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Monat: August 2009

Mord im Eifel-Express

Mord im Eifel-Express

Ein durch und durch grauer Mann, grau in seiner Seele, grau in seinem Herzen, grau im Aussehen blickt auf sein Leben zurück. Er wartet auf seine Frau, die mit der Bahn vom Einkauf in der Stadt zurückkommen sollte.

Eine Privatdetektivin, die ihrem Job bei der Polizei nicht besonders nachtrauert, der aber ein solcher in der Provinz angeboten wird. Doch gemäß dem Motto „Alles oder nichts“ gibt es neben diesem Angebot den langersehnten ersten Auftrag: ein fremdgehender Ehemann.

Ein musizierender Einbrecher, der im Heim aufgewachsen war und dem sein Onkel dringendst ans Herz legt, einen anderen Menschen aus dem Weg zu räumen.

Eine junge Frau, die vom Besuch ihrer Freundin überrascht wird, auf welche wiederum der Begriff „Banking & Finance“ elektrisierende Wirkung ausübt.

Ein Dozent, dem nicht nur das Kartenlegen seiner Frau auf die Nerven geht, in Gerolstein wohnt, in Köln arbeitet und täglich mit dem Eifel-Express pendelt.

Die Kartenlegerin, die der Privatdetektivin die Unterlagen zum Auftrag übergibt, in welchem diese den Namen des Liebchens ihres Mannes, des Dozenten, herausbekommen soll.

Der Einbrecher wird vom Onkel verstoßen, weil er den Dozenten zwar geärgert, aber noch nicht umgebracht hat.

Der Dozent zahlt mehrere tausend Euro, um der Erpressung ein Ende zu setzen und hofft, die junge Schwarzhaarige, die sich ihm als neue Studentin vorgestellt hat, im Eifel-Express zu treffen.

Die Privatdetektivin ermittelt trotz Jobangebot in Sachen Ehebruch und trifft dabei erneut auf den jungen Einbrecher, der inzwischen weiß, dass sein Onkel vom Dozenten gekauft worden ist und daraufhin einen teuflischen Plan schmiedet.

Der Dozent versucht, bei der jungen Schwarzhaarigen zu landen. Allerdings lässt sie ihn ihre Kälte spüren. Der Eifel-Express wird von einem Pflasterstein getroffen. Der Dozent ist geschockt.

Die Privatdetektivin löst den Auftrag in Sachen Ehebruch, beginnt ihren neuen Job bei der Kripo in Euskirchen und ermittelt in Sachen Steine-Werfer.

Zum Abschluss ist aus vielen Verdächtigen im Eifel-Express der Täter herauszufinden.

So oder so ähnlich ließen sich die einzelnen Kapitel des durchaus amüsanten und spannenden Krimis fortführen. Jedes Kapitel bringt gerade am Anfang des Buches einzelne, scheinbar losgelöste Teilstücke mit immer neuen Figuren und Namen hervor. Erst im sechsten Kapitel wird ein Handlungsstrang eines vorherigen Kapitels wieder aufgenommen. Bis dahin sind etwa hundert Seiten vergangen, während derer sich der Leser in Geduld üben muss. Die Fäden scheinen anfangs weit auseinander zu laufen, Querverbindungen und Zusammenhänge erschließen sich nicht auf Anhieb. Das macht es schwer, dieses Buch über mehrere Tage hinweg zu lesen. Um den Überblick zu behalten, sollte der Leser vielleicht abends mit dem Buch ins Bett gehen und es am nächsten Morgen ausgelesen auf den Nachttisch legen. Die rasanten Aktionen und schnellen Wechsel geben durchaus Anlass dafür, Spannung ist genügend vorhanden.

Das macht es etwas schwierig, dieses Buch in seiner Gesamtheit einzuschätzen. Der Pendel wechselt ständig zwischen Spannung, Interesse und Verwirrung. Die Fäden scheinen selbst dreißig Seiten vor dem Schluss noch nicht zusammenzuführen. Dennoch ist es durchaus lesenswert. Wer also die Gelegenheit hat, ziemlich zeitnah alles am Stück lesen zu können und sich zutraut, dem Verwirrspiel der Kölner Autorin zu folgen, dem ist das Buch zu empfehlen. Gelegenheitsleser, die nur einmal pro Woche zum Buch greifen, sollten diesen Krimi als Herausforderung betrachten.

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Carola Clasen
Mord im Eifel-Express
Roman, 265 Seiten, Taschenbuchausgabe
KBV Verlag
ISBN: 978-3-940077-41-7
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© Detlef Knut, Düsseldorf 2009
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Taschenatlas: Pflanzen für Heimtiere

Taschenatlas: Pflanzen für Heimtiere

Heimtiere, wie Reptilien, Nagetiere, andere Säugetiere und auch Vögel werden gerne auch mit Grünfutter versorgt. Mit den Pflanzen muss man sich auskennen, denn einige sind nicht zum Verfüttern geeignet oder sogar schädlich. Manchmal werden auch eigentlich giftige Pflanzen vertragen. Hier muss man die Toleranzgrenzen wissen. Doch nicht nur bei Wildkräutern muss man aufpassen, auch die Zimmerpflanzen können eine Gefahr für das Haustier sein.

Informieren kann man sich mit Taschenatlas „Pflanzen für Heimtiere“. Hier werden Wildpflanzen, Zimmerpflanzen und Gartenpflanzen beschrieben. Man findet die verschiedenen Bezeichnungen für die Pflanze, erfährt wo sie vorkommt, welche Teile verwertbar sind und wann Erntezeit ist. Ist die Pflanze giftig, werden neben den Angaben der Inhaltsstoffe auch die toxischen Substanzen genannt. Mögliche auftretende Vergiftungserscheinungen werden aufgezählt. Die Pflanze wird hinsichtlich ihres Aussehens im Text beschrieben. Dazu gibt es ein recht großes Foto. Auf einen Blick kann man sich an den kleinen Piktogrammen orientieren. Hier sieht man, welche Pflanzen für welche Tierart geeignet oder nicht geeignet ist.

Der Ratgeber ist für alle, die Haustiere halten, unentbehrlich. Frisches Grün und Knabberäste sorgen für Abwechslung im Speiseplan und für Beschäftigung. Dem Buch kann man entnehmen, welche Pflanzen für das jeweilige Tier geeignet sind und welche nicht. Die Beschreibungen sind sehr gut und bieten vielfältige Informationen. Hingewiesen wird auch immer auf Verwechslungsmöglichkeiten mit anderen Pflanzen, damit man auf der sicheren Seite bleiben kann. Man erfährt auch immer, wenn nur bestimmte Teile einer Pflanze Verwendung finden sollten. Wenn Vorsicht geboten ist, erfolgt ein gut sichtbarer Hinweis. Die Pflanzenporträts erstrecken sich auch auf Zimmer- und Gartenpflanzen. Man kann also auch in Heim und Garten für Sicherheit sorgen. Das ist wichtig für die Tiere, die sich hier frei bewegen können.
Der Ratgeber gefällt gut. Er ist für Heimtierbesitzer sehr zu empfehlen.

Rezension von Heike Rau

Marlies Busch
Taschenatlas: Pflanzen für Heimtiere
256 Seiten, 241 Farbfotos
Eugen Ulmer Verlag, Stuttgart
ISBN: 978-3-8001-5738-9
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Tim Parks: Träume von Flüssen und Meeren

Tim Parks: Träume von Flüssen und Meeren

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Paul Roberts ist Autor. Sein Interesse gilt Albert James. Er beabsichtig über den großen Denker eine Biografie zu schreiben. Zu seinem Bedauern stirbt der Mann, bevor er ihn kennen lernen kann.

Für John kommt der Tod seines Vaters ebenfalls sehr überraschend. Er fliegt die 6000 km von London nach Delhi. Hier sind seine Eltern zu Hause. Helen hatte eigentlich keine Lust gehabt, John zu verständigen. Und so ist sie an ihrer Arbeit im Krankenhaus, als John ankommt. Den jungen Mann irritiert das zutiefst. Er hat Fragen, die eigentlich keinen Aufschub dulden. Auch später kommt er kaum ins Gespräch mit seiner Mutter.

Paul Roberst, ebenfalls nach Indien gereist, will sich nicht so einfach abspeisen lassen. Die Biografie soll von der Witwe wenigstens autorisiert werden. Doch Helen verweigert dies.

Obwohl Albert James verstorben ist, spielt er die Hauptrolle im Buch. Er hat größten Einfluss auf seine Familie und andere nahestehende Personen. Sein plötzlicher Tod ist für John unerträglich. Die Sprachlosigkeit der Mutter ist für ihn kaum auszuhalten. Helen entzieht sich dem Leben, ihrem Sohn und den Fragen des Biografen.

Aber dem Leser offenbart der Autor Hintergrundinformationen vorab. So ist dieser den handelnden Personen immer ein Stück weit voraus, erkennt Zusammenhänge eher.

Albert James war eine faszinierende, geheimnisumwitterte Persönlichkeit. Seine Arbeit als Anthropologe ist allerdings kaum nachvollziehbar. Der Nutzen wird immer wieder in Frage gestellt. Helen kennt seine Geheimnisse, ob nun privat oder beruflich. Immer schwerer wird es für sie, zu schweigen. Für sie gibt es schließlich nur einen Weg, sich dem zu entziehen.

Das Buch hat Tiefgang. Man liest vom Untergang einer Familie, die rätselhafter nicht sein könnte. Nur nach und nach erfährt man mehr über den Verstorbenen. Die Familiensituation kommt einem Verwirrspiel gleich. Was enthüllt wird, überrascht. Man kann sich dem nicht verweigern. Dafür sorgt der Autor. Seine klare Sprache, seine Art, die Geschehnisse zu analysieren und die Charaktere zu zeichnen, fasziniert.

Rezension von Heike Rau

Tim Parks
Träume von Flüssen und Meeren
Aus dem Englischen von Ulrike Becker
512 Seiten, gebunden
Verlag Antje Kunstmann
ISBN-10: 3888975794
ISBN-13: 978-3888975790

Englisch für Büffelmuffel

Englisch für Büffelmuffel

Eine einmal gelernte Fremdsprache muss immer wieder angewendet werden. Sonst geht das bereits erlangte Wissen ein Stück weit verloren. Mit „Englisch für Büffelmuffel“ kann man das auf unterhaltsame Weise tun.
Grundlage ist ein Krimi: Ein junges Paar, Heidi und Bernd, will ihren Urlaub in England verbringen. Eine passende Unterkunft finden die beiden in einem alten Hotel in Hastings. Um zu sparen, fliegt das Paar mit Ruin-Air. Das hat jedoch zur Folge, dass die beiden mitten in der Nacht ankommen. Es fährt kein Bus mehr. Also muss ein Leihwagen her. Allerdings steht nur noch ein Sportwagen zur Verfügung. Weil Bernd keinen gültigen Führerschein hat, muss Heidi fahren. Sie muss auf der Fahrt einem Tier ausweichen und fährt gegen einen Baum. Während Bernd im Krankenhaus untersucht wird, steht Heidi der Polizei Rede und Antwort. Später wird sie ins Hotel gebracht, wo sie auf mysteriöse Weise etwas später verschwindet. Bernd meldet der Polizei das Verschwinden seiner Freundin. Die unternimmt zunächst nichts. Ein Dauergast des Hotels, Miss Mable, bietet Hilfe an. Sie ist Hobby-Detektivin.

Auf jeder Seite findet man einen Abschnitt des Krimis. Schwierige Wörter werden in der Randleiste übersetzt. Man muss sie also nicht extra nachschlagen, was sehr praktisch ist. Es folgen Erklärung zu Grammatik, Satzbau usw. und einige Übungen, die textbezogen sind. Ab und zu lockert ein Witz die Übungsabfolge auf. Eine Seite arbeitet man in einer Viertelstunde durch.
Das Buch erweist sich als gute Lernhilfe. Man findet auch Tests, um den Lernfortschritt überprüfen zu können. Ein kleines Wörterbuch ist auch vorhanden. Allerdings fehlen Aussprachetipps.
Das Buch ist geeignet für Lernende mit Vorkenntnissen. Der Grundwortschatz muss vorhanden sein. Man lernt eine Menge dazu und das auf sehr unterhaltsame Art und Weise. Der kleine Krimi ist nämlich sehr witzig und unterhaltsam. So bleibt man nicht, weil die Lust am Lernen verloren geht, auf halber Strecke hängen. Schließlich will man wissen, wie der Krimi ausgeht.

Rezension von Heike Rau

René Bosewitz / Robert Kleinschroth
Englisch für Büffelmuffel
219 Seiten, broschiert
Rowohlt Taschenbuch Verlag
ISBN: 978-3499625244
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