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Leselupe.de > Gereimtes
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Eingestellt am 13. 08. 2008 19:44


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Leise Wege
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Registriert: Jul 2008

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Da dr├╝ben liegen wir und d├╝rften nie -
nie und nimmer uns ersp├╝ren. Wagende!
Sind du und ich im Uns Getragene,
sag, wie wir uns leben k├Ânnen,- wie?

Dort nun sollen wir, sind Fragende,
bis uns gr├╝ne Galle Antwort spie.
Es treibt uns nur wie Herdenvieh,
einzeln sind wir! - Und Verzagende!

T├Âdlich ist das Bleiben anzusehen,
nie zu sich und zu einander stehen,
nie aus der Herde auszubrechen.

Komm! wir lassen die Gef├╝hle sprechen,
wollen auf die ganzen Normen dreschen,
aller L├╝ge wahr entgegen gehen.


Version vom 13. 08. 2008 19:44

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presque_rien
???
Registriert: Feb 2003

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Hi Moni,

ich finde das Gedicht sehr, sehr sch├Ân! Ich finde, deine Lyrik hat wirklich einen ganz besonderen eigenen Charakter. Und obwohl ich sonst immer die klassische Form verfechte, muss ich bei diesem Gedicht (wie schon bei "Schattenkind") sagen: Die unebene Form passt!

Am Anfang war ich etwas verwirrt:

quote:
Da dr├╝ben lagen wir und d├╝rften nie -
Nie und nimmer uns ersp├╝ren. Wagende!
Ich habe mich gefragt, ob die Kombination von Vergangenheit im Indikativ und Gegenwart/Futur im Konjunktiv wirklich sinnvoll ist. W├Ąre nicht "liegen" vielleicht besser? (Oder ich verstehe was nicht.) (Sch├Ân: Der wiederholte ├╝-Laut!)

Insgesamt finde ich die Quartette gelungener als die Terzette: "Ein Bleiben w├Ąr┬┤ wie Tod zu sehen" finde ich ungeschickt formuliert; und "auszubrechen/brechen" finde ich ebenfalls ungelungen, auch wenn man vielleicht argumentieren k├Ânnte, dass die Wiederholung die Intensit├Ąt erh├Âhe.

Den Inhalt finde ich sehr komplex - mich zumindest treibt er zum nachdenken an. F├╝r mich geht es hier um Liebe als den einzigen Schl├╝ssel zum "echten" Leben. Sehr gelungen ist m.E. das Bild der Herde, in der man sich dennoch immer als ein "Einzelner" f├╝hlt. Ich musste auch irgendwie an Darwin denken: Ohne Liebe ist der Mensch nur ein im Evolutionsprozess begriffenes Tier in einer Masse (einem Genpool). Ebenfalls sehr gelungen: Diese Mischung aus Angst und Hoffnung in deinem Gedicht. Angst, dass auch Liebe lediglich ein Evolutionsmechanismus, eine L├╝ge ist? ("Dort (im Uns) sollen (!!!) wir und sind Fragende,
bis uns gr├╝ne Galle Antwort spie.")

Vielleicht bin ich aber gerade auch zu sehr in mein Psychologiebuch vertieft? (Examen steht an...)

In jedem Fall denke ich, dass jeder aus deinem Gedicht sehr viel sch├Âpfen kann. Deshalb: 10 Punkte.

Lg presque

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