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Leselupe.de > Ungereimtes
~Nachtlicht~
Eingestellt am 04. 05. 2001 23:36


Autor
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Aquasculum
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~Nachtlicht~

die mondin weint
leise tr├Ąnen
in der stillen nacht
sie weint
und trauert zeiten nach
die vergangen sind
so viele jahre hat sie
erlebt
so viele gl├╝ckliche stunden
gez├Ąhlt
so viele n├Ąchte von liebenden
erhellt
doch hat sie auch
schlimmere zeiten als diese
gesehen
kriege
und familien die zerst├Ârt wurden
liebende die im streit auseinander gingen
viele tr├Ąnen von einsamen menschen
die mondin
sie kennt all das
und sie
wei├č
auf schlechte tage
folgen gute
denn das leben ist
im wechsel
so wie die mondin sich
monatlich wandelt
das was du gesehen hast
das kann dir
keiner nehmen

alles
wird
gut




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TheRealCure
Wird mal Schriftsteller
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interessant finde ich daran, dass du aus "dem" mond eine m├Ândin gemacht hast! ich frage mich nun, ob es auch einen sonnerich gibt?
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(c) J├╝rgen Erbe

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Aquasculum
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Hmmmmm..... hast Du mal ├╝berlegt,
warum *die* Sonne in vielen anderen
Sprachen ein *m├Ąnnliches* Wesen ist?
Beispiele le soleil, il sole...
Und *der* Mond in eben diesen Sprachen
*weiblich* ist? (la luna)

Die deutsche Sprache verwischt so manches
was auszudr├╝cken sie versucht...

8)
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Aquasculum
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Re: ???

quote:
es w├╝rde gegen meine programmierung versto├čen eine gottheit zu personifizieren!

├Ąhm... Programmierung??
Darf ich mal fragen,
welcher Gott dich *programmiert* hat?
Keiner hat hier von Personifizierung
eines Gottes/ einer G├Âttin gesprochen...
Und selbst wenn, dann w├╝rde es gegen
meine *Programmierung* (sry, abba diese
Wortwahl finde ich etwas...am├╝sant *lol*)
sprechen, dass jemand versucht mir von
meinem Bild *meiner* G├Âttin abzuraten...
Ich bin froh, dass es sie gibt, und ich
versuche nur, mit meinen Worten in etwa das
auszudr├╝cken, was mir durch den Kopf, oder
das Herz geht...

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Prinz_und_Gloeckner
Wird mal Schriftsteller
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nagut

der mond beschien schon vieler leute naechte
wie die sonne derselben leute tage.
doch bin ich muede, mache ich die jalousien runter
und hab meine ruh ;o)

verstande habe ich die sache mit den traenen nicht -
fuer was koennte die metapher stehen?
gut, es koennte regnen, doch dann waeren da wolken
und meist sieht man dann den mond nicht, zumindest
nicht dann, wenn man den eindruck gewinnen koennte,
dass der mond weine.

wenn auf schlechte tage gute folgen, folgen auf gute
sicher auch wieder schlechte - nur warum wird dann
alles gut? ist das nicht eine zu sehr optimistische
annahme, die uns in sicherheit wiegen soll, uns
einlullen, uns zum abwarten bewegen soll, statt selbst
unser schicksal in die hand zu nehmen?

tja und was koennte so bemerkenswert daran sein,
dass der mond in manchen sprachen weiblich ist?
was koennte da verwischt sein?
sprach nicht schon shakespeares julia: o schwoere
nicht beim mond, dem wandelbaren...
sollte das der schluessel sein - sind weibliche
geschoepfe aber wirklich unzuverlaessiger als
maennliche? ich hege meine zweifel...

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Aquasculum
Bl├╝mchendichter
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Re: nagut

Du kennst nicht die Tr├Ąnen des Mondes
kannst sie nicht kennen, wenn Du die Jalousinen
herunterl├Ąsst um Deine Ruhe zu haben...
Dann kannst Du auch die Mondin selber nicht kennen...
Und nicht ihre Tr├Ąnen...
Sie sind keine Metapher f├╝r irgendetwas...
Sie sind was sie sind, Tr├Ąnen einer Trauernden G├Âttin...
Was Du nicht verstehen wirst, wenn Deine analysierenden
Augen diese Zeilen lesen und nicht
Dein Herz, welches nicht offen zu sein scheint,
um so etwas zu erkennen...


Alles wird gut, wenn nicht heute dann morgen...
Was nicht hei├čen soll sich in Sicherheit zu wiegen
und sich treiben zu lassen, sich tr├╝gen zu lassen
von einem sch├Ân gesprochenen Satz...
Doch wer immer nur hektisch ist und fr├╝hzeitig sein
*Schicksal selbst in die Hand nimmt*
der soll sich nicht beschweren, wenn es nachher hei├čen
muss...
*Das Gl├╝ck verfolgte ihn, doch war er schneller...*
Was um alles in dieser Welt ist schlimm am Optimismus,
den ein Tr├Ąumer hat? Ein Optimismus, oder auch
eine Hoffnung, dass die Welt nicht immer nur in
schwarze Schatten eingetaucht bleibt, sondern die
Nebel sich lichten und die Sonne zum Vorschein kommt,
hinter all den Wolken der Mond uns sein bleiches Gesicht
zeigt...

Vielleicht sto├če ich hier mit meinem *Werk* auf
taube Ohren, bzw. auf MEnschen, die nicht das zwischen
den Zeilen lesen, was ich reinzuschreiben gedenkte...
Dann ist meine *Mission* fehlgeschlagen, wenn es denn
eine war...
Nehmt einmal an, dass der Mond, oder SIE f├╝r die
Sehnsucht nach alten vergangenen Zeiten steht, um
die sie *trauert*, gleichzeitig aber auch steht SIE
f├╝r all die sch├Ânen Momente, die sie erlebt und genie├čt,
drittens symbolisiert SIE die Hoffnung f├╝r die Zukunft,
den Optimismus, den man nicht verlieren soll...

Luna, die geheime Weise, sie wandelt sich, und schon
immer war der Mond ein Zeichen der Frau, was ich hier in vielen, wahrscheinlich unverstandenen Zeilen erkl├Ąren k├Ânnte...
Sicher gibt es auch m├Ąnnliche Wesen, die sich wandeln...
Und ich habe nie behauptet, dass weibliche Wesen
unzuverl├Ąssig sind....





















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