Zeitspiel

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Oscarchen

Mitglied
Zeitspiel

Gesehen hab‘ ich sie
Bisher noch nicht
Nicht gehört, nicht gespürt
Geschweige denn gesprochen
Doch sie ist da
Sie existiert
Allgegenwärtig
Mächtig
Knechtet, knebelt
Drangsaliert

Sind Dinge belanglos
Ist sie verlässlich
Doch wenn es drängt
Dann schludert sie
Und macht sich lustig
Ergötzt sich
An unserer Ohnmacht
Spielt mit Ängsten

Wir sollten ihr mal
Kaum Beachtung schenken
Uns treiben lassen
Mit Müßiggängen
Gezielt verwirren
Nicht wichtig nehmen

Nur wann?

 

Mondnein

Mitglied
Ich vermute, Oskar,

nicht vom "Zeitspiel", was auch immer das ist, ist die Rede, sondern von der Zeit selbst.

"Nur wann?"
nun - wann auch immer.
z.B. jetzt.
 

Oscarchen

Mitglied
Richtig Hansz, jetzt!
Zu "Zeitspiel", es kommt mir vor, als spielte die Zeit mit uns. Es ist mein Empfinden.
LG
Oscarchen
 

Mondnein

Mitglied
Ja, läuft konsequent so durch das gesamte Gedicht.
Es sei denn, wir spielen mit ihr, mit dem "aber wann?"

Nicht schlecht. (Aber Deine Sachen sind immer spitze!)
 

Oscarchen

Mitglied
Hallo Manfred,
ich kann schon die sieben sehen, die bald vorne steht.
Wir dürften altersmäßig nicht so weit von einander entfernt sein!

Ergraute Grüße
Oscarchen
 

Oscarchen

Mitglied
Hallo Oliver, hallo Manfred,
danke euch für die Besternung.
Ungereimtes ist jetzt nicht so mein Ding.
Habe aber immer noch einige Wettbewerbsbeiträge im Archiv,
die fast wie neu sind!
Liebe Grüße
Oscarchen
 
Hi Oscarchen,
du kannst es ja wiedergutmachen. Keiner erfindet die pointierten Gedichte wie du (die zwölfzeiligen linksbündigen). Es gibt eine Menge sehr guter Strophengedichte zur Zeit, angefangen bei Shakespeare und weitergeführt von Goethe über Morgenstern bis zu dir, du musst nur wollen.
Gruß Joe
 

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