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Leselupe.de > Kurzgeschichten
´71 MORNING HAS BROKEN
Eingestellt am 04. 04. 2002 14:44


Autor
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Otto Lenk
Routinierter Autor
Registriert: Nov 2001

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War eine geile Zeit. Zeit der Unschuld und der Suche nach "Schuld". Mein Gott. Sie wird mich doch nicht küssen wollen. Bitte tue es!! Und wenn ja? Wie war das nochmal. Was hatten mir die kusserfahrenen "Götter" zugeflüstert?
Die Zunge linksrum? Oder war´s rechtsrum?! Oh Mann!!!! Ich werde versagen. Der Trottel der Nation. Sie wird allen erzählen, dass ich keine Ahnung von Zungenrotationstechniken habe. Ich gehe nie mehr zur Schule. Ganz klar. Mein Leben ist vorbei. Bin ein Looser.
Wir werden uns berühren. Mit einer sinnlichen Unschuld. Ich spüre es ganz deutlich. Nichts wagen, alles wollen. Dieses Gefühl, ein Universum zu sein. Ein Komet, ein Stern, Planet und Mond. Innerlich zu explodieren. Ein Gefühlsurknall. Gänsehaut? Nein! Der ganze Körper, die Seele, bestehen aus einer Spannung, aus denen Kosmen entstehen. Bitte nimm mich. Ohne mein zutun. Zeig mir den Weg.
Erinnerungen an eine Gartenparty `71. Meine Freunde und ich hatten uns Mut angetrunken. Wir waren die Unschuldsclique. Die, die immer zu den Göttern aufschauten. Und da war "Sie"! Petra, meine Klassenkameradin. Waren uns schon lange nah. Es war ein beständiges Suchen nach Augenblicken. Unsere Augen schrieben Geschichten. Eines Tages würde es geschehen. Ich hatte sie anfangs der Woche eingeladen. Oder besser gesagt, hatte mein bester Freund sie für mich eingeladen. Versteht sich. Das "ja" kam sofort. Wie konnte sie nur! Eine Woche des deliriumgleichen, fiebrigen Erwartens.
Es war soweit. Das wird unsere Nacht. Heute Nacht werden Helden geboren. Unsere inneren Ängste, Einsamkeiten besiegt. Wir werden die Helden unserer Sehnsüchte werden.
Dann kam dieses Lied. Cat Stevens. MORNING HAS BROKEN. Ich bat sie um den Tanz. Mutangetrunken.
Gefühlsorkan. Treibend. Auf und ab der Gefühlswellen. Ein unschuldiger Kuß.
Nicht mehr und nicht weniger. Alles.
Von Zeit zu Zeit wünsche ich mir diese "Un"schuld , diesen Orkan zurück. Die Zeit der ersten Schmetterlinge. In dieser Nacht war ein neues Morgen geboren.
Das Morgen der Schmetterlinge. Ich bin noch oft mit ihnen über die Regenbogengebirge geflogen und habe mit ihnen Platz genommen auf dem Schwarz der Trauer.
Heute bin ich erwachsen. Und es gibt sie immer noch. Diese "Augen"blicke! Mein Schmetterling schaut mich an und lächelt. Sie scheint die Vergangenheiten in mir lesen zu können. Und nicht nur das! Sie kann sie wachküssen.


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itsme
???
Registriert: Mar 2002

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Meine Güte ja ...

So war das Otto, genau so. Und du hast diese Gedanken sehr schön bebildert mit deinen Sätzen. Eine runde Geschichte, die mit ihren Schlussätzen den (Regen)bogen schlägt.

Glückwunsch, das gibt eine 10 :-)
__________________
Life is too short to paint a single kiss

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Otto Lenk
Routinierter Autor
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Welch ein Kompliment. Ich danke Dir.........Otto

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Sanne Benz
Guest
Registriert: Not Yet

Lieber Otto,
das hast Du wunderbar beschrieben!
Bei mir waren es drei Jahre später..andere waren ja,wie auch Petra aus meiner Klasse,schon etwas früher dran.
Wenn man es SO erlebt,wie Du am Schluß in der Jetztzeit beschreibst,dann hat man wohl eine besondere Liebe gefunden.WAS für ein Kompliment an diese Frau..mit solch wunderbaren Worten.
Ja,diese Schmetterlinge auch heute noch zu spüren ist fantastisch.
Danke,das Du mich dazu gebracht hast,wieder einmal an diese Zeit damals zu denken..
lG
Sanne

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Otto Lenk
Routinierter Autor
Registriert: Nov 2001

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Liebe Sanne,
die Gedankenbilder unserer Vergangenheit. Ist es nicht immer wieder schön, erinnert zu werden......

Liebe Grüße Otto

P.S.: Meine Frau ist ein Engel ;-) Danke !!!

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