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Leselupe.de > Erotische Geschichten
(Ero-) Robinsonade 2
Eingestellt am 23. 06. 2011 15:29


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Miro
Festzeitungsschreiber
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Ero-Robinsonade (2)


wenn Sie "Teil 1" der Ero-Robinsonade in der LL lesen möchten klicken Sie bitte nachfolgend auf:
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_______________________________________________



Ero-Robinsonade (2)


Ein Mann, zwei Frauen, auf einer einsamen Insel, irgendwo in einem subtropischen Ozean allein ... keine Computer, kein TV, nichts, das ablenken könnte davon, einander zu entdecken!

Auch die Umweltbedingungen gn√§dig: keine Raubtiere, giftige Schlangen oder gef√§hrliche Insekten, die Krank¬≠heiten √ľbertragen k√∂nnten.
Trinkwasser erreichbar, Vorräte aus der Zivilisation in der gestandeten Yacht noch reichlich vor­handen.
Überhaupt: Sie, Ruth-Yasemine mit im Team, die längst jahrelange Erfahrung im Überlebenskampf auf dieser Insel hat.

L√§ngst habt Ihr Euch eine nette Unter¬≠kunft gebaut. Die regelm√§√üigen Regenschauer kennt Ihr und sie sind kein Problem mehr f√ľr Euch.

Sprachlich entwickelt sich die Ver­ständigung. Sexuell findet sie mehrfach täglich wie ganz selbstverständ­lich statt.

Dabei sind die Frauen √ľber¬≠raschender Weise taktgebend und bestimmend, aber ohne dabei Stress zu machen.
Manchmal streichelt Anna-Marie Dir √ľbers Bein und nimmt kurzerhand die steile Gelegenheit wahr, ein andermal f√ľhrt lachend Ruth-Yasemina Dir geradezu unausweichlich verf√ľhrerisch ihren Po so vor. Dann schier un¬≠aus¬≠weichlich ist, was nachfolgend geschieht.
Es ist Euch Spa√ü und Alltag und √ľberraschenderweise absolut keinerlei Stress.

Eine geheimnisvolle Absprache kann es eigentlich nicht geben. Doch irgend­wie ist dieses "Agreement zu Dritt" zwischen Euch sehr einvernehmlich und unproblematisch.

Manchmal, wenn Du mit einer von Ihnen vögelst, kommt die andere dazu und nimmt zärtlich Teilhabe am Ge­schehen.

Es ist nichts geheim. Nie ziehst Du Dich mit einer der beiden irgendwohin zur√ľck.
Sex ist einfach selbstverst√§ndlich. Wenn ihr ihn habt, schlie√üt der Akt die jeweils andere Frau √ľberhaupt nicht nicht aus.


***

Ob die beiden Frauen auch miteinander Sex haben?

Anna-Maria und Yasemina sind wohl f√ľnfzehn Jahre auseinander und ent¬≠stammen noch dazu ganz ver¬≠schied¬≠enen Kulturen und sozialen Kreisen.

Doch gerade das scheint dem Frieden zwischen ihnen zuträglich zu sein. Sie konkurrieren jedenfalls nicht, sondern ak­zept­ieren einander.

Unendlich geduldig und liebevoll kann Anna-Maria der anderen den R√ľcken massieren, w√§hrend die mit Dir fickt.

Sanft und zärtlich bleibt sie auch da­nach und trägt bei, dass sehr intensiv Ihr alle gemeinsam Sex miteinander ge­nießen könnt.

Anna-Marie selbst hat ihre Vorlieben. Sie mag es klassisch, und sie fordert Dich heraus.
Dich zu inspirieren und zu motivieren, zu erregen und zu wilden Ritten auf ihrem Leib zu aktivieren, verf√ľgt sie √ľber ein erstaunliches Potential von aufreizenden Gesten, l√ľsternen Lauten und genial- ver¬≠f√ľhrerischen Be¬≠weg¬≠ung¬≠en.

Mag sein, dass Anna-Maria fast andert­halb Dekaden älter wäre als die Frau aus dem Dschungel. Aber als Lieb­haberin spielt sie unbestreitbar in der gleichen Liga!
Ihr Sex ist voll von phantasievollen erotischen Überraschungen, von sinn­lichen Freuden, die sie bereiten kann, die Dir geradezu den Atem stocken lassen.

Ruth-Yasemina hat offenbar und un­streitig die andere Frau akzeptiert.
Hatte Sie gedacht, Anna-Maria wäre Deine Ehefrau?
Wenn sie das angenommen hatte, war es auch nie geklärt worden.
Mochte sein, dass sie sich wunderte, wie tolerant sie selbst dann sexuell ge­duldet wäre?
Scheinbar bedingungslos akzeptiert war sie deshalb vielleicht froh genug, sich ihren Platz in der gemeinsamen Schlafstatt auf diese Weise erobert zu haben?!

Die ‚ÄěMenage a trois‚Äú jedenfalls zwischen Euch ist √ľberraschend har¬≠monisch und leidenschaftlich gleicher¬≠ma√üen.

Bist Du jetzt ein gl√ľcklicher Mann?
Mag sein, es gibt ein anderes Leben, aus dem herausgerissen Du hierher ver­schlagen wurdest.
Wie war es da ??

M√∂chtest Du wieder zur√ľck an Deine Computer, in Deinen Job und Alltag?
Welchen Sex hattest Du in diesem fr√ľheren Leben?


***

Bei Deinen Erinnerungen denkst Du mit einem Mal wieder an Bea, diese verdammte Zicke vom Boot!
‚ÄěGuck weg!‚Äú hatte sie m√ľde ge¬≠murmelt, nackt auf dem Vorschiff in der Sonne und Deine Blicke auf ihrem K√∂rper sp√ľrend.
Sie hatte sich nicht einmal bem√ľht, die Beine zu schlie√üen.
Sie war sorgsam rasiert, so hattest Du sogar die Feuchtigkeit aus dem In­neren Ihres Ge­schlechts sehen können. Trotz des frischen Windes werden die von ihr verströmten Phero­mone auch Deine olfaktorische Sensi­bilität erreicht haben.

Aber obwohl Deine Blicke sie geradezu hätten vögeln können, sagte sie nur:
‚ÄěGuck weg!‚Äú
- Welch eine bescheuerte Zeit war das eigentlich gewesen?

Bea, die Zicke ...
Aber sie sah so verdammt genau gut aus, wie es Deine Hormone und Gene gleichermaßen hat­ten sehen wollen.
Sie hatte einen Mund, der einen Kuss auf Deine Penisspitze zu hauchen nur zu denken bereits eine Erektion bei Dir ausl√∂sen wollte, Augen, die jeden Ver¬≠stand in Dir abschalten konnten und Br√ľste, in die wollig zu greifen Dich in Deinen Phantasien verfolgte.
So verdammt knackig ihr Arsch und daran lange, kräftige Beine. Mitten in das Paradies dazwischen hatten Deine Blicke sich längst schon gesenkt.

‚ÄěGuck weg!‚Äú
als sie das sagte, hatte sie Dich nicht einmal angesehen.

In der Nacht danach war der Sturm auf­gekommen. Noch während die Natur­gewalten Eure Yacht zerrissen, musstest Du immer wieder an sie den­ken.
Bea war dann mit den anderen von Bord gegangen auf die Ret­tungs­insel.
Nicht einen Moment lang hatte sie da­ran gedacht, mit Dir auf der Yacht zu bleiben.
Du interessiertest sie nicht. Absolut nicht.

Nur so wenige Tage sind seither ver­gangen. Wie hat sich doch grund­legend alles seither verändert !

Als noch vor dem Sturm diese Bea zum Gespenst all Deiner Phanta­sie geworden war, hattest Du Anna-Marie nicht einmal wahrgenommen.

Jetzt aber schreibt genau sie, diese Anna-Marie ge¬≠heim¬≠nisvolle Botschaft¬≠en auf Deine Haut und streichelt w√§hrend des Fickens Deine Eier, wie Du es Dir in Deinen k√ľhnsten Tr√§umen nie jemals auch nur vorgestellt h√§ttest.


***

Miteinander zu sprechen habt ihr noch nicht wirklich gelernt.
Aber in der ur­alten Sprache Sex redet ihr zu dritt mitein­ander und entwickelt geradezu eine fein­sinnige Semantik des Ko­pulierens.

Drei Menschen kommen erfahrungsge­mäß eigentlich eher schlecht mitein­an­der aus. Aber ihr seid sehr aus­ge­wogen und harmonisch.
Alles scheint beinahe ideal.


***

Da beginnst Du Dir vorzustellen, Bea wäre da. In Deinen Tagträumen wird sie gegenwärtig und wird sie Dir sogar wichtiger als die Wirklichkeit.

Da geistern Szenen durch Deinen Kopf, nicht Anna-Marie, sondern Bea w√§re gest√ľrzt und an Bord geblieben.
Am Ende von Dir gerettet und mit Dir auf diese Insel gelangt.

Du hättest sie gerettet, Du wärst ihr Held geworden. Ob das ihre Arroganz in die Schranken gewiesen hätte?

Wäre Bea dann Deine Aphrodite auf der Insel geworden?


***

Was l√§sst Dich immer wieder an diese spr√∂de Bl√ľte der Weiblichkeit denken, da Du doch geradezu paradiesische Zu¬≠st√§nde als aktuelle Lebenssituation hast?

So feinf√ľhlig und z√§rtlich, so intim sich hingebend und sich in Deine k√ľhnsten erotischen Tr√§ume genial einf√ľhlend ist Anna-Marie, und jeder genitalen Verwirk¬≠lich¬≠ung geradezu aufgeschlos¬≠sen, so, wie Du Dir eine Geisha vor¬≠stellst: was, was noch mehr k√∂nnte ein Mann sich denn nur w√ľnschen?

Sie ist sich Deiner nicht sicher. Diese Frauen, die be­handelt Dich nicht wie einen Ehe­knecht, den es zu kommandieren und zu beherrschen gälte, sondern wie einen Geliebten, der mit allen Tricks zu bezaubern wäre.

Bei alledem eine attraktive Erschein¬≠ung, fraulich, warm und lasziv-feucht zwischen allen ihren erregten Lippen, Dir zu¬≠ge¬≠tan und bereit f√ľr Dich, ihre K√∂r¬≠per¬≠lich¬≠keit mit Dir zu teilen, so v√∂llig und total!
Eine sensible Frau, intelligent, lebend¬≠ig, humorvoll und einf√ľhlsam, um Dich bem√ľht und auf Euch bedacht (denn da w√§re ja auch noch diese andere Frau, diese m√∂gliche Konkurrentin) auf Eurer Insel.





Yasmina, jung und exotisch, mit einem Körper, der achtundzwanzig Jahre lang gepflegt und wie ein Topmodell ent­wickelt worden war, und jetzt drei Jahre lang in der wilden Natur dieser Insel gereift ist.
Auch sie ist keine unerfahrene Lieb­haberin, ihr Sex ist manchmal wild und fordernd, aber auch hingebungsvoll und nuanciert. Mit Kosmetikvorräten aus der Yacht hat sich aus der wilden amazonenhaften Schön­heit der ersten Momente eine ge­pflegt erotische Er­scheinung entwickelt.
Langsam findet sie zum Gebrauch der Sprache zur√ľck, doch zur Vermittlung der psychisch belastenden Erlebnisse aus tausend N√§chten und Tagen Ein¬≠sam¬≠keit reicht es noch nicht.
Es bleibt so viel, was Ihr noch miteinander entwickeln solltet, so viel Zukunft, so viel Hoffnung, so viel Möglichkeit!

Tief in ihre Augen blickend f√ľhlst Du manch d√ľstere Erinnerung an ver¬≠zweifelte Momente, an unendliche Ein¬≠samkeit und Verlorenheit in den Jahren ehe Du kamst.
Du empfindest dabei auch ihre Freude dar√ľber, diese schlimme Zeit beendet zu haben.
Sie wei√ü nat√ľrlich, dass Du nicht ihret¬≠wegen hier bist. Aber f√ľr sie reicht die Tatsache, dass Du √ľberhaupt da bist.

Jetzt bist Du da, f√ľr Sie, f√ľr Ihre Zukunft und f√ľr Ihr Leben.
Sie hat das längst akzeptiert.
Sie hat längst keine andere Sehnsucht mehr nach fremden Männern, nach anderen Chancen.
Sie will Dich, Dein Herz, Dein Leben, Dich, total!

Bist Du gut genug daf√ľr?


_______________________________________
Fortsetzung ...


Träumst Du nur, oder gäbe es tat­sächlich etwas wie parallele Wirk­lich­keiten?
Hätte es anders kommen können, und wäre dann nichts mehr so, wie Du gerade noch meintest, eine Wirklichkeit zu erleben ?

Eben noch bist Du mit zwei Frauen allein auf der Insel, Du bist der ‚ÄěHahn im Korb‚Äú.
So dämlich die Situation ist, dort verschollen zu sein, so nahe kommt sie doch einem paradiesischen Urlaub!
Ihr habt eine ganze Yacht mit Vorräten und seid auf einer Insel mit ange­nehmem Klima, ohne jede Be­droh­ung durch wilde Tiere. Nicht ein­mal lästige Insekten gibt es dort.

Die beiden Frauen, die Dein Schicksal teilen sind attraktiv und in wirklich jeder Weise Dir zugetan.

Was eigentlich Mann, was willst Du mehr?


***


Doch dann ist da plötzlich wieder der Sturm. Am Ruder stehst diesmal nicht Du, son­dern sie.

SIE: Bea!

während die anderen von Bord gehen, bleibt sie.
Die Regenkombi verh√ľllt ihren K√∂rper. Nur ihre Augen w√§ren unter der Maske noch frei, doch dar√ľber hat sie eine Schwimmbrille gezogen.
Mit dem Instinkt einer erfahrenen Seglerin ersp√ľrt sie heranrollende Wel¬≠len und reitet ein um ein anderes Mal ge¬≠schickt mit gezielten Bewegungen am Ruder daran vorbei. Allerdings re¬≠agiert die schwer besch√§digte Yacht nur tr√§ge. Immer wieder wird Bea deshalb doch von √ľberkommenden Wellen getroffen, Dann knallt mit uns√§glicher Macht das Meer ins Cockpit der schwer besch√§digten Segelyacht und scheint alles zerschlagen zu wollen.

Die Wucht der Wassermassen k√∂nnte sie dabei ein um das andere Mal ein¬≠fach wegsp√ľlen. Doch sie hat sich mit ihrem Life-Belt angekettet. Eher wird sie hier am Ruder nun ertrinken, als weggerissen zu werden.
Oder die Gurte werden sie fesseln und zerschneiden, sich durch die Regenkombi in ihren Körper fressen und ihr jedenfalls weh tun.

Sie ist diejenige, nicht auf­geben zu wollen. Sie hat Erfahrung. Sie hatte nicht damit protzen wollen, dass sie be­reits als Seglerin an vielen professionellen Wett­be­werben teilgenommen hatte.

Bei diesem Törn war sie nur eine Mit­seglerin gewesen und hatte sich vorab nicht als Profi zu erkennen ge­geben.

Doch in der Not √ľbernimmt sie nun, da alle auf die Rettungsinsel fl√ľchten wollen das Boot.
Sie hat sich daf√ľr entschieden, nicht in diesem schlimmen Sturm von Bord zu gehen.

Sie will kämpfen: um das Boot, um ihr Leben.
Ganz zuf√§llig auch f√ľr Dich, der Du noch verletzt an Bord geblieben bist.
In diesem √úberlebenskampf bist Du kein besonderer Wert. Du bist keine Emotion f√ľr sie, son¬≠dern nur und einzig ein Teil der Situation.

Die anderen haben die Rettungsinsel gew√§hlt, aber sie hat eine andere Chance bevorzugt: Sie bleibt auf der schwer be¬≠sch√§digten Yacht zur√ľck.

Nur Du bleibst ebenfalls. Nach Deinem Sturz bist Du voller Schmerzen. Du traust Dir den Sprung in die wilde See und eine Chance, dann noch in die Rettungs­insel zu ge­langen einfach nicht zu.

Die anderen sehen das auch so. Nach­dem Bea unzweifelhaft ihre Entscheid­ung kund getan hat, nicht von Bord gehen zu wollen, entscheiden sie: Du sollst Du mit ihr an Bord bleiben.

Deine letzte Chance ist jetzt sie, Bea, die bleiben und kämpfen will.

Bea, die Du noch vor kurzem nackt auf dem Vorschiff gesehen und bewundert hattest, und die sich nicht f√ľr Deine Bewunderung interessiert hat.


***


Sie hat das Beil und das Messer ge­nom­men. Mit der Kraft der Ver­zweif­lung schlägt sie zu. Sie kappt all die Taue, die dereinst noch Lebens­geister dieses Bootes waren.
All die √ľberfl√ľssige Takelage des ge¬≠brochenen Mastes gelingt es ihr, abzu¬≠werfen.
Es geht um ALLES und sie weiß, dass Du irgendwo da unten bist.
Sie ruft nach Deiner Hilfe.
Es gibt keinen Luxus. Es gibt jetzt keine Zeit f√ľr Erholung, f√ľr Pause. Es gibt keine Entschuldigung, Du h√§ttest Schmerzen. Keine auch noch so ge¬≠ringe Hilfe, auf die sie ver¬≠zichten k√∂nnte.

Sie hat längst daran gedacht, mitten im Sturm den Motor der Segelyacht an­zuwerfen. Nicht, um damit gegen den Wind zu arbeiten, aber darum, die Lenz­pumpen mit Strom zu versorgen und die Batterien nicht zu verbrauchen.
Es erweist sich als Segen, dass in dieser Swan Systeme nicht nur einmal, sondern gleich mehrfach verbaut sind.
Wer immer sich eine solche Yacht gekauft hat, hatte niemals nach Geld gefragt, sondern nur nach Sicherheit f√ľr allen Komfort. Daran, dass es in einer Notsituation wie dieser nicht dem Erhalt der Bequemlichkeit, sondern dem puren √úberleben dienlich sein w√ľrde, dass es Sicherheitsreserven gibt, hatten die Eigner bei der Bestellung der Yacht wohl eher nicht gedacht.

Lenzpumpen, von denen Ihr nicht ein­mal geahnt hattet, dass es sie gäbe haben stoisch zu arbeiten begonnen.
Es gibt sogar einen Stromerzeuger, der unabhängig vom Motor arbeitet. Auch der hat sich einschalten lassen.

Sie hat einen Plan, das Leck abzu­dichten.
‚ÄěHilf ‚Äô mir!‚Äú schreit sie Dich an.
Wie durch Nebel siehst Du sie, die an Deinem Arm zerrt. Sie drängt Dich geradewegs dort­hin, woher immer wieder neu und schwall­artig sich Wasser ins Boot er­gießt.

Sie hat Segeltuch in mehreren Lagen um eine Schwimmweste gewickelt und versucht, dieses B√ľndel nun in die klaffende √Ėffnung in der Bordwand zu schieben.
Wieder und wieder aber, wenn sie es fast geschafft zu haben glaubt, wirft eine neue Wasserfont√§ne ihr alles entgegen und schleudert sie hin¬≠ein in die immer mehr mit Wasser ge¬≠f√ľllte Kaj√ľte.

‚ÄěKomm!‚Äú br√ľllt sie mit √ľberschlagender Stimme.
Sie sieht, dass alsbald das Wasser in den Motorraum ein­dringen wird. Dann wird der Motor versaufen und wenig später werden auch die Lenz­pumpen versagen. Sehr rasch wird dann die Yacht im Meer ver­sinken.

Wieder k√§mpft sie damit, ihr B√ľndel in die √Ėffnung zu dr√ľcken. Dass Meer stemmt sich von au√üen dagegen und dr√ľckt mit urm√§chtiger Gewalt immer neu Wasser hinein.

Sie hat das B√ľndel in beiden H√§nden, wartet auf eine kleine Verschnauf¬≠pause der Natur, den Ausl√∂ser zum Aufblasen der Rettungsweste bereits in den Fingern.
Sie stemmt sich mit einem Mal vor, eine Chance sehend, presst das B√ľn¬≠del ins klaffende Loch und h√§mmert in wilder Entschlossenheit mit der Faust darauf.
Nur noch etwas weiter will sie den Ballen dr√ľcken, damit er sich gut einklemmen m√∂ge. Nur noch einen Schlag ihrer klammen Faust auf das B√ľndel!

Du hast nur eine vage Vorstellung da­von, wie Du ihr helfen könntest. Du stem­mst Dich gegen den nassen Rahmen des Kartentisches, der längst im Wasser steht. Du rutscht ab und drohst sogleich wieder im Wasser zu versinken.
Doch mit letzter Kraft stemmst Du Dich auf. Langsam, unendlich langsam.
Gerade als die n√§chste Welle droht, den Ballen wieder zur√ľck in die Kabine zu pressen, f√§llst Du gegen sie und bringst Bea aus dem Gleichgewicht.

Sie f√§llt, die Zugkordel in der Hand haltend und l√∂st die Gaspatrone in der Schwimmweste aus. Die Weste bl√§ht sich schlagartig auf und das um¬≠gebende Segeltuch verhindert, dass die pre√üluftgef√ľllte Schwimmweste so¬≠gleich an den scharfen Kanten der zersplitterten Bordwand wieder zer¬≠platzt.
Das B√ľndel verklemmt sich in der √Ėffnung.
... und es hält!

Ihr verzweifelter Plan scheint erst einmal gelungen zu sein. Das Leck ist jetzt irgendwie notd√ľrftig abgedichtet.

Einen Moment lang beobachtet sie sorgenvoll, wie es sich beim Anprall der Wassermassen von au√üen bewegt, aber das B√ľndel h√§lt.
Sie hat es geschafft, dieses tödliche Leck im Rumpf der Yacht wenigstens provi­sor­isch zu verschließen.

Auch der Motor läuft noch und die Lenzpumpen arbeiten!
Erst einmal: ‚Äěgeschafft!‚Äú

Bea geht wieder ans Ruder und zerrt Dich mit ins Cockpit. Sie befestigt die beiden Karabiner Deines Life-Belts und plaziert Dich neben dem Niedergang.

Wieder und wieder kommen harte Wellen √ľber. Sie schlie√üt den Nieder¬≠gang, damit nicht am Ende noch durch diese √Ėffnung Wasser eindringen k√∂nnte.

Hoffentlich wird dieser provisorische Stopfen halten, den Sie mit einer segel¬≠tuchumh√ľllten Schwimmweste in die Leckage gebracht hat.

Sie nimmt das Steuerruder und f√ľhlt noch einen kleinen Widerstand.
Die Kraft des Motors reicht aber nicht, im Sturm einen Kurs zu halten.
Doch sie kämpft.

Wieder und wieder krachen Wellen √ľber Euch hinein. Es ist eine H√∂lle auf hoher See.
Wie sie auch ver­sucht, den Bug in die Welle zu lenken, so reagiert die de­molierte Yacht doch einfach viel zu träge. Wie lange mag die gepeinigte Yacht das aus­halten?
Wie lange noch mag sie selbst, l√§ngst v√∂llig ersch√∂pft, diesen verzweifelten Kampf noch f√ľhren k√∂nnen?

Sie sieht Dich in der Ecke des Cockpits liegen und empfindet tats√§chlich etwas f√ľr Dich: Mitleid.

Was auch immer kommen mag, Du wirst in Deinem Zustand nicht einmal in der Lage sein, Dich von einer gestrandeten Yacht aus zum Ufer zu retten. Du wirst erbärmlich ertrinken!

Ganz allmählich lässt die Gewalt des Sturms nach und erstaunlich genug: noch immer schwimmt Euer Boot.

Im Schein ferner Blitze erkennt sie plötzlich die Konturen eines Berges steuerbord voraus. Nur einen kurzen Moment lang war es zu sehen. Die Kompass-Beleuchtung ist intakt. Sie hat sich die Richtung einprägen können.
Es ist allerdings schwierig, die Abdrift durch Wind, Wellen und Strömung mitten in einem Sturm zu kalkulieren.

Ihre Erfahrung, ihre Gef√ľhl und Gl√ľck gleicherma√üen werden n√∂tig sein, die Insel wirklich zu erreichen.

Wie lange mag der Diesel noch reichen?
Wie lange wird diese auf¬≠ge¬≠blasene Schwimmweste das Wrack notd√ľrftig ab¬≠dichten k√∂nnen?
Du liegst inzwischen schlafend oder bewusstlos an Backbord im Cock­pit.
Hilfe von Dir kann sie nicht erhoffen. An Bord geblieben bist Du schließlich auch nur wegen Deiner Ver­letzung, als alle anderen beschlos­sen hatten, in die Rettungsinsel umzu­steigen.

Vergebens hatte Bea die anderen be­schworen, lieber um das be­schädigte Boot zu kämpfen als von Bord zu gehen.
‚ÄěWenn sie sinkt, dann ganz schnell!‚Äú hatte die Skipperin erkl√§rt. ‚ÄěBes¬≠ser, wir versuchen, jetzt geplant umzusteigen und uns an einer Leine zwischen Yacht und Rettungsinsel zu sichern. Wenn die Yacht dann sinkt, w√ľrde sie die Rettungsinsel mit in die Tiefe rei√üen.
"Ohne eine Leine indes wird es wohl kaum jemand von uns schaffen, die Ret­tungs­insel in dieser wilden See tatsächlich zu erreichen!“
‚ÄěWas glaubt ihr denn, wie gut die Chance in dieser wilden See selbst mit einer Leine ist?‚Äú hatte Bea die Segel¬≠freunde ermahnt: ‚ÄěSchon der erste Brecher kann die Insel einfach ab¬≠rei√üen. Dann schwimmt ihr alle hilf¬≠los in der wilden See und werdet weder von der Yacht noch von der Rettungs¬≠insel noch nur irgendetwas sehen!‚Äú

Doch sie alle hatten schließlich selbst entschieden und alle waren ge­gangen.
Nur Bea und Du waren auf der Yacht geblieben.

Bea, die schlimmste Zicke, der Du je begegnet warst. Jetzt und nun aber dazu geradezu verdammt, mit dieses ultimative Abenteuer bestehen zu m√ľssen!

Wäre es eine TV-Soap?
- Nein, es ist ernst.
- Völlig ernst !!

Was mag sie wohl von Dir denken, der Du nun an Bord der schwer beschäd­igten Yacht bist und das Schicksal mit ihr teilst?

Wird sie sich an die wenigen Be­gegnungen erinnern und Dich als Spanner und Schmarotzer einstufen?


***


Die Insel werdet ihr finden, gerade wie auch zuvor in dieser Geschichte. Sie wird die Yacht in der Lagune auf Grund setzen.
Ihr werdet viel n√ľtzliches Zeug von Bord mitnehmen k√∂nnen.

Ihr werdet Wasser finden auf der Insel, andere Vorräte habt ihr reichlich auf der Yacht.

Tja ...

Du bist offenbar nicht ‚Äěihr Typ‚Äú.

Sie ist nicht bereit, angesichts der In­sel­situation Kompromisse einzu­gehen.
Sie will ihr Leben mit einem anderen Mann leben, nicht mit Dir. Sie ist nicht bereit, die Insel als endg√ľltiges Schick¬≠sal zu akzeptieren.

Regelm√§√üig regnet es nachmittags heftig, und ihr habt begonnen, nahe am Strand eine H√ľtte zu bauen.

Allm√§hlich geht es Dir besser und mit im¬≠mer weiteren Tagen, die vergehen wird klar, dass ihr vielleicht noch lange zu¬≠sammen auf der Insel werdet bleiben m√ľssen.

‚ÄěGuck weg!‚Äú steht immer noch zwischen Euch wie ein unge¬≠schrieb¬≠en¬≠es Gesetz.

Sie hat es nie wieder ausgesprochen. Sie hat Dir geholfen, als Du Hilfe brauchtest. Aber sie lässt keinerlei Intimität zwischen Euch zu.

Bei zuf√§lligen Ber√ľhrungen zieht sie sofort zur√ľck. Sie kommentiert es nicht und wird auch nicht unwirsch. Sie bleibt ganz einfach kalt.

Als Schicksalsgemeinschaft hier mit Dir eine Paarbeziehung zu beginnen, liegt ihr offenbar fern, ganz fern.

Mag sein, sie ist jung. Keine drei√üig wom√∂glich und da¬≠mit wom√∂glich f√ľnfzehn bis zwanzig Jahre j√ľnger als Du.
Mag sein, der Typ, der sie zu­letzt ge­vögelt hat hätte aus einem Armani-Prospekt stam­men können.

Tja: Du nicht.
Das Angebot auf der Insel indes ist sehr begrenzt.
Nachdem Du Dich et­was erholt hast, bist Du immerhin als Mensch präsent, sprichst ihre Sprache und bist ein Mann!

Trägt sie vielleicht ein Geheimnis mit sich?


___________________


Viele weitere Tage vergehen, Ihr sucht und findet Trinkwasser, holt weitere Vorräte von der Yacht und richtet Euer Lager weiter ein.

Ihr redet auch miteinander.
Geradezu peinlichst vermeidet Ihr, die Beziehung zwischen Euch zu thematisieren und zu entwickeln.
Bis Du es schließlich ansprichst:
‚ÄěEs tut mir leid‚Äú, sagst Du, ‚Äěwie ich dich da auf dem Vorschiff angemacht habe!‚Äú
Wie eine kleine Belustigung scheint sie Deine Worte aufzunehmen, und sie l√§chelt sogar, w√§hrend sie leise ant¬≠wortet: ‚ÄěEs braucht dir nicht leid zu tun!‚Äú
Du legst nach: ‚ÄěIch war dir mit meinen Blicken so nahe geraten, als h√§tte ich unerlaubt ber√ľhrt!‚Äú
‚ÄěIch habe es ja wohl auch provoziert‚Äú, gesteht sie zu, ‚Äěaber diese Provokation galt einfach nicht dir. Dieser Moment auf dem Vorschiff war einfach ein Miss¬≠ge¬≠schick!‚Äú
Einen Mo¬≠ment h√§lt sie ein, dann sagt sie: ‚ÄěSo als h√§tte ich in Erwartung eines an¬≠deren Mannes die T√ľre zu meinem Ap¬≠parte¬≠ment ge√∂ffnet.‚Äú

Du begreifst, was sie sagt. Ganz leise gibst Du zur Antwort: ‚ÄěIch w√§re gerne der andere gewesen!‚Äú

Schweigend seht Ihr Euch an.

Du verstehst auch ohne Worte: Du kannst niemals dieser Andere f√ľr sie sein. Nicht einmal in dieser beson¬≠deren Situation und allein auf der Insel.

Wie sie schließlich die Arme um ihre Beine legt, lange zum Meer hin und dann wieder Dich ansieht, verstehst Du noch mehr von dem, was sie nicht aus­gesprochen hat: selbst jetzt und hier und in dieser besonderen Situation gilt es weiterhin und uneingeschränkt:

... Ihr ‚ÄěNiemals‚Äú ...



__________________
Es mag bessere Zeiten geben, aber dies ist die unsere (J.P.S.)

Version vom 23. 06. 2011 15:29

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