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Leselupe.de > Kurzprosa
::~Loslassen-können-Fähigkeit~::
Eingestellt am 28. 04. 2003 12:23


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Nadshe
Hobbydichter
Registriert: Apr 2003

Werke: 1
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Hallo Ihr alle zusammen....

ich lese schon seit Monaten mit, traute mich aber nie, selbst hier was zu veröffentlichen, aber heute möchte ichs versuchen. Auch wenn ich ganz schrecklich aufgeregt bin, da ich 1. gar nicht weiß, ob mein Text hier richtig ist (für mich ist er eine Kurzgeschichte und er ist auf gar keinen Fall ein \"Tagebucheintrag\", sondern wurde als Geschichte geschrieben) und 2. ein bisschen Angst habe, dass er üüüüberhaupt nicht gefällt.
Kritik und Anregungen stehe ich offen gegenüber und ich entschuldige mich schon mal, sollte der Text hier wirklich fehl am Platz sein. Und über Lob freue ich mich natürlich auch. Ach ja, die Geschichte ist neben einigen anderen im Jahre 99 entstanden...

~~~

**~**Loslassen-können-Fähigkeit**~**

Müsste ich haben. Gerade ich. Schöner Gedanke der. Der der göttlichen Liebe. Der Gedanke des Loslassens, das einem das zurückbringt, was zu einem gehört. Nette Idee zu trösten. Noch kann ich mich damit aber nicht trösten. Aber bald. Lerne ja nie aus. Der Mensch ist dazu da, um ständig zu lernen. Aus Erfahrungen und aus Fehlern. Aus denen ganz besonders. Mache zu oft den gleichen Fehler und mag mich dann nicht mehr.

Aber notwendig, um mich zum Lernprozess anzustacheln. Das Loslassen kann ich auch lernen. Muss ich doch sogar, weil das Daranfesthalten nur wehtut. Lange wehtut. Und mich so quält. Selbstauferlegte Folter, die nicht sein muss. Nichts muss wirklich sein. Wirklich muss es sein, um zu lieben. Lieben ist oft nicht wirklich. Denn wirkliche Liebe trage ich in mir. Finde sie oft und dann macht sie Angst. Weil sie so mächtig ist. Mein Leben beherrscht. Mich einsam macht, weil keiner diese Liebe verdient hat.
Verwirrung.
Oder weil so viele Wesen diese Liebe verdient haben und ich nicht genug davon bekomme, zu lieben? Schwierigkeiten. Lassen sich lösen. Oft Wenn man nur will. Will ich denn? Oder will ich leiden und verdränge die Lösung? Jedes Problem birgt die Lösung gleich in sich. Doch ich finde sie so oft nicht.


Na also. Loslassen ist spannend, da passiert wenigstens was. Ist doch aufregend zu sehen, ob es sich gelohnt hat, loszulassen. Die Sehnsucht gefühlt zu haben. Schönes Leiden. Will doch gar nicht mehr leiden, ist doof, macht müde. Lebensmüde.
Manchmal.
Aber es aktiviert auch. Die Gefühle nämlich. Fühlt man noch oder stumpft es ab? Nach einer Weile? Das Gefühl, das starke, das loslassen muss, um hinterher wieder schön zu werden. Und das man zwischendrin verlieren muss, um nicht getötet zu werden. Wäre doch schön, diese Lösung. Eine Lösung, die niemandem wehtut. Und aus der man etwas schöpfen kann. Könnte. Wenn man wollte.
Ich will, sehe aber noch nichts. Sehe nicht, was mich weiterbringt.
Habe der Sehnsucht Flügel gegeben, damit sie mal Urlaub machen kann. Habe sie weggeschickt, damit wir beide mal entspannen können. Weil wir uns langsam auf den Keks gegangen sind. Ich, ständig auf der Suche nach ihr in meinem Kopf. Sie, stets auf der Flucht. Wollte sich nicht greifen, nicht erklären lassen. Gab stete nur zarte Andeutungen von sich, die mir weh taten.
Habe ihr aber verziehen und sie zum Dank loslassen können. Suche nicht mehr, sondern warte, weil es so besser ist Manchmal ist warten gesünder, weil alles irgendwie richtig ist, wenn es von selbst kommt.
Kein Zwang mehr, denn der liebt nicht. Der zwingt ja. Ganz dämlich. Und zermürbt dabei die Liebe. Dieses Gefühl, das man dann nicht mehr fühlen könnte, wäre es zermürbt vom bösen Zwang.
Doch ich will frei sein und Freiheit geben.


Loslassen-können-Fähigkeit.


Bald.



copyright by Nadine S. Junghenn

~~~~
Danke schonmal für Eure Zeit und das Interesse!
Liebe Grüße von ~Nadine

__________________
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Zarathustra
Routinierter Autor
Registriert: Apr 2003

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@nashde

Hallo,

Nadine,

da hast du meiner Meinung einen sehr persönlichen Text ins Formum gestellt.
Viel Erfahrungen, viel Freude, viel Leid.
Ich bin mir nicht sicher, was du mit diesem Text meinst, dazu gibt es zuviele verborgene (und für ein männliches Wesen manchmal unverständliche zweideutige) Sprachwahl.
z.B:
Schöner Gedanke des Loslassens ...
Nette Idee zu trösten. Noch kann ich mich damit aber nicht trösten. Aber bald....
Liebe macht Angst...

Ja was soll ich sagen?
1) Der Text hat ausser viel persönlichem auch viel romantisches (ich wünsch mir gerade das, was ich nicht habe..)
2) Durch die kurze Satzwahl wirken die beschriebenen Gefühle oft wie ein Stakatto. Ich vermute, das war auch deine Absicht.
3)Mir kam dein Loslassen -können - auch ein bisschen vor, wie der Wunsch in der Vorläufigkeit/ der Ungewissheit leben zu können...

Summa summarum:
Mir hat deine Geschichte als Experiment gefallen.
Besser verstanden habe ich das was du sagen wolltest nach dem ich deine Hompage besucht habe.
Kompliment!

__________________
Was sind das für Zeiten, wo ein Gespräch über Bäume fast ein Verbrechen ist, weil es ein Schweigen über so viele Untaten einschließt! (Bertold Brecht)

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Rote Socke
Guest
Registriert: Not Yet

Hallo Nadshe,

das ist nun keinesfalls abwertend gegenüber dem Text, wenn ich sage, er ist doch mehr ein Tagebucheintrag. Vielleicht auch in Richtung Erzählung. Keinesfalls aber eine Kurzgeschichte.

Der Text stößt mich auch nicht ab, aber es ist schwierig ihm zu folgen.

Mehr fällt mir jetzt nicht dazu ein.

Gruss
Socke

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John Doe
Guest
Registriert: Not Yet

Hallo Nadshe,

du verarbeitest in dem Text sehr interessante Gedanken und Satzfragmente.
Aber da du eben diese Fragmente als Sätze deklarierst, ist es, als wärest du mit einem Zerhacker über einen tollen Text gegangen.
Ich erlaube mir kein Urteil über gut oder schlecht, denn es ist offensichtlich dein Stilmittel.
Für mich würde aus dem Text mit einem gewissen 'Fluss' eine super Kurzgeschichte werden.

Ciao
John Doe



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Nadshe
Hobbydichter
Registriert: Apr 2003

Werke: 1
Kommentare: 1
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Da freu ich mich aber sehr, Kommentare erhalten zu haben!
Ja, Ihr habt sicher recht, dass der Text sehr persönlich ist, doch er ist tatsächlich nicht als Tagebucheintrag entstanden - geschrieben habe ich ihn bereits 1999, als ich eine extreme "Schreibphase" hatte und Kurzgeschichten übte
Naja, dass mit den abgehackten Sätzen ist tatsächlich Stilmittel des Textes....ich freu mich, dass Ihr das erkannt habt und es nicht "fertig gemacht" habt - deswegen hatte ich ein wenig Bedenken.
Aber letztendlich ist er das tatsächlich: Ein Experiment!
Und ich danke Euch so sehr für die Kommentare!!!

Ganz liebe Grüße und bis bald, ~Nadine
__________________
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