Wurzelbehandlung

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Wurzelbehandlung
(Kapitel 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9 ,10, 11, 12, 13, 14)


Kapitel 1

Ich hasste Zahnärzte. Aber da ich erblich vorbelastet war, daher mit meinem Gebiss so meine lieben Sorgen hatte, musste ich mich damit abfinden.
Vor zwei Jahren hatte mein alter Zahnarzt bereits angekündigt, sich bald zur Ruhe setzen zu wollen. Seine Tochter würde die Praxis jedoch weiterführen. Sie war schon seit einiger Zeit dort tätig gewesen, doch ich hatte bis dahin noch nicht das Vergnügen mit ihr.

Doch dieser Tag kam.
Ich hatte mal wieder eines meiner üblichen Probleme. Eine Brücke hatte sich gelockert. Wie sich herausstellte, hatte sich darunter ein wenig Karies eingeschlichen.
Nun setzte die junge Frau mir die Betäubungsspritzen für die erforderliche Behandlung. Ich spürte nichts davon. Sagenhaft! Das hat sie sicherlich von ihrem Daddy gelernt.
Mit einem Lächeln zum Dahinschmelzen sagte sie: „Wir warten ein paar Minuten. Und dann rücken wir dem Bösewicht zuleibe.“
„Behandeln Sie mich heute?“
„Aber sicher.“ Sie wirkte irritiert. „Wollen Sie lieber von meinem Vater …“
„Oh, nein. Nein. Ich freue mich darauf. Wenn alles so sanft und schmerzlos geht, wie die Spritzen, dann bin ich sehr glücklich.“ Ich fragte mich, ob sie meine spontane Bewunderung bereits erkannt hatte.
Die Kopfteile der Behandlungsstühle waren sehr schmal. Und bei einer etwas schwierigeren Behandlung drückte sich schon mal der Bauch des Alten an meinen Kopf. Ich habe mich nie beklagt, aber wenn es nun der flache Bauch dieser hübschen Frau sein würde, so tilgte das alle Unannehmlichkeiten der Vergangenheit, dachte ich.
Nun war diese Frau gerade einssechzig groß. Sie würde mir also beim Hinüberbeugen gewiss recht nahe kommen. Allein die Vorstellung machte mich unruhig.

„So, ist alles schön taub?“
Ich nickte, weil, verständlich sprechen konnte ich nicht mehr so recht.
„Dann machen Sie mal den Mund auf.“
Ich tat es und schloss die Augen, um mich zu entspannen.
Sie trat an den Stuhl heran, nahm ihr Werkzeug zur Hand und inspizierte das Bearbeitungsfeld in meinem Mund, wie ich annehmen musste. Das Bohren und Kratzen, das sanfte Rütteln und Brummen machte mir plötzlich absolut nichts mehr aus. Ich war ihr willenlos ergeben. Was sollte ich auch tun?
Zum Beispiel die Augen öffnen, dachte ich. Also …

Ich schaute in zwei wunderschöne braune Augen. Mir wurde wohlig warm. Ich wagte jedoch nicht, ihren Blick zu lange zu fixieren. Also schloss ich meine Augen wieder. Ich sah diese funkelnden Sterne trotzdem, wie in einem Traum.
Dann wurde das Brummen in meinem Mund etwas unangenehmer. Aber ich spürte sogleich, dass sie sich wie selbstverständlich gegen meinen Kopf drückte, damit dieser ruhig liegen blieb. Und es war nicht nur ihr Bauch, den ich spürte, nein, an meiner Wange schmiegte sich eindeutig etwas Weicheres an. Ich konnte nicht glauben, was ich gerade erlebte. Das musste doch ein Traum sein!
Aber nein, sie rückte kurz ab, positionierte sich neu und lehnte sich erneut gegen meinen Kopf. Ich spürte ganz deutlich die sanften Rundungen, die zwar stramm, aber zugleich auch weich und anschmiegsam nun an meinem Ohr lagen. An meinem Kiefergelenk dagegen spürte ich etwas Hartes. Oh, wow, dachte ich. Das sind ihre Nippel! Na, zumindest einer. Aber der drückte sich so unfassbar deutlich gegen meine Wange, dass mir heiß wurde.
Ich realisierte, dass meine Jacke, die ich mit den Händen hielt, meinen Bauch und meinen Unterleib bedeckte. Ich spürte, wie sich etwas regte, was dadurch zum Glück nicht sichtbar wurde.
War sie sich dessen eigentlich bewusst? Wusste sie, was sie mir da antat? Sie musste es doch selber spüren!

Der Kontakt riss ab. Die Behandlung war erledigt. Ich öffnete die Augen und suchte die ihren.
„Geschafft“, sagte sie und lächelte.
Ich lächelte und nickte ergeben, denn Sprechen war mit der Betäubung schwierig. Ein undeutliches „Danke“ brachte ich hervor und erhob mich etwas stürmisch. Hätte sie nicht einen Schritt rückwärts gemacht, wäre ich ihr vermutlich um den Hals gefallen – aus Versehen ...

Glückselig ging ich nach Hause. Davon würde ich heute Nacht träumen, da war ich mir sicher. Und ich fragte mich, ob ich mich in Zukunft einfach nur auf die Besuche bei ihr freuen wollte, in der Hoffnung, erneut in diesen Genuss zu kommen, oder ob ich sie darauf ansprechen sollte, um mehr zu bekommen. Andererseits, so gab mein Verstand mir zu denken, könnte diese Offensive auch zum K.O. führen.


Auch nach zwei Jahren, der Alte war endlich im Ruhestand, war ich unentschlossen, hatte die sanften Berührungen genossen, die ich bei fast jeder ihrer Behandlungen erfuhr. Danach hatte ich immer wilde Träume. Aber den Mut, ihr mein Begehren zu gestehen, hatte ich noch immer nicht gefunden. Irgendwann ist es zu spät, fürchtete ich. Dabei sehnte ich mich so sehr nach einer Wurzelbehandlung durch ihre sanften Hände – allerdings an einer anderen Stelle …



Kapitel 2

Meine Probleme rissen nicht ab. Lästig, aber eigentlich nicht schade – bei den Aussichten …
Noch in derselben Woche, ausgerechnet am Freitag, hatte sich eine Krone gelöst. Sofort rief ich an, um schnell einen Termin zu bekommen. „Wie lange sind Sie heute noch in der Praxis?“
„Bis 17 h“, sagte mir die Sprechstundenhilfe. „Aber …“, begann sie.
Doch ich unterbrach sie: „Ich möchte nicht wieder zu lange warten, bis da mehr kaputt geht. Ich möchte heute noch zur Frau Doktor.“
„Ja … Ja, gut. Dann kommen Sie bitte spätestens bis viertel vor fünf.“
„Vielen Dank. Das werde ich machen.“
Es war völlig irrsinnig. Ich freute mich auf einen Zahnarzttermin. Unfassbar.

Als ich in der Praxis ankam, verabschiedete sich meine Ärztin gerade von einem Patienten. Sie sprach ihre Sprechstundenhilfe an, weil sie mich offenbar noch nicht registriert hatte. „Nathalie, waren das alle, ja? Dann …“
„Da ist noch jemand, Vanessa“, antwortete diese und wies auf mich hin.
„Oh. Ja. Ja, gut“, stammelte Vanessa. „Aber sonst nichts mehr, oder?“
Nathalie schmunzelte. „Nein.“
„Gut, ich denke, das bekomme ich allein geregelt. Mach Feierabend. Schließ auch schon ab, damit nicht doch noch einer rein kommt.“
„Alles klar. Schönes Wochenende, Vanessa.“
Ich schaute ihr nach. Diese Nathalie, ebenso hübsch, wie Vanessa, war schon einige Jahre hier in der Praxis. Die könnte mir auch gefallen.

Dann war die Kollegin fort. Ich hörte, wie sich der Schlüssel im Schloss drehte. Jetzt war ich allen Ernstes ganz allein mit meiner Frau Doktor. Ich musste doch träumen, dachte ich. Vanessa. Ein wunderschöner Name.
Da es ein sommerlich warmer Tag war, trug ich nur ein T-Shirt und eine Caprihose. Meine geliebte Frau Doktor, Vanessa, war mit einer weißen Sommerhose und einem etwas zu weiten Oberteil mit V-Ausschnitt bekleidet, welches gewiss sehr bequem war, jedoch nichts von ihrer zweifellos aufregenden Figur, die ich mir vorstellte, erahnen ließ. Es hatte zudem kurze Ärmel und fiel locker über den Hosenbund.

„Was haben wir denn heute, junger Mann?“, fragte sie auf dem Weg ins Behandlungszimmer.
„Tut mir leid, wenn ich Ihnen jetzt den Feierabend versaue. Aber ich wollte nicht wieder zu lange warten.“
„Das ist schon in Ordnung.“ Sie lächelte.
„Wirklich?“
„Ja, sicher. Alles gut. Setzen Sie sich.“
Ich löste die Krone, die ich nach dem Frühstück notdürftig mit Haftkleber eingesetzt hatte, und legte sie auf das Tablett am Schwenkarm.
Sie schaute mich an und grinste. "Man könnte fast meinen, Sie hätten sich mit Freuden auf diesen Termin vorbereitet."
Meine Gedanken überschlugen sich. Ich liebte dieses zauberhafte Lächeln. "Klar, ich habe mir die Krone selber rausgerissen", sagte ich. Das Lachen konnte ich aber nicht unterdrücken.
Sie schenkte mir erneut ein hinreißendes Lächeln, das mein Herz vor Freude etwas schneller schlagen ließ.
Während sie sich die Handschuhe anzog, setzte ich mich auf den Stuhl. Sie trat an mich heran, sagte: „Mund auf“, und schaute sogleich hinein. „Gut, ist nur die Krone, die abgerutscht ist, ja?“
Ich nickte und schaute in ihre herrlichen Augen.
„Das haben wir doch schnell erledigt.“
Sie betätigte die Hydraulik des Stuhls und beförderte mich in die Waagerechte. Ihr Blick schweifte über die Arbeitsfläche an der Wand, während ich mich an ihrem hinreißenden Anblick ergötzte. Ich hoffte, sie würde es nicht bemerken.
Doch plötzlich traf mich ihr strenger Blick und versetzte mir einen Stich ins Herz. Ich wurde knallrot im Gesicht. Ich spürte es ganz deutlich. Doch dann lächelte sie. Meine Anspannung löste sich. Ich erwiderte das Lächeln schüchtern.
Sie zog sich die Maske über und begann mit der Inspektion.
„Ist alles sauber“, sagte sie. „Es war gut, dass Sie sofort gekommen sind. Ich muss nur den alten Kleber abschleifen. Das geht ohne Betäubung, oder?“
„Ja, sicher. Sie arbeiten immer so sanft und behutsam, da glaube ich nicht, dass ich eine Betäubung benötige.“
„Gut. Mund auf!“, befahl sie mit einem Grinsen. Sogleich begann sie mit der Arbeit.
Ich konnte die Augen nicht schließen. Zu sehr war ich von den ihren, die sicher konzentriert in meinen Mund starrten, fasziniert.
Plötzlich hielt sie inne, schaute mir in die Augen. „Alles gut?“
Ich brummte ein 'Ja', soweit mir das mit geöffnetem Mund möglich war, und schlug die Augenlider zu und wieder auf.
Ohne ein weiteres Wort widmete sie sich wieder der Arbeit. Ich schloss nun die Augen, um sie nicht weiter zu irritieren.

Die erste Etappe war erledigt. Sie legte das Werkzeug aus der Hand, richtete ihren Blick auf die Arbeitsfläche an der Wand und sagte: „So, jetzt muss ich mal den neuen Zement anrühren. Einen Augenblick.“
Im Weggehen strich sie mit der Hand über meine Schulter. Ein wohliger Schauer durchfuhr meinen ganzen Körper. Ich bildete mir sogar ein, sie hätte das durchaus bewusst getan.
Wenigstens konnte ich nun meinen Mund einen Augenblick schließen.

Nach zwei Minuten kam sie zurück an den Stuhl, stellte einen Tiegel auf dem Tablett ab und betätigte erneut die Hydraulik. Das Kopfteil des Stuhls kippte noch ein klein wenig weiter nach unten. Ich hatte fast das Gefühl, ich würde kopfüber von diesem Stuhl rutschen. Doch dann durfte ich mit Vergnügen feststellen, dass dies nicht möglich war.
Vanessa stellte sich an das Kopfende des Stuhls. Schon da spürte ich die sanfte Berührung auf meiner Schädeldecke. Um an den Zementtiegel greifen zu können, musste sie zunächst das Tablett am Schwenkarm weiter zu sich ziehen. Das hatte sie beim Abstellen versäumt. Also beugte sie sich über meinen Kopf hinweg.
Ich bekam große Augen, denn da sie ihr Oberteil nun zu meiner großen Freude an meinem Kopf festgeklemmt hatte, straffte sich der Stoff über ihrer Brust. In diesem himmlischen Moment hatte ich ihre herrlichen Rundungen im wahrsten Sinne des Wortes vor meinen Augen – und zwar nur wenige Zentimeter!
Meine Augen wurden immer größer, ich bekam feuchte Hände, eine trockene Kehle und leckte unruhig meine Lippen. Außerdem spürte ich das Blut in eine ganz bestimmte Richtung strömen. Sogleich fragte ich mich, ob sie die sich bildende Beule in meinem Schoß bemerken würde.
Ihre Brustwarzen zeichneten sich sehr deutlich durch den Stoff ab. Doch im nächsten Augenblick entspannte sie sich, ihr Oberteil fiel wieder luftig locker. Sie senkte den Blick und schaute mir genau in die Augen.
„Ist alles in Ordnung? Sie wirken etwas unruhig“, meinte sie und lächelte.
Hektisch antwortete ich: „Mir geht es gut. Sehr gut. Alles gut.“ Ohne ihre Aufforderung abzuwarten, öffnete ich den Mund.
Nun trat sie wieder an die Seite, weil sie so offenbar besser an die Stelle in meinem Mund sehen konnte, an der sie arbeiten musste. Sie trug den Zement auf, füllte auch eine kleine Menge in die Krone und setzte das Teil ein. Sie trat erneut hinter das Kopfende, lehnte sich an und fasste vorsichtig an die aufgesetzte Krone, um sie mit ordentlich Druck zu fixieren.
Mein Kopf neigte sich dadurch ein Stück in den Nacken. Dabei drückte er sich deutlich gegen ihren Bauch.
Unruhig schlug ich die Augenlider auf und ab. Der Stoff ihres Oberteils hatte sich wieder etwas gestrafft. Ihre Brüste zeichneten sich erneut sehr deutlich ab, brachten mein Blut in Wallungen. Ich atmete unruhig, rollte meine Augen, um mich abzulenken, mich loszureißen von diesem verlockenden Bild.
„Wenn ich zu fest drücke, sagen Sie es.“
Wie sollte ich jetzt wohl etwas sagen, dachte ich. So war es genau richtig. Ich konnte ihre herrlichen Rundungen bewundern, genoss den erregenden Anblick ihrer harten Knospen, die sich deutlich durch den Stoff drückten, und ich konnte in ihre wunderschönen Augen schauen. Warum sollte ich mich nun beklagen?
Doch dann bemerkte ich, dass ihre Augen flatterten. Sie hatte für einen kurzen Augenblick nach vorn geschaut, was bedeutete, dass ihr Blick an meinem Körper hinab geschwenkt war. Ich spürte den Druck noch immer, also würde sie ihn auch bemerkt haben. Oh, mein Gott! Wie peinlich!

Endlich ließ sie los. Die Krone saß jetzt sicher bombenfest.
„Die Brücke oben rechts müssten wir uns auch mal ansehen. Die ist schon recht alt, oder?“, meinte sie, um die aufkommende Lethargie zu durchbrechen.
„Die hat Ihr Vater mir eingesetzt. Das ist schon ...“ Ich grübelte. „Na ja, knapp zehn Jahre?“
Gemächlich begab sie sich an die Seite, an der sich der Hebel für die Hydraulik befand. Sie beugte sich ein wenig hinunter, doch sie betätigte ihn nicht sofort. Sie verharrte und schaute mich an.
Der weite Ausschnitt ihres Oberteils gewährte mir einen reizvollen Einblick. Nein, ich konnte nichts weiter sehen, aber trotzdem platzte es nun aus mir heraus: „Das ist eine wunderschöne Perspektive, Vanessa, aber ich würde gerne wieder in die aufrechte Position kommen.“
Unverzüglich betätigte sie den Hebel und streckte sich. Ich konnte ihren Blick nicht deuten. War sie nun verärgert oder hatte ich sie angespitzt? Sie wich mir aus, machte zwei schnelle Schritte zur Arbeitsfläche an der Wand.
Ich erhob mich aus dem Stuhl, machte ebenfalls zwei Schritte und stellte mich in gebührendem Abstand neben sie. Mit betont sanfter Stimme fragte ich: „Habe ich etwas Falsches gesagt?“
Sie schaute mich kurz an, sagte aber nichts.
„Frau Doktor ...“, stammelte ich.
„Alles in Ordnung, junger Mann", sagte sie, ohne mich anzusehen. "Wir sind fertig, oder?“
'Fertig' sagte sie. Wie war das zu verstehen? 'Fertig' mit der Behandlung oder 'fertig' im Sinne von 'komm mir nicht zu nahe'? Kurz erfasste mich Panik. Doch dann beruhigte ich mich wieder.
„Ach, die Tür ist abgeschlossen, oder?“, meinte sie dann. „Oh, ja, natürlich.“ Sie lächelte. „Kommen Sie, Herr Herzmann.“
Wir gingen zur Ausgangstür.
Sie hielt meine Patientenkarte in Händen und schaute darauf. „Benjamin? Nennen Ihre Freunde Sie dann Benny?“, fragte sie.
Ich war völlig perplex. Eine so persönliche Ansprache hätte ich jetzt nicht erwartet. „Äh, ja. Ja, Benny. Sie dürfen mich gerne auch Benny nennen, wenn Sie mögen“, antwortete ich mit neuem Mut. „Ich habe Sie ja auch schon Vanessa genannt.“
Sie schmunzelte, schaute mich dabei aber nicht an. „Hatte ich das erlaubt?“ Nun kicherte sie leise.
„Nein“, flüsterte ich. „Ich bitte um Entschuldigung.“
„Schon vergeben. Ein schönes Wochenende“, sagte sie, als sie die Tür geöffnet hatte und ich den ersten Schritt hinaus gemacht hatte. „Benny“, schickte sie leise hinterher.
Ich schaute sie mit großen Augen an, doch sie schloss sofort wieder ab und entzog sich meinem Sichtfeld.
Sie mochte mich, da war ich mir sicher. Und ich? Ich war hoffnungslos in sie verliebt!



Kapitel 3

Zuhause machte ich mir klar, dass eher eine Kuh Schlittschuhlaufen lernte, als dass ich den Mut aufbrachte, Vanessa meine Liebe zu gestehen. Doch diese Erkenntnis zog mich erst richtig runter. Ich war von mir enttäuscht, frustriert, wütend, desillusioniert.
Und was tat ich? Das, was ich immer tat, wenn ich unglücklich verliebt und bar jeder Hoffnung war, inwiefern sich an meiner desolaten Situation noch etwas ändern könnte: ich schaute mir ein paar Pornos im Internet an.
Später kam mir ein viel verrückterer Gedanke. Ich suchte in Kontaktbörsen nach speziellen Angeboten. Ich wollte jetzt irgendwie meinen Druck abbauen. Ich wollte Sex. Darum nahm ich mir vor, mir eine x-beliebige Frau zu suchen, mit ihr Kontakt aufnehmen und mich sofort mit ihr treffen, um ganz unverbindlich eine Runde mit ihr zu vögeln. Diese Handlungsweise entsprach überhaupt nicht meinem Naturell, aber mein Frust trieb mich in diese aberwitzige Motivation.

Ich fand eine Plattform mit vielen reizvollen Bilder, klickte schließlich eines an, welches mir gefiel, wollte gerade die Kontaktdaten abrufen, doch dann …
Der Bildschirm wurde plötzlich dunkel, mein Computer machte seltsame Geräusche, und schließlich gab es einen Knall.
„Scheiße!!“ Das war's dann wohl mit schnellem Sex.
Mein Rechner war abgestürzt, ließ sich nicht wiederbeleben. Nix. Nada. Finito.
Was also tun?
Erst mal eine kalte Dusche. Vielleicht würde mich das wieder zur Vernunft bringen, dachte ich. Doch die Wirkung verflog recht schnell.

Ich war der Verzweiflung nahe. Jetzt wollte ich mal etwas Spontanes, sogar in meinen Augen Unvernünftiges tun. Und dann das. Die ganze Nacht durch Kneipen und Diskotheken ziehen, um vielleicht die Traumfrau oder zumindest eine scharfe Braut für einen One-night-stand zu finden, war mir zu nervenaufreibend, die Chance, mir einen Misserfolg einzuhandeln, außerdem zu groß. Ich wollte aber trotzdem nicht direkt in den Puff gehen. Das war mir dann doch zu perfide. Nein, ich wollte eine Eins-zu-Eins-Bekanntschaft ohne viele Beobachter. Hätte ja immerhin sein können, dass mich jemand erkannte, wenn ich mich in der Stadt herumtrieb.

Ich ging zum Bahnhof. Im dortigen Zeitungsladen gab es jetzt nach 21 Uhr schon die Wochenendausgabe der Tageszeitung. Dort waren immer eine Menge Anzeigen mit Telefonnummern drin. Da sollte sich irgendetwas finden lassen. Ganz altmodisch, wie damals, als es noch kein Internet gab.

Wieder zuhause, blätterte ich ungeduldig bis zu den Anzeigenseiten. Da war eine halbe Seite voll mit solchen angeblich diskreten Sexangeboten. Ich schloss die Augen, reckte den Zeigefinger in die Höhe und ließ ihn im hohen Bogen auf die Zeitung stürzen. War doch scheißegal, welche Nummer ich jetzt wähle, dachte ich.
Ich traf geradeso die letzte Zeile der rechten Spalte, quasi die allerletzte Anzeige. Da musste ich lachen. Das war knapp, dachte ich. Der Text war kurz und knapp: 29-164-58-90-57-93-Tel. ...
Einen kurzen Augenblick überlegte ich noch. Wollte ich das jetzt wirklich? Ja! Verdammt! Ja, ich wollte es! Also wählte ich die Nummer.
„Vanessa hier. Was kann ich für dich tun?“, säuselte mir eine liebliche Stimme ins Ohr.
Vanessa! Ich war geschockt. Aber nein, dachte ich dann, es gab mehr als eine Vanessa. „Ja, hier ist der Benny. Ich möchte ...“
„Du möchtest mich. Du bist ein bisschen schüchtern, ja? Los, sag: ich will dich! Sag es!“, bestimmte sie.
„Ja, Vanessa. Ja, ich will dich“, stammelte ich. „Wann können wir uns treffen?“
„Das kommt drauf an, wie weit du es zu mir hast. Mach dich gleich auf den Weg. Ich erwarte dich sehnsüchtig, okay?“
„Das … Das klingt gut. Ja, ich komme. Ich meine, ich mache mich gleich auf den Weg.“
„Genau. Kommen sollst du ja erst bei mir“, sagte sie und kicherte frivol.
Sie nannte mir die Adresse. Das war keine Gegend, von der ich mal gehört hätte, dass dort Nutten ihre Dienste anboten. Gut, also völlig unverfänglich. Ich führte mir vor Augen, dass Nutte gewiss das falsche Wort war. Eine Liebesdienerin war sie. Damit konnte ich mein schlechtes Gewissen ein wenig beruhigen.
„Höchstens eine Stunde werde ich brauchen. Bis gleich.“

Es war sehr warm an diesem Juni-Abend. In T-Shirt und Caprihose zog ich los.
Als ich in die genannte Straße einbog, begannen meine Finger zu kribbeln. Und an anderer Stelle kribbelte es auch gewaltig. Meine Hose war mächtig gespannt. Trotzdem hatte ich mir vorgenommen, es nicht zu überstürzen. Ich ging die Straße bis zum Ende durch. Wenige Meter weiter begann der Stadtwald. Das letzte Haus auf der rechten Seite, hatte sie gesagt. Es war ein Doppelhaus. Die Eingänge waren allerdings an den Seiten. Da konnte der Nachbar nicht sehen, wer nebenan zu Besuch kam.
Ich klingelte. Es war kein Name zu finden, aber es war sicher die richtige Klingel, denn es war ja ein Einfamilienhaus. Sekunden später wurde der Türöffner betätigt. Ich trat ein und stand in einem geräumigen Vorraum. Und dann ging die Tür zum Wohnraum auf.

Um eine gewisse innere Ruhe zu erreichen, hatte ich meinen Blick nach unten gerichtet. Nun hob ich ihn ganz langsam. Das erste, was ich sah, waren nackte Füße. Sie wird doch nicht gleich splitternackt vor mir stehen, schoss es mir durch den Kopf.
Doch dann erblickte ich in Höhe der Knie den Saum eines Kleides. Sonnengelb war es. Mein Blick glitt gemächlich aufwärts. Wohlgeformte Hüften, eine schlanke Taille, in der Mitte eröffnete sich ein tiefer V-Ausschnitt, der den makellosen Ansatz des Busens erkennen ließ. Herrliche Rundungen, dachte ich. Die hauchdünnen Träger vollendeten den Schnitt des luftigen Sommerkleides.
Endlich konnte ich meine Augen von ihrer Brust losreißen, hob den Kopf weiter und schaute in zwei herrliche dunkelbraune Augen.
„Hallo, Benny“, begrüßte mich dieses zauberhafte Wesen.
Doch ich war schockiert, bekam kein Wort heraus.



Kapitel 4

Ich war versucht, auf der Stelle die Flucht zu ergreifen. Doch der Kampf, den mein Verstand mit meinem inneren Schweinehund austrug, lähmte mich. Es war doch paradox. Mein Verstand sagte mir, dass es ohnehin zu spät war. Ich kannte diese bildhübsche Frau, die da vor mir stand, und sie hatte mich selbstverständlich ebenfalls erkannt. Eine Flucht war also sinnlos, würde es vielleicht nur noch peinlicher machen. Und mein innerer Schweinehund trieb mich in dieselbe Richtung, forderte: Zieh das jetzt durch, egal, was passiert.
Nur wie hätte ich mein Erscheinen rechtfertigen sollen? Andererseits musste auch sie sich erklären. Mein innerer Schweinehund gewann daher die Oberhand. Du hast ein Bedürfnis, ein ganz natürliches Bedürfnis, sagte er mir, ergreife diese Gelegenheit, vielleicht ist es dein Glück, das du nicht erkannt hast.
Ja, so war es doch. Ich stand mir oft genug selbst im Weg. Zwischen meiner Schüchternheit und meinem Glück befand sich ein tiefer Abgrund. So verrückt und unmoralisch dieser Weg, den ich vor einer Stunde eingeschlagen hatte, auch war, jetzt hatte ich Anlauf genommen, hatte keine Chance mehr, dem Abgrund zu entkommen, wenn ich nicht darüber hinweg springe. Und zwar jetzt! Komme, was wolle ...

Jäh wurde ich aus meiner Lethargie gerissen.
„Hallo, Benny“, wiederholte sie. „Alles okay mit dir?“
Ihr langes blondes Haar hatte sie, wie auch in der Praxis, zu einem Pferdeschwanz gebunden.
Da ich noch immer sprachlos war, ergriff sie meine Hand und führte mich hinein.
„Möchtest du etwas trinken, Benny?“
Alles Hadern nützte nichts. Ich musste der Realität ins Auge sehen. „Nathalie, was … Bist du das wirklich?“, stammelte ich. Der Schock löste sich langsam, aber ich konnte nicht fassen, dass die Assistentin meiner Zahnärztin ein zweites Leben hatte, in dem sie sich Vanessa nannte, das wohl niemand kannte. Zumindest konnte ich mir das kaum vorstellen.
Immerhin versuchte sie sogleich, mir diese schockierende Illusion zu nehmen. „Es ist nicht das, was du denkst, Benny. Zugegeben, ich war im ersten Augenblick auch erschrocken, als du vor der Tür standest. Du hattest am Telefon zwar deinen Namen genannt, aber es gibt sicher mehr als einen Benny. Deine Stimme hatte ich nicht gleich erkannt. Aber jetzt bin ich froh, dass du es bist. Ich hatte es sogar gehofft. Ich werde dir das alles erklären. Aber dann würde ich gerne auch deinen Grund erfahren, hierher zu kommen. Okay?“
Ich schüttelte voller Verzweiflung meinen Kopf. „Oh, verdammt. Ich hätte das nicht tun sollen. Ich hätte mir denken können, dass es falsch ist.“
Ihre Stimme gab mir innere Ruhe. „Beruhige dich, Benny. Setz dich, bitte.“ Sie wies auf das Sofa. „Was wollen wir auf diesen Schreck trinken?“
Ihr herzliches Lachen vertrieb den Nebel, der meine Sinne umwaberte.

Nathalie ging in die Küche. Nach einer Weile kam sie mit einer Flasche Birnencider zurück. „Wäre das okay?“ Sie stellte die Flasche auf dem Tisch vor mir ab, schaute mir dabei in die Augen.
„Oh … Alkohol? Na ja, vielleicht hilft es gegen meine Verwirrung.“ Unsicher lächelte ich.
„Sicher“, sagte sie, ging zur Vitrine und holte zwei Gläser heraus.
Ich versuchte, mir selbst zu verbieten, sie, wenn sie es gerade nicht bemerken konnte, allzu lüstern anzustarren. Ihr luftiges Sommerkleid ließ viel Raum für meine Fantasie.
Sie stellte die Gläser auf dem Tisch ab. Um nach dem Flaschenöffner zu greifen, der auf meiner Seite des Tisches lag, beugte sie sich vornüber. Da war die Verlockung für mich doch zu groß, einen kurzen Blick zu riskieren. Im gleichen Moment griff ich allerdings ebenfalls nach dem Öffner. Unsere Hände berührten sich. Sie zuckte kurz und blinzelte mich an. Gewiss hatte sie nun meinen verstohlenen Blick in ihr Dekollete bemerkt. Sofort schaute ich ihr in die Augen.
„Uupps.“ Sie kicherte, legte eine Hand vor ihre Brust und richtete sich auf.
Schmunzelnd bat ich um Vergebung. „Entschuldige, Nathalie. Das ist echt peinlich. Entschuldige, bitte.“
„Soll ich mir etwas Unverfänglicheres anziehen?“, fragte sie mit einem Augenzwinkern.
„Oh, nein. Nein!“, widersprach ich vehement.
Sie lachte. „Genießer! Dann darf es dir auch nicht peinlich sein. Stehe zu deinen Schwächen, Benny.“
„Ich bitte trotzdem um Entschuldigung, okay?“
Ein liebenswertes Schmunzeln war ihre Antwort. „Wenn man bedenkt, warum du eigentlich hier bist, ist das allerdings ein wenig geheuchelt, oder?“ Ihr erfrischendes Lachen vertrieb meine Sorgen. „Dann mach die Flasche auf und schenk ein.“
Ich öffnete den Kronenkorken und befüllte die Gläser. Sie setzte sich zu mir und sogleich erhoben wir dieselben.
„Prost, Benny. Auf den wohl verrücktesten Abend, den wir uns denken könnten.“
„Prost, Nathalie.“ Mir fiel gerade kein passender Spruch ein, also meinte ich: „Lass uns dieses Rätsel entschlüsseln, warum wir eigentlich hier zusammensitzen.“

Es entstand eine kurze Pause. Wir tranken und lächelten uns an.
„Der ist echt lecker. So, Benny. Dann erkläre mir bitte mal, warum du meine Nummer gewählt hast.“
„Oh, Nathalie.“ Ich schlug mir die Hand an die Stirn. „Warum? Ich weiß es selbst nicht. Ich weiß nicht, welcher Gaul mich da getreten hatte, dass ich das getan habe.“
Sie stieß mir ihre Faust sanft gegen den Oberarm. „Hey, komm. Es muss einen Auslöser gegeben haben.“
„Du behältst es für dich, ja?“
Sie kreuzte ihre Finger. „Ehrenwort, Benny. Was ist los?“
„Ich … Ich bin unglücklich verliebt. Hoffnungslos.“ Um weitere Fragen zunächst zu unterbinden, ging ich in die Offensive. „Und warum hast du diese Nummer in die Zeitung gesetzt?“
„Es ist natürlich nicht das, wofür du es hältst. Ich habe mit einer Freundin eine Wette laufen. Das ist eine ganz spezielle Freundin, muss ich dazu sagen. Hättest du eine andere Nummer gewählt, hättest du sie vielleicht kennenlernen können.“
„Ich unterstelle mal, dass sie, genauso wie du, nicht dazu gezwungen wird. Wenn ich jetzt nämlich so darüber nachdenke, dann kann ich noch weniger begreifen, wie ich auf diese Idee verfallen konnte.“
„Ja, es gibt leider auch die traurige Kehrseite der Medaille. Nein, meine Freundin Fabienne ist so ein lustiges Mädchen, das einfach Spaß am Sex hat. Jeden Tag ist ihr gerade genug. Sie hat es aufgegeben, sich an einen Mann zu halten. Das hat nicht funktioniert, sagt sie.“ Nathalie lachte. „Ich habe auch großen Spaß am Sex, aber so muss es dann doch nicht sein. Ich schaue mir die Typen lieber direkt an, bevor ich aktiv werde. Kann auch schiefgehen“, gab sie zu und runzelte die Stirn. „Das große Los habe ich noch nicht gezogen.“
„Du führst also kein Doppelleben? Da bin ich aber beruhigt. Und was ist der Sinn dieser Wette?“
„Das mit der Anzeige in der Zeitung ist eigentlich ein Witz. War einfach eine Mutprobe. So ein Quatsch, oder? Na ja. Die Nummer ist eine uralte Handynummer. Ich wusste gar nicht recht, ob sie noch funktioniert.“ Sie lachte. „Ich sollte sie jetzt vielleicht abschalten. Das brauche ich echt nicht.“
„Dafür hast du mich aber ganz schön aufreizend empfangen. Stell dir vor, da hätte ein richtig fieser Bursche vor der Tür gestanden. Der wäre vielleicht gleich über dich hergefallen.“
„Ich sagte gerade, ich schaue mir die Typen vorher genau an. Einen solchen hätte ich nicht reingelassen.“
„Manchen sieht man das nicht an, Nathalie“, gab ich zu bedenken.
„Okay, aber … Hey, ich bin froh, dass du jetzt hier bist. Und nicht irgend so ein notgeiler Kerl.“
Ihr Lachen war ansteckend, gab mir kurzzeitig Entspannung, ließ auch mich schmunzeln. „Oh, Nathalie, so ein bisschen ... Na ja, ich habe auch ..."
"Gelüste?", bohrte sie nach und kicherte.
"Ja. Aber ich kann mich benehmen.“
Sie klopfte mir grinsend auf die Schulter. „Das weiß ich. Darum habe ich dich auch reingelassen.“
„Wie viele Anrufe hast du schon bekommen?“
„Zum Glück bis jetzt nur diesen einen von dir. Aber damit ist die Wette gewonnen. Und zum Glück bist du ein netter Mensch, dem ich das unverblümt erzählen kann.“ Sie lachte. „Aber es würde mich interessieren, warum du das überhaupt getan hast, Benny.“
„Ich sagte schon, ich bin unglücklich und hoffnungslos verliebt. Ich wollte einfach irgendwo meine angestaute Lust abbauen, schätze ich.“
„Und da kam dir der irre Gedanke, hey …“ Sie nahm meinen Arm, hatte keinerlei Berührungsängste und rückte dicht an mich heran. Ich war völlig durch den Wind, schaute ihr in die Augen. Sie hatte die gleichen braunen Augen, wie Vanessa. Und sie war genauso hübsch. Meine Gefühle überschlugen sich. Ich fühlte mich hilflos.
„Ich hätte es nicht tun sollen“, lamentierte ich. „Es ist im Grunde auch unwürdig. Darum denke ich, war das ein gefährliches Spiel, das du da gespielt hast.“
„Werde ich bestimmt nicht nochmal machen.“
„Das hast du gar nicht nötig. Die Männer liegen dir doch bestimmt zu Füßen.“
„Danke für die Blumen. Aber das ist das Problem. Viele haben dann nur eins im Sinn. Und ich bin so blöd und falle immer wieder drauf rein.“ Nathalie lachte und zog eine Grimasse. „Genug davon. Lass uns über dich reden. Weiß die Angebetete denn schon von deinem Ansinnen?“
„Oh, nein. Ich glaube kaum. Nathalie, ich fühle mich wirklich nicht ganz wohl. Ich hätte es nicht tun sollen.“
„Genug mit der Jammerei. Jetzt bist du hier. Du warst frustriert, weil du keine Hoffnung hattest, dass deine Traumfrau dich erhören wird. Was macht dich da so sicher?“
„Gar nichts! Das ist ja das Verrückte. Ich glaube einfach nicht daran.“
„Du willst dich also lieber in ein unverbindliches Abenteuer stürzen, um deinen Frust zu kompensieren? Das ist doch Unsinn! Nein! Das willst du nicht wirklich.“ Sie schaute mich fordernd an.
„Sicher ist das Unsinn. Aber ...“
„Ich sage dir was, Benny. Dein Problem ist, es fällt dir schwer, eine Frau einfach anzusprechen, wenn sie dir gefällt. Du bist halt schüchtern und unsicher. Aber auch du hast Bedürfnisse. Genau deshalb hast du mich angerufen. Du hattest Lust. Das ist zwar nicht der elegante Weg, aber es ist völlig unverbindlich und anonym, hast du dir gedacht. Okay, du und ich, das ist jetzt nicht mehr anonym.“ Sie lachte herzlich. „Die Frage ist, ob du dich danach besser fühlst.“
„Offenbar nicht, denn ich würde ja jetzt am liebsten die Flucht ergreifen.“
Sie rückte von mir ab. „Ich werde dich nicht halten, wenn es dir lieber ist.“ Ihr Blick ließ Enttäuschung erkennen.
„Nein. Mein Problem ist, dass ich bei jeder schönen Frau gleich lustvolle Gefühle entwickle. Das ist doch nicht richtig.“
„Du bist ein Mann“, frotzelte sie. „Nein, im Ernst. Ich denke, es ist eine relativ normale Reaktion. Du ...“ Sie grübelte kurz. „Pass auf, Benny. Jetzt mach ich einen auf Psychologin, okay?“
„Wenn du meinst ...“, klagte ich, weil ich nicht wusste, was ich tun sollte.
Sie stand auf und stellte sich vor mich. „Beschreibe mir, was du siehst, Benny.“
„Was wird das jetzt?“
„Leg mal deine Schüchternheit ab, Benny. Du bist ein lieber Kerl. Du brauchst dich nicht verstecken. Du brauchst dich auch nicht für deine Gefühle schämen. Sprich einfach aus, was du denkst. Los jetzt!“
„Nathalie, ich …“ Zunächst war ich unsicher. Doch dann sagte ich mit ruhiger Stimme: „Ich sehe eine bildhübsche junge Frau, die mir gerade die Sinne verwirrt.“
Sie schaute mich forschend an.
Ich jedoch biss mir wütend auf die Zunge. Vanessa kam mir in den Sinn. Doch mein innerer Schweinehund schrie mich an: Hey, das hört jede Frau gern. Du bist auf dem richtigen Weg. Ergreife diese Gelegenheit. Du suchst dein Glück. Vielleicht ist es das.



Kapitel 5

Sie setzte sich wieder zu mir. „Na, siehst du. Geht doch. Beschreibe deine Gefühle.“
„Das ist ja das Problem. Ich habe meine Emotionen nicht unter Kontrolle. Nathalie, ich könnte mich auf der Stelle in dich verlieben. Nur, weil du eine schöne, eine attraktive Frau bist. Verstehst du?“
„Okay … Aber du hast nicht den Mut, es deiner Angebeteten zu sagen, weil du glaubst, dass sie dich zurückweisen könnte. Könnte! Könnte, Benny! Und was ist, wenn sie total begeistert davon wäre?“
„Ich trau mich einfach nicht“, lamentierte ich.
Sie stieß ihre Faust gegen meinen Oberarm. „Verdammt, Benny. Wie alt bist du?“
„Ich werde nächste Woche dreißig.“
„Aber du hattest schon …“ Sie grinste. „Ich meine, Du hattest schon mal eine Freundin, ja?“
Ich schaute sie erschrocken an. „Sicher.“
Nathalie schmunzelte, als wenn sie es nicht glauben wollte. „Na ja, sicher. Okay, dann weißt du doch, wie es geht. Du bist kein Feigling. Denn du hast eine Nummer gewählt, weil du eine Frau treffen wolltest, mit der du ins Bett gehen wolltest. Das würde sich nicht jeder Mann trauen.“
„Ich war verzweifelt, Nathalie“, lamentierte ich.
„Ach, Benny. Verzweifelt bist du erst dann, wenn du Gewissheit hast, dass du keine Chance hast. So ist es aber nicht. Du hast es ja nicht mal versucht.“
„Es ist leider nicht so einfach.“ Ich hatte nun auch Hemmungen, ihr die ganze Wahrheit zu sagen, dass es sich um Vanessa handelte. „Ich habe innerlich schon aufgegeben.“
„Das lasse ich nicht gelten. Sieh mal. Wir sitzen hier zusammen und reden. Ich möchte dir etwas Gutes tun.“ Sie rückte näher an mich heran.
Ich fühlte mich bedrängt, brauste ein wenig auf. „Nathalie, das kann ich nicht. Ich kann doch jetzt nicht die Assistentin meiner Zahnärztin bumsen, weil sich das zufällig ergeben hat. Tut mir leid. Das kann ich nicht. So einer bin ich nämlich nicht, aber ...“ Ja, 'aber', dachte ich, denn sie gab sich alle Mühe, es mir schmackhaft zu machen.
„Ach, Benny. Darum geht es jetzt gar nicht. Ich möchte dir erst einmal Mut machen. Du hast dich in deiner Verzweiflung in dieses Abenteuer gestürzt. Mit 'mal eben in ein Abenteuer stürzen' kenne ich mich aus, Benny.“ Sie lachte albern. „Ich habe bisher noch nicht den richtigen gefunden.“
„Wie meinst du das?“
Nathalie machte eine ernste Miene. „Ich habe schon einige gescheiterte Beziehungen hinter mir. Als diese Typen nach einer Weile mit unseren intimen Geheimnissen hausieren gingen, fand ich das nicht besonders lustig.“
„Das ist ja ganz mies!“
„Leider habe ich das immer zu spät gemerkt. Schwamm drüber.“ Nun lachte sie wieder. „Du bist ein lieber Kerl. Das sagt mir mein Gefühl. Und wenn du das jetzt möchtest, dann ...“ Sie kuschelte sich an mich.
Ich wollte mich zurückziehen, aber mir fehlte die Kraft. „Nathalie!“
„Auf den Gedanken, dass dich mal eine Frau begehrenswert finden könnte, kommst du wohl nicht, was? Liebe und erotische Gefühle sind keine Einbahnstraße, Benny. Wenn du dir so sicher bist, dass du bei deiner Dame, die du so anhimmelst, ohnehin keine Schnitte hast, dann wäre es doch nur logisch, sich offen für andere zu zeigen, hm? Du hattest mich eben eine hübsche und attraktive Frau genannt. Dann wird deine Lustschwelle ja wohl ein wenig sinken, wenn ich dir jetzt eindeutige Avancen mache.“
„Aber ...“
„Keine Widerworte, Benny. Du sagst, du hast schon aufgegeben. Dann frage ich dich jetzt: Findest du mich wirklich hübsch und attraktiv?“
„Was ist das für eine Frage? Ja, natürlich. Du bist eine tolle Frau, keine Frage. Aber ...“
Nathalie lachte. "Das ist wohl dein Lieblingswort. Immer wieder 'aber'." Dann sagte sie mit sanfter Stimme: „Du sagtest, du könntest dich auf der Stelle in mich verlieben. Ja?“
„Ja. Aber was soll ich dann ...“ Hektisch biss ich mir auf die Lippen. Beinahe hätte ich mich verplappert. „Ist das dann wirklich Liebe? Oder nur der verzweifelte Versuch, es so aussehen zu lassen?“
„Deine Angehimmelte weiß es doch gar nicht. Also bist du noch frei in deiner Entscheidung. Ich denke jetzt mal an mich, Benny. Ich bin auf der Suche nach einem netten Mann. Du bist ein netter Mann. Wenn du jetzt einfach an deine Bedürfnisse denkst, eine Frau finden zu wollen für Liebe, Lust und Leidenschaft ... Was fiele dir jetzt, genau jetzt dazu ein?“ Sie drängte sich immer inniger an mich, ließ ihre Hand über meinen Oberschenkel gleiten und fuhr damit hinauf bis zu meinem Herzen.
„Oh, Nathalie. Das … Was hast du im Sinn?“
Sie streckte sich und rückte an die Sitzkante, drehte sich zu mir, streckte noch einmal ganz bewusst ihren Oberkörper. „Kannst du nicht oder willst du nicht verstehen?“ Ihre Stimme blieb betont sanftmütig.
„Ich glaube, ich verstehe mich selbst nicht“, wich ich aus.
Es war mehr als offensichtlich. Nathalie wollte mich verführen. War es nicht das, was ich im Ursprung sogar wollte? Ich hatte mit einer wildfremden Frau ins Bett gehen wollen. Verdammt!
„Ich höre die kleinen Rädchen in deinem Kopf rattern, Benny. Du bist dein eigener Gefangener, wenn du jetzt nicht … Mensch, Benny“, sagte sie mit sanfter Stimme und umarmte mich behutsam, sicher, um mich nicht zu überfordern. „Ich bin geduldig, von mir aus die ganze Nacht. Aber reagiere, agiere. Komm, nimm mich in deine Arme, Benny.“
Ich schaute ihr in die Augen. Zaghaft legte ich meine Arme um sie. Der dünne Stoff ihres Kleides ließ die Wärme ihres zarten Körpers an meine Haut dringen.
„Na, wie fühlt sich das an?“ Sie lachte, gab sich alle Mühe, mir ein gutes Gefühl zu geben.
„Nathalie, das ist … Du ...“ Ich war unsicher, was ich sagen sollte. „Und was jetzt?“
Wieder lachte sie. „Mal sehen.“ Nathalie löste sich aus der Umarmung, schaute mich mit funkelnden Augen an. „Benny“, sagte sie. „Benny, du bist ein Träumer. Ein süßer Träumer. Aber wenn du nicht ab und zu mal aufwachst, dann verpasst du die schönsten Dinge im Leben. Ich habe eine Lösung, einen Weg, dass du dich der Realität stellen musst. Hier und jetzt, Benny.“ Sie sagte das alles so liebevoll, mit einem zauberhaften Lächeln auf den Lippen, dass ich nicht widersprechen wollte.
Ich schloss die Augen.
Sie küsste mich flüchtig auf den Mund.
Ich war in Gedanken, erschrak und schlug die Augen wieder auf.
Dann stand sie auf, stellte sich direkt vor mich zwischen meine Knie, erfasste die hauchdünnen Schulterschlaufen ihres Kleides und schob sie langsam zu den Seiten.



Kapitel 6

„Nathalie! Was tust du?“ Ich streckte meine Arme nach oben, versuchte zu retten, was zu retten war, umarmte sie, bevor das Kleid vollständig den Kräften der Schwerkraft folgte. „Nathalie!“
Sie kicherte ausgelassen, schlang ihre Arme um mich und zerrte mich zur Seite. Sie landete auf dem Rücken, das Kleid bedeckte noch geradeso ihre Brüste, und ich lag ein wenig verdreht auf ihr.
Nathalie lachte. „Oh, Benny. Du bist so ein süßer Kerl. Dich muss man einfach gern haben. Also ich hab dich echt gern. Ich glaube, ich mag eher die Sanftmütigen, Schüchternen, nicht die Wilden, Gierigen. Und ich würde es dir gar nicht übel nehmen, wenn du diese Situation mal für dich nutzen würdest. Komm, Benny. Gib mir einen Kuss", bat sie mich liebevoll.
„Woher weißt du, ob ich nicht doch wild und gierig bin?“
„Wenn es angesagt ist, habe ich gar nichts dagegen. Dann will ich es ja so. Aber immer nur voll auf Angriff mag ich nicht. Das entscheide ich lieber selbst, verstehst du?", Sie schaute mich mit funkelnden Augen an. Dann forderte sie: "Komm, küss mich, Benny!“

Panik erfasste mich. Aber meine Muskeln verwehrten ihren Dienst. Vanessa, dachte ich. Nathalie ahnte ja nichts davon. Wenn ich mich jetzt ergab, dann war es das mit Vanessa, bevor es angefangen hatte, machte ich mir klar. Erneut stellte ich meine absurde Entscheidung infrage, die mit diesem Anruf begonnen hatte, die mich nun im wahrsten Sinne des Wortes in die Arme dieser zweifellos bezaubernden Frau namens Nathalie brachte. Nathalie, die Assistentin meiner Zahnärztin Vanessa!
„Benny“, flüsterte sie, erhob ihren Kopf, um mir einen Kuss zu geben.
Ich erschrak. „Oh, entschuldige. Ich war in Gedanken. Nathalie, du ...“
„Ich? Was ist mit mir?“ Erneut küsste sie mich.
Sie lag auf meinen Händen, die ich, als ich sie aufgefangen hatte, hinter ihrem Rücken verschränkt hatte. Ich wollte mich nicht mit Gewalt befreien. Ich schaute ihr in die Augen, lächelte. Dann küsste ich sie zärtlich auf den Mund. Regungslos hielten wir uns in den Armen.
„Bin ich dir jetzt zu übermütig, Benny?“
„Du verwirrst meine Sinne. Ich bin nicht in der Lage, die richtige Entscheidung zu treffen, fürchte ich. Du bist wirklich eine wundervolle Frau, Nathalie. Aber ich dachte, ich wäre in eine andere verliebt. Bin ich wohl auch, aber ...“
„Von der glaubst du allerdings, sie niemals bekommen zu können. Erinnerst du dich? Du wolltest es mit einer x-beliebigen Unbekannten treiben, um deinen Frust darüber zu kompensieren.“
„Du bist keine x-beliebige Unbekannte.“
„Nein. Aber ich bin eine Frau, die sich nach Liebe sehnt. Dass wir uns heute so begegnet sind, halte ich für Schicksal, Benny. Du musst nur bereit sein, dein eigenes Schicksal in die Hand zu nehmen.“
„Du meinst, ich halte es bereits in meinen Armen, ja?“
Wir mussten beide herzlich lachen. Währenddessen versuchten wir uns wieder aufzurichten. Dabei rutschte ihr Kleid ganz unbemerkt bis zu ihrem Bauch hinunter.
„Uups!“, rief Nathalie und kicherte.
„Oh … Oh, das ...“, stammelte ich. Doch ich konnte mir den bewussten Blick auf ihre entblößte Brust nicht verwehren.
„Jetzt bekommst du Appetit, was?“, neckte sie mich.
„Du bist wunderschön, Nathalie.“
„Ja, die Wege des Lebens sind manchmal etwas verschlungen. Bist du bereit, diesen Weg mit mir zu gehen, Benny?“
Als ich nickte, nahm sie mich fest in die Arme und küsste mich. Diesmal hielt sie sich nicht zurück, machte deutlich, dass sie jetzt kein Zurück akzeptierte. Konnte ich überhaupt widerstehen? Wollte ich noch widerstehen? Vanessa hin oder her. Das Hier und Jetzt hieß Nathalie. Sie hatte mich mit ihrem Liebreiz gefangen genommen, saß jetzt halbnackt neben mir. Ich hatte mich in Nathalie verliebt.
War ich jetzt egoistisch? Vanessa wusste doch nichts von mir. Oder waren all diese Berührungen versteckte Andeutungen ihres eigenen Interesses an mir gewesen? Nathalie handelte egoistisch. Aber sie ahnte ja nichts von meinem Interesse an Vanessa. Sie sah in dieser unverhofften Begegnung ihr Schicksal, einen Mann gefunden zu haben, den sie haben wollte. Da konnte ihr niemand etwas vorwerfen.

„Benny, ich gestehe, ich hatte dich am Telefon gleich erkannt. Und ich weiß jetzt, was du meinst. Ich glaube, ich habe mich gerade spontan in dich verliebt. Und? Hast du mich auch lieb?“ Sie lachte und sprang auf.
„Nathalie!“, rief ich. Doch diesmal konnte ich nicht verhindern, dass ihr Kleid endgültig zu Boden fiel.
„Hast du mich lieb?“, wiederholte sie. Ausgelassen tänzelte sie vor mir, beugte sich dann zu mir nach vorn.
„Du siehst hinreißend aus, Nathalie. Wie soll man sich da nicht verlieben?“
Sie legte ihre Hände auf meine Schultern, glitt meine Arme hinab bis zu meinen Hüften, ergriff den Bund meines Shirts und zog es nach oben. Bereitwillig hob ich die Arme, damit sie es mir ausziehen konnte. Dann küsste sie mich. Sie wurde fordernder, strich mit ihren Händen über meinen nackten Oberkörper. Ihre Lippen folgten den Händen. Immer wieder blickte sie zu mir auf, um zu erkennen, wie ich reagierte. In ihren Augen sah ich die Bereitschaft, sich völlig hinzugeben, wenn ich bereit wäre, es zuzulassen.
Mein Körper vibrierte. Ich spürte das, was unweigerlich passieren musste. Meine Hose drohte fast zu platzen, so brutal hart wurde mein Schwanz in wenigen Sekunden.
Nathalie streichelte und küsste meine Brust, küsste mich schließlich auf den Mund. "Gefällt dir das?"
Ich konnte ihrem Werben nicht mehr widerstehen. Ich küsste sie zärtlich. Doch sie forderte mehr. Ihre Zunge drängte. Jetzt ergab ich mich. Hinzu kam, dass ich plötzlich ihre warmen Hände auf meinem Schoß spürte.
„Du musst kein schlechtes Gewissen haben, Benny. Wir tun das jetzt, weil wir es beide wollen.“
Ergeben nickte ich.

Sie befreite mich von den drückenden Qualen, die der Stoff der Hose mir antat.
„Wow!! Was für ein Prachtstück!“ Dabei schaute sie mir in die Augen, ergriff mein Glied mit beiden Händen tief an der Wurzel und begann es zu massieren. „Na, Süßer? Wie fühlt sich das an?“
„Der Teufel soll mich holen! Ich werde noch verrückt“, raunte ich. Meine Stimme bebte vor Erregung.
„Ich habe dich ein bisschen verführt“, meinte sie und schmunzelte. „Aber du wehrst dich ja nicht.“ Jetzt lachte sie, senkte ihren Kopf in meinen Schoß und trieb mich vollends in den Wahnsinn.
„Ohhh, oh, Nathalie. Vorsicht“, warnte ich, doch es war zu spät. "Oh, scheiße! Du bist ja irre!"
Nathalie ließ sich jedoch nicht beirren. Sie zuckte nur kurz, quiekte offenbar vor Vergnügen und ließ es einfach geschehen.
„Nathalie, es tut mir leid. Das wollte ich nicht.“
Sie schaute mich mit glühenden Augen an. „Aber ich. Okay?“ Dann löste sie den Pferdeschwanz und schüttelte ihre beeindruckende blonde Mähne. „Es ist okay, Benny. Ich wollte das jetzt. Ich bin sehr glücklich, dass du hier bist. Ich liebe dich.“
Sie erhob sich, legte mir ihre Hände auf die Schultern und stieg auf meinen strammen Ständer. Sie ließ ihn, nachdem sie lediglich ihren cremeweißen Slip zur Seite geschoben hatte, zügig in ihre glühende Vulva gleiten. Und sie ging sogleich in die Bewegung über, beugte sich nach vorn und schmiegte mir ihre pralle Brust ans Gesicht.
Jetzt konnte ich nicht mehr widerstehen, ich musste ebenfalls aktiv werden. Ich umfasste ihre Brüste, küsste und knetete sie. Sie quiekte und stöhnte, während sie mich immer wilder ritt.
Unaufhaltsam strebten wir gemeinsam dem Höhepunkt entgegen. Ich spürte bereits das unbändige Zucken in meinen Lenden, stöhnte voller Inbrunst. Nathalie schrie hemmungslos. Offenbar war auch sie fast am Ziel, intensivierte ihre Bewegung. Und dann durchfuhr ein wahres Beben unsere Körper, wir intonierten eine lustvolle Arie, die unsere erlangte Befriedigung zum Ausdruck brachte. Ein unfassbares Erlebnis.

Sie blieb einfach auf meinem Schoß sitzen, ließ sich um meinen Hals fallen, ihre herrlichen Brüste klebten mir im Gesicht. Diese erste Welle der Leidenschaft hatte uns ermattet.
„Oh, Benny“, stöhnte sie mir ins Ohr. „Das war gigantisch. So heftig ist es mir schon ewig nicht mehr gekommen.“ Sie richtete sich auf und schaute mir in die Augen.
„Mein Gott, Nathalie. Ja, das war umwerfend. Aber ...“
Sie unterbrach mich, indem sie ihre Hände an meine Wangen legte, ihre Lippen auf die meinen presste und mich leidenschaftlich küsste.
Ich fuhr mit beiden Händen durch ihr Haar, von dort weiter den Rücken hinab bis zum Po und packte da so richtig zu. Das fühlte sich wahnsinnig gut an. Ihre Hände folgten meinen und legten sich mit sanftem Druck darüber.
"Mmh, du bist gut, Benny."
„Sag, warum hast du dich Vanessa genannt?“, fragte ich atemlos.
„Ist mein zweiter Vorname. Reiner Zufall. Hat nichts mit meiner besten Freundin Vanessa zu tun.“
Entsetzt sah ich Nathalie an. „Sie ist deine beste Freundin?“



Kapitel 7

Nathalie lachte. „Sicher. Was ist daran so erschreckend? Wir kennen uns schon seit gut zwanzig Jahren.“
„Ach, weißt du ...“ Ich wusste nicht so recht, wie ich es sagen sollte. Ob ich es überhaupt sagen sollte. „Na, sie ist eine tolle Zahnärztin, aber auch sonst finde ich sie sehr ...“ Ich biss mir auf die Lippen. Ich hatte nicht den Mut, deutlicher zu werden.
„Oh, ja, Benny. Vanessa ist wunderbar. Aber sie hatte es bislang nie so mit den Männern, weißt du? Ihr war die Ausbildung seit jeher immer das Wichtigste. Ob in der Schule, im Studium oder jetzt im Beruf. Bei ihr muss alles perfekt sein. Bei so viel Ehrgeiz bleibt keine Zeit für eine Beziehung, fürchte ich.“
„Das ist doch schade. Sie ist eine tolle Frau.“
„Ja, das ist sie. Sie ist ganz wunderbar.“ Nathalies Stimme klang melancholisch, ja, fast schmachtend. „Ich kenne sie, wie niemand sonst, Benny. Niemand.“
Ich schaute Nathalie nachdenklich an. Das klang so, als hätte ich ohnehin keine Chance bei Vanessa gehabt. Aber was war mit all den mehr oder weniger klaren, ja, fast intimen Berührungen während der letzten Behandlungen? War das alles völlig unbedacht, ganz und gar zufällig geschehen?

Nathalie hatte offenbar noch nicht genug. Sie beendete dieses Gespräch, indem sie mich an sich zog und mit großer Leidenschaft küsste. Offenbar spürte sie, dass mein bestes Stück, das noch immer in ihr weilte, zu neuer Härte gefunden hatte.
„Das fühlt sich gut an, Benny. Ich wüsste sehr gerne, wie du bist, wenn du selbst aktiv wirst.“
„Wie meinst du das?“
„Findest du nicht, dass ich eine kleine Belohnung verdient hätte? Streicheln, Küssen … Lecken“, fügte sie mit frivolem Unterton hinzu. „Und wenn dein strammer Kamerad weiter so perfekt steht, dann würde ich ihn liebend gerne noch einmal richtig tief in mir spüren. Ja?“
„Du bist unersättlich, Nathalie!“
Sie grinste, erhob sich von meinem Schoß, nahm mich an der Hand und führte mich in ihr Schlafzimmer. „Das ist gemütlicher“, sagte sie.
Ich leistete keinen Widerstand. Sie ließ mich los, kletterte mit wogenden Hüften auf allen vieren auf die Matratze und warf sich dort auf den Rücken. Das neckische Schaukeln ihrer herrlichen Brüste brachte mich beinahe um den Verstand.
„Komm“, flüsterte sie lasziv und streckte mir die Arme entgegen.
Ich näherte mich, küsste ihren Bauchnabel. Dann ergriff ich ihren Slip.
Sofort erhob sie die Beine und johlte: „Ja, runter damit!“
Mit ihren Füßen fing sie mich ein und machte mir deutlich, wo ich beginnen sollte. Ich ging auf die Knie und küsste ihre Scham. Ihre Hände auf meinem Hinterkopf übten ein wenig Druck aus. Sie schlang ihre Beine um mich, ließ mich nicht eher entkommen, bevor ich ihr nicht die größte Freude bereitet hatte, die sie so eindeutig gefordert hatte.
Ich bedeckte ihren wundervollen Körper mit Küssen. Und schließlich öffnete sie erwartungsfroh ihre Schenkel.

Es war wie ein nicht enden wollender Rausch. Wir liebten uns bis zum Sonnenaufgang, bevor wir glückselig und völlig erschöpft Arm in Arm einschliefen.

„Guten Morgen, du wilder Stier.“ Mit diesen Worten, begleitetet von zärtlichen Küssen, weckte Nathalie mich um halb elf.
„Oh, Nathalie. Ich liebe dich.“
Ihre Küsse wurden intensiver. Ich konnte nicht widerstehen und ging aktiv darauf ein. Die Nacht war wild und kraftraubend, aber ich spürte schon wieder die ersten Regungen in meinem Schoß. Diese Frau brachte mich um den Verstand. Das musste ich immer wieder erkennen. Die wilden Küsse und das erregende Aneinanderreiben unserer nackten Körper trieb mein Blut in die richtige Richtung. Wir balgten leidenschaftlich, und nach wenigen Augenblicke fand mein Schwert ganz von selbst ihre Scheide.

Nach erneut erfüllender Leidenschaft und einer ausgiebigen Dusche saßen wir zwei Stunden später beim Frühstück.
Ich war glücklich. Und doch quälte mich mein Gewissen. Nathalie hatte es offenbar bemerkt, denn sie beobachtete mich sehr genau.
„Ich habe das Gefühl, du bist mit den Gedanken woanders. Was ist los, Benny?“
„Ich kann nicht genug von dir bekommen, Nathalie. Ich liebe dich. Aber ...“
„Ich liebe dich auch. Immer dieses 'aber', Benny. Immer diese Selbstzweifel. Was ist los?“
„Du wirst es nicht glauben, aber ich denke gerade an Vanessa. Bei den letzten Behandlungen gab es immer wieder diese Berührungen. Ich weiß nicht, ob sie das bewusst tut, oder ob sie gar nicht bemerkt, dass sie mich damit ...“ Ich hielt inne. Was redete ich da? Warum erzählte ich das jetzt?
„Erregt?“, meinte Nathalie. „Erregt dich das, Benny?“
Okay, dachte ich, dann sollte es eben raus. „Ja. Sie … Sie lehnt sich an meinen Kopf. Sie klemmt ihr Oberteil dort ein, ich spüre ihren Bauch. Dann streckt sie sich, präsentiert mir ...“
„Ohh, oh, Benny. Du meinst, sie schenkt dir Bilder für geile Träume, ja?“ Nathalie lachte. „Hätte ich gar nicht gedacht. Sie ist eigentlich eher schüchtern. So, wie du, Benny.“
„Aber was soll ich denn jetzt tun? Ich … Nathalie, ich muss dir etwas gestehen. Ich … Ich glaube, ich bin total in Vanessa verknallt. Na ja, zumindest war ich das bis gestern. Ach, Quatsch! Ich bin in sie verknallt. Aber eben auch in dich. Nach dieser Nacht ja auch kein Wunder, oder?“
„Sie ist die Angebetete, von der du glaubst, dass sie dich nicht erhören würde, ja? Warum hast du das nicht direkt gesagt? Oh, Benny.“
„Jetzt ist es zu spät, Nathalie.“
„Das ...“ Sie dachte angestrengt nach. „Sollen wir sie jetzt besuchen?“
„Wie bitte? Geht es dir zu gut? Oh, nein. Das kann ich nicht. Das will ich nicht, Nathalie. Nein.“
Nathalie kicherte. „Entschuldige, war nur so eine Idee.“
Ich reagierte aufbrausend. „Was sollte ich ihr denn dann sagen? 'Entschuldige, Vanessa, ich bin total in dich verknallt, aber ich habe heute Nacht mit deiner besten Freundin gevögelt'?“
„Sei nicht albern, Benny.“ Obwohl ich erwartet hätte, dass sie vielleicht wütend auf mich wäre, lachte sie ausgelassen und knuffte mich in die Rippen. „Die Frage ist doch, möchtest du ihr überhaupt etwas sagen?“
„Ich kann ihr doch jetzt nichts mehr sagen. Sie wäre bestimmt stinkesauer. Oder?“
„Weiß nicht. Okay, Benny. Ich denke, wir sollten eine Nacht drüber schlafen, damit du wieder zu Kräften kommst“, neckte sie mich und lachte.
„Du bist nicht sauer?“
„Nein. Überhaupt nicht. Vanessa ist meine beste Freundin. Sie wird sich für mich freuen, dass ich einen ganz lieben Mann gefunden habe. Ich würde mich umgekehrt auch für sie freuen, wenn sie ihr Glück finden würde.“
„Das ihr jetzt vielleicht verwehrt bleibt, weil ich sie für dich aufgegeben habe.“
„Das Schicksal bestimmt seinen Weg selbst. Was geschehen soll, geschieht eben. Du musst kein schlechtes Gewissen haben, Benny. Wer weiß, was das Schicksal noch an Überraschungen bereithält?“
Ich wusste nicht so recht, wie ich das zu verstehen hatte. Ich wollte aber nicht weiter darauf eingehen. Mein Kopf war zum Platzen gefüllt mit Gedanken über die Ereignisse, die mir die letzten vierundzwanzig Stunden geschenkt hatten. Deshalb war die Idee mit dem 'mal eine Nacht drüber schlafen' keine schlechte.

Auf dem Weg zur Tür, hing sich Nathalie an meinen Arm. „Benny, ich hoffe, du denkst jetzt nichts Falsches von mir. Ich bin ja doch recht hemmungslos über dich hergefallen.“ Sie kicherte. „Glaube mal nicht, dass ich immer so bin. Du bist ein netter Mensch. Das wusste ich vorher. Da war einfach das Vertrauen da. Verstehst du?“
„Ich habe selbst doch ebenso Dinge getan, die ich nie für möglich gehalten hätte. Nein, Nathalie. Du bist eine wundervolle Frau. Und ich liebe dich. Doch trotzdem habe ich ein schlechtes Gewissen wegen Vanessa.“
„Sie weiß es nicht, oder?“
„Woher sollte sie? Nein. Aber vielleicht hat sie meine Bewunderung für sie schon erkannt. Ich weiß es nicht.“
„Mach dir keine Sorgen, Benny. Das Schicksal überrascht uns immer wieder. Lassen wir es einfach machen, okay?“
Ich nickte einfach nur, wusste nicht, was ich dazu sagen sollte.
Mit leidenschaftlichen Küssen verabschiedeten wir uns voneinander, bevor ich das Haus verließ.

Einen Augenblick blieb ich unentschlossen vor der Tür stehen. Es war jetzt kurz vor zwei, herrliches Wetter. Der Stadtwald lockte mich. Also ging ich los. Ein kleiner Spaziergang täte mir sicher gut, dachte ich.
Ich ließ die letzten vierundzwanzig Stunden vor meinem geistigen Auge ablaufen.
Vanessa, diese wundervolle Zahnärztin, hätte mich während der Behandlung beinahe in den Wahnsinn getrieben. Ich war in sie verliebt, geradezu vernarrt. Doch ich war mir sicher, dass ich sie niemals bekommen konnte. In meiner Verzweiflung tat ich danach Dinge, die ich nie für möglich gehalten hätte, sie ernsthaft in Erwägung zu ziehen. Mein persönliches Leiden wegen einer unerfüllten Liebe zelebrierte ich doch immer ganz im Stillen mit mir selbst. Und dann das!
Aber es war jetzt so, ich hatte keine Chance, dieser selbst gestellten Falle zu entkommen. Es sei denn, ich hätte mich auf der Stelle umgedreht und wäre gegangen, als Nathalie vor mir gestanden hatte. Aber das bin ich nicht. Und so nahm das Schicksal seinen Lauf. Jetzt war ich in Nathalie verknallt. Es war der Himmel auf Erden, den ich mit ihr erlebt hatte. Es konnte gar nicht anders enden, als dass ich mich in sie verliebte.
Aber was war jetzt mit Vanessa? Das war doch irre! Es war weniger als vierundzwanzig Stunden her, da hätte ich wer weiß was getan, um sie zu bekommen. Und jetzt? Jetzt war ich mir nicht einmal mehr sicher, ob ich ihr jemals würde sagen wollen, was sie mir bedeutete.

Nach einer halben Stunde erblickte ich eine freie Bank. Die kam mir sehr gelegen, denn ich hatte das Bedürfnis, mich zu setzen. Meine Knie waren weich geworden, denn ich war in meinen Gefühlen so sehr hin- und hergerissen, dass mir schwindelig war.
Mit leerem Blick schaute ich in die Richtung, aus der ich gekommen war. Die Bebauung war nicht mehr zu sehen. Ich saß mitten im Wald. Als ich in die andere Richtung blickte, nahm ich am Horizont eine Joggerin wahr. Sie kam näher, und ich starrte ihr regelrecht entgegen. Die Silhouette ließ eine Traumfigur vermuten, denn ihre Bekleidung, die sie trug, wirkte wie eine zweite Haut. Hellblau mit zwei breiten, diagonalen grünen Streifen, an den Enden zerfasert, wie Pinselstriche. Sie kam immer näher.

Noch zwanzig Meter. Ich starrte sie noch immer an. Sie war relativ klein, hatte lange blonde Haare, die zu einem Pferdeschwanz gebunden waren, der beim Laufen neckisch hin- und herschwang. Und dann erkannte ich das Gesicht. Oh, mein Gott!
Sie kam näher und verlangsamte ihren Schritt. Mit leicht erhöhter Atemfrequenz sagte sie: „Ach, der Herr Herzmann.“
„Vanessa!“, rief ich. Fassungslos starrte ich sie an.
Sie nickte mit einem Lächeln. „Okay … Benny. Hallo.“
„Ha … Hallo“, stammelte ich.
Sie trippelte geschmeidig auf den Fußspitzen, wohl, um die Muskulatur in Bewegung zu halten. „Sind Sie fit genug? Laufen Sie ein Stück mit mir?“
„Oh. Oh, ich bin schon ein wenig erschöpft.“ Ich schaute ihr direkt in die Augen. „Du siehst auch etwas müde aus“, meinte ich zu ihr. Dann realisierte ich, dass ich sie geduzt hatte. „Oh, Entschuldigung.“
„Schon gut, Benny. Dann sage ich eben auch 'du'. Ja, ich bin müde. Aber ich war noch nicht müde genug, um einschlafen zu können.“
„Am frühen Nachmittag?“
„Oh, ja.“ Sie lachte. „Ich habe heute Nacht sehr schlecht geschlafen. Meine Nachbarin hat mich mit ihrem Schreien und Stöhnen wachgehalten.“
Ich erschrak. „Was?“ Schreien und Stöhnen? War es das, was ich zu ahnen glaubte?
„Und ihr Kerl hat ab und zu auch ganz gut gebrüllt. Es war unerträglich“, konstatierte sie mit einem Lächeln.
„Du meinst, die haben die ganze Nacht ...“
„Scheinbar haben sie genau das getan, was du gerade denkst, ja!“ Nun grinste sie. „Entschuldige. Es kommt nicht so oft vor, aber heute war es besonders intensiv.“
Ich starrte sie erschrocken an. Aber nein, das konnte nicht sein. Sie würde wohl kaum bei Nathalie nebenan wohnen, dachte ich. „Das ist ja fürchterlich“, bekundete ich mein Mitgefühl.
„Darum bin ich jetzt fast zwei Stunden gelaufen. Jetzt bin ich müde genug, dass ich einschlafen kann, wenn ich geduscht habe.“
Oh, sie malte mir mit ihren Worten wundervolle Bilder in den Kopf. Ich stellte mir Vanessa unter der Dusche vor. Ein genüssliches Schmunzeln ließ mein Gesicht erstrahlen.
„Alles okay?“, fragte sie prompt.
Verdammt! Erwischt. „Ja, ja, alles gut. Ich ...“
„Ich sehe schon. Du läufst nicht. Richtig? Dann wünsche ich dir ein schönes Wochenende. Ich will weiter, endlich schlafen“, sagte sie mit einem Grinsen.
„Ja. Ja, sicher. Schönes Wochenende, Vanessa.“
Kaum hatte ich zuende gesprochen, da lief sie wieder los. Ich schaute ihr sehnsüchtig hinterher. Was für ein himmlischer Anblick ...



Kapitel 8

Ich war erneut der Verzweiflung nahe, wusste nicht, was ich tun sollte. Müdigkeit überkam mich, als ich zuhause angekommen war und ich es mir auf meinem Sofa gemütlich machte. Ich hätte keine Mühe gehabt, auf der Stelle einzuschlafen, wenn ich nicht derart aufgewühlt wäre. Ich hatte das Erlebte offenbar noch immer nicht als real erfasst, sondern wähnte mich in einem wundervollen Traum.
Eine kalte Dusche hilft, redete ich mir ein.

Mir war eiskalt! Eine halbe Stunde hatte ich mich dem kalten Strahl ausgesetzt. Jetzt war ich auf jeden Fall wach. Es war kurz nach acht.
Ich habe das alles nur geträumt, schoss es mir erneut durch den Kopf. Ich solch absurden Fällen rief ich für gewöhnlich meinen besten Kumpel Thommy an. Der kannte sich mit Frauen aus. Aber der kam erst am Sonntagmittag aus dem Urlaub zurück. Also zog ich mich an und ging in die Stadt. So, wie jeden Samstagabend …
Doch wo wollte ich eigentlich hin? Ich irrte ziellos durch die Straßen, vorbei an Kneipen, Bars und Diskotheken und anderen Etablissements. Schließlich erreichte ich das 'Nachtcafe'. Dort war ich noch nie gewesen, aber das Ambiente vermittelte mir eine gemütliche Atmosphäre. Das war es, wonach ich in diesem Augenblick suchte. Einfach zur Ruhe kommen.
Ich wählte einen kleinen Tisch am Fenster. So konnte ich das Treiben auf der Straße beobachten, hatte aber auch einen guten Blick zur Tür.
Eine entzückende Kellnerin stand nach einer Minute an meinem Tisch. „Was darf es sein, junger Mann?“
„Oh, guten Abend, junge Frau.“ Ich schaute kurz auf die Karte. „Ich hätte gerne eine heiße Schokolade mit Sahne und ein Stück von der Marzipantorte.“
„Gerne, mein Herr.“
Ich schaute ihr genüsslich hinterher, als sie zur Theke ging. Für optische Reize war ich immer sehr empfänglich.

Wenige Minuten später kam die junge Frau mit meiner Bestellung zurück. Sofort widmete ich mich dem Verzehr. Und wenn das doch kein Traum war? Ich verfiel in melancholische Gedanken, redete mir ein, dass mir mein Schicksal den Weg gewiesen, mich zu Nathalie geführt hatte. Doch Vanessa ging mir nicht aus dem Sinn. Die unverhoffte Begegnung heute Nachmittag hatte mich erneut mit Selbstzweifeln erfüllt.

Die reizende Bedienung kam erneut an meinem Tisch vorbei. Offenbar wirkte ich in diesem Augenblick sehr traurig auf sie. Sie blieb stehen und schaute mich an. „Ist alles in Ordnung?“
„Was? Oh, ja. Nein. Doch, mit der Schokolade und dem Kuchen ist alles okay.“
„Aber?“, hakte sie, offenbar an mehr interessiert, nach.
„Ich weiß gerade nicht, wo mir der Kopf steht. Ich weiß nicht, ob ich das alles träume, oder ob es wirklich real war, was ich an diesem Wochenende bisher erlebt habe. Ich fühle mich nicht wohl in meiner Haut.“
„Da ist die heiße Schokolade doch genau das Richtige“, meinte sie und lächelte mich an. „Und die Torte hat auch etwas von Belohnung für die geplagten Sinne.“
„Das ist lieb, dass Sie das sagen. Dafür hätten Sie eine Belohnung verdient.“ Sofort überkam mich jedoch wieder die Melancholie. „Entschuldigen Sie. Ich weiß nicht, was ich rede.“
„Alles in Ordnung, junger Mann. Genießen Sie einfach. Danach geht es Ihnen wieder besser.“
„Vielen Dank. Sie sind äußerst liebenswert. Aber jetzt kümmern Sie sich besser um die Kundschaft. Ich möchte nicht, dass Sie Ärger mit Ihrem Chef kriegen, weil Sie sich nur mit mir unterhalten.“ Ich lächelte sie an. „Es war mir eine Freude, junge Frau.“
Sie lächelte zurück und klopfte mir sanft an die Schulter, bevor sie ging.

Vollkommen unbemerkt, weil ich so sehr in Gedanken war, dass ich das Geschehen um mich herum ausgeblendet hatte, näherten sich zwei Frauen meinem Tisch.
„Guten Abend, Benny.“
Erschrocken schaute ich auf. Nathalie! Und Vanessa! Oh, mein Gott!
„Hallo, guten … Abend“, stammelte ich. „Was machen Sie denn hier?“
„Ich denke, wir waren bereits beim 'du', Benny. Richtig?“, meinte Vanessa.
„Oh … Ja, Vanessa. Hallo, Nathalie, richtig?“ Ich war völlig neben der Rolle. „Entschuldigt meine Zerstreutheit.“
„Alles gut“, versicherte Letztere. „Alles okay mit dir?“
Ich seufzte. „Ach ...“ Gegenüber Vanessa wollte ich keinesfalls durchblicken lassen, dass ich mit Nathalie die letzte Nacht verbracht hatte.
„Das klingt nach Problemen. Oder bist du unglücklich verliebt?“, fragte Vanessa.
„Oh, ha …“ Ich musste lachen. „Na ja, das ...“
„Das trifft es?“, hakte sie nach.
„Ich glaube, darüber möchte ich nicht sprechen. Setzt euch doch zu mir. Es wäre mir eine Freude.“
Die beiden setzten sich mir gegenüber, sodass ich ihnen immer in die Augen schauen konnte. Sie hatten die gleichen braunen Augen, hatten auch beide lange blonde Haare und, wie ich nun im direkten Vergleich feststellen konnte, den gleichen sinnlichen Mund.
Ich schluckte, leckte meine Lippen, bekam feuchte Hände.
Die beiden schienen mich aufmerksam zu beobachten. Meine Augen zuckten ständig in alle erdenklichen Richtungen. Ich wurde immer nervöser. Ein Glück, dass sie nicht besonders aufreizend gekleidet waren. Beide trugen knielange Kleider mit kurzen Ärmeln und einem sehr dezenten Ausschnitt.
Vanessa riss mich aus meinen Gedanken. „Schmeckt die Torte?“
„Was? Oh, ja. Die ist sehr lecker. Wollt ihr auch ein Stück? Ich gebe sie euch aus, ja?“ Sofort winkte ich die Kellnerin herbei. „Noch zwei Stücke Torte für die Damen. Auch heiße Schokolade?“, fragte ich Vanessa.
„Oh, gerne.“
„Aber sicher ohne Sahne, oder?“, meinte ich mit einem Lächeln.
„Oh, auf keinen Fall!“, widersprach sie. „Unbedingt mit Sahne.“
„Ich auch“, sagte Nathalie.
„Gut“, sagte ich zur Kellnerin. „Zweimal Torte und zweimal heiße Schokolade mit Sahne, bitte.“
Die junge Frau ging fort.
„Hübsch, die Kleine“, meinte Vanessa.
Ich schaute sie erstaunt an. „Ach, ja, aber ...“
„Was möchtest du sagen, Benny?“, bohrte Vanessa weiter.
„Die ist doch gerade Anfang Zwanzig, oder?“, antwortete ich.
„Hübsch ist sie trotzdem. Oder findest du nicht?“
„Ja, aber … Aber gegen euch zwei Grazien ...“ Was redete ich da? Ich biss mir auf die Unterlippe.
„Oh, Nathalie, er wollte uns jetzt sicher ein Kompliment machen. Benny, sprich aus, was du denkst“, forderte sie mich auf. Um dem Nachdruck zu verleihen, legte sie ihre rechte Hand auf die meine.
Ich starrte auf ihre Hand, dann in ihre Augen.
„Oh, Vanessa. Ich glaube, er ist ein bisschen schüchtern.“
„Nathalie, jetzt erschreck ihn doch nicht. Er wollte sicher etwas Nettes sagen. Komm, Benny. Sag es uns, ja?“ Dabei streichelte sie sanft über meine Hand.
Mein Puls raste, ich spürte, wie mir das Blut ins Gesicht schoss und es erröten ließ. Es schoss auch noch ganz woanders hin … Dann platzte es aus mir heraus: „Vanessa, ich liebe dich!“



Kapitel 9

War ich völlig irre? Die letzte Nacht hatte ich mit Nathalie verbracht. Warum machte ich in ihrem Beisein ihrer besten Freundin Vanessa eine Liebeserklärung? Hatte ich endgültig den Verstand verloren? Wie sollte ich aus dieser Nummer wieder herauskommen?

„Habt ihr das alle gehört?“, grölte Nathalie.
Für mich wildfremde Menschen applaudierten.
Ich wollte im Erdboden versinken. Oder davonlaufen. Oder … Ich hatte es getan. Aber warum hatte ich das getan? Ich liebte auch Nathalie. Was musste sie von mir denken? Andererseits hatten wir darüber gesprochen. Doch wie sollte es nun weitergehen?
Vanessa schien sprachlos. Sie schaute mich an. Versuchte sie in meinen Augen zu lesen?
„Vanessa, ich … Ich weiß, das klingt … Das klingt bescheuert, aber ...“
„Warum glaubst du, dass das bescheuert wäre? Ich ...“ Sie zögerte.
„Du hast es schon geahnt, nicht wahr?“
Sie schaute Nathalie an.
Meine Gedanken verwirrten mich. Die beiden waren beste Freundinnen, kannten sich seit zwanzig Jahren. Hatten sie schon darüber gesprochen?

Eine Minute lang war es ganz still.
„Benny, ich muss dir etwas gestehen“, sagte Vanessa.
„Ich hätte es nicht tun sollen. Es war ein Fehler. Entschuldige, Vanessa.“
„Was war ein Fehler? Dass du dein Herz auf der Zunge trägst? Nein, nein, gewiss nicht. Ich fühle mich geschmeichelt.“
„Aber es war trotzdem falsch.“
„Nein. Aber ich … Ich habe dir Hoffnungen gemacht. Und ich habe es nicht gemerkt, habe mir nichts dabei gedacht. Der Patient soll sich wohlfühlen. Das ist mir sehr wichtig. Du fühlst dich sehr wohl in meiner Praxis, bei meiner Behandlung.“
„Oh, Vanessa. Ich muss dir gestehen, ich habe mich bei einem Zahnarztbesuch noch nie so wohl gefühlt, wie das bei dir der Fall ist. Ich komme gerne zu dir.“
„Das habe ich sehr wohl bemerkt. Nein, Benny, ich möchte ehrlich zu dir sein. Diese … Diese Berührungen waren vielleicht unbedacht. Aber ich habe auch gespürt, dass sie dich beruhigten, dir die Angst vor der Behandlung nahmen.“
Ich war irritiert. Hatte ich das ihr gegenüber schon reklamiert? Nein. Trotzdem ging ich darauf ein. „Weil sie mich auf ganz andere Gedanken brachten, liebe Vanessa. Ja, so ist das. Ich will ganz offen sein. Sie haben mich geil gemacht. Bist du dir auch bewusst, dass du mir sehr viel mehr, als nur diese Berührungen geboten hattest?“
„Bei der Behandlung am Freitag habe ich es bemerkt, ja. Entschuldige, wenn ich dich damit ...“ Sie schmunzelte. „... belästigt, nein, das kann man sicher nicht sagen.“
„Du hättest mich beinahe in Versuchung gebracht. Aber, nein, das hätte ich nie getan. Trotzdem hat mich das ziemlich irre gemacht.“
„Ich weiß nicht … Sollten wir das wirklich hier weiter ausführen?“, gab Nathalie zu bedenken.
„Du hast recht, meine Liebe. Wir … Ach, wir bekommen ja noch Kuchen und Kakao.“ Vanessa schmunzelte, schaute mich an. „Vielen Dank dem edlen Spender.“
Da kam die Bedienung auch schon, stellte Tassen und Teller ab und fragte: „Sonst noch einen Wunsch?“
Ich weiß nicht, welcher Teufel mich geritten hatte, aber ich sagte voller Übermut: „Deinen Namen, schönes Kind. Und die Rechnung. Alles zusammen, bitte.“
Sie schaute mich irritiert an und lächelte.

Als sie fort war, stieß Nathalie mich an und sagte: „Hey, Benny. Wolltest du die jetzt anmachen?“
„Wir hatten immerhin schon angemerkt, dass sie durchaus hübsch ist“, fügte Vanessa hinzu.
„Entschuldigt, bitte. Ich weiß nicht, was in mich gefahren war. Ich werde mich gleich bei ihr entschuldigen.“
„Immer nett und freundlich, der Benny“, meinte Nathalie und kicherte. „Aber die Dame trägt ein Namensschild, falls du es noch nicht bemerkt hattest.“
„Und das trägt sie wo?“, fragte ich provokant.
„Na ja, quasi auf dem Herzen. Sprich, am Dekollete der Bluse.“
„Ja, wenn ich da jetzt extra hingucke, denkt sie doch erst recht, ich wollte sie anbaggern. Nee, das ...“
Da kam die Bedienung zurück. Sicher hatte sie meine letzten Worte mitbekommen. Doch bevor ich Luft holen konnte, um meine Entschuldigung loszuwerden, sagte sie freundlich, aber bestimmt: "Das macht 16,80."
„Oh, ja. Junge Frau, ich bitte um Entschuldigung. Mein Spruch eben war ein wenig unangemessen, auch wenn es zweifellos der Wahrheit entspricht. Ich bitte trotzdem um Entschuldigung.“
„Hätte mich auch gewundert, wenn Sie mir damit etwas hätten antragen wollen. Sie sind in Gesellschaft zweier zauberhafter Damen. Außerdem bin ich gewiss zu jung für Sie.“
Ich holte einen Zwanziger aus dem Portemonnaie, drückte ihr diesen in die Hand und ergriff dieselbe sogleich ganz behutsam. „Einen Handkuss zum Abschied, Verehrteste?“
Sie schaute mich verdattert an. Dann drehte sie ihre Hand und hielt mir den Handrücken hin.
Ich küsste sie und bedankte mich für die vorzügliche Bedienung.

„Sie ist ein bisschen rot geworden, Benny“, flüsterte Nathalie.
„Sie ist reizend. Und nette Komplimente bringen so manche Frau in Verlegenheit, wie es scheint. Muss ich mir merken“, meinte ich selbstbewusst.
„Sie hat dich daran erinnert, dass du in Gesellschaft zweier bezaubernder Damen bist. So hat sie es gesagt, nicht wahr?“, sagte Vanessa.
„Oh, ich habe schon verstanden“, antwortete ich. „Vanessa, Nathalie, ihr seid wirklich ganz bezaubernd. Zwei absolute Traumfrauen.“
„Na ja, ist noch ausbaufähig. Was meinst du, Nathalie?“
„Es ist ein Anfang.“ Sie kicherte, stieß Vanessa an, die daraufhin ebenfalls ausgelassen lachte.
Sie spielten mit mir, da war ich mir sicher.

Wir tranken unsere heiße Schokolade und aßen den Kuchen. Immer wieder trafen sich unsere Blicke. Ich fragte mich, was dieser Abend bringen mochte. Vor allen Dingen fragte ich mich, was Nathalie für nicht geeignet hielt, hier in der Öffentlichkeit zu bereden. Würde es so intim werden? Das konnte ich nicht glauben. Dennoch versetzte es mich in Erregung.



Kapitel 10

Ich fühlte mich schon auf dem Weg in meine Wohnung wie im siebten Himmel. Die Damen hatten mich in ihre Mitte genommen und tänzelten vergnügt, dass ich einige Male ins Straucheln geriet.
Nach einer knappen halben Stunde hatten wir das Ziel erreicht. Meine Wohnung war nicht besonders groß, aber mehr brauchte ich nicht.
„Hübsch und gemütlich“, meinte Nathalie.
„Was wollt ihr trinken, meine Lieben?“
„Hast du süßen Sekt?“, fragte Vanessa.
„Genau. Irgendwas mit ein bisschen Alkohol. Dann redet es sich entspannter“, pflichtete Nathalie ihr bei.
„Ich habe vielleicht noch einen Birnen-Cider. Wäre der okay?“
„Oh, der wäre richtig geil!“, rief Nathalie.
Sie wollten also entspannt mit mir reden. Oder eher enthemmt?

Ich ging zum Kühlschrank. Da standen drei Flaschen. Oh, das wird ein lustiger Abend, dachte ich. Als ich zurück in mein Wohnzimmer kam, trug Vanessa drei Gläser in der Hand, die sie aus der Vitrine geholt hatte.
„Fühlt euch wie zuhause“, frohlockte ich.
Die beiden saßen auf meinem Sofa, streckten mir ihre Arme entgegen und forderten mich auf, mich zwischen sie zu setzen.
„Ich setze mich immer da hin, wo ich mich am wohlsten fühle“, antwortete ich und grinste.
„Du hast hoffentlich nicht diesen Sessel zu deinem Lieblingsplatz erkoren.“ Vanessa wies auf den Sessel genau gegenüber.
Ich stand nun direkt neben Nathalie, die ihre Beine zur Seite schwang, um mich auf das Sofa zu lassen. „Von dort könnte ich eure Schönheit natürlich viel besser bewundern, liebe Vanessa. Aber ich denke, in euren Armen werde ich mich wie im Himmel fühlen. Andererseits könnte ich da nicht so leicht die Flucht ergreifen“, neckte ich sie.
„Wir beißen nicht. Wir wollen nur spielen. Versprochen“, versicherte Nathalie. Sie umfasste meinen Oberschenkel und kniff liebevoll hinein.
„Okay, ich vertraue euch. Ich bin euch willenlos ergeben.“
Da lachten wir alle drei, denn diese Bemerkung war sowas von eindeutig zweideutig zu verstehen.
Wieder fragte ich mich, wohin das heute Abend noch führen mochte. Vorstellen konnte ich mir eine Menge. Schließlich war mir Nathalies Lustschwelle durchaus bekannt. Doch ich hoffte inständig, dass Vanessa niemals von meinem wilden Abenteuer mit ihrer besten Freundin erfahren würde.

Die erste Flasche war verdammt schnell leer. Wir hatten viel über dies und das geredet, nichts, was zu intim geworden wäre. Aber ich konnte mich des Eindrucks nicht erwehren, dass Nathalie es darauf anlegte, mich mit Vanessa in eine verfängliche Situation zu bringen. Immer wieder lachte sie ausgelassen und ließ sich gegen mich fallen, übte sogar Druck aus, damit ich den Dominoeffekt zuließe, um Vanessa um den Hals oder in den Schoß zu fallen.
Schließlich hatte sie mich soweit. Ich hatte mein Glas gerade abgestellt, wollte zu einer Erklärung einer völlig harmlosen Begebenheit ausholen, da schob sie mich deutlich kräftiger an, als bis dahin. Prompt verlor ich das Gleichgewicht und fiel Vanessa wahrhaftig in den Schoß.
Nathalie lachte und gab mir einen weiteren Schubser. Ich versuchte zu retten, was zu retten war, stützte mich nun mit beiden Händen auf Vanessas Oberschenkeln ab. Ich berührte sogar ihr nacktes Knie, denn der Saum des Kleides war ein wenig verrutscht.
„Hey, was wird das denn?“ Sie wirkte allerdings keineswegs entrüstet. Sie lachte.
„Sorry. Deine herzallerliebste beste Freundin war etwas ungestüm.“
Bevor ich mich wieder aufrichten konnte, hatte Vanessa ihre Arme über meinen Rücken gelegt.
„Ist das bequem?“ Sie kicherte ausgelassen.
Es fühlte sich nicht gerade ungemütlich an. Sie klopfte mit beiden Händen auf meinen Rücken. Also ließ ich mich wieder fallen.
„Wenn ich störe, sagt es mir, ja?“, lamentierte Nathalie gewiss ironisch.
„Der fühlt sich sauwohl, Nathalie. Nicht wahr, Benny?“ Bereits jetzt war ihr anzumerken, dass der Alkohol nicht ohne Wirkung geblieben war.
„Mal abgesehen davon, dass es eine etwas unbequeme Haltung ist, gefällt mir das, ja“, gab ich unumwunden zu. „Dir scheint es nicht völlig zu missfallen, Vanessa. Sonst würdest du mich nicht festhalten.“
Jetzt kraulte sie sogar meinen Rücken, nahm die Arme dann aber fort.
Ich richtete mich wieder auf. Sofort bekam ich von Vanessa einen Schubs. Theatralisch ließ ich mich auf Nathalies Schoß fallen.
„Hahhh! Komm her, du wilder Stier!“, rief sie. Dabei röhrte ihre Stimme recht tief. Außerdem packte sie mich mit beiden Händen, damit ich mich nicht gleich wieder aufrichtete.
„Wilder Stier?“, fragte Vanessa irritiert.
So hatte mich Nathalie nach dieser unfassbaren Nacht mit ihr genannt. Das fiel mir jetzt wieder ein.
„Ach, kam mir gerade so in den Sinn. Wer weiß, vielleicht ist er ja auch einer. Das wirst du nur erfahren, wenn du mal mit ihm ins Bett gehst. Hier. Nimm ihn dir“, sagte Nathalie und schob mich der Freundin entgegen.
„Also, bitte, Nathalie. Das finde ich jetzt ein bisschen zu viel des Guten“, klagte Vanessa. „Entschuldige, Benny. Meine liebe beste Freundin ist manchmal sehr direkt.“
„Das kann man wohl sagen, ja. Ist wohl 'ne ganz Wilde, was?“ Ich schaute Nathalie in die Augen.
Sie grinste. „Na, bist du auch so wild?“
Ich verdrehte die Augen. Du weißt genau, wie ich bin, dachte ich, doch das konnte ich jetzt natürlich nicht sagen. Dass sie eine ganz Wilde sein konnte, wusste ich sehr genau. Aber auch das wollte ich nicht offenbaren.
„Nathalie, lass ihn doch. Ich glaube, er ist ein ganz lieber Kerl, und ein bisschen schüchtern ist er auch.“
„Also, liebe Vanessa, erinnere dich. Er hat dir vor mindestens einem Dutzend Zeugen ins Gesicht gesagt, dass er dich liebt. Ist das schüchtern?“
„Ach, aber es ist mutig. Und romantisch. Du weißt, sowas mag ich“, offenbarte Vanessa.
„Dann würde ich doch sagen, versuch es mit ihm“, drängte Nathalie.
Sie schien mich tatsächlich mit aller Macht mit Vanessa zusammenbringen zu wollen. Nicht, dass ich etwas dagegen gehabt hätte, aber was war letzte Nacht? War ich da nicht ich selbst? Und war es Nathalie wirklich einerlei?
„Warum willst du ihn so vehement an mich drängen?“
„Vanessa! Er ist der richtige für dich! Vertrau mir, ich weiß es einfach.“
„Findest du ihn denn so schlimm, dass du nicht an dein eigenes Glück denkst? Du bist schon so lange auf der Suche nach dem Mann, der dich aufrichtig liebt. Benny, sag mir, wie findest du Nathalie?“
„Hey! Was wird das jetzt? Ihr spielt mit mir! Vanessa, ich habe dir meine Gefühle offenbart. Klar, Nathalie ist auch eine echte Granate, wenn ich das mal so sagen darf, aber ...“
„Du könntest dich auch in sie verlieben, ja?“
Was sollten all diese Fragen? Ich beschloss, das Spiel, das die beiden offenbar mit mir spielen wollten, einfach mitzumachen, komme, was wolle. „Sicher. Aber … Hey! Wenn ich fürchten müsste, dass meine Hoffnungen bei dir ins Leere laufen würden, okay, dann … Ja, dann … Aber du hast mir bewusst Hoffnungen gemacht. Hast du selbst gesagt. Also nehme ich an, dass du mich magst. Vanessa, ich liebe dich!“ Um dem ganzen Spiel die Krone aufzusetzen, fügte ich hinzu: „Und dich auch, Nathalie. Okay?“



Kapitel 11

Ich sprang auf und holte die zweite Flasche aus dem Kühlschrank. Vielleicht half jetzt nur, sich gemeinschaftlich gepflegt zu betrinken. Alle Hemmungen würden fallen, wir würden wilde Dinge tun. Und morgen würden wir es bereuen, es soweit haben kommen zu lassen.
Ich kam aus der Küche zurück. Die holden Damen kicherten und tuschelten. Sie hatten offenbar ihren Spaß daran, mich in den Wahnsinn zu treiben.
Ich ging in die Offensive. „Was tauscht ihr da für neue Gemeinheiten gegen mich aus?“
„Oh, Benny“, säuselte Vanessa. „Wir müssen dir etwas verraten.“
„Oh, Geheimnisse? Ich liebe Geheimnisse!“, jubelte ich.
„Aber du musst keine vor uns haben. Wir wollen alles von dir wissen. Alles, hörst du?“
„Ja, Benny. Alles!“, unterstrich Nathalie. „Wirklich alles!“
Dann lachten beide und fielen sich in die Arme.

„Da gibt es nicht viel zu erzählen, wisst ihr. Ich … Ihr wolltet mir ein Geheimnis verraten?“
„Zuerst verrätst du uns etwas von dir“, forderte Nathalie. „Jeder Mensch hat kleine Geheimnisse, die man bei ihm nicht erwartet. Los, erzähl mal.“
Ich schaute Nathalie grimmig an. Doch sie kicherte unentwegt. Der Alkohol, dachte ich. Wieder fragte ich mich, was dieser Abend für Überraschungen parat halten würde.

Meine beiden Damen kicherten vergnügt, schauten mich dabei fordernd an. Sie wollten ein kleines Geheimnis von mir hören. Okay, dachte ich, dann bringe ich die Volksseele mal zum Kochen. Ich zwängte mich wieder zwischen meine Gäste.
„Was ist jetzt?“, drängte Nathalie.
„Okay. Wenn ich unglücklich verliebt bin, dann gucke ich mir aus Frust Pornos im Internet an.“
„Das macht wahrscheinlich jeder“, reklamierte Nathalie. „Hast du das auch schon mal gemacht, Vanessa?“
„Was? Oh … Na ja, ich ...“
„Du fragst deine beste Freundin, Nathalie. Wenn, dann habt ihr das doch sicher gemeinsam gemacht“, unterstellte ich forsch.
„Okay, erwischt, Benny. Ja, ich habe mir mit ihr zusammen schon mal sowas angeguckt. Aber ich muss gestehen, so recht Gefallen konnte ich daran nicht finden. Ich hatte es nur getan, um ihr beizustehen, nachdem sie ...“ Vanessa schaute Nathalie an.
„Oh, ja. Sie musste mich trösten“, gestand die Freundin. „Kommt leider häufiger vor, als mir lieb ist.“
„Sie gerät immer wieder an die Falschen.“
„Konnte dir ja bisher nicht passieren“, meinte Nathalie zu Vanessa.
Ich wurde hellhörig. „Na, das klingt ja spannend. Was verbirgt dieses sanftmütige Wesen namens Vanessa?“
„Oh, Benny. Das hast du hübsch gesagt. Na ja, ich bin eher das Gegenteil von Nathalie. Ich habe Männer meist ignoriert, weil ich das Lernen für mein berufliches Ziel immer an die erste Stelle gestellt hatte.“
Ich fasste neuen Mut und neues Selbstvertrauen. „Du hattest gewiss viele Verehrer. Du bist wunderschön, Vanessa. Das muss ich dir mal sagen. Da fällt es nicht schwer, sich in dich zu verlieben. Und wer dich näher kennenlernt, der ...“
Sie schaute mich mit großen Augen an, lächelte. „Ja … Ich kenne dich schon eine Weile. Und ich glaube, du bist ein sehr liebenswerter Mensch.“
Jetzt schaute ich sie erstaunt an.
Ihre wunderschönen Augen waren weiterhin auf mich fixiert. Wie in Zeitlupe kam sie immer näher.
Mein Puls raste. Ich war wie parallelisiert.
Dann küsste sie mich. Zunächst einmal kurz. Ihr Blick fixierte meine Augen unentwegt. Sie leckte ihre Lippen und küsste mich erneut. Diesmal mit leichtem Druck. Ich war gefangen in meiner Unsicherheit, wagte nicht, diese Intimität entschlossen zu erwidern.
Ich spürte plötzlich, wie Nathalie ihren Arm von meinen Schultern zog. „Ich muss mal für kleine Mädchen. Ich finde es schon selbst, denke ich.“ Sie stand auf und ging zur Toilette.
Sie wollte uns allein lassen, schloss ich daraus.

Das musste ich träumen! Aber was wollte Nathalie mit ihren frivolen Aktionen erreichen? Wollte sie sich zugunsten ihrer besten Freundin zurückziehen, um ihr … Nein! Das konnte ich nicht tun. Ich liebte Nathalie. Ebenso liebte ich Vanessa. Oh, verdammt!
„Benny?“, flüsterte Vanessa mir ins Ohr. „Du bist unsicher, ja?“
„Ich fürchte, ich weiß nicht mehr, was richtig und was falsch ist, was real und was nur ein Traum.“
„Ich bin auch unsicher, Benny. Ich bin genauso schüchtern, wie du. Ich ...“ Sie presste ihre Lippen zusammen, seufzte dann herzergreifend.
„Vanessa? Alles okay mit dir?“
„Benny, Nathalie hat … Sie hat mir alles erzählt. Du warst letzte Nacht bei ihr, richtig?“
Ich erstarrte. Oh, mein Gott! Nathalie! Warum hast du das getan?
Ich nahm einen kräftigen Schluck. Sofort spürte ich die Wirkung des Alkohols. Ich wollte im Boden versinken. Warum, Nathalie? Warum?
Vanessa kam näher, suchte meinen Blick, schaute mir in die Augen.
Ich ließ, vermutlich bedingt durch den Alkohol, alle Hemmungen fallen. Ich nahm Vanessa fest in meine Arme und küsste sie mit unbändiger Leidenschaft. Ich rechnete fest damit, eine schallende Ohrfeige zu bekommen, wenn ich sie losließ.



Kapitel 12

„Euch kann man ja keine zwei Minuten allein lassen!“, rief Nathalie, als sie zurückkam.
Ich rückte ich ein kleines Stück von Vanessa ab, woraufhin sie mich grimmig anschaute.
„Ich wollte euch nicht hindern.“ Nathalie kicherte. „Macht ruhig weiter. Wie viel kriege ich noch zu sehen?“, meinte sie mit frivoler Stimme.
„Hey, keine Chance!“, antwortete ich.
Vanessa packte offenbar der Übermut. Sie fiel mir erneut um den Hals und küsste mich.
„Oh, wow!“, johlte Nathalie.
Vanessa löste ihre Umarmung, ergriff meine Hand. „Benny, ich … Ich weiß nicht, was gerade mit mir geschieht, aber ...“, stammelte sie. „Ich bin doch gar nicht so. Verstehst du?“
„Aber ich habe es genossen. Ganz ehrlich.“
„Ja", begann sie zögerlich. "Ja, sicher. Ich will gar nicht sagen, dass es mir nicht gefallen hätte. Ich staune nur gerade über mich selbst.“
„Der Alkohol, Vanessa. Du bist nichts gewöhnt. Wenn ich gehen soll, dann sagt es ruhig. Ich will euch nicht hindern, es zu tun.“
„Nathalie!“ Ich schaute sie wütend an. „Warum tust du das? Vanessa hat mir gerade gesagt, dass du ...“
Sie setzte sich auf meinen Schoß. „Ja! Ich habe es ihr gesagt, als sie vom Joggen zurückkam. Wir haben keine Geheimnisse voreinander. Oder, Liebes?"
Vanessa nickte. "Ich glaube nicht."
„Entschuldige, dass wir dir den Schlaf geraubt haben. Aber dieser süße Kerl hier ...“ Sie kicherte erneut, legte einen Arm um meine Schultern und küsste mich. „Er wäre der richtige Mann für dich.“
Ich schaute beide erschrocken an. Vanessa wohnte tatsächlich im Nachbarhaus? Ich konnte es nicht fassen. „Nathalie, ich liebe dich. Und du sagtest, dass du mich ebenso liebst. Hast du das schon vergessen?“
„Oh, nein, Benny. Keineswegs. Aber ich liebe auch meine beste Freundin Vanessa, verstehst du?“
Ich war mal wieder irritiert.
„Alles gut, Benny?“, fragte Vanessa.
„Du bist geschockt, nicht wahr?“, erkannte Nathalie. Sie setzte sich nun wieder neben mich.
„Mädels! Jetzt will ich Klartext hören! Ihr habt doch einen Plan. Und im Moment sieht der für mich nach 'Wir treiben Benny in den Wahnsinn' aus.“
„Es ist keineswegs erforderlich, dass du dich für irgendetwas schämst, Benny“, meinte Vanessa und gab mir einen sanften Kuss auf die Wange.
Ich drehte meinen Kopf zu ihr. Doch bevor ich etwas sagen konnte, küsste sie mich auf den Mund.
„Benny“, sprach mich Nathalie an.
Ich löste mich von Vanessas Lippen, drehte meinen Kopf zur anderen Seite und bekam auch von Nathalie sofort einen festen Kuss auf den Mund.
„Hast du es jetzt kapiert?“, meinte Vanessa.

Jetzt kam mir die Situation am Freitag in der Praxis wieder in den Sinn. Schon da hatte Nathalie so seltsam gegrinst, als sie mich mit Vanessa allein gelassen hatte. Die beiden hatten offenbar schon längst darüber gesprochen, daas Vanessa begann, Gefühle für mich zu entwickeln. Demnach hatte sie all die zufälligen Berührungen tatsächlich bewusst geschehen lassen. Aber dass ich auf die Idee verfallen könnte, eine Liebesdienerin zu konsultieren, um mich abzureagieren, hätte Nathalie doch nicht erahnen können. Das konnte nur purer Zufall gewesen sein. Aber auch dieses schienen sie schon besprochen zu haben.
Wieder rissen mich die beiden Grazien sanft aus meinen Gedanken, indem sie mich küssten. Zudem rückten sie ganz dicht an mich heran, kuschelten sich innig an mich. Jetzt musste ich annehmen, sie wollten mich beide. Oh, mein Gott! Das war doch der Himmel auf Erden!
Doch erneut war ich ein Gefangener meiner eigenen Schüchternheit. Das ging mir alles viel zu schnell.



Kapitel 13

Was führten die beiden im Schilde? Ich besann mich auf meine Vernunft, wollte in Ruhe abwarten, was geschehen würde. Doch unerwartet ließen sie die nächste Bombe platzen. Das schrieb ich der Wirkung des Alkohols zu, dass sie offenbar beide enthemmt redeten.
„Benny, was erwartest du von diesem Abend?“
„Oh, Vanessa. Ich weiß nicht. Er war bisher mit Sicherheit einer der schönsten meines Lebens. Wer kann schon von sich sagen, den Abend mit den zwei hübschestes Damen der Stadt verbringen zu dürfen?“
„Benny!“, rief Nathalie. „Du bist ja ein Charmeur!“
Ehe ich mich versah, knutschten sie mir hingebungsvoll auf die Wangen. Dann beugten sie sich nach vorn und schauten sich an. Schließlich nickten sie sich zu.
„Wir haben noch ein gemeinsames Geheimnis, lieber Benny“, begann Vanessa. „Wie du weißt, kennen wir uns schon knapp zwanzig Jahre. Seit etwa fünf Jahren hat sich diese Freundschaft zu noch sehr viel mehr entwickelt.“
„Damals hatte ich mal wieder Stress mit einem Kerl. Den hatte ich sogar wegen Körperverletzung angezeigt, dieses Schwein! Er hat mich brutal geschlagen. Da war ich eine Weile von der Männerwelt geheilt, wollte nie wieder … Na ja ...“ Nathalie lachte. Doch dann wurde sie schlagartig melancholisch. „Oh, scheiße, ich habe ihn geliebt. Aber dafür hasse ich ihn.“
„Sie war am Boden zerstört, sie brauchte jemanden, der sie tröstete, ihr ein bisschen Liebe schenkte. Ja, und so hatte es sich dann ergeben. Wir ...“, erzählte Vanessa mit ruhiger Stimme. „Wir begannen eine intime Beziehung.“
„Bis Nathalie rückfällig wurde“, meinte ich mit ein wenig Spott in der Stimme.
„Keineswegs, Benny“, antwortete die Angesprochene. Sie wirkte gar nicht beleidigt, sondern offenbarte: „Nein, Benny. Das hat bis heute Bestand. Ich gönne mir nur ab und zu mal einen Mann – im Gegensatz zu Vanessa“, sagte sie mit einem Augenzwinkern.
„So, wie Freitagabend, ja?“, provozierte ich sie.
„Das mit Freitagabend war eine Wette, wie ich dir erklärt hatte. Glaube mal nicht, dass das eine unangenehme Gewohnheit von mir wäre. Ich bitte dich!“
„Du warst aber sehr überzeugend. Du hast mich nach allen Regeln der Kunst verführt, hast mir alle Zweifel genommen, dass es ein Fehler war. So gesehen war ich glücklich, es getan zu haben, diese Nummer gewählt zu haben. Und ich war froh, keine andere ausgesucht zu haben“, meinte ich mit einem tiefen Seufzer.
„Ich war auch froh, dass kein anderer angerufen hatte“, gestand Nathalie ein.
„Ich glaube, ich hätte es mir nie verziehen, wenn ich mit einer wildfremden Frau ins Bett gegangen wäre. Das hätte doch einen sehr faden Beigeschmack. Ich habe das noch nie zuvor auch nur in Erwägung gezogen, mich auf so etwas einzulassen. Und das werde ich auch niemals wieder tun. Aber die Erfahrung von Freitagabend war ja doch eine andere. Ich habe eine wundervolle Frau näher kennengelernt.“
„Och, Benny.“ Nathalie schaute mich grimmig an, lachte dann aber. „Du verteilst gerne Komplimente, was?“
„Wenn du es so siehst. Wenn ich es aber nicht tue, dann wecke ich auch kein Interesse. Was ist das für ein Leben ohne Frauen? Ich könnte mir das nicht vorstellen.“
„Benny? Du überraschst mich“, meinte Vanessa. „Ich dachte, du bist ein bisschen schüchtern, hoffst eher darauf, dass das schwache Geschlecht dich wegen deiner Liebenswürdigkeit hofiert, damit da mal etwas zustande kommt.“
„Oh, das war jetzt ein bisschen gemein, Vanessa. 'Damit da mal was zustande kommt', wie klingt denn das? Er ist es doch gewiss wert, dass frau sich um ihn bemüht. Nicht wahr, Benny?“ Nathalie strich mir über den Oberschenkel.
„Ich sehe schon sehr gut, wie sehr du dich um ihn bemühst, liebste Nathalie.“
„Vanessa, ich hatte richtig geilen Sex mit diesem Mann. Wenn das kein Argument ist, sich um ihn zu bemühen, dann weiß ich es nicht.“
„Eine Beziehung besteht nicht nur aus Sex, Nathalie“, hielt ich ihr vor.
„Wir hatten offenbar noch nichts von einer Beziehung gesagt. Wir wollten darüber nachdenken. Wir waren uns nur einig, dass wir einander begehren.“
„Das ist ja mein Problem. Wenn ich ganz ehrlich bin, dann begehre ich auch Vanessa.“
„Ich auch!“, antwortete Nathalie und lachte.
„Was habt ihr am Freitagabend denn nun besprochen?“, fragte Vanessa. „Wollt ihr mich nicht mal aufklären?“
Nathalie lachte und klopfte auf meinen Oberschenkel. „Oh, Vanessa. Richtig. Du bist noch nicht aufgeklärt. Zumindest was die Praxis angeht.“
„Die Praxis mit einem Mann“, relativierte sie und kicherte.
„Okay, mein Schatz. Ich will dich nicht drängen, aber da wüsste ich einen, der dafür perfekt geeignet ist“, meinte Nathalie. „Er war auf jeden Fall einer der besten Männer, die ich je hatte.“
Urplötzlich sprang ich auf, stolperte beinahe über den Tisch. Ich schaute meine Damen an und forderte eine Antwort. „Was wollt ihr hier über meinen Kopf hinweg entscheiden?“
„Ach, Benny. Ich dachte immer, Männer sind happy, solange sie die Gunst der Frauen genießen. Aber wenn sie sich entscheiden sollen, dann fehlt ihnen die Fantasie.“
„Oh, oh, keineswegs. Wer sollte sich bei euch zwei Grazien denn entscheiden können? Keine Entscheidung ist in diesem Fall auch eine Entscheidung. Ihr zwei himmlischen Engel seid ein bildschönes Paar. Wenn ich da stören sollte, dann muss ich das akzeptieren.“
„Jetzt sei nicht albern, Benny“, sagte Vanessa. „Sag doch einfach, du liebst uns beide. Du musst dich nicht entscheiden, denn wir lieben dich auch beide.“
„Wahrscheinlich war es das, was ich nicht wahrhaben wollte, es mir einfach nicht vorstellen konnte. Ist das dein Ernst, Vanessa?“ Ich schaute sie mit großen Augen an. Das musste der Alkohol sein. So freizügig reden würde Vanessa sonst nicht, dachte ich.
„Sieh mal, Benny“, begann sie erneut. „Komm, setz dich in unsere Mitte. Da gehörst du hin.“
„Ich hole erst die dritte Flasche. Jetzt brauche ich einen kräftigen Schluck. Sonst werde ich noch wahnsinnig!“

Als ich zurückkam, reichten mir beide ihre Hände. Mit großer Freude nahm ich diese Einladung an, klemmte mich zwischen diese beiden Traumfrauen, die sich sogleich eng an mich kuschelten.
„So, Benny“, sagte Nathalie. „Ich glaube, Vanessa hat die Lösung für all deine Probleme.“
„Du magst das nicht für möglich halten, aber ich möchte meine beste Freundin nicht im Abseits sehen. Denn ich liebe sie. Und sie mich ebenso. Daran gibt es nichts zu rütteln. Du hast mir heute gestanden, dass du mich liebst. Und mit Nathalie hattest du Freitagabend richtig guten Sex, behaupte ich mal. Da ich dich für einen sehr gefühlsbetonten Menschen halte, hast du dich gewiss in sie verliebt. Weil sie gerade sagte, dass du zumindest einer der besten Männer in ihrem Leben warst, wird sie auch für dich starke Gefühle entwickelt haben. Sie liebt dich, Benny. Das wird sie nicht leugnen können. Dann ist es doch jetzt so, dass wir alle drei die jeweils anderen beiden von Herzen lieben. Richtig?“
„Ich fasse es nicht. Du willst also tatsächlich, dass ich armer Kerl mit euch zwei Superfrauen eine intime Beziehung beginnen sollte, ja?“
„Sag nicht, dass du etwas dagegen hättest! Jeder Möchtegern-Casanova würde dich um dein Glück beneiden. Du bist ein hübscher Junge, dem man das durchaus zutrauen dürfte.“
„Oh, Vanessa. Dieser Traum kann aber ganz schnell zum Alptraum werden. Davor habe ich Angst.“
„Du hattest dich selbst für einen Feigling gehalten. Der bist du nicht“, fügte Nathalie hinzu. „Denk drüber nach, Benny. Es soll dein Schaden wirklich nicht sein.“
„Was könnte sich ein Mann Schöneres vorstellen, als gleich zwei Traumfrauen beglücken zu dürfen? Aber darüber möchte ich bitte erst in Ruhe nachdenken, ja? Das erlaubt ihr mir doch, oder?“ Ich schaute die beiden nacheinander an: „Nathalie? Vanessa?“
„Du musst dich keineswegs sofort entscheiden. Es ist nicht so, dass ich es eilig hätte, weißt du?“, meinte Vanessa.
„Und ich brauche auch nicht jede Nacht so wilden Sex. Lass dir ruhig ein bisschen Zeit. Wir wollen dich nicht bedrängen. Versprochen.“
„Ich denke, ich brauche den Abstand erst einmal.“ Ich schwenkte radikal zu einem anderen Thema. „Ich komme nächste Woche rein, um einen Termin zu machen. Du sagtest, dass diese alte Brücke mal überprüft werden sollte, Vanessa. Wäre das okay?“
„Das ist perfekt. Nicht wahr, Nathalie?“
„Prima.“
„So, und jetzt köpfen wir noch diese dritte Flasche!“, rief Vanessa. Ihre Stimme klang allerdings jetzt schon sehr beschwipst.
Ich füllte die Gläser, wir nahmen sie sogleich in die Hände und stießen sie aneinander. Vanessa setzte sich auf meinen Schoß und gab mir einen dicken Schmatzer auf den Mund. Dann beugte sie sich vor zu Nathalie und küsste sie ebenfalls. Nathalie tat es ihr daraufhin gleich, küsste erst mich, dann sie. Ich hatte verstanden. Also knutschte ich meine beiden Traumfrauen ebenfalls mit einer gewissen Albernheit, so, wie sie es zuvor getan hatten.



Kapitel 14

„Es ist spät geworden. Darf ich euch nach Hause bringen. Ein schöner Spaziergang wird uns gut tun.“
„Oh, Benny, das ist eine wunderbare Idee“, sagte Vanessa mit schwankender Stimme.
„Hätte von mir sein können“, antwortete Nathalie kichernd.
Lachend lagen wir uns in den Armen. Der Alkohol hatte uns wirklich zugesetzt.
Bevor wir uns auf den Weg Richtung Stadtwald machten, spülte ich die Gläser ab und räumte sie in den Schrank.

Die halbe Stunde Fußweg hatte uns in der Tat gut getan. Meine Sinne klarten auf.
Wir erreichten das Doppelhaus am Stadtwald.
„Das ist mein Haus.“ Vanessa wies auf die rechte Hälfte. „Hat mir mein Vater zum Examen geschenkt.“
„Das war aber sehr großzügig. Als Zahnarzt verdient man wohl ganz gut, ja?“, meinte ich süffisant.
„Oh, Benny“, schmachtete sie. „Das war ein wunderschöner Abend. Ich war schon lange nicht mehr so herrlich beschwipst, weißt du das?“ Sie kicherte und fiel mir um den Hals.
Ich nahm sie fest in meine Arme und gab ihr einen innigen Abschiedskuss. „Ach, Vanessa. Das ist so wundervoll. Ich glaube, ich muss träumen, dass ich das alles erleben darf.“
„Alles prima, Benny. Komm, gib mir noch einen Kuss.“ Sie spitzte die Lippen und schloss die Augen.
Ich küsste sie erneut.
„Und ich?“, forderte Nathalie.
„Auch du kommst nicht zu kurz, Engelchen. Komm her.“ Ich nahm sie in meine Arme und küsste sie ebenso leidenschaftlich, wie zuvor Vanessa.
„So ist es gut, du wilder Stier.“ Sie kicherte, als ich sie kopfschüttelnd ansah. „Dann komm gut nach Hause, Süßer.“
„Ich werde ganz gemütlich gehen. Aber hoffentlich erwache ich nicht auf aus diesem wundervollen Traum. Gute Nacht, meine lieblichen Grazien.“ Ich schaute mir dieses Doppelhaus noch einmal an, zeigte dann auf die linke Hälfte. „Ist das dein Eigentum, Nathalie?“
„Jawoll! Meine Eltern haben es mir überlassen. Sie sind schon seit über einem Jahr auf Weltreise. Sie wollen wirklich die ganze Welt sehen. Toll, oder?“
Ich nickte. Sogleich machte ich mich auf den Weg, denn ich war inzwischen hundemüde.

Kaum lag ich in meinem Bett, schlief ich sofort ein.
Erst gegen Sonntagmittag wachte ich auf. Mein Kopf drohte zu platzen, jede Bewegung schmerzte. Allerdings hatte ich Hunger.
Auf dem Weg zum Kühlschrank fielen mir die drei leeren Cider-Flaschen auf. Oh, dachte ich, ich habe mir gestern wohl die Kante gegeben, deshalb der Brummschädel.
Beim Frühstück blitzten immer wieder scheinbar völlig absurde Szenen vor meinem geistigen Auge auf. Ich war mir nicht sicher, wie ich diese einzuordnen hatte. Ich muss unglaubliche Dinge geträumt haben. Ich schrieb es dem Alkohol zu, dass ich solche wirren Gedanken hatte. Nein, dachte ich, das kann nicht real gewesen sein. Das war ein wundervoller Traum ...


ENDE (Teil 1)


Fortsetzung folgt (nächster Thread mit Kapitel 15)!
 
Zuletzt bearbeitet:

ahorn

Mitglied
Hallo Rainer Zufall,
eine schöne Geschichte aus dem täglichen Leben. ;)

Aber da ich erblich vorbelastet mit dem meinem Gebiss war KOMMA daher so meine lieben Sorgen hatte, ...
..., sich bald zur Ruhe zu setzen zu wollen. Seine Tochter würde sollte die Praxis jedoch weiterführen. Sie war schon seit einiger Zeit dort tätig, doch ich hatte bis dahin noch nicht mit ihr das Vergnügen.
Doch Dieser Tag kam.
Ich hatte mal wieder eines der meiner üblichen Probleme.
Ich spürte nichts davon KEIN AUFRUFEZEICHEN Sagenhaft AUFRUFEZEICHEN Das hat sie sicherlich – bestimmt von ihrem Daddy gelernt. ZEILENUMBRUCH Mit einem Lächelnd zum Dahinschmelzen ...
Die Kopfteile der Behandlungsstühle sind waren sehr schmal.
Sie würde mir also beim Hin/herüberbeugen gewiss recht nahekommen. ...
Das sanfte Rütteln und Brummen machte mir plötzlich absolut nichts mehr aus.
Zwei wunderschöne braune Augen sahen mich ich an.
... die zwar stramm, aber zugleich auch weich und anschmiegsam nun an mein emOhr lagen sich schmiegten/kuschelten. Und An meinem Kiefergelenk dagegen spürte ich etwas Hartes.
... „Danke“ brachte ich hervor und KOMMA dabei erhob ich mich etwas stürmisch. Hätte sie nicht einen Schritt zurückgemacht, wäre ich ihr vermutlich um den ihren Hals gefallen ...
Glückselig ging ich nach Hause. Davon werde würde ich heute Nacht träumen, da/darüber war ich mir sicher.
...so gab ichmeinem Verstand mir zu denken, ...

Liebe Grüße
Ahorn
 
Hallo Ahorn,

aus dem täglichen Leben? Na ja, ich hatte letzte Woche einen Termin beim Zahnarzt. Und da war es so, dass sich der Bauch meines Doktors tatsächlich ab und an gegen meinen Kopf lehnte. Die Zahnarzthelferin auf der anderen Seite des Stuhls assistierte ihm und kam mir auch recht nahe. Mehr als ein sanftes Vorbeistreichen war es nicht, aber diese Situation hatte mich dazu animiert, daraus etwas mehr, als man vermutlich erwarten dürfte, zu machen.

Ich danke Dir für die Bearbeitung. Alles konnte oder wollte ich allerdings nicht übernehmen. Ich hoffe, Du vergibst mir meinen eigenen, etwas lockeren Stil. ;)
Ob es eine Fortsetzung geben wird, hängt davon ab, ob es gewünscht wird ... :cool:

Liebe Grüße,
Rainer Zufall
 
Hallo Ahorn,

uupps ... Na, ich habe es befürchtet. ;) Dann werde ich mich in den nächsten Tagen mal ans nächste Kapitel machen.

Von Schlampigkeit bin ich doch wohl noch weit genug entfernt - hoffe ich ... o_O
Ich schreibe halt gern, wie es gesprochen wird. Und da kommen eben die Füllwörter dazu, oder die Formulierung ist nicht ganz strikt und klar ohne Firlefanz. Aber das ist mein Stil. Trotzdem bin ich bemüht, es nicht allzu sehr ausufern zu lassen.

Liebe Grüße,
Rainer Zufall
 

ahorn

Mitglied
Hallo Rainer Zufall,
wie der Arme leidet.
Ich bin gespannt, ob sie seine Gefühle teilt. Was ist, wenn sie ihm einen Korb gibt?
Wird er nie wieder einen Zahnarzt aufzusuchen?


Ich freute mich auf einen Zahnarzttermin. Unfassbar.
Mehr Gefühl. Er sieht sie wieder.
Ich freute mich, nein, das war nicht das richtige Wort, ich jubilierte, ich drehte mich, tanzte einem Zahnarzttermin entgegen. Unfassbar.

... verabschiedete sich die Frau Doktor meine Ärztin gerade von einem Patienten.

Sie sprach ihre Sprechstundenhilfe an, weil sie mich sicherlich noch nicht registriert hatte.
Es sei, denn er kann Gedanken lesen.

„Da ist noch jemand, Vanessa“, antwortete sie diese und wies auf mich hin.
„Oh. Ja. Ja, gut“, stammelte sie Vanessa.

Ich schaute ihr nach. Diese Nathalie war schon einige Jahre hier in der Praxis. Aber sie war nicht die einzige Assistentin. Darum war der Kontakt während der Behandlungstermine eher flüchtig.
Der Sinn dieser Sätze entsagt mir.

Der Schlüssel drehte sich im Schloss.
Inwieweit ein Schlüssel in der Lage ist, sich selber zu drehen, kann ich nicht nachvollziehen, da ich keiner bin.
Sie schloss ab.
Jedoch frage ich mich eher, was die Berufsgenossenschaft dazu sagt, wenn eine Praxistür von außen verriegelt würd, während Mitarbeiter in dieser Tätigkeit sind. Es hätte sogar mehr Charme, wenn die Ärztin mit den Worten: „Damit uns keiner stört“, es selber tätigte. ;)

Ich musste doch träumen, dachte ich.
... die ich mir vorstellen vorstellte wollte, erahnen ließ.

„Das ist schon in Ordnung.“ Sie lächelte freundlich.
Unfreundliches Lächeln wäre ja blöd. Was hältst du davon, wenn er das Lächeln beschriebe?
Sie lächelte. Lächelte wie/als ...


Ich löste die Krone, die ich nach dem Frühstück notdürftig mit Haftkleber eingesetzt hatte, und legte sie auf das Tablett am Schwenkarm.
Steilvorlage und verschossen. Situationskomik ausnutzen! Ihre Reaktion?

Sie trat neben mich an mich heran, sagte: „Mund auf“, und schaute sich an, was zu tun wäre. „Gut, ist nur die Krone, die abgerutscht ist, ja?“
Schaute sich an? Gedankenleser!
Ich blickte auf ihre Nasenspitze und vermutete, dass ...

Ich nickte und schaute ihr in die Augen, die freundlich lächelten.
Du liebst es freundlich zu lächeln. Schreibe wie er das Lächeln empfindet.

Sie betätigte die Hydraulik des Stuhls und beförderte mich in die Waagerechte. Ihr Blick schweifte über die Arbeitsfläche hinter mir, während ich mich an ihrem hinreißenden Anblick ergötzte. Ich hoffte, sie würde es nicht bemerken.
Auch ich gehe ab und zu zum Zahnarzt. Wenn ich mich in der Waagerechten befinde, kann ich meinen Kopf von rechts nach links schwenken. Mein Gesichtsfeld ist eher eingeschränkt. Und wo ist dann hinten?

Doch plötzlich traf mich ihr strenger Blick und versetzte mir einen Stich ins Herz.
Der ernste Blick ist kaum genialer, als das freundliche Lächeln. Fasse seine Gefühle in Worte.

Bestimmt wurde ich knallrot im Gesicht.
Jemand wir rot im Gesicht, wenn mehr ... genau! Das merkt man.
Ich spürte wie ich ...

ich erwiderte das Lächeln schüchtern.
„Gut. Mund auf!“, befahl sie mit einem Grinsen.
befahl sie, während/derweil sie grinste.
Sogleich begann sie mit der Arbeit.

Zu sehr war ich von den ihren, die für mich konzentriert in meinen Mund starrten, fasziniert.

Plötzlich bemerkte sie es. „Alles gut?“
Woher weiß er, was sie bemerkt? Gestik, Mimik der Ärztin. Daraus schließt er den Schluss das ...


Ich brummte ein ‚Ja‘, soweit das mir mit geöffnetem Mund möglich war ...
Ohne ein weiteres Wort an mich widmete ...

Sie legte das Werkzeug aus der Hand, schaute auf die Arbeitsfläche hinter mir und sagte:
Wer ist in der Lage zu sehen, zu riechen, zu hören? Ich sehe dein Nicken und vernehme deine Gedanken. ich schreibe, wie ich spreche. in der Rede zutreffend, ansonsten kann der Protagonist nur sehen was ein andere macht, oder dieses Vermuten. Er sieht, wie jemand den Kopf dreht, dessen Pupillen sich bewegen. Nicht mehr, nicht weniger.

Wenigstens konnte ich nun den meinen Mund einen Augenblick schließen.
... stellte den einen Tiegel auf dem Tablett ab ...
... dass dies nicht möglich sein würde war.

Ich bekam große Augen, denn da sie ihr Oberteil nun am Kopfteil des Stuhls und auch zu meinem Vergnügen an meinem Kopf festgeklemmt hatte, straffte sich der Stoff über ihrer Brust PUNKT , die ich i In diesem himmlischenMoment hatte ich im wahrsten Sinne des Wortes ihre Brüste vor meinen Augen hatte – und zwar nur wenige Zentimeter!
Sogleich fragte ich mich, ob sie es würde sehen können, ob sie die sich bildende Beule in meinem Schoß bemerken würde.

Sie senkte den Blick und ich schaute mir genau in die Augen.

...beugte sich über meinen Oberkörper und schaute von vorn in meinen Mund.
Von vorn? Wo hat er seinen Mund? Wie wär es mit beäugte?

Ich schaute von unten genau auf ihre Brust. Daran vorbei allerdings auch in ihre Augen.
Hat sie sich zwischenzeitlich entblößt? Wegen von unten, dass er unter ihr liegt, ist klar.

Stattdessen schaute sie mich an.
Stattdessen verharrte sie, als schaue sie mich an.

Ihr Oberteil hatte sich ein wenig nach vorn geöffnet, weil es halt recht weit war.
Nach vorn geöffnet? Meinst du vorn geöffnet?

Sie schaute mich an, sagte aber nichts.
Sie wandte mir ihr Gesicht zu, sagte aber nichts.

Sie hielt meine Patientenkarte in Händen und schaute darauf. „Benjamin? Nennen Ihre Freunde Sie dann Benny?“, fragte sie.
Sie hielt meine Patientenkarte mit ihren Händen und las: „Benjamin“. Sie lächelte. „Nennen Ihre Freunde Sie dann Benny?“
Obwohl man auf mit ihren Händen verzichten kann. Mit was sonst. ;)

Sie schmunzelte, schaute mich dabei aber nicht an. „Hatte ich das erlaubt?“ Nun kicherte sie leise.
wandte sich dabei aber von mir ab.

Liebe Grüße
Ahorn
 
Guten Morgen Ahorn,

oh, verdammt. Du hast mich wieder voll erwischt. ;)
Ja, Du zeigst mir gerade den schmalen Grat zwischen locker und schlampig auf. Ich falle immer wieder auf mich selber rein und merke es nicht.
Jetzt habe ich eine Menge zu tun. Also habe Geduld mit mir.

Ich schaute ihr nach. Diese Nathalie ... Wenn Dir der Sinn der Sätze entsagt, dann muss ich es wohl etwas deutlicher formulieren. Es wird später vielleicht noch in einem anderen Licht erscheinen. Ich habe da so eine Idee ...

Steilvorlage und verschossen. Du hast ja so recht. Verdammt, da hätte ich mehr draus machen können.

Wo ist dann hinten? Okay, ist etwas ungenau. Gemeint ist im Rücken des Stuhls an der Wand. sollte ich dann auch so beschreiben.

Wie gesagt, ein bisschen Geduld. :oops:

Liebe Grüße,
Rainer Zufall
 

ahorn

Mitglied
Hallo Rainer Zufall,
Da nimmt er also sein Schicksal in seine Hand. Sorry ;), nimmt professionelle Dienstleistung in Anspruch. Obwohl? Als solch einen schmierigen Typen hatte ich in eigentlich nicht gehalten. Er sollte als ein selbstbewusst, aufgeklärter Mann dann doch lieber ...
Bloß, wenn ich mir vorstelle, er triff sein Vanessa, dann wäre die Geschichte vorbei. Schade.

Der Leser kann weitausbesser mit deinem Benny mitfühlen. Die leichte Abweichung vom Gesprochenen macht ihn glaubwürdiger.
Ich weiß zu viel Pronomen sind dir ein Graus. :)
Der, die, das, mein, dein, sein reicht ja hin. ;)


Zuhause machte ich mir klar, dass eher eine Kuh Schlittschuhlaufen lernen würde lernte, als dass ich den Mut aufbringen würde aufbrachte, Vanessa meine Liebe zu gestehen. Doch diese Erkenntnis zog mich erst richtig runter.
Ich war von mir enttäuscht, frustriert, wütend, desillusioniert.
Toller Satz.
Und was tat ich? Das, was ich immer tat, wenn ich unglücklich verliebt und bar jeder Hoffnung war, dass sich an der inwiefern ich an meiner desolaten Situation noch etwas ändern könne konnte: ich schaute mir ein paar Pornos im Internet an.
Bar ;)
Später kam mir noch ein viel verrückterer Gedanke. Ich suchte in Kontaktbörsen nach den speziellen Angeboten. Ich wollte jetzt irgendwo irgendwie meinen Druck abbauen. ich wollte mir verlangte es nach Sex. dazu daher wollte nahm ich mir vor eine x-beliebige Frau zu suchen, mit ihr Kontakt aufnehmen und mich sofort mit ihr treffen, um ganz unverbindlich eine Runde mit ihr zu vögeln. Das Dies entsprach überhaupt nicht meinem Naturell, aber mein Frust trieb mich in diese jene aberwitzige Motivation.
Ich fand eine Plattform, mit vielen reizvollen Bildern , klickte schließlich eines an, das welches (Drückt eher die Frage die Unschlüssigkeit aus) mir gefiel, wollte gerade / justdie Kontaktdaten abrufen, doch dann …
Ich schrie: „Scheiße!!“ und vervollständigte meinen Wutausbruch mit den Gedanken:Das war’s dann wohl mit schnellem Sex.
Mein Rechner war abgestürzt, er ließ sich jedoch nicht wiederbeleben. Nix. Nada. Finito.
Was also tun?
Erst mal eine kalte Dusche. Vielleicht würde mich das wieder zur Vernunft bringen, dachte ich mir.
Ich war der Verzweiflung nahe. Jetzt wollte ich mal etwas Spontanes, sogar / gar in meinen Augen Unvernünftiges tun. Und dann das dies . Die ganze Nacht durch Kneipen und Diskotheken ziehen, um vielleicht die Traumfrau oder zumindest eine scharfe Braut für einen One-night-stand zu finden, war mir zu nervenaufreibend.
Hallo Rainer Zufall,
Da nimmt er also sein Schicksal in seine Hand. Sorry ;), nimmt professionelle Dienstleistung in Anspruch. Obwohl? Als solch einen schmierigen Typen hatte ich in eigentlich nicht gehalten. Er sollte als ein selbstbewusst, aufgeklärter Mann dann doch lieber ...
Bloß, wenn ich mir vorstelle, er triff sein Vanessa, dann wäre die Geschichte vorbei. Schade.

Der Leser kann weitausbesser mit deinem Benny mitfühlen. Die leichte Abweichung vom Gesprochenen macht ihn glaubwürdiger.
Ich weiß zu viel Pronomen sind dir ein Graus. :)
Der, die, das, mein, dein, sein reicht ja hin. ;)


Zuhause machte ich mir klar, dass eher eine Kuh Schlittschuhlaufen lernen würde lernte, als dass ich den Mut aufbringen würde aufbrachte, Vanessa meine Liebe zu gestehen. Doch diese Erkenntnis zog mich erst richtig runter.
Ich war von mir enttäuscht, frustriert, wütend, desillusioniert.
Toller Satz.
Und was tat ich? Das, was ich immer tat, wenn ich unglücklich verliebt und bar jeder Hoffnung war, dass sich an der inwiefern ich an meiner desolaten Situation noch etwas ändern könne konnte: ich schaute mir ein paar Pornos im Internet an.
Bar ;)
Später kam mir noch ein viel verrückterer Gedanke. Ich suchte in Kontaktbörsen nach den speziellen Angeboten. Ich wollte jetzt irgendwo irgendwie meinen Druck abbauen. ich wollte mir verlangte es nach Sex. dazu daher wollte nahm ich mir vor eine x-beliebige Frau zu suchen, mit ihr Kontakt aufnehmen und mich sofort mit ihr treffen, um ganz unverbindlich eine Runde mit ihr zu vögeln. Das Dies entsprach überhaupt nicht meinem Naturell, aber mein Frust trieb mich in diese jene aberwitzige Motivation.
Ich fand eine Plattform, mit vielen reizvollen Bildern , klickte schließlich eines an, das welches (Drückt eher die Frage die Unschlüssigkeit aus) mir gefiel, wollte gerade / justdie Kontaktdaten abrufen, doch dann …
Ich schrie: „Scheiße!!“ und vervollständigte meinen Wutausbruch mit den Gedanken:Das war’s dann wohl mit schnellem Sex.
Mein Rechner war abgestürzt, er ließ sich jedoch nicht wiederbeleben. Nix. Nada. Finito.
Was also tun?
Erst mal eine kalte Dusche. Vielleicht würde mich das wieder zur Vernunft bringen, dachte ich mir.
Ich war der Verzweiflung nahe. Jetzt wollte ich mal etwas Spontanes, sogar in meinen Augen sogar / gar Unvernünftiges tun. Und dann das dies . Die ganze Nacht durch Kneipen und Diskotheken ziehen, um vielleicht die Traumfrau oder zumindest eine scharfe Braut für einen One-night-stand zu finden, war mir zu nervenaufreibend. Die Chance auf den einen Misserfolg mir einzufahren außerdem für mich zu groß.
Ich ging zum Bahnhof. Im dortigen Zeitungsladen würde gab es jetzt mit Sicherheit nach 21 Uhr schon die Wochenendausgabe der Tageszeitung geben. Dort waren immer eine Menge Kleinanzeigen viele kleine Anzeigen nahm mit Telefonnummern drin. Da sollte sich irgendetwas finden lassen. Ganz altmodisch, wie damals, als es noch kein Internet gab.
wollte sollte ich das jetzt wirklich? Ja! Verdammt! Ja, ich wollte es! also ich wählte ich die Nummer.

„Hallo, Benny“, begrüßte mich dieses zauberhafte Wesen.
doch ich war schockiert, bekam kein Wort heraus.

Liebe Grüße
Ahorn
. ODer
Ich ging zum Bahnhof. Im dortigen Zeitungsladen würde gab es jetzt mit Sicherheit nach 21 Uhr schon die Wochenendausgabe der Tageszeitung geben. Dort waren immer eine Menge Kleinanzeigen viele kleine Anzeigen nahm mit Telefonnummern drin. Da sollte sich irgendetwas finden lassen. Ganz altmodisch, wie damals, als es noch kein Internet gab.
wollte sollte ich das jetzt wirklich? Ja! Verdammt! Ja, ich wollte es! also ich wählte ich die Nummer.

„Hallo, Benny“, begrüßte mich dieses zauberhafte Wesen.
doch ich war schockiert, bekam kein Wort heraus.

Liebe Grüße
Ahorn
 
Hallo Ahorn,

danke für Deine Mühe. Deine Antwort ist allerdings ein bisschen konfus, zum Teil doppelt. Aber ich habe die wesentlichen Stellen gefunden, die Du mir ankreiden willst. ;)
Na ja, die Sache mit den Pronomen. Ich finde, dass manche für mich etwas gestelzt wirken. Ich weiß nicht, wie ich es anders beschreiben soll.
Was ist an dem Wort 'bar' nicht in Ordnung? 'Bar jeder Hoffnung' ist doch richtig, oder?
Wie Du Dir denken kannst, ist es wohl eher nicht seine Vanessa, die da vor ihm steht ...

Liebe Grüße,
Rainer Zufall
 
Hallo Ahorn,

also, mit 'Alles!' auf die Frage, was 'nicht in Ordnung' sei, zu antworten, ist widersprüchlich. Aber gewiss meintest du es so, wie ich Deinen Kommentar verstehe. Dieses 'bar' ist so ein 6-Sterne-Wort, wo es nur maximal fünf geben kann, ja? Ein Geniestreich sozusagen ... ;) Danke für die Blumen.:cool:
Fortsetzung ist in Arbeit.

Liebe Grüße,
Rainer Zufall
 

ahorn

Mitglied
Hallo Rainer Zufall,

vorab die Idee mit der Nathalie finde ich klasse, jedoch entspricht, und dieses muss ich unterstreichen, die Umsetzung nicht meiner Ethik.
Prostitution ist Gewalt. Es ist eine Schandtat der Menschheit, dass, und dieses gerade im Zusammenhang mit der Corona-Epidemie, Frauen sowie Männer aus blankem Hunger dazu gezwungen werden. Es gibt keine Rechtfertigung für Prostitution. Es ist deine Aufgabe als Schriftsteller, dieses klarzustellen. Nathalies Begründung ist mehr als fragwürdig. Entweder sie wird gezwungen oder sie macht es des Geldes wegen. Ein Umstand, der es gleichfalls nicht besser macht. Wie viele Menschen würden heutzutage Gladiatorenkämpfe befürworten?


... als du vor der Tür gestanden hast standest.

„Oh, Nathalie. Warum bin ich hier? Ja ...“ ???
Leidet der Gute an Demenz?

„Du musst mir nichts erklären. Es fällt dir schwer, eine Frau einfach so anzusprechen, wenn sie dir gefällt. Du bist halt schüchtern und unsicher. Aber auch du hast Bedürfnisse. Genau deshalb hast du mich angerufen. Du hattest Lust. Das ist völlig unverbindlich und anonym. Okay, du und ich, das ist jetzt nicht mehr anonym.“ Sie lachte herzlich. „Aber ich möchte dir etwas Gutes tun. Denn genau dafür bist du jetzt hier.“
Ein bisschen zu gestelzt.

...Ich kann doch jetzt nicht die Assistentin meiner Zahnärztin bumsen, ...
Wenn nicht jetzt, dann später?

„Aber du hast es gewagt, es bis hierher kommenzulassen. Was ist heute bei dieser späten Behandlung vorgefallen, dass du diesen Schritt gewagt hast?“
Zu pastoral.

„Du bist total in Vanessa verknallt. Ich bin nicht blind. Seitdem sie die Praxis führt, bist du ein anderer Mensch geworden. Du kommst gerne zu ihr. Ich bin schon seit sieben Jahren in dieser Praxis. Ich kenne dich ein bisschen. Du hattest immer total die Panik. Ihr Vater hatte dir die Angst nicht vollständig nehmen können. Aber seit Vanessa dich behandelt, bist du nicht mehr ängstlich. Gib es zu!“
Nein. :) Sie ist Psychologin.


„Oh, Nathalie. Das ist doch eine völlig absurde Situation, oder? Ja, du hast recht. Ich komme gerne zu ihr. Und ja, ich bin in sie verknallt. Aber ich habe das Gefühl, sie spielt nur mit mir.“
Meine Sympathie für ihn sinkt für mich gegen null. Ist er ein Egomane?
Anstatt, dass er in Selbstzweifel versinkt, sich schämt, überhaupt bei Nathalie zu sein, denkt er nur an sich.


Dann stand sie auf, stellte sich direkt vor mich, erfasste die hauchdünnen Schulterschlaufen ihres Kleides und schob sie zu den Seiten. Die Schwerkraft ließ geschehen, was geschehen musste …
Was geschehen müsste, wäre, Nathalie den Wahnsinn ihrer Tätigkeit plausible darzulegen.

Bedenke, du schreibst einen Liebesroman, keinen Krimi und Benny ist nicht der Ganove. ;)

Liebe Grüße
Ahorn
 
Hallo Ahorn,

oh, oh, offenbar kommt die Sache etwas falsch rüber. Es ist keineswegs das, wonach es aussieht. Ich arbeite schon an der Auflösung. Aber Du hast sicher recht, die Formulierung und die Erklärung ist arg missverständlich.
Bezüglich Benny musst Du natürlich bedenken, dass er vom Wesen her ein sehr schüchterner und anständiger Kerl ist, der aus purer Verzweiflung etwas für ihn völlig Abwegiges tut. Und nun ist er damit überfordert, aus der Sache wieder raus zu kommen, ohne allzu viel Porzellan zu zerschlagen.
Ich werde das Kapitel noch einmal überarbeiten müssen. Klappt aber heute vielleicht nicht mehr, da ich gleich zur Arbeit muss.

Liebe Grüße,
Rainer Zufall
 

ahorn

Mitglied
Hallo Rainer Zufall,

Hut ab.
Die Kurve hast du mit Bravour gemeistert. Die Sache mit der Mutprobe ;) ist zwar nicht sehr ausgefallen, jedoch verlagerst du damit das Problem von Benny auf Nathalie. Damit ist er zwar möglicherweise gutgläubig, dennoch weiterhin auf seine Art sympathisch.
Ich nehme dir den Benny ab.
Macht es nicht Spaß, Gefühle anderer zu zeigen? ;)

Der mein Verstand sagte mir, dass es ohnehin zu spät war.
Andererseits musste auch sie sich erklären. Konjunktiv korrekt – indikative prägnanter.

So verrückt und unmoralisch dieser Weg, den ich vor einer Stunde eingeschlagen hatte, auch war, jetzt hatte ich PUNKT Ich hatte jetztAnlauf genommen, hatte keine Chance mehr, dem Abgrund zu entkommen, wenn ich nicht darüber hinweg springe.
Der Satz ist geteilt. Die Betonung liegt auf ich und nicht auf jetzt

Immerhin, diese schockierende Illusion versuchte sie mir sogleich zu nehmen.
immerhin versuchte sie mir sogleich, diese schockierende Illusion zu nehmen.

Aber dann würde ich gerne auch deine Motivation Grund / Anreiz erfahren, hierher zu kommen.

Ich schüttelte voller Verzweiflung meinen Kopf.„Oh, verdammt. Ich hätte das nicht tun sollen. Ich hätte mir denken können, dass es falsch ist.“ Ich schüttelte voller Verzweiflung den Kopf.[
Ihre Stimme verbreitete in mir Ruhe. „Beruhige dich, Benny. Setz dich, bitte.“ Sie wies auf das ein Sofa. „Was wollen wir auf diesen Schreck trinken?“

Nathalie ging in die Küche.
Hellseherei!

Sie stellte die Flasche auf dem Tisch vor mir ab, schaute mir dabei in die Augen.
Sie stellte die Flasche vor mir auf einen Tisch ab, dabei schaute ich ihr in ihre Augen. ;)

drehte sich um und holte zwei Gläser aus der Vitrine.
Frankfurter Küche?
wandte sich von mir ab, ging zu einer Vitrine und holte aus dieser zwei Gläser hervor.
Vielleicht schreitet oder schwebt sie auch. :)

Ich versuchte, mir selbst zu verbieten, sie, wenn sie es gerade nicht bemerken konnte, allzu lüstern anzustarren.
Wenn sie es gerade nicht bemerken konnte, kann er machen, was er will. Sie bemerkt es ja nicht.

Ihr luftiges Sommerkleid ließ viel Raum für die meine Fantasie.

Sie stellte die Gläser ab, beugte sich dabei ein wenig nach vorn, weil der Flaschenöffner auf meiner Seite des Tisches lag.
Sie stellte die Gläser vor mir ab. Um den Flaschenöffner, der auf meiner Seite des Tisches lag, zu schnappen, beugte sich vorn über.

Da war die Verlockung doch für mich zu groß stattlich, und dieses im wahrsten Sinn des Wortes. ;) , Ich riskierte einen kurzen Blick zu riskieren.

Im gleichen Moment griff ich aber allerdings ebenfalls nach dem Öffner. Unsere Hände berührten sich.

Und sie bemerkte meinen verstohlenen Blick in ihr Dekollete.
Hellseherei!
Ihr Zucken / ein Zucken ihres ... verriet mir, dass sie ...

Ein liebenswertes Schmunzeln war die ihre Antwort.

Sie setzte sich zu mir und sogleich erhoben wir dieselben jene.

Sie stieß mir ihre Faust sanft gegen den meinen Oberarm.

Sie kreuzte die ihre Finger. „Ehrenwort, Benny. Was ist los?“

„Oh, Nathalie, so ein bisschen notgeil bin ich bestimmt auch. Aber ich kann mich benehmen.“
Das Wort notgeil passt nicht. Er druckst. Umschreibt. Bin halt ein Mann oder so.
Sie klopfte mir grinsend , wobei / derweil sie grinste, auf die Schulter.

Meine Gefühle überschlugen sich. Ich fühlte mich hilflos.
Wunderbarer Ab- und Übergang. ;)

„Nein. Mein Problem ist, dass ich bei jeder schönen Frau gleich lustvolle Gefühle entwickle. Das ist doch nicht richtig.“
„Du bist ein Mann“, frotzelte sie. „Nein, im Ernst. Ich denke, es ist eine relativ normale Reaktion. Du ...“ Sie grübelte kurz. „Pass auf, Benny. Jetzt mach ich einen auf Psychologin, okay?“
„Wenn du meinst ...“, klagte ich, weil ich nicht wusste, was ich tun sollte.
Sehr eleganter Dialog, ohne dass er oberlehrerhaft wirkt.

Liebe Grüße
Ahorn
 
Hallo Ahorn,

oh, oh, so viel Lob? Danke, danke. Habe mich gleich an die Korrektur begeben.
Das mit dem geteilten Satz funktioniert aber nicht. Bis zu Deinem Punkt-Vorschlag ist der erste Teil noch gar kein vollständiger Satz.
Den Dialog mit dem 'notgeil' habe ich ein bisschen ausgebaut. Wirkt dann, glaube ich, noch besser.
Kapitel 5 ist quasi fertig, muss nur noch Korrekturlesen. Kommt vielleicht schon morgen.

Liebe Grüße,
Rainer Zufall
 

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