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Monat: November 2006

Von Katzen und anderen Menschen

Von Katzen und anderen Menschen

Eine Katze kann man nicht besitzen. Die Katze besitzt viel mehr den Menschen. Wie genau man sich das vorstellen muss, erzählt der Autor in neun unterhaltsamen Kapiteln.

Die Katze wirkt äußerlich vollkommen harmlos. Deswegen mögen wir sie ja so gerne. Und doch beginnt sie vom ersten Augenblick an, den Menschen nach ihren Vorstellungen zu erziehen und das so geschickt, dass der Mensch denkt, er erziehe die Katze.
Der kleine Stubentiger geht geschickt und psychologisch klug vor, wendet interessante Tricks an und nutzt Vorurteile, die der Mensch von Katzen hat, geschickt aus. Er biegt sich seinen Menschen sozusagen ganz unauffällig zurecht.
Der Autor zeigt, wie klug und berechnend Katzen sind. Wie sie den Menschen überlisten. So ist die Wohnung bald katzengerecht eingerichtet, die Ernährungsfrage geklärt und der Schlafplatz bestimmt.

Es fällt leicht, dem Sprecher Edgar M. Böhlke zu folgen. Er präsentiert mit ironischer Selbstverständlichkeit die unterhaltsamen Ansichten und Erkenntnisse des Autors. Werner Fuld trägt mit seinem Text sehr zur Verständigung zwischen Mensch und Tier bei. Er macht das Wesen der Katze durchschaubar und das mit einigem Augenzwinkern. Er erzählt von Erlebnissen mit Katzen und präsentiert lustige Anekdoten. Er zeigt auf, wie der Mensch ganz planmäßig von der Katze erzogen wird. Das ist sehr amüsant und aufschlussreich. Nach dem Hören der CD wird sich so mancher Katzenbesitzer (oder vielmehr von Katzen Besessene) über nichts mehr im Verhalten seines Haustieres wundern.

Über den Autor:
Werner Fuld ist Autor und Literaturkritiker. Er lebt abwechselnd in Spanien und in der Nähe von München.

Rezension von Heike Rau

Werner Fuld
Von Katzen und anderen Menschen
Sprecher: Edgar M. Böhlke
1 CD, ca. 78 Minuten
Steinbach Sprechende Bücher
ISBN: 3-88698-737-X
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Annet Rudolph: Körnchen – Ohne dich schlaf ich nicht!

Annet Rudolph: Körnchen – Ohne dich schlaf ich nicht!

Ohne seine Schmuseente Spillewupp kann Körnchen nicht einschlafen, sosehr es die kleine Ente auch versucht. Es hofft, dass Schnuddel ihm weiterhelfen kann. Das Schweinchen rät zum Schafe zählen. Dabei kann Körnchen noch gar nicht zählen. So muss die kleine Ente die Schafe eben malen. Schnuddel schläft zwar ein, aber Körnchen ist immer noch wach. Vielleicht kann der Tiger helfen. Er singt ein Gute-Nacht-Lied. Der Bär wacht davon auf. Er meint ein Lied hilft nicht. Sein Tipp ist es, Honigmilch zu trinken. Weil der Bär im Dunkeln über die Spielburg stolpert, erwacht nun auch das Känguru. Das Känguru glaubt, dass ein wenig Sport hilft, damit Körnchen richtig müde wird. Tatsächlich schläft das Känguru wieder ein, aber die kleine Ente ist jetzt erst recht putzmunter und fragt die Maus nach Rat. Diese meint, ein dicker Gute-Nacht-Kuss hilft. Aber das stimmt nicht. Möglicherweise hat der Waschbär eine bessere Idee. Der schickt die kleine Ente erst einmal zurück ins Bett und gibt ihr dann sein Schnuffeltuch. Ob Körnchen jetzt endlich schlafen kann?

„Ohne dich schlaf ich nicht!“ ist einer sehr liebevoll geschrieben und gezeichnete Einschlafgeschichte. Körnchen wird jedes Kind sofort in sein Herz schließen und nachvollziehen können, wie die kleine Ente sich ohne geliebtes Kuscheltier fühlt. Die verschiedenen Rituale im Buch können Eltern gut übernehmen, vom Gute-Nacht-Lied bis zum Einschlaf-Küsschen. So ist das Buch sehr tröstlich für Kinder mit Einschlafproblemen. Die Geschichte lässt sich sehr gut vorlesen, sie ist kindgerecht und spannend.
Die Zeichnungen gefallen ausgesprochen gut. Die Bilder sind sehr farbenfroh und es gibt viel im Kinderzimmer zu entdecken. Annet Rudolph hat ein paar sehr schöne Details untergebracht, an denen Kinderaugen garantiert hängen bleiben. Ein Beispiel sind die vielen Zeichnungen von Schafen, die Körnchen malt, weil die kleine Ente noch nicht zählen kann. Da gibt es ein rosa Schäfchen mit Blume im Mäulchen, ein blaues Schäfchen mit Ringelschal, ein grünes mit roten Schuhen und roter Brille und viele mehr. Auch die Tiere, die Freunde von Körnchen, sind ganz allerliebst gezeichnet. Lustig ist zum Beispiel der Waschbär mit seiner Ringelzipfelmütze und den verschiedenen Strümpfen.
Sollte tatsächlich ein Kuscheltier einmal nicht wieder auftauchen, hilft das Buch mit großer Wahrscheinlichkeit weiter.

Über die Autorin:
Annet Rudolph, geboren 1964, studierte Grafik-Design an der Fachhochschule Münster. Sie arbeitet heute als freischaffende Illustratorin.

Rezension von Heike Rau

Annet Rudolph
Körnchen: Ohne dich schlaf ich nicht!
32 Seiten, durchgehend farbig illustriert
Ravensburger Buchverlag
ISBN-10: 3-474-33066-3
ISBN-13: 978-3-473-33066-9
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