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Leselupe.de > Erotische Geschichten
„Die Welt der Ada...“
Eingestellt am 18. 11. 2003 22:49


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Leon
???
Registriert: Nov 2003

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„Die Welt der Ada...“

„Lieber Freund, kannst du nicht sehen,
Alles, was wir sehen können,
Ist nur Abglanz, ist nur Schatten
Dessen, was wir nicht erkennen!“
Innokentij Annenskij

Ich liege auf meinem Bauch, in einer Wölbung, die sich warm und weich
anfüllt. Meine Augen sind auf, nur ist meine Sicht für eine Weile von einer
milchigen Dunst verhüllt, durch welche ich die Schattenbilder einer Art
Lichtung im Wald sehe, mit einigen großen baumartigen Silhouetten
umstellt. Allmählich verschwindet die dichte Trübung. Sogleich fasziniert
mich die Beleuchtung: Eine helle Dämmerung breitet sich auf, mit einer
leichten goldenen Note.

Die Weite hat keinen Horizont und bleibt milchig,
aber weitgehend durchsichtig: Alles Nebel, der aber nicht schimmelfeucht,
sondern nur schwül ist. Er umhüllt mich, und ich ahne etwas nostalgisches
in diesem Gefühl, als ob eine ähnliche Umgebung bereits erlebt habe.
Der moosige Boden fühlt sich trocken, beinahe kuschelig an, und es duftet!
Es riecht angenehm und irgendwie... peinlich, nach einer Art... Lust und
noch etwas: Ja, das ist es! Es ist die wilde weibliche Erregung, die so duftet.
Nur wie komme ich darauf? Eigentlich bin ich in einem Wald, auf dem
Grasteppich, das mit etwas wie Heu verflochten ist, alles reinste Flora: Und
die muss ihre eigenen Düfte haben, die hier auch, in eine sanfte, aber dichte Wolke verwebt, ihre übliche Aromatherapie verrichten. Nur diese Duftwolke
hängt im Hintergrund, sanft und reichlich an Zwischentöne.
Ich werde allmählich wach und nehme die Umgebung ganz bewusst wahr.

Ich stelle fest, dass diese Umgebung eine Schöpfung der mir bislang
unbekannten Natur ist: Einer vertrauter, aber bislang nie so erlebter, mit
einem fremdartigen Licht, anderer Weite und dem schmerzhaft bekannten
und verwirrenden Duftspiel, das sich im Atem eines leisen Windes entfaltet.
Ich fasse nun, dass die gesamte Physik dieser Welt eigenartig ist. Außer
dichtem Licht und der fast flüssigen, aber trockenen Luft, scheint hier sogar
die Schwerekraft anders zu sein, aber sie gibt es, wie es auch Bäume gibt,
die meine Lichtung umarmen - richtige Bäume einer mir unbekannten
Pinienart, mit festen Dunklen Zapfen. Ich atme tief ein. Die Weite der
milchigen Dämmerung ist nun vollkommen, die Luft rein und - das stelle ich




wieder fest! – seltsam: ich dachte nie darüber nach, dass so etwas wie Luft
so körperlich und so weiblich sein kann, gewiss habe ich nie in meinem
früheren Leben von etwas erotischem geträumt, was nicht explizit körperlich
und weiblich war! Etwas ist hier ganz anders, zumindest meine Gefühle...

Ich höre Geräusche, eine Bewegung irgendwo im Gebüsch, kann aber nicht
feststellen, woher diese stammen. Instinktiv drucke ich mich tiefer in meine
Wölbung, atme möglichst lautlos ein, beobachte. Ich ahne bereits etwas, nur
was ich dann sehe übertrifft die Erwartung: Es ist eine Gruppe weiblicher
Wesen, zu Anfang sind es vier, dann kommen noch zwei. Sie sehen
körperlich ganz menschlich aus, nur ihre mittelgroß wirkende Brüste sind
zu fest gespannt und ihre rotbackige Gesichter, umrahmt von schneeweißen,
goldig schimmernden Locken, mit großen grünlichen Augen und beinahe
riesigen blauschwarzen Pupillen wirken naiv und irgendwie sehnsüchtig.

Die Mädchen haben keine Kleidung an. Ihre Körper wirken jung und sehr
weiblich. Sie scheinen ganz schüchtern zu sein. Ihre in diesem Licht seltsam
wirkende helle bis dunkelgrau schimmernde Haut ist blasser, als die Farbe
ihrer Backen, die genau wie ihre Brustwarzen rötlich bis - bei wenigen von
ihnen - tief bräunlich wirken. Die ganzen Farben verwirren mich, denn es ist
eine vollkommen seltsame Beleuchtung hier, fast kein Himmel zu sehen.
Trotzdem wirken die Mädchen nicht unnatürlich: Wie jene Tänzerinnen eines
postmodernen Theaters in einem wirren, aber stimmigen und durchdachten
Bühnenlicht. Der Licht bleibt konstant, es sind auch fast keine Schatten zu
sehen. Mich fasziniert die Körperlichkeit dieser Frauen, die sich beinahe
übernatürlich entspannt und graziös bewegen, aber gleichzeitig schüchtern
wirken. Ein weniger erfahrener Mann würde sagen, ihre Bewegungen wirken
schlampig, nur diese Frauen scheinen nicht mal zu ahnen, was das ist.
Die wilde Körperlichkeit dieser Wesen passt zu der ganzen Umgebung hier:
Sie wirkt ausgewogen, innerlich konzentriert und sogar narzisstisch. Diese
Weisen wirken so, als ob sie im Trance ihrer eigenen Erregung verweilen
würden. Keine von Ihnen scheint zu bemerken, dass sie Besuch haben. Sie
sprechen lautlos miteinander, kommunizieren: Wenn eine von ihnen eine
andere anschaut, strahlen ihre Augen Wärme: Die Gesichtszüge werden ganz
emotional und interessiert. Die Gesichtsdynamik verändert sich ständig, die
übergroßen Pupillen flattern fast, wenn sie angeschaut werden: Augenkontakt!

Ich beobachte die Gruppe schon einige Minuten, die sehr
langsam vergehen, doch ich kann die Frauen noch nicht unterscheiden, ihre
Gesichter mit riesigen Augen sind für mich noch fast gleich: Sanfte, ganz
helle und buschige Augenbraunen, die fast durchsichtig wirken, kleine
Nasen, größere, volle und gut durchblutete Lippen, die in ihrer üppigen Fülle
stets halboffen sind. Eigentlich saugen ihre Körper meine ganze
Aufmerksamkeit ein. Ich bin aufgeregt, liege aber still und beobachte...
Eine, die zärtliche und verspielte, mit ganz rundem Becken, bleibt plötzlich
in einer perfekten Grazie stehen und lächelt; solange ihre Nase die warme
Luft einzieht, schlissen sich ihre Lippen so also ob sie gleich pfeifen würde.
Nach allem, was ich erlebt habe, verdichtet sich in meinem Kopf eine
Ahnung: Diese Wesen sind wild, doch sie haben eine Ethik erschaffen, die
ihre wilden Triebe, ohne sie zu deformieren, verwalten kann. Das schaffen
sie, ohne ständig Opfer zu erzeugen, denn eine Opferkultur sind sie nicht.

Alle wirken unbefangen – allein das deutet daraufhin, dass hier keiner
unterdrückt wird, aber auch keiner unter jeglicher Ungerechtigkeit der
Natur leiden muss. Entweder ist die hiesige Natur ganz anders oder man hat
ihren tiefen Sinn erkannt. Wie auch immer, es scheint eine Zivilisation zu
sein, die entweder unendlich fortgeschritten ist – so dass man alles durch
eine Art High-Tech-Ethik verwaltet – oder ist sie von Anfang an so angelegt
war. Ich hafte immer noch in meinen kindischen Sciencefiction-Kategorien,
was Absurd ist: Es ist kein anderes Planet, das ist eine Wirklichkeit. Ihre
Natur ist mir unbekannt, möglicherweise ist es unsere Zukunft, oder
Vergangenheit, oder eine parallele Dimension. Ich denke darüber nicht nach,
denn ich habe fast keine Information darüber, wie die Welt geschaffen ist.

Ich erlebe eine Kraft, die mir fremd ist, doch ich nehme sie auf, weil ich
schwach bin. Es ist die Kraft der Verwandlung...


Copyright leon@mindempire.com 2003. Alle Rechte vorbehalten.

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Daniel Mylow
Guest
Registriert: Not Yet

Hallo Leon,
manchmal blitzt dein Sprachvermögen durch, aber ich finde, du solltest dich viel mehr aufs Erzählen konzentrieren. Dein Text leidet darunter, dass er zu viel Erklärungen liefert, manchmal fast in den Sachtext abgleitet und dadurch nicht gerade fesselt. Schade, weil du offensichtlich schreiben kannst. L. G. Daniel Mylow

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