bloß, wenn ich mir vorstelle, er triff sein Vanessa, dann wäre die Geschichte vorbei. Schade.

Der Leser kann weitausbesser mit deinem Benny mitfühlen. Die leichte Abweichung vom Gesprochenen macht ihn glaubwürdiger.
Ich weiß zu viel Pronomen sind dir ein Graus. :)
Der, die, das, mein, dein, sein reicht ja hin. ;)


Zuhause machte ich mir klar, dass eher eine Kuh Schlittschuhlaufen lernen würde lernte, als dass ich den Mut aufbringen würde aufbrachte, Vanessa meine Liebe zu gestehen. Doch diese Erkenntnis zog mich erst richtig runter.
Ich war von mir enttäuscht, frustriert, wütend, desillusioniert.
Toller Satz.
Und was tat ich? Das, was ich immer tat, wenn ich unglücklich verliebt und bar jeder Hoffnung war, dass sich an der inwiefern ich an meiner desolaten Situation noch etwas ändern könne konnte: ich schaute mir ein paar Pornos im Internet an.
Bar ;)
Später kam mir noch ein viel verrückterer Gedanke. Ich suchte in Kontaktbörsen nach den speziellen Angeboten. Ich wollte jetzt irgendwo irgendwie meinen Druck abbauen. ich wollte mir verlangte es nach Sex. dazu daher wollte nahm ich mir vor eine x-beliebige Frau zu suchen, mit ihr Kontakt aufnehmen und mich sofort mit ihr treffen, um ganz unverbindlich eine Runde mit ihr zu vögeln. Das Dies entsprach überhaupt nicht meinem Naturell, aber mein Frust trieb mich in diese jene aberwitzige Motivation.
Ich fand eine Plattform, mit vielen reizvollen Bildern , klickte schließlich eines an, das welches (Drückt eher die Frage die Unschlüssigkeit aus) mir gefiel, wollte gerade / justdie Kontaktdaten abrufen, doch dann …
Ich schrie: „Scheiße!!“ und vervollständigte meinen Wutausbruch mit den Gedanken:Das war’s dann wohl mit schnellem Sex.
Mein Rechner war abgestürzt, er ließ sich jedoch nicht wiederbeleben. Nix. Nada. Finito.
Was also tun?
Erst mal eine kalte Dusche. Vielleicht würde mich das wieder zur Vernunft bringen, dachte ich mir.
Ich war der Verzweiflung nahe. Jetzt wollte ich mal etwas Spontanes, sogar in meinen Augen sogar / gar Unvernünftiges tun. Und dann das dies . Die ganze Nacht durch Kneipen und Diskotheken ziehen, um vielleicht die Traumfrau oder zumindest eine scharfe Braut für einen One-night-stand zu finden, war mir zu nervenaufreibend. Die Chance auf den einen Misserfolg mir einzufahren außerdem für mich zu groß.
Ich ging zum Bahnhof. Im dortigen Zeitungsladen würde gab es jetzt mit Sicherheit nach 21 Uhr schon die Wochenendausgabe der Tageszeitung geben. Dort waren immer eine Menge Kleinanzeigen viele kleine Anzeigen nahm mit Telefonnummern drin. Da sollte sich irgendetwas finden lassen. Ganz altmodisch, wie damals, als es noch kein Internet gab.
wollte sollte ich das jetzt wirklich? Ja! Verdammt! Ja, ich wollte es! also ich wählte ich die Nummer.

„Hallo, Benny“, begrüßte mich dieses zauberhafte Wesen.
doch ich war schockiert, bekam kein Wort heraus.

Liebe Grüße
Ahorn
. ODer
Ich ging zum Bahnhof. Im dortigen Zeitungsladen würde gab es jetzt mit Sicherheit nach 21 Uhr schon die Wochenendausgabe der Tageszeitung geben. Dort waren immer eine Menge Kleinanzeigen viele kleine Anzeigen nahm mit Telefonnummern drin. Da sollte sich irgendetwas finden lassen. Ganz altmodisch, wie damals, als es noch kein Internet gab.
wollte sollte ich das jetzt wirklich? Ja! Verdammt! Ja, ich wollte es! also ich wählte ich die Nummer.

„Hallo, Benny“, begrüßte mich dieses zauberhafte Wesen.
doch ich war schockiert, bekam kein Wort heraus.

Liebe Grüße
Ahorn
 
Hallo Ahorn,

danke für Deine Mühe. Deine Antwort ist allerdings ein bisschen konfus, zum Teil doppelt. Aber ich habe die wesentlichen Stellen gefunden, die Du mir ankreiden willst. ;)
Na ja, die Sache mit den Pronomen. Ich finde, dass manche für mich etwas gestelzt wirken. Ich weiß nicht, wie ich es anders beschreiben soll.
Was ist an dem Wort 'bar' nicht in Ordnung? 'Bar jeder Hoffnung' ist doch richtig, oder?
Wie Du Dir denken kannst, ist es wohl eher nicht seine Vanessa, die da vor ihm steht ...

Liebe Grüße,
Rainer Zufall
 
Hallo Ahorn,

also, mit 'Alles!' auf die Frage, was 'nicht in Ordnung' sei, zu antworten, ist widersprüchlich. Aber gewiss meintest du es so, wie ich Deinen Kommentar verstehe. Dieses 'bar' ist so ein 6-Sterne-Wort, wo es nur maximal fünf geben kann, ja? Ein Geniestreich sozusagen ... ;) Danke für die Blumen.:cool:
Fortsetzung ist in Arbeit.

Liebe Grüße,
Rainer Zufall
 

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