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Leselupe.de > Science Fiction
(F) Human Soul Saver
Eingestellt am 04. 05. 2002 13:47


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Rub.
One-Hit-Wonder-Autor
Registriert: May 2002

Werke: 8
Kommentare: 12
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Das Caf├ę war gut besucht und Kavarie war froh ganz hinten in der Ecke noch einen Platz gefunden zu haben.
Sie dr├Ąngelte sich durch die Tischreihen und ihre gro├če, schwere Taschen machte dieses Unterfangen nicht gerade einfacher.
Ein bi├čchen gereizt lie├č sie sich auf den Stuhl fallen, stellte ihre Tasche neben sich auf den Boden und hielt Ausschau nach der Kellnerin.
Eine st├Ąmmige Dame Mitte vierzig stand am Tisch gegen├╝ber und nahm die Bestellung der Leute, die dort sa├čen auf.
Unabl├Ąssig kaute sie Kaugummi. Sie machte keinen Hohl daraus und hielt es nicht mal f├╝r angebracht, den Mund dabei zu schlie├čen.
Kavi fand das widerlich.
„ Hallo?!“ rief sie der Dame fragend zu und winkte.
Sie bedachte Kavie eines abf├Ąlligen Blickes ihrer ├╝berschminkten Augen und sch├╝tzte sie Lippen.
„ Ich komme sofort, Sch├Ątzchen.“
Kavie mu├čte grinsen. So genau wollte sie es nun auch nicht wissen.

Kavie bestellte einen schwarzen Tee f├╝r sich, und noch eine Tasse schwarzen Kaffees.
In Ihre hei├če Tasse pustend wartete sie. Die Menschen um sie herum redeten und lachten ├╝ber Belanglosigkeiten. Sie geno├č den Moment damit zu verschmelzen. Die farbenfrohen Auren der Leute um sie ignorierte sie konsequent. Sie wollte ein paar Minuten mal nicht an ihren Job denken.
Die pulsierende Hitze der Herzen, die um sie herum schlugen, w├Ąrmten ihre H├Ąnde und ihr Gesicht.
Ein junger Mann an der Theke l├Ąchelte ihr zu und sie f├╝hlte sich geschmeichelt.

Die T├╝r ging auf und Maric betrat die R├Ąumlichkeiten. Suchten durchstreiften seine blauen Augen sie Szenerie.
Kavie stellte die Tasse ab und gestikulierte.
Er sah sie, ein breites Grinsen breitete sich auf seinem Gesicht aus und zeigte seine wei├čen Z├Ąhne. Jedesmal wenn sie ihn sah wurde ihr komisch zumute. Seine schwarzen, zotteligen Haare, die ihm oft in die Augen fielen, hatte er heute mit einem Gummi im Nacken zusammen gebunden. Seine blauen, klaren Augen, die immer neugierig waren, durchdrangen sie oft so unangenehm, das sie sich erwischt f├╝hlte. Bei was auch immer. Und doch, in der ganze letzte Woche sehnte sich nach diesen Augenblick.
Seine Gestalt war nicht gro├č, nicht klein. Zwar war er gut einen Kopf gr├Â├čer als sie, aber sie war ja auch nur eins-siebzig. Seine Figur war kr├Ąftig, aber nicht ├╝berm├Ą├čig. Er hatte breite Schultern, einen knackigen Po...wobei das selbstverst├Ąndlich das letzte war, an das sie dachte. Aber obwohl es unm├Âglich war, sah sie es gerne, wenn sein Hemd ein, zwei Kn├Âpfe offen waren.
Er trug ein neues Piercing in seiner Augenbraue. Das letzte hatte er die Woche verloren und er sah nackt aus ohne es.
Sein Wesen war einnehmend und immer fr├Âhlich, wenn auch ruppig. Sie geno├č einfach seine Gesellschaft und hoffte inst├Ąndig, niemand w├╝rde es je bemerken.
Gut m├Âglich, das sie dann ihren Job los w├╝rde.

Maric nahm keine R├╝cksicht auf die Menschen, als er sich seinen Weg zum Tisch bahnte. Ohne auch nur mit der Wimper zu zucken, dr├╝ckte er eine ├Ąltere Frau beiseite die im Mittelgang stand und in ihrer Tasche kramte.
Halb fallend, halb stolpernd fand sie halt an einer der Steins├Ąulen, die mit Plakaten und Ank├╝ndigungen verklebt waren.
„ Hey!“ rief ein Mann und wollte sich br├╝sten. Doch nach einen Blick in Marics Augen, beschlo├č er, an einem anderen Tag heldenhaft zu sein und widmete sich wieder angestrengt den Anzeigen seiner Tageszeitung.
Maric machte einen ├Ąu├čerst zufriedenen Eindruck.
„ Das war sehr unh├Âflich,“ sagte Kavie, als Maric sich setzte.
Er lachte herzhaft.
„ Keep cool, S├╝├če. Das war ein Arschloch.“
Er deutete auf die Tasse Kaffee. „ Meiner?“ fragte er.
„ Nein, den hab ich f├╝r George Washington bestellt,“ konterte sie und wunderte sich ├╝ber sich selbst.
Maric lachte wieder und versetzte ihr einen sanften, freundschaftlichen Fausthieb auf die Schulter.
Sie kicherte. Und ha├čte sich im gleichem Moment f├╝r diese M├Ądchenhaftigkeit.
Maric nahm einen Schluck und musterte sie ├╝ber den Tassenrand hinweg.
„ Wie viele hast du heute schon beliefert?“ Er machte nicht einmal den Versuch, die Neugierde in seiner Stimme zu verbergen.
Kavi machte gro├če Augen und warf einen verstohlenen Blick auf Ihre Tasche.
„ Das bind ich Dir doch nicht auf die Nase, wie kannst du nur fragen!“
Maric lehnte sich l├Ąssig in seinem Stuhl zur├╝ck und bemerkte dann, das er seinen Rucksack noch auf den R├╝cken trug.
Er nahm in ab und h├Ąngte ihn ├╝ber die Stuhllehne.
Seine Augen wanderten ├╝ber ihr sch├Ânes Gesicht.
Die herrliche, leicht gebr├Ąunte Haut, die h├╝bschen gr├╝nen Augen, die manchmal so niedlich verwirrt dreinschauten.
Ihre s├╝├če Stupsnase. Die im Fr├╝hling immer ein bi├čchen rot war, wegen des Heuschnupfens.
Ihr beinahe goldenes Haar das in sanften Wellen auf Schulter und R├╝cken fielen.
Ihr sch├╝chternes Lachen, das eine Zahnl├╝cke zwischen ihren Schneidez├Ąhnen preisgab.
Zu Hause ertappte er sich manchmal dabei, wie er an sie dachte.
Was machte es schon, das sie Konkurrenten waren?
Das er in blutige Fetzen gerissen w├╝rde, wenn jemand von ihren Treffen erfuhr.
Er liebte diese Zusammenk├╝nfte mit ihr. Er wu├čte noch genau den Tag als es begann. Der Tag an dem Sie sich kennen lernten.
Sie wollten beide dieselbe Frau beliefern und fast er h├Ątte sie umgerannt, als sie aus der Wohnung der Lady kam.
Man, er fluchte was das Zeug hielt.
Er beschimpfte sie und sie zeterte wie ein Rohrspatz.
Das an sich, war schon eine komische Situation.
Ein Wort ergab das andere und nach einer Weile mu├čten sie beide lachen.
Sie standen sich gegen├╝ber, hielten sich die B├Ąuche und Tr├Ąnen rannen ├╝ber Ihre Wangen.
Das war der Tag, an dem er sie zu einem Kaffee einlud. Sie nahm seine Einladung vermutlich nur an, weil sie so verdutzt war.
Von da an ab trafen sie sich regelm├Ą├čig einmal die Woche am Samstag.
Und die ganze Woche freute er sich darauf.

„.....denkst du?“
Kavie holte ihn aus seinen Gedanken zur├╝ck in die Wirklichkeit.
„ Was?“ fragte er.
„ Woran denkst du?“ wiederholte sie.
„ An meine n├Ąchste Kundin,“ log er.
Er kramte in seinen Rucksack und holte ein P├Ąckchen Zigaretten hervor.
Er steckte sich eine an und inhalierte gen├╝├člich den Rauch . Kavie wedelte ihn mit der Hand weg.
„ Warst du denn erfolgreich ?“ Sie stellte die Frage, als w├Ąre es eine Belanglosigkeit.
Sie spielte mit dem L├Âffel in ihrem Tee und vermied es ihn anzusehen.
Maric suchte nach einem Aschenbecher, fand einen auf dem Nebentisch und klaute ihn einfach runter.
Der Student, der gerade Abaschen wollte glotze ihn verdutz an, war dann aber wohl der Meinung das seine Untertasse den selben Zweck erf├╝llte.
„ Ich bin immer erfolgreich. Ich habe eine Quote zu erf├╝llen.“
Sie nickte. Es wurmte sie das er manchmal so selbstgef├Ąllig war.
„ Manchmal kotz mich dieser Job einfach an,“ fl├╝sterte er durch den Rauch hindurch.
Kavie l├Ąchelte.
„ Wir machen das schon so lange. Wir k├Ânnen doch gar nichts anderes.“
Sie ├╝berlegte einen Moment.
„ Na ja, ich w├Ąre gerne Schockoladenfabrik Abgestellte. Das w├Ąre doch toll.“
Ihre gr├╝nen Augen strahlten, als ob die M├Âglichkeit Realistisch sein k├Ânnte. Irgendwie, irgendwann.
Maric hatte das Bild genau vor Augen. Seine Kaverie in einem wei├čem Kittel an einem Laufband, und Tonnen von Schokoladentafeln liefen an ihr vorbei. Und keine war s├╝├čer als sie. Er ├╝berlegte, ob er ihr das sagen sollte.
Statt dessen: „ Davon wirst du fett und bekommst Pickel.“
Sie zog einen Flunsch aber war nicht wirklich beleidigt.
„ Was w├╝rdest du lieber machen?“ wollte sie wissen.
Eine Weile sah er aus dem Fenster und ├╝berlegte. Die helle Nachmittagssonne zauberte Frohsinn und Hoffnungen in die Herzen der Menschen. Und jeder von ihnen dachte, er h├Ątte sein Schicksal in der Hand. Vor dem Caf├ę war ein Springbrunnen und ein paar Kinder warfen M├╝nzen in das Wasser. Jede einzelne ein Wunsch.
Es machte ihn traurig und doch Pflichtbewu├čt.
D├Ąmliche Narren, dachte er.
„ Ich w├Ąre gerne G├Ąrtner oder so. Hauptsache drau├čen in der Natur.“
Kavie wollte etwas witziges sagen, sah aber die Ernsthaftigkeit.
Maric trank die letzte Pf├╝tze seines Kaffees und er kam ihn bitterer vor als sonst.
„ Ich mu├č los, ich habe noch eine Kundin,“ stellte er fest und nahm seinen Rucksack.
Er schwang ihn auf seinen R├╝cken als w├Ąre etwas v├Âllig gew├Âhnliches darin.
Aus seiner Jeans fischte er einen F├╝nfer und legte ihn auf den Tisch neben seiner leeren Tasse.
„ Schade.“ sagte Kavie leise, als er schon auf den Weg zur T├╝r war.
Sie legte ihre Tasche auf Scho├č und schaute hinein.
In der gl├Ąsern wirkenden Kugel leuchtete nur noch ein Licht.
Jemand klopfte von au├čen an das Fenster.
Maric hatte seine Nase an das Glas gepre├čt und brachte sie damit zum lachen. Er hob den Arm und deutete auf seine Uhr.
Sie nickte: „ Ja,“ bildete sie mit ihren Lippen, „ selbe Zeit.“


Maric lief eiligen Schrittes zum Treffpunkt. Sein Rucksack klopfte ihn bei jedem Schritt energisch auf dem R├╝cken, als wollte er ihn daran erinnern, das es h├Âchste Zeit war.
Seine Kundin stand mit einem hoffnungsvollen Gesichtsausdruck vor einem Brautgesch├Ąft.
Er war so flott gelaufen, das er schon v├Âllig au├čer Atem war. Wieso mu├čte er auch so viel Zeit im Caf├ę` verbringen?
Er h├Ątte erst seine Arbeit erledigen sollen, und sich dann mit Kavie treffen.
„ Fuck you!“ keuchte er und stellte seinen Rucksack zwischen seine F├╝├če, ├Âffnete ihn und suchte unter Walkman und Einkauf f├╝r Morgen nach seiner Lieferung.
Er fand die kleine, rauchfarbene Flasche und zog sie an ihrem Hals heraus.
Ein dicker, schwarzer Wurm war darin. Sein gl├Ąnzender Leib war etwa einen zwei Zentimeter lang. Er zuckte und wand sich.
Maric ├Âffnete den Schraubverschlu├č und sch├╝ttelte den Wurm in seine Hand.
Sofort breitet sich kribbelnde K├Ąlte von seiner Handfl├Ąche bis zu seiner Schulter aus.
Die Flasche steckte er wieder zur├╝ck in den Sack und schn├╝rte ihn mit Hilfe der Lederriemen zu .
Er buckelte ihn wieder und achtete darauf, das dem W├╝rmchen nichts geschah.
Dann machte er das selbe, das er bei seinen Lieferungen beinahe immer tat.
So unauff├Ąllig wie m├Âglich schlenderte er die Stra├če hinunter und hielt die geschlossene Hand mit dem Wurm in der Manteltasche.
Er war in H├Âhe der Frau, lief grad an ihr vorbei, da holte er die Hand aus der Tasche und warf den Wurm geschickt und mit unglaublicher Genauigkeit in den Blusenkragen der Frau. Sie stand einen Moment starr, rief Huch und Aua, klatschte sich mit der Hand in den Nacken und fluchte: „ Mistm├╝cken!“
Maric war zufrieden.
Nicht nur das der Wurm seinen Weg schon finden w├╝rde, er hatte auch frei. Das war schlie├člich der letzte.
Auf den Weg nach Hause pfiff er eine Melodie die er Morgens im Radio geh├Ârt hatte.



Kavarie hatte es da schon nicht so einfach. Dummerweise lag Ihre Kundin im Krankenhaus. Sie hatte wohl Fr├╝hwehen. Sie stand in der Vorhalle, wo Angeh├Ârige und Kranke, die sich irgendwie hierhin schleppen konnten auf den Plastikb├Ąnken sa├čen und rauchten.
Links von ihr, in einer kleinen Nische in der Wand, hing ein Telefon, rechts war die T├╝r zur Cafeteria. Dort sa├č die Frau in einem Bademantel gekleidet, und sie war nicht allein. Eine Freundin war bei ihr. Kavi bemerkte einen Becher Kakao auf dem Tisch. Sie bekam Durst von dem Anblick.
Kavies Aufmerksamkeit war die eines hungrigen Wolfes. Jeder Muskel in ihrem K├Ârper war angespannt wie Gitarrenseiten. Ihr Kopf war eine alles aufsaugende Leere, die jeden Laut, jede Bewegung aufnahm und katalogisierte nach wichtig-unwichtig.
Ihre F├╝├če nahmen jede Vibration unter sich war.
Die Frau in der Cafeteria, ihr Name war Susan Leithaus, unterhielt sich angeregt mit ihrer Bekannten als Kavi durch die T├╝r schritt. Unauff├Ąllig setzte sie sich an den Tisch hinter ihr.
Sie legte ihre Tasche auf den Scho├č und ├Âffnete sie. Sie blieb mit den H├Ąnden in der Tasche, damit das, was sie tat den Augen der Menschen verborgen blieb.
Sie nahm die Kugel in die eine Hand und strich mit der anderen dar├╝ber. Der leuchtende Punkt, der einen Durchmesser von ca. zwei Zentimeter hatte, glitt durch die Oberfl├Ąche der Kugel, wobei es so ausschaute, als sp├╝re sie einen leichten Widerstand, in ihre Hand, die sie sofort darum schlo├č.
Dann legte sie die Tasche auf den Steinfliesenboden neben ihrem Stuhl.
Sie bekam einen Bruchteil der Unterhaltung der beiden mit, etwas von ihrem Mann, und dessen Schwester und so weiter.
Kavie drehte sich langsam um und hielt ihre Hand vor ihrem Busen. Ihr Herz donnerte. Dann, innerhalb von Sekundenbruchteilen entlie├č sie die warme und kitzlige Kraft ihrer Hand. Sie hielt sie vor ihren Lippen und pustete sie an, als wollte sie jemanden einen Handkuss zuwerfen.
Sie verfehlte ihr Ziel nicht.
Sie schwebte schnell und unbemerkt von anderen direkt in den Nacken der Frau. Diese stoppte in ihrer Ausf├╝hrung von perfekten Rababerkuchen und kicherte.
Ihre Freundin sah sie stutzig an.
„ Tut mir leid,“ entschuldigte sich Susan. „ Es hat in meinem Bauch gekitzelt.“
Liebevoll streichelte sie mit einer Hand dar├╝ber und l├Ąchelte.
Kavi war mit sich und der Welt zufrieden.
Sie hatte ihre Quote anscheinend erf├╝llt.

***

Als Maric Zuhause ankam, war es sp├Ąter Nachmittag. Er entledigte sich seiner schweren Stiefel und schmi├č seinen Mantel in die Ecke. Er kam in sein Wohnzimmer und wurde schon erwartet.
Maric erstarrte und wu├čte einen Moment nicht, ob er laufen oder lachen sollte.
„ Ein wundersch├Ânen guten Tag, Maric.“
Sagte die adrett gekleidete Frau im Sessel und f├╝hrte sich eine Hand zum Gru├č an die Stirn.
„ Ja, Tag auch,“ brummte er. „ Was tust du hier?“
Die Frau weitete die Augen und schob trotzig die Unterlippe vor. „ Begr├╝├čt man so eine Kollegin? Wo ich doch den ganzen, weiten Weg gemacht habe, nur um dich, meinen lieben Freund, zu besuchen.“
Maric baute sich in unbewu├čter, aggressiver Pose vor ihr auf.
„ Du arbeitest im Nachbarbezirk, was soll also der Schei├č?“
„ Ich wollte dich nur an unsere Versammlung erinnern, S├╝├čer. Nicht, das du es vergi├čt. Wir werden alle da sein...auch der Chef.“
Maric lachte kalt. „ Ich bin ger├╝hrt von so viel Kollegialit├Ąt, ganz ehrlich.“
Sie schmunzelte. Ein Bein hatte sie l├Ąssig ├╝ber die Lehne des Sessels geworfen, dann andere stand auf einer leeren Pizzapackung. Er registrierte es mit Mi├čmut.
„ Ich wollte dich heute schon einmal besuchen, aber du warst wohl noch nicht da.“
Sie fuhr sich mit der Zunge ├╝ber die Lippen, als h├Ątte sie Blut geleckt.
„ Da hab ich mir gedacht, `ach , geh doch einen Kaffee trinken im Caf├ę um die Ecke`, und siehe da, wen ich da gesehen habe.“
Maric sp├╝rte, wie seine Glieder steif wurden, und sich ein Klos in seinem Hals bildete. Seine Augen verdunkelten sich und in seinem Kopf schwirrten tausend Gedanken wie Fliegen um einem Kadaver. Er hatte sich schon ungez├Ąhlte Male die Frage gestellt, was w├╝rde passieren wenn......Nun w├╝rde er es erfahren.
Oh man, dachte er, ich sehe gro├če Probleme auf mich zukommen.
L├╝hr, die ihre kurzen Haare in Gel getr├Ąnkt zu haben schien, zuckte cool mit den Schultern.
„ Und?“ fragte er als w├╝rde er auf eine Pointe warten.
L├╝hr erhob sich und funkelte ihn mit messerscharfen Blicken an.
„ Du wei├čt genau, was ich meine, du kleiner Wichser,“ fauchte sie. „ Glaubst du, ich habe sie nicht erkannt, die kleine Fotze? Ich bin nicht blind, und ich bin nicht bl├Âd.“
Maric ging langsam auf sie zu. Bald war sein Gesicht ihrem so nahe, das ein Au├čenstehender h├Ątte denken k├Ânnen, sie w├╝rden sich gleich k├╝ssen.
Er konnte ihren Atem riechen. Nach Minze und ein bi├čchen nach Bier.
„ Wenn du auch nur ein Wort verlierst,“ hauchte er in ihr verzerrtes Gesicht, „ dann werde ich dir dein schwarzes Herz raus rei├čen und es dir zu fressen geben. Ich werde es in deine Schnauzte stopfen, bis du daran erstickst.“
Seine Stimme war ruhig, aber in seinen Innern schrien verzweifelte Stimmen der Angst und Sorge.
L├╝hr hielt ihren Minzatem an. Sie machte den Mund auf, um etwas zu sagen, doch er klappte mit einem h├Ârbaren Plopp wieder zu.
Sie wich ein paar Schritte von ihm zur├╝ck.
„ Nun....ich wollte dich ja auch nur erinnern. Damit du die Versammlung nicht vergi├čt, mein h├╝bscher.“ Sie schickte sich an zu gehen, nahm Ihren Pilotenkoffer, in dem sie ihre Flasche trug und drehte sich noch einmal um.
„ Ach ja...... das eine noch.“ Sie wandte ihn den R├╝cken zu und er sah nur das ihm zugewandte Profiel. „ Wer wei├č, vielleicht bin ich nicht die einzige, die es wei├č. Du bist ja nicht gerade vorsichtig. Denk mal dr├╝ber nach.“
„ Verpiss dich,“ sagte er tonlos, doch ihre Stimme wehte wie rauher Wind in seinem Hirn. Und langsam aber sicher w├╝rde es ein Sturm werden. Da war er sich sicher.
Er mu├čte etwas tun, entweder das eine, oder das andere.


***

Am Montag kam immer die neue Lieferung und Maric stand an der vereinbarten Ecke vor einem Gasthaus mit schmierigen Fenstern. Lautes M├Ąnnerlachen drang durch die angelehnte T├╝r.
Maric sehnte sich nach einem Bier, aber er durfte nicht trinken. Noch nicht.
Der Bote kam nach 10 Minuten mit einem VW-K├Ąfer. Er stieg aus dem Wagen und begr├╝├čte Maric freundschaftlich. Sie kannten sich schon eine halbe Ewigkeit.
Sein Name war Markus, gut einen Kopf gr├Â├čer als Maric und blondes, d├╝nnes Haar.
Seine Augen waren tr├╝b vom Job.
Seine Haut bla├č.....aber seine Nase ein echtes Original.
So lange Maric lebte, hatte er nie so einen Zinken gesehen.
Markus mu├čte Unmengen von Taschent├╝chern bei einer Erk├Ąltung verbrauchen.
„ Ist heute nicht viel,“ rief er Maric zu, als er den Kofferraum ├Âffnete und das P├Ąckchen rausholte.
Er zuckte die Schultern. Ihm war es egal.
Er nahm das P├Ąckchen und quittierte auf dem Lieferschein. Alles mu├čte seine Ordnung haben.
„ Ach ja,“ Markus kramte in seiner Hosentasche noch einen kleinen zusammen gefalteten Zettel raus.
„ Post vom Chef. Machs gut, bis n├Ąchste Woche.“
Markus stieg wieder ins Auto und winkte noch einmal, bevor er um die n├Ąchste H├Ąuserecke verschwand.
Maric sah den Brief eine Weile an, ohne sich zu bewegen. Dann faltete er ihn auseinander.



Hey Ric!

Super Zeit letzte Woche .

Denk ans Meeting ;-)

Gr├╝├č sch├Ân

Lutz


Maric starrte lange auf den Zettel.
Gr├╝├č sch├Ân?
Er dachte daran, sich zu ├╝bergeben.

Er packte das P├Ąckchen aus und warf das Packpapier in die n├Ąchste M├╝lltonne.
In dem P├Ąckchen lag das neue Fl├Ąschchen mit einem Etikett darauf geklebt.
12/90 stand darauf.
Also zw├Âlf St├╝ck in neunzig Stunden.
Das ging noch.
Er verstaute gerade die Flasche in seinen Rucksack, als er aus den Augenwinkeln L├╝hr sah, die der Stra├če richtig Discounter folgte.
Sie hatte keinen Koffer bei sich. Maric wurde flau. Sie tummelte sich nicht umsonst in seinem Gebiet.
Ohne, das sie ihn bemerkte, heftete er sich an ihre Fersen. Mit einem Abstand von ca. 15 Metern folgte er ihr durch die Menschenmengen, die sich im diese Zeit schon auf den Stra├čen tummelten. Ihre Auren waren farbenfrohe Lichtspiele und spiegelten sich in den Schaufenstern und auf den Lacken der Autos.

***
Seit sie Marics Wohnung verlassen hatte, nagte die Wut an ihr wie Rattenz├Ąhne. Nicht nur, das dieses bl├Âde Schwein es wagte, sich mit der Lichtschlampe zu treffen, er sch├╝tze sie auch noch und ma├č sich an, L├╝hr zu bedrohen.
Es ging Ihr nicht um Regeln, es ging ihn auch nicht um das mi├čbrauchte Vertrauen des Chefs, oder um des Verrats, den er begannen hatte. Es ging um sie. L├╝hr, die sich hinter Ecken versteckte, um Maric zu sehen. Die in die Kanalisation kroch, um seine Stimme zu h├Âren. Die auf H├Ąuserd├Ąchern stand und fror, um sein Haar zu sehen.
Es ging um sie. Und um ihr Herz. Was sie entfand, war fremd und verabscheuungsw├╝rdig. Ihre Tr├Ąume von ihm schreckten sie aus dem Schlaf und f├╝hrten ihre H├Ąnde zu oft in ihren Schritt.
Sie ha├čte sich deswegen. Sie ha├čte ihn deswegen.
Und sie ha├čte die Schlampe des Lichtes.
L├╝hr war schnell. Sie wollte nicht riskieren, von jemanden gesehen zu werden. Ihre Schritte waren zielstrebig. Sie wu├čte genau wohin sie wollte.
Sie mu├čte auch nicht lange suchen. Da stand sie. Abrupt blieb sie stehen. Es sah aus, als ob jemand bei voller Fahrt die Bremse gezogen hatte.
L├╝hrs Augen fixierten den Feind.
Ihr Verstand war voll Bitterkeit.
Kavie lehnte an einer Hauswand und beobachtete eine Frau an einem Zigarettenautomaten. Ihre Tasche hatte sie um Ihre Schulter geh├Ąngt.
Sie versuchte eine Kundin zu beliefern.
L├╝hr kochte vor Wut.
Ohne sich noch um die Menschen zu scheren ging sie auf Kavie zu.
Sie stellte sich vor, sie betrete ein Theater und die Stra├če war die B├╝hne. Reden, Lachen, Pl├Ąrrende Kinder auf dem Gehweg und das Hupen der Autos auf den Stra├čen, alles war unwichtig. L├╝hr beobachtete mit Genugtuung wie Kavie den Moment f├╝r angebracht hielt, ihre Ware abzuliefern. Sie kramte in ihrer Tasche . Ihre Aufmerksamkeit war somit auf einen Nullpunkt.
Zumindest war es bei L├╝hr immer so.
Sie ging schneller und faste unter ihre Jacke. In der Innenseite hatte sie mit Tesafilm einen etwa zwanzig Zentimeter langen Dolch geklebt. Sie l├Âste ihn vom Stoff und ihre H├Ąnde schwitzen.
Nur noch wenige Meter trennten sie voneinander.


***


Maric hielt es f├╝r durchaus realistisch, das er jetzt einen Herzinfarkt bekommen k├Ânnte. L├╝hr hatte tats├Ąchlich Kavie aufgesp├╝rt und holte nun aus ihrer Jacke ein Riesenmesser.
Er rannte los, und packte sich den Regenschirm eines Passanten, ohne das dieser auch nur merkte, was geschah.

***

Kavie hielt tats├Ąchlich den Zeitpunkt f├╝r passend. Aber ihre Aufmerksamkeit war nicht auf den Nullpunkt, sondern v├Âllig auf einen einzigen Punkt konzentriert. Den Nacken der Frau am Zigarettenautomaten.
Sie hatte gerade ihre Hand ge├Âffnet, als sich die Frau weg drehte und ihre Aufmerksamkeit auf etwas anderes richtete. Sie machte ein entsetztes Gesicht und lief ein paar Schritte zur├╝ck.
„ Nein!“ rief Kavie und mu├čte mit Schrecken mit ansehen, wie die kleine, leuchtende Kugel ihr Ziel verfehlte und einen Bogen beschrieb, der sie Richtung Himmel f├╝hrte.
Kavie glotze mit offenem Mund hinterher.
Dann sah sie sie auch.
Gel├Ąhmt vor Schock sah sie sie vor sich stehen. Mit einem boshaften Grinsen, die schwarzen Augen blitzend vor Hass.
Ein riesiger Dolch reflektierte das Sonnenlicht auf seiner Klinge.
„ Ich sag dir was,“ raunte sie und ihre Stimme war Blutgier. „ Wie spielen Verstecken....und du bist dran!!!“
Unf├Ąhig auch nur einen Muskel zu bewegen, starrte sie auf die Klinge, dann auf wieder auf das Gesicht
Kavie wappnete sich gegen den Schmerz den sie erwartete.
Doch statt des Schmerzes ver├Ąnderte sich das Gesicht vor ihr. Ihre ha├čerf├╝llten Augen stellten Fragen. Die ├╝ber die Z├Ąhne gespannten Lippen Formten Worte. „ Was?...“
Der Dolch fiel, kam mit dem Griff auf, prallte von der Stra├če ab und kam dann klirrend zum liegen.
Kavie und L├╝hr sahen beide gleichzeitig auf L├╝hrs Brust.
Zwischen ihren Br├╝sten ragte eine silberne, stumpfe Spitze heraus.
Kavie wich zur├╝ck und schlug sich die Hand vor dem Mund. Sie sah sich um.....doch die Auren der Menschen blieben unver├Ąndert bunt.
L├╝hrs Konturen begannen zu verschwimmen. Schwarzer Rauch stieg aus ihrer Nase, ihren Ohren und ihrer Wunde.
Sie sah aus, als w├Ąre sie Teil einer Fatamorgana. Ihre Konturen vermengten sich mit der Umgebung, zerrten an der Wirklichkeit und dehnten sie.
Dann fielen sie in sich zusammen. Komprimierten sich zu einen schwarzen Ball aus negativer Energie und wie ein sterbender Stern platze er in unendlich viele Teile auseinander.
Kavie war beeindruckt. Sie hatte noch nie ein Schattenwesen vergehen sehen. Nichts von L├╝hr war noch da. Nur der Doch und K├Ąlte, die sich auf den Punkt, wo sie einst stand, konzentrierte. Aber auch die verging so langsam.
Jetzt erst registrierte sie Maric, der mit dem Regenschirm hinter L├╝hr gestanden hatte.
Er hielt den Schirm immer noch wie ein Schwert. Kavie legte die Hand auf die Spitze des Schirms und senkte ihn.
Kraftlos glitt er aus seiner Hand.
„ Was hast du getan?“ fragte sie.
Was hast du getan? Wiederholte sein Verstand.
Maric sch├╝ttelte den Kopf. Seine Gedanken waren tr├Ąge. Nur Kavie war da, das Bild von ihr, das er sah.
Wie sie ihn fassungslos anstarrte, die schwimmenden Augen. Die Stupsnase. Ihr Goldhaar, und die Zahnl├╝cke, die dem h├╝bschem Gesicht trotze.
Niemals in den Monaten seit sie sich kannte, hatte es zwischen ihnen mehr als sch├╝chterne Ber├╝hrungen fl├╝chtiger Art gegeben.
Seine Hand legte sich wie Automatisch auf ihre Wange. Sie war warm wie ein Fr├╝hlingstag und er kalt wie die Nacht.
Sie kamen sich n├Ąher, er konnte ihren Busen an seiner Brust sp├╝ren, das Herz, das darunter schlug. Ihre Arme legte sich um seinen Nacken, seine umschlagen Ihre Taille und ihre Lippen fanden die seinen.
Und w├Ąhrend sich ein Mann verwirrt nach seinem Regenschirm umschaute, K├╝sten sie sich.
Nach einer Ewigkeit l├Âsten sie sich voneinander und Kavie blickte versonnen in den Himmel, wohin sich die kleine Leuchtkugel aufgemacht hatte, um dann irgendwo durch die d├╝nne Membran, die All und Atmosph├Ąre der Erde voneinander trennte, in die andere Welt zu brechen.
„ Ich habe meine Seele verloren,“ Sie sprach langsam, beinahe bed├Ąchtig. Der Schock der Ereignisse der letzten Minuten sa├č ihr noch in den Knochen. „ Meine Erste seit zwanzig Jahren.“ Stellte sie fest.
Maric streifte ihr eine Haarstr├Ąhne hinters Ohr und grinste.
„ Schei├č drauf, die kann auch noch sp├Ąter ihre Reinkarnation durchmachen.“
Er folgte ihren Blick nach oben. „ Bekommst du ├ärger?“
„ Ja“ antwortet sie, „ aber nicht deswegen.“

***

Lutz war nicht ├╝berrascht, als er von L├╝hrs vergehen h├Ârte. Doch das h├Ątte nicht passieren d├╝rfen. Unbeachtet der Tatsache, das sie eine flei├čige Mitarbeiterin war, war sie ein Dreckst├╝ck, ohne jeden Humor und ohne jeden Sinn f├╝r die Welt der Menschen. Aber eine solche Verbindung durfte es nicht geben,. Vor allen dann nicht, wenn es zu Mord unter seinen Kindern kam. L├╝hr war eine von ihnen.
Er sch├Ątze sie, weil sie schnell und produktiv war. Aber er verachtete sie, weil sie keine Achtung kannte.
Ihr Job als Schattenwesen war es, die dunklen Seelen in die ungeboren K├Ârper der Menschen zu bringen, und daf├╝r sollten die Menschen ob ihrer Funktion geachtet werden, wenn nicht sogar geliebt.
Er liebte sie, sie waren sein Lebensinhalt. In Ihnen lag die Gabe der Geburt und des Lebens. Ihre ungeborenen K├Ârper waren ungeschliffene Diamanten. Und mit den Seelen, die ihnen die Schattenwesen...und auch die Lichtwesen brachten, bekamen sie Schliff.
Lutz dr├╝ckte den Knopf der Gegensprechanlage auf seinen Schreibtisch und lie├č seine Chefsekret├Ąrin zu sich kommen.
Die Frau, die man in der Welt der Menschen als Mitte f├╝nfzig sch├Ątzen k├Ânnte, betrat ohne zu klopfen den gro├čen Raum. Die mit edlen Holz verkleideten W├Ąnde verschluckten das Echo ihrer Schritte.
Sie hatte graues Haar, das sie zu einem ordentlichen Dutt zusammen gebunden hatte.
„ Ja?“ fragte sie.
Lutz kratzte sich hinterm Ohr. Er machte ein Nachdenkliches Gesicht.
„Wir brauchen jemanden, der sich um Maric Taves k├╝mmert. Es gibt da Probleme.“
Sie notierte es und nickte.
„ Es macht mich wirklich sehr traurig“ sagte Lutz und schaute aus dem Fenster, das einen wundervollen Blick auf ein wabernd Meer kreischender, verzerrter Gesichter unheiliger Seelen freigab, die nur darauf wartete, von einem F├Ąnger gefangen und dann in eine Flasche gef├╝llt zu werden. Bereit, ein neues Leben zu beginnen.
„ Es macht mich sehr traurig,“ wiederholte er. „ Vater sein ist ein undankbarer Job.“

***

Kavie nahm Maric mit zu sich nach Hause. Sie wu├čte, das es zu gef├Ąhrlich f├╝r ihn war, wenn er zu sich gehen w├╝rde. Obschon es auch nicht gut w├Ąhre, wenn man ihn bei ihr erwischte. Aber dar├╝ber konnte sie sich Sorgen machen, wenn es soweit war.
Sie stand im Wohnraum, der gleichzeitig K├╝che und Schlafzimmer war, und ging in Gedanken all ihr Schubf├Ącher und Kramkisten durch.
Vor vielen Jahrzehnten, als sie diesen Job bekam, gab ihr die Chefin ein Artefakt, das jedes Lichtwesen eigentlich bei sich tragen mu├čte. Es baute einen Schutzwall aus Positiver Energie um den Tr├Ąger auf, um es vor den Schattenwesen zu sch├╝tzen.
Aber seit sehr, sehr langer Zeit hatte es keine ├ťbergriffe mehr gegeben, und nach und nach legten die Lichtwesen die Artefakte ab, weil sie trotz des Schutzes ein jedes Wesen als solches auswiesen.
Die Erfahrung zeigte, das man sicherer ohne war, da man unerkannt blieb.
Doch jetzt machte das keinen Sinn mehr. Sie war erkannt, er au├čerdem auch, und sie brauchten Schutz.
Maric hatte sich ersch├Âpft und m├╝de auf das Sofa gesetzt und beobachtete sie.
Wieso tat er das alles?
Er hatte ein schier endloses Leben weggeworfen, hatte seinen guten Ruf ruiniert und seine Kollegen und Kolleginnen verraten.
Was noch schlimmer war. Er hatte seinen Bo├č verraten. L├╝hrs Vergehen w├╝rde nicht unbemerkt bleiben. Sicherlich waren sie schon auf der Suche nach ihm....und nach ihr.
Er ├Ąrgerte sich, das er sie nicht get├Âtet hatte, als er sie das erste mal sah.
Aber sie war doch so witzig, wie sie schimpfte und mit den F├╝├čen stampfte.
Er h├Ątte sich nie verlieben d├╝rfen. In ein Lichtwesen.
Gott steh mir bei, dachte er zusammenhangslos und lachte heiser ├╝ber diesen Gedanken.

***

Der J├Ąger, der hinter Maric hergeschickt wurde, war routiniert und wu├čte was er zu tun hatte. Er hatte sich schon auf den Weg zur Wohnung seines Zieles gemacht, aber das Schattenwesen, dessen Name Maric war, hatte seine Zuflucht verlassen.
Sicher doch, es war nicht anders zu erwarten gewesen.
Leider hatte der Chef ihn nicht vollends aufkl├Ąren wollen. Er wu├čte nur, es gab Probleme und der Chef wollte das Schattenwesen. Lebend.
Was er dann mit ihm tat, dar├╝ber wollte der J├Ąger nicht einmal nachdenken. Aber er wu├čte um die Zuneigung des Chefs zu den Schattenwesen, die er seine Kinder nannte. Und er konnte schlecht, sehr schlecht eine Entt├Ąuschung wegstecken. Da war er wohl wie jeder Vater.
Der J├Ąger schlo├č die T├╝r von Marics Wohnung hinter sich und der laue, warme Wind zauberte ein L├Ącheln auf das markante Gesicht des Mannes.
Eine Frau mit einem Kind an der Hand lief an ihm vorbei, und das Kind drehte sich mit angstvollen Augen zu ihm um. Es dr├╝ckte die Hand seiner Mutter und tapste schneller.
H├Ątte der J├Ąger die Aura des Kindes erkannte, so w├Ąre sie Grau gewesen. Doch die Auren der Menschen waren f├╝r ihn nicht sichtbar.
Er war nur ein niedriges Wesen, das seine Pflicht zu erf├╝llen hatte. Die sch├Âne Welt der Auren war nur den Kindern des Chef vorbehalten.
Der J├Ąger streckte seine Nase in die Luft und nahm die Witterung auf. Der Geruch des Wesens, den er ├╝berall in dessen Wohnung wahrgenommen hatte, lag wie ein Schleier ├╝ber den Stra├čen dieser Stadt. Er brauchte ihn nur zu folgen.

***

Kavie fand, wonach sie sucht. Triumphierend hielt sie die Kette mit dem zylinderf├Ârmigen Anh├Ąnger in den H├Ąnden. Sie strahlte ├╝ber das ganze Gesicht und Maric wurde warm bei dem Anblick.
„ Du wei├čt, ich kann es nicht tragen,“ bemerkte er. Kavie krabbelte zu ihm aufs Sofa und lehnte sich an ihn. Die Kette lag auf dem Tisch vor ihnen.
„ Das brauchst du nicht,“ sagte sie und fuhr mit der Hand unter sein Hemd. Sie strich ├╝ber seinen Bauch und eine Regung seinerseits blieb von Ihr nicht unbemerkt.
„ Ich werde es tragen und nicht von deiner Seite weichen.“
Seine Arme legten sich um sie und sie sp├╝rte einen Ku├č auf ihrem Haar. Ihre Hand auf seinen Bauch brachte ihn fast um den Verstand.
„ Liebe macht bl├Âd wie Brot,“ stellte er tonlos fest und sie lachte, bis ihr Tr├Ąnen ├╝ber die Wangen liefen.
Ihr Lachen drang hell und klar bis auf die Stra├če, wo Menschen verz├╝ckt nach oben schauten.
Ihre Auren tanzten hell und lachten mit, als Maric und Kavie begannen, sich ihrer Kleidung zu entledigen, um sich atemlos zu lieben.


Sie lagen zusammen gekuschelt auf dem Sofa, nur mit ihrer Haut und ihrer Liebe zugedeckt, als Kavies E-Mail Alert ├╝bers Handy piepste. M├╝de erhob sie sich und Maric folge jeder ihrer Bewegungen mit den Augen. Kavie setzte sich an den Schreibtisch und ├Âffnete ihre Mailbox.
Dort stand

Sehr geehrte Au├čendienst Mitarbeiterin Kaverie.

Mit erstaunen mu├čten wir die R├╝ckkehr einer Seele aus ihrem Bestand feststellen.
Da uns auch seid geraumer Zeit weitere Unregelm├Ą├čigkeiten aufgefallen sind, m├Âchten wir sie auf unsere Beratungsstelle f├╝r Mitarbeiter im Au├čendienst hinweisen.
Sollten Sie Unmut versp├╝ren, oder Probleme jeglicher Art haben, scheuen sie sich nicht, uns davon in Kenntnis zu setzten.

Unsere Mitarbeiter stehen ihnen jederzeit mit Rat und Tat zur Verf├╝gung und helfen ihnen gerne weiter.

Mit freundlichen Gr├╝├čen

Ihr HSS ( Human Soul Saver ) Team.


Kavie zog die Augenbrauen hoch und lachte heiser.


***

Die Au├čendienststelle warteten vier Stunden. Nachdem Kaverie nicht auf die Mail geantwortet hatte, schickten sie einen Ihrer Leute, um nach dem Rechten zu sehen.
Sie war jung und unerfahren, aber irgendwann mu├čte sie ja ihre Erfahrungen sammeln. Ihr Name war Legna, und sie la├č kurz vor ihrer Ankunft, ihrer ersten Ankunft auf der Welt der Menschen, noch alles, was es ├╝ber diese fremde, geheimnisvolle Welt in Erfahrung zu bringen gab.
Am meisten erschreckte sie die Ausf├╝hrungen „ Regeln und Verhaltensweisen im Menschlichem Verkehrs Systems.“
Sie wollte nicht `├ťberfahren ` oder Opfer eines `Unfalls ` werden.
Zu diesem Zweck sagte sie immer wider den Satz „ bei rot bleib stehen, bei gr├╝n kannst gehen“ wie ein Gebet auf.
Doch nach ihrem ersten Schritt durch eines der vielen Tore, die die Welten miteinander verbanden, kam ihr alles, was sie gelernt hatte, wie ein Witz vor.
Man, war das ein Trubel hier. Unglaubliche viele Menschen tummelten sich auf dem Platz, wo ein Springbrunnen stand, indem die Menschen ihre Zahlungsmittel schmissen. Sie vermutete, das diese Abgelaufen waren.
Nun, wenn man bedachte wie viele Seelen ja auch Tag f├╝r Tag in der Zentrale landeten, dann h├Ątte sie eigentlich ├╝berrascht sein d├╝rfen. Aber um diese Menge zu wissen, und sie dann zu sehen, war ein gro├čer Unterschied.
Allein die vielen bunten Auren waren schwer von ihrem Verstand zu fassen.
Verwirrt suchte sie nach Orientierung.
Ein kleiner Mensch mit Glas vor den Augen und einem Fahrger├Ąt mit drei R├Ądern grinste sie fr├Âhlich an.
Sie grinste zur├╝ck und in dem Moment war ihr eines ganz deutlich, wie nie zuvor in ihrem jungen, nicht mal 780 Menschenjahre andauerndem Leben.
Dieser Ort war das Wunder, auf das die Menschen ihr Leben lang warteten.

Sie schaute immer noch grinsend nach links, dann nach rechts und fand, wonach sie gesucht hatte. Eine `Ampel`.
Sie forderte durch Farben die Menschen dazu auf, zu gehen oder zu stehen. Vor Selbstbewu├čtsein trotzend erinnerte sie sich, an ihr stilles Gebet.
Wie sich all die Menschen das merken k├Ânnen, dachte sie bei sich, und stellte sich stolz zu der Ampel an den Stra├čenrand. Vermutlich st├Ąnde sie noch Stunden sp├Ąter breit grinsend dort, wenn nicht irgend ein Passant, der ├╝ber die Stra├če wollte, den Knopf an der Ampel gedr├╝ckt h├Ątte.

***
Der J├Ąger hatte seine Spur nun ganz deutlich aufgenommen. Seine, und noch eine andere. Die andere kannte er zu gut. Er roch sie schon unz├Ąhlige Male in seinem Dasein, und wieder und wieder geno├č er, diesen Gestank aus der Welt der Sterblichen zu Tilgen.
Es gab nichts befriedigenderes als diese beschissenen Lichtwesen dahin zu schicken, woher sie gekommen waren. Allerdings verstand er nicht, wieso die Ger├╝che sich an bestimmten Punkten vermengten.
Sollte das Undenkbare geschehen sein?
Und wenn dem so w├Ąre, dachte er sich, dann w├╝rde er eine hohe Belohnung erhalten. Nicht eine, die sein Herr ihm geben w├╝rde, sondern eine, die er sich selbst verschaffen w├╝rde.
Der Tot eines Lichtwesens geilte ihn mehr auf als Pestilens und Krieg.
Pl├Âtzlich versp├╝rte er etwas, das er schon verstorben glaubte.
Freude,
bittere, kalte Freude.

Er passierte eine Stelle, die besonders intensiv war. Zuerst konnte er nichts damit anfangen, doch wagte er sich in ihren Mittelpunkt. Ein kalter Hauch lag hier an diesem Ort in der Luft. Der J├Ąger sog den Atem ein und schmeckte die Luft. Das erste, was er schmeckte war Angst, dann Mut und Tod. Doch da war noch etwas.
Er schmeckte das Lichtwesen und das Schattenwesen, n├Ąher, als sie sich je waren.
Er schmeckte Leidenschaft.
Noch Schlimmer, er schmeckte Liebe.
Wie ein bitter s├╝├čer Saft legte sie sich auf seine Zunge und drohte ihn zu vergiften. Er erschauderte und eine G├Ąnsehaut ├╝berzog seine uralte, von Narben ├╝berzogene Haut.
Unbehagen breitet sich in seinen Venen aus und durchzog seinen K├Ârper.
Liebe war stark, das wu├čte er, und deswegen f├╝rchtete er sie.
Er ballte die H├Ąnde zu F├Ąusten und folgte der Witterung, Sein kaltes Herz flehte ihn an, immer wachsam zu sein. Das das Schwert Namens Liebe in nicht zu durchsto├čen m├Âge.
Er schritt in der Witterung wie auf einer Stra├če. Hindernisse gab es nicht auf seinem Weg, schlie├člich konnten die Wesen ja auch nicht durch die W├Ąnde der H├Ąuser gehen. Sie waren hier den gleichen Physikalischen Gesetzen untergeordnet, wie die Menschen auch.
Diese Welt hatte sie sterblich und schwach gemacht.
Sicher, sie besa├čen noch die Gabe des Ewigen Lebens und der Jugend. Und sie hatten das Sehen, um das er sie aber nicht beneidete. Er konnte sich gar nicht vorstellen wie wirr es sein mu├čte, st├Ąndig die Auren der Menschen zu sehen und zu sp├╝ren. Ihr sinnloses Geplapper zu h├Âren, reichte ihm v├Âllig aus, um zu wissen, was f├╝r eine minderwertige Rasse sie doch waren. Er konnte den Aufwand, der um diese Vehikel der Seelen gemacht wurde, gar nicht nachvollziehen. In seinen Augen waren und blieben sie f├╝r immer Vieh.

***

Legna fragte sich durch die Stadt nach der Adresse, die Ihr die HSS gegeben hatte. Sie geno├č jede noch so knappe Antwort der Menschen. Ihre Stimmen faszinierte sie. Manchmal ertappte sie sich dabei, wie sie in belangloses Bla, bla, bla abschweifte, ehe sie sich wieder daran erinnerte, was sie hier wollte. Es dauerte gar nicht mal allzu lange, bis sie vor den Apartments stand, von denen eines Kavie bewohnte. Ehrf├╝rchtig wanderte ihr Blick an der Hauswand entlang bis nach ganz oben. Sie konnte Kavies Fenster ausmachen. Sie waren mit leuchtend wei├čen Gardinen behangen und sie sah Blumen im Fenster. Legna machte hopp, hopp. Als ihr bewu├čt wurde, was sie tat, lachte sie herzhaft, aber mit hochrotem Kopf.
Eine junge Frau, die aus einem der Fenster schaute legte die Stirn in Falten und schmunzelte. „Ich nehm die Treppe!“, rief Legna ihr zu und ging zum Hauseingang.
Als sie oben angekommen war, rang sie nach Atem. Kavie wohnte im achtem Stockwerk.
Legna mochte wenig Erfahrung haben, und vielleicht geh├Ârte sie auch nicht zu den Schlauesten., aber als sich in der Wand neben der Treppe eine kleine, eiserne Kabine ├Âffnete und eine Frau, beladen mit schweren Taschen daraus entstieg, wu├čte sie, was es bedeutete und ├Ąrgerte sich.

***

Legna hatte sich die M├╝he, die Treppen hinauf zu steigen, vergebens gemacht. Kavie war schon auf dem Weg, eine Seele auszuliefern. Sie wollte auf gar keinen Fall mehr auffallen, als es n├Âtig war. Die Mail bewies, das sie sie im Auge hatten, und das konnte sie gar nicht gebrauchen. Die Seele, die sie verloren hatte, war nicht das Problem, da konnte sie sich raus quatschen. Wie sie sich aus einer Aff├Ąre mit einem Schattenwesen raus reden sollte, das wu├čte sie wirklich nicht. Und wenn Maric und sie entdeckt wurden, konnte sie sich auf einiges gefa├čt machen.
Gedanklich ging sie ein paar Ausreden durch.
`Ach, er ist ein Schattenwesen, das ist mir gar nicht aufgefallen. All die Monate.
Oder
`Wie, ich darf keine Beziehung zu einem Schattenwesen haben? Wir haben doch verh├╝tet!!
Und auch..
`Der Typ da ist der Postbote.
Sie l├Ąchelte und versuchte sich das Gesicht von Ihrem Bo├č vorzustellen.
Sicher, ihr Bo├č war G├╝te und Liebe und so weiter.
Aber vor allen pochte sie auf Regeln und Gebote.
Die Menschen hatten ihre zehn, an die sich kein Schwein hielt, und die Lichtwesen hatten ihre eigenen.
Und wer sich nicht daran hielt, konnte sich auf Lebensl├Ąnglich „ Himmelarrest“ gefa├čt machen. Sie w├╝rde Maric nie wieder sehen.
Und sie war doch das erste mal in Ihrem Leben als Lichtwesen verliebt.
Sicher, als sie noch ein Mensch war, liebte sie. Aber es war lange her. Verdammt lange.
Kavie war fast am Ziel. Die junge Frau, fast noch ein Kind, kam gerade aus der Praxis eines Gyn├Ąkologen.
Fassungslos starrte sie auf das erste Ultraschallbild in ihrer Hand und ├╝berlegte bestimmt, wie sie es ihren Eltern beibringen sollte.
Kavie hatte keine M├╝he mit der Seele. Das M├Ądchen war mit ihren Gedanken bei ein paar Ausreden, die sie ihren Eltern aufzutischen gedachte.
Als Kavie die Seele geliefert hatte, hellte sich die Miene des M├Ądchens auf und sie strich sich mit der Hand ├╝ber den Bauch.
Kavie f├╝hlte sich gut und verliebt.

***

Legna klopfte und wartete.
„ Ja?“
Diese Stimme konnte unm├Âglich von einem weibliches Lichtwesen kommen. Legna sah noch einmal auf den Zettel mit der Adresse und stellte fest, das sie hier richtig war.
„ WAS?!“ br├╝llte die Stimme zornig aus der Wohnung.
„ Ich suche Kaverie.“
Die T├╝r ├Âffnete sich. Sie hatte mit allem gerechnet, mit jedem. Aber als das Schattenwesen, nur in Jeans und Socken bekleidet im T├╝rrahmen stand und sie mit funkelnden blauen Augen ansah, blieb ihr echt die Spucke weg.
„ Wieso? Wer? Wo?.....“stotterte sie.
„ Lange Geschichte, Maric, Seele ausliefern....“
beantwortete Maric trocken die Frage in der Reihe, wie sie gestellt wurden.
„ Am besten Du kommst rein,“ sagte er, und trat einen Schritt beiseite, damit Legna an ihn vorbei gehen konnte.


Kavie kam eine drei viertel Stunde sp├Ąter nach Hause und als sie in den Wohnraum trat, lie├č sie vor Schreck die T├╝ten mit den Eink├Ąufen aus dem Discounter fallen.
Legna erhob sich von dem Stuhl und sah Kavie mit ernsten Augen an.
„ Wir m├╝ssen reden,“ sagte sie.
Kavie sah das genau so.

***

Der J├Ąger hatte sie gefunden. Er konnte ihre Energien riechen, sie f├╝hlen. Sie krochen unter seine Haus wie Maden. Wollten sie von seinem Muskelfleisch l├Âsen und ihn sch├Ąlen.
Er war nerv├Âs. Die Dinge hatten sich ge├Ąndert. Und das nicht zu seinem Vorteil. Nicht nur, das das Schattenwesen an negativer Energie verlor, was er prinzipiell als Bedrohung entfand, es hatte sich noch eine weite positive Energie zu ihnen gesellt. Eine starke, wenn auch verunsicherte. Er f├╝hlte ihre Angst.
Er sah an der Hauswand des Apartmenthauses hinauf, so, wie Legna es keine Stunde vor ihm gemacht hatte.
Nur, das er ganz sicher nicht das Bed├╝rfnis hatte, dort hoch zu fliegen.
Die innere Stimme, die fortw├Ąhrend zu ihm sprach, warnte ihn abermals, wachsam zu sein.
Er kniff die Augen zusammen und forderte sie auf, still zu sein.
Der J├Ąger ├Âffnete den Hauseingang.......und ging zum Fahrstuhl.

***

Kavie durchfuhr ein stechender Schmerz, ausgehend von der Stelle, an der das Artefakt ihre Haut ber├╝hrte, bis zu Ihren Schulterbl├Ąttern. Sie schrie und Maric sprintete zu ihr. Die Stelle der Bluse, unter der das Artefakt lag, begann zu schwelen. Maric packte sie , ri├č die Bluse auf und packte das gl├╝hende Ding. Sofort versenkte es seine Haut in der Handinnenfl├Ąche. Erschrocken zog er sie zur├╝ck. Eine Blase hatte sich gebildet.
Legna, die versuchte zu telefonieren, h├Ârte die Schreie und donnerte den H├Ârer auf den Apparat.
Innerhalb von Sekunden war sie bei ihr und f├╝hrte ihre H├Ąnde unter die Kette am Hals. Sie stie├č ihre H├Ąnde auseinander und die Kette ri├č. Das Artefakt lag glimmend am Boden und brannte L├Âcher in den Teppich.
„ Schei├če“, fluchte Legna, „ Wir sind nicht mehr allein.“
Maric sah sie fragend an: „ Ein J├Ąger?“
Legna nickte.
„ Was ist ein J├Ąger?“ Kavie war verwirrt und der Schmerz auf ihrem Dekollet├ę trieb sie an den Rand des Wahnsinns.
„ Frag nicht,“ zischte Legna und nach einem Blick auf Kavies zerrissener Bluse. „ Zieh dich an und verliere keine Zeit dabei.“ Sie warf einen Blick auf Maric, in dessen Augen sie lesen konnte, das er um die Gefahr wu├čte.
Er nickte.
„ Ich versuche ihn aufzuhalten. Verschwindet, aber schnell.“ sagte er.
Kavies Augen weiteten sich: „ Was?! Das kommt gar nicht in Frage, wir gehen alle, oder keiner!“
Maric legte seine Arme um ihre Taille und zog sie dicht an sich. Sie zitterte und ihre Augen nahmen fast ihr ganzes Gesicht ein. Ihre Lippen bebten und waren trocken.
„ Der J├Ąger ist hinter mir her,“ begann er zu erkl├Ąren, „ Ich habe eine meiner Schwestern get├Âtet. Habe sie ausgel├Âscht, als sie dich erkannte. Es ist mein Fehler, alles h├Ątte nie passieren k├Ânnen. Wei├čt du, was im Gesetz der Schatten steht, wie man sich zu verhalten hat, wenn man ein Lichtwesen erkennt?“
Sie sch├╝ttelte den Kopf in Zeitlupe.
„ T├Âte es!“ pre├čte er zwischen seinen Z├Ąhnen hervor.
Eine Tr├Ąne schwoll an ihrem Wimpernkranz und l├Âste sich.
Legna packte sie und zerrte sie aus seinen Armen.
„ Keine Zeit f├╝r so was. Hey Schattenwesen! Benutze das Artefakt!“ rief sie ihm zu und legte eine Jacke ├╝ber Kavies blo├čen Schultern.
„ Ach und noch was....“ Legna suchte nach den richtigen Worten f├╝r das dunkle Wesen, das sich so sehr von den anderen unterschied, fand aber keine.
„ Viel Gl├╝ck,“ w├╝nschte sie ihm schlie├člich und schleifte Kavie zur T├╝r.

***

Der J├Ąger f├╝hlte die hellen Pr├Ąsentsen als kribbelndes Feuer in seinem Kopf, als der Fahrstuhl zum stillstand kam. Sie waren nahe, sehr nahe.
Die Stimme in seinem Innern kreischte und zeterte, doch er ignorierte sie. In ihm brannte Mordlust und Blutgier.
Die T├╝ren schoben sich zur Seite und fast h├Ątte er geschrien vor ├ťberraschung. Die Lichterwesen standen direkt vor ihm.

***

Legna legte gerade einen Finger auf dem Knopf am Fahrstuhl, als dieser sich ├Âffnete.
Sie tat einen Schritt in seine Richtung und erstarrte.
Ein erstickter Laut drang aus ihrer Kehle, doch sie bemerkte es kaum.
Es war zu sp├Ąt, zu sp├Ąt.
Die kalte, dunkle Macht ergo├č sich wie ein Platzregen ├╝ber sie.
Sie stolperte zur├╝ck, immer noch Kavie am Arm haltend und zog sie mit sich.
Der J├Ąger schritt aus der Kabine des Fahrstuhls und folgte sie mit seinen Blicken.
Wow, der Terminator, dachte Kavie zusammenhangslos.
Legna drehte sich auf dem Absatz um und rannte auf das Treppenhaus zu. Kavie kam ihr wie ein Sack mit nasser Kleidung vor, schwer und unhandlich.
Sie schwang sie nach hinten, sammelte alle Kraft die sie hatte und schleuderte Kavie wie ein Diskuswerfer nach vorn auf die Treppe.
Kavie sah die Stufen auf sich zukommen und ruderte, nach Halt suchend, mit den Armen.
Vergebens.....der Boden unter ihr fiel ab, ihre Schuhe verloren den Kontakt und sie st├╝rzte.

***

Der J├Ąger war ├╝berrascht, als er das Vorhaben des Lichtwesens durchschaute Zwar versuchte er sie zu packen, als er sie vor sich stehen sah, doch sie war schneller und zog sich zur├╝ck wie ein Wiesel.
Als er aus der Kabine kam, sah er verwundert, wie das st├Ąrkere Lichtwesen das andere die Treppe hinunter warf.
Nun rannte das Lichtwesen zu einer Wohnungst├╝r.
Der J├Ąger ging zwei Schritte zur Treppe, blieb stehen und schaute zur├╝ck.
Die Stimme erinnerte ihn. Sein prim├Ąres Ziel war das Schattenwesen , welches f├╝r seinen Verrat zu b├╝├čen hatte, nicht das Lichtwesen, das er von oben auf den Stufen liegen sah.
Er konzentrierte seine Sinne und sp├╝rte die Energie des Schattens. Sie drang durch die T├╝r, durch die das starke Lichtwesen gerade verschwunden war.

***

Maric hatte ein Handtuch um seine Hand gewickelt und versuchte das Artefakt damit zu greifen. Definitiv kein leichtes Unterfangen. Immer wieder rutschte das hei├če Ding von der Frotteschlaufe, die er sich gebastelt hatte, ab.
„ Gott verfluchte, bepisste Schei....“ fluchte er vor sich hin, als die T├╝r zum Apartment aufgesto├čen wurde.
Maric schnellte in die H├Âhe und baute sich mit geballten F├Ąusten auf.
Was hab ich hier eigentlich vor?
L├Ącherlich, zu glauben ich h├Ątte eine Chance.
Renn lieber, bevor es zu sp├Ąt ist!!
Guter Gedanke!
Doch er blieb stehen.

Legna stolperte in den Wohnraum und gestikulierte heftig mit den Armen.
„ Da! Er kommt. Wir konnten nicht weg.!!“
Um Maric wurde die Welt dunkel.
Kavie war nicht bei ihr!!!
Unb├Ąndige Verzweiflung, die er niemals entfinden zu k├Ânnen erwartet hatte, schlo├č sie wie Stahlklammern um sein Herz.
„ WO!?“ br├╝llte er und packte Legna am Kragen ihres Pullovers und zog ihn wie eine Schlinge zusammen.
Sie schnappte nach Luft
„ In....Sicher.....heit....LUFT!“
Maric lockerte seinen Griff. Sie japste.
„ Na? Was ist nun?“ fragte er und sch├╝ttelte sie. Ihr Kopf flog hin und her wie ein Luftballon an einer kurzen Schnurr.. Er war kr├Ąftig und hatte alle Hemmungen verloren. Legnas Dasein bedeutete ihm gar nichts. Er w├╝rde sie jederzeit t├Âten wenn er seine und Kavies Lage als hoffnungslos entfinden w├╝rde.
Legna stie├č sich mit aller Kraft von ihm ab und plumpste rittlings auf den Boden.
„ Sie liegt im Treppenhaus,“ keuchte sie und rieb sich den Hals, an den sich schon rote Striemen bildeten.
Maric stieg ├╝ber sie hinweg.

***

Kavie rappelte sich hoch und ein ziehender Schmerz krabbelte ihre Wirbels├Ąule hoch. Sie st├Âhnte. Senkte den Oberk├Ârper und st├╝tze sich dabei auf ihre Knie.
Nachdem sie das Gef├╝hl hatte, der Schmerz w├╝rde nachlassen richtete sie sich langsam und mit verzerrtem Gesicht wieder auf. Ihre Stirn pochte dumpf. Aus einer lange Platzwunde flo├č Blut in Ihr Auge. Sie blinzelte, um nicht alles in rot zu sehen.
Sie war desorientiert und dr├╝ckte sich die Handballen auf die Augen, um den Kopf wieder klar zu kriegen. Die Verbrennungen auf ihrem Dekollet├ę machten die Sache nicht gerade einfach. Ihre Gedanken kreisten, und immer wieder wollte der Schwindel sie ├╝bermannen.
„ Nein!“ rief sie sich selbst zur Ordnung. „ Sei stark und standhaft.“
Sie zwang ihren geschundenen K├Ârper die Stufen hinauf.
Immer mit einer Hand tastend an der Wand lang.
Sie erklomm die letzte Stufe und f├╝hlte sich wie Reinhold Messmer nach der Ersteigung des Mount Everest.
Oh Gott, dachte sie, ich kann nicht mehr.
Sie konzentrierte sich verbissen auf ihre T├╝r und setzte sich schwankend in Bewegung.

***

Maric hatte die T├╝r noch nicht erreicht, als sie sich erst nach innen bog, sich dann zu dehnen schien und schlie├člich aus den Angeln platzte.
Sie flog mit einem Zischen an ihm vorbei und spaltet den Wohnzimmertisch.
Legna, immer noch am Boden liegend, kreischte und zog die Knie an die Brust, um nicht getroffen zu werden.
Durch aufgewirbeltem Holzstaub betrat der J├Ąger ohne Hast Kavaries Wohnung.
„ Dein Daddy hat Sehnsucht nach dir, du kleiner Judas.“ Seine Stimme war rauh und ohne jedes Gef├╝hl.
Maric grinste und senkte seinen Kopf wie ein Wolf, der kurz vor einem Angriff steht. Seine blauen Augen durchbrachen jede Schwelle seiner Heimat, rissen alle Mauern ein und befreiten sich aus dem Sumpf, indem er zu ertrinken drohte.
„ Ich hab aber gar kein Heimweh,“ fl├╝sterte er und sprang.

***

Nie zuvor hatte der J├Ąger solchen Widerstand gesp├╝rt, nie zuvor so eine Kraft. Diese kleine Schlange sollte sich winden, und nicht bei├čen.
Aber er griff an, er griff tats├Ąchlich an.
Ohne das der J├Ąger die Zeit gehabt h├Ątte zu reagieren, schleuderte sich das Schattenwesen mit aller Kraft gegen ihn.
Der J├Ąger taumelte r├╝ckw├Ąrts und prallte gegen die Wand hinter ihm. Mit vor Verwunderung ge├Âffnetem Mund verfolgte der J├Ąger, wie Maric, ohne den Bruchteil einer Sekunde zu z├Âgern, ausholte, um ihn zu schlagen. Ihn zu schlagen, verdammt noch mal!! Er faste es nicht.

***

Legna war in den Flur gekrabbelt und sah Maric ├╝ber den gest├╝rzten J├Ąger stehen. Er holte aus und schlug mit einer Gewalt zu, die sie nie f├╝r M├Âglich gehalten h├Ątte. Sie konnte den Aufschlag unter ihren H├Ąnden und Knien f├╝hlen.
Dann den n├Ąchsten, und den n├Ąchsten Schlag. Jeder Hieb ersch├╝tterte den Boden.
Der Kopf des J├Ągers best├Ątigte die Aussage von Ursache und Wirkung und wurde von einer Seite auf die Andere Geschleudert.
„NEIN!!“ br├╝llte Maric bei jedem Schlag.

***

Kavie h├Ârte Maric br├╝llen und es schn├╝rte ihr die Kehle zu.
„ Maric, oh nein, nein,“ dachte sie. Sie schaffte es, ihre Beine ihren Willen zu unterwerfen, damit sie schneller liefen.
Sie wankte um die Ecke und rief seinen Namen.

***

Der J├Ąger wu├čte nicht wieso, aber dieser stinkende Sack Schei├če h├Ârte auf ihn zu schlagen und schaute den Flur runter.
Der J├Ąger nutze die Gelegenheit und trat ihn mit aller Wucht in den Bauch. Maric flog zur├╝ck und knallte gegen das, was mal ein T├╝rrahmen war, bevor der J├Ąger die T├╝r daraus sprengte. Er sackte zusammen und flehte in Gedanken seinen Geist an, wach zu bleiben.
Die Nebel in seinem Kopf zu vertreiben.
Der J├Ąger rappelte sich auf. Tr├Ąnen standen in seinen Augen. Nein, nicht wegen des Schmerzes, der seine Lippen und sein Gesicht taub machte. Auch nicht wegen des Blutes, das aus deiner Wange ron.
Sondern wegen seines Stolzes.
Der Stolz, der die kleine Stimme in ihm immer zum Schweigen brachte.
Nie war er so grundlegend verletzt worden.
Nie so ersch├╝ttert in seinen Grundfesten.

Er betrachtete das Wesen und seine Augen f├Ąrbten sich von dem Blut der Jahrhunderte schwarz.
Er war der J├Ąger, und er w├╝rde nicht zur Beute werden.
Er sah das andere Lichterwesen nicht, das blutend im Flur stand und mit seinen H├Ąnden Energien sammelte, indem sie ihre H├Ąnde wie eine Schale hielt.
Maric sah sie aber, und ein Grinsen breitet sich auf seinem Gesicht aus.
Der J├Ąger war irritiert.
Angst suchte sich einen Platz in seinem Herzen.


Als Legna sah, was Kavie vorhatte, sprang sie auf und schmi├č sich durch die T├╝r. Sie rollte sich geschickt ab und baute sich in gleicher Position wie Kavie einige Schritte neben dem J├Ąger auf.
Ihre Kraft war um einiges m├Ąchtiger, als die von Kavie, und so versuchte sie, ihre Energien wohl zu dosieren. Lichtfluten brachen durch die W├Ąnde.
Der J├Ąger achtet nicht auf sie.
Sein ganzer Zorn galt dem Schattenwesen. Er beugte sich zu ihm und Maric roch seinen Atem.

Jetzt, dachte Kavie

„JETZT!“ schrie Legna ihr zu und entlie├č das Licht, geb├╝ndelte Energie aus purem Leben, Liebe und Glaube, geliehen aus den Seelen der Menschen, dessen Macht st├Ąrker war, als das Dasein selbst.

Kavie lie├č die Kraft aus ihren H├Ąnden entweichen und wie ein Gescho├č ging es seine Bahn.
Sie verfehlte ihr Ziel diesmal nicht.
Die Energien der beiden vereinigten sich st├╝rzten in den Nacken des J├Ągers.
Es brannte sich durch seine Haut und entz├╝ndete ein Feuer in ihm. Er warf den Kopf in den Nacken und seine Stimme schwoll zu einem Chor aus Wut, Schmerz und Angst an.
Er wirbelte herum, drehte sich und br├╝llte, w├Ąhrend sein Rumpf aufbrach und Feuer aus seinen Eingeweiden an seinem Hals leckte.
Feuer und Licht brach aus seinen Armen und Beinen.
Es leckte ├╝ber sein Gesicht und die Hitze warf Blasen auf seine Haut.
Sich wie wild drehen und kreischend bohrte er seine Finger in seine Augen als wollte er sich an sein Hirn krallen.
Er b├Ąumte sich, wand sich in dem gl├╝hendem Unverm├Âgen seinem Schmerz Einhalt zu gebieten.
Die Erkenntnis zerschnitt den d├╝nnen Faden, der ihn an sich selbst hielt.
Diese Welt hatte ihn verletzlich und schwach gemacht.

Maric konnte mit stummen Entsetzten sehen, wie er sein Gesicht aufri├č und das brodelnde Fleisch in Lappen von seinen Wangen zog.
Sein K├Ârper stieg wirbelnd auf, um dann an der Decke des Flurs zu ruhen.
Er krallte sich an der Decke, und sein Schreine war nunmehr ein Wimmern.
Dann wurde Maric von Legna gepackt und in die Wohnung gezerrt.
„ Hey...ich will das sehn,“ protestierte er unbewu├čt.
Kavie kam direkt hinter ihnen in die Wohnung. Sie kauerte sich zusammen mit Legna und Maric in eine Ecke und presste sich die H├Ąnde vor die Ohren. Legna tat das selbe.
Maric stutze.
Aber es dauerte nicht lange, bis er verstand.
Aus dem Flur war ein donnernder Knall zu h├Âren, der das Geb├Ąude ersch├╝tterte.
Der Boden wankte. Gl├Ąser fielen aus den Regalen und Bilder von den W├Ąnden.
Ein Sturm aus glei├čendem Licht jagte durch die T├╝r und zog in seinem Schatten die St├╝hle, Reste des Tisches und die T├╝r mit sich.
Er bohrte sich durch die Hauswand und Kavie hatte jetzt einen wundervollen Ausblick auf den hinter dem Haus liegendem Busbahnhof.
Die T├╝r h├Ârte er Sekunden Sp├Ąter auf der Stra├če aufschlagen.
Dann war es still.
Bis auf das klingeln in seinen Ohren h├Ârte er nichts mehr.
Maric suchte nach Kavies Hand und k├╝├čte sie.



Lutz war nicht begeistert von den Ereignissen. Man mu├čte wohl sagen, das er entt├Ąuscht war.
Er dr├╝ckte den Knopf auf der Gegensprechanlage.
„ Streichen sie Maric von der Lieferliste,“ sagte er knapp.
„ M├Âchten Sie noch weitere Ma├čnahmen ergreifen?“ fragte die Stimme am andern Ende.
Lutz ├╝berlegte.
Dann lachte er.
„ Nein, lassen wir es gut sein. Ich hab ja nun nicht unbegrenzt Personal.“
Er dachte noch einen Moment nach.
„ Gehen Sie doch mal die Liste der Neuzug├Ąnge durch, ich brache einen neuen Mitarbeiter f├╝r den Bezirk.“
Dann lie├č er sich auf seinem gem├╝tlichen Lederstuhl fallen und legte die F├╝├če auf den Schreibtisch.
Und wieder ein Kind aus dem Haus, dachte er und l├Ąchelte versonnen. Sie werden ja so schnell erwachsen.


Legna verabschiedete sich weinend.
Sie war nicht nur traurig, weil sie Kavie ins Herz geschlossen hatte, sonder auch, weil sie diese Welt nun verlassen mu├čte.
„ Wein doch nicht,“ sagte Kavie und pulte in ihrer verdreckten Jeans nach einem Taschentuch. „ Du kannst uns ja besuchen.“
Menschenmengen hatten sich vor dem Haus versammelt und schauten wie ein Mann nach oben. Vor irgendwo h├Ârte sie Feuerwehr und Polizeisirenen.
Legna nickte und wischte sich die Tr├Ąnen von den Wangen.
Maric stupste sie an und sein Mund verzog sich zu einem breitem Grinsen.
„ Wenn du uns besuchen kommst, komm besser zu mir. Ich glaub, Kavie fliegt hier raus.“
Legna sah hoch zu dem riesigem Loch in der Hauswand, dann auf die Stra├če, wo die T├╝r lag.
Ein paar Kinder standen darauf und wippten lachend.
Diese Welt ist das Wunder, auf das die Menschen warten, dachte sie
Wahrlich.
Dies ist das Wunder.

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flammarion
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also

ich finde die geschichte viel zu lang, aber sehr interessant. unbedingt ├╝berarbeiten, besonders die ortogrphie und grammatik. ganz lieb gr├╝├čt
__________________
Old Icke

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Rub.
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Zu Lang

Ja, das die Geschichte recht lang ist, ist schon richtig.
Allerdings tendiere ich zu l├Ąngerren Storys, da es leichter ist, eine engere beziehung zu den Protagonisten auf zu bauen.
Ich denke, das eine Kurzgeschichte nicht unbedingt beschrenkt sein sollte auf 4 Seiten ;-)

Da es eine ├Ąltere Geschichte ist, mu├č sie tats├Ąchlich noch ├╝berarbeitet werden.
Ich werde nichts desto trotz auch den n├Ąchsten Teil hineinstellen und hoffe, das sie trotz der L├Ąnge dennoch jemand lie├čt.;-)

Sch├Ân, das du sie zumindest interessant gefunden hattest.


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flammarion
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hm,

wenn du willst, geh ich mal mit m stift dr├╝ber. ganz lieb gr├╝├čt
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Old Icke

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Rub.
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Rotstift;)

Also wenn du Lust hast, mal nach Fehlern zu schauen, die ich noch nicht entdeckt habe, dann ist das bestimmt eine Hilfe.
Aber es darf sich nichts an der geschichte oder an dem Stil ├Ąndern.
Ich habe noch ein paar dieser geschichten von Legna auf Lager und sie sind eben alle in diesem Stil gehalten.

Liebe gr├╝├če
Rub.

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