Diese Seite verwendet Cookies. Wenn Sie das nicht akzeptieren, müssen Sie Cookies in Ihrem Browser verbieten oder diese Seite verlassen.    OK  
 leselupe.de
Werbung
 Meine Leselupe

Mitglieder:   5437
Themen:   92193
Momentan online:
69 Gäste und 4 Mitglieder
Username:
Passwort:
Registrieren
Passwort vergessen?


Leselupe.de > Fremdsprachiges und MundART (L)
- Ohne Titel -
Eingestellt am 22. 04. 2004 18:22


Autor
Ein neues Thema veröffentlichen.     Antwort veröffentlichen.
AlexanderrednaxelA
Routinierter Autor
Registriert: Mar 2004

Werke: 17
Kommentare: 13
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um AlexanderrednaxelA eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Janz oft träume ick von dir
Dann liegste vor mir
Un kiekst mich an
ernst und forschend

Manchmal tanzte ooch um mich rum
Macht mich kirre, dette
un willst mich irjendwo hin schleppen
dann lachste janz laut
säuselst mich so an
un beißt mir ins Ohr

Oder du bist meene Freundin
un wir liejen uff ner Wolke
die is aus Zuckerwatte
wir nehm‘ uns davon ne Handvoll
un unterhalten uns über so esoterische Sachen
von den‘ ick nischt versteh‘
dann falln wir runter
überall sin Feinde
aber det macht nischt
du bist da un hast meene Hand
in deiner, un dann drückste se.
Wenn ick det träume,
wach ick immer heulend uff
Is oft jenuch so jewesen.

Janz selten aber lieben wir uns,
da biste stolz un frei
un heiter
manchmal wird’s laut
un manchmal janz leise

Aber ja - det is selten.
Ick träume ooch andere Sachen
Die ick nich verstehe
Wo de sehr wütend bist
un ick kann dir nich helfen
da funkelste mich an
un deine Verachtung macht mich kaputt

Dann sitzte an nem Tisch
der is alt un ne Glühbirne hängt drüber
kratzt mit dein‘ Nägeln druff rum
det Licht is so kalt
un du bist alleene
ick steht draußen un seh dich
un ick klopp ans Fenster un ruf dein‘ Namen
werf mich dajejen, aber ick komm nie rin zu dir
un du kratzt nur uffn Tisch rum un dein Haar is janz wirr

Wat ick jar nich aushalte is wennde schreist
wennde da stehst un mich nich siehst
un nur schreist, janz laut
dass ick mir die Ohrn zuhalte
un weg will
dann rennste rum wie anjesengt
in dem Nachthemd, da musste doch friern
un loofst jejen allet wat da steht
aber det merkste ja jar nich
un dann reißte dein‘ Kopp nach hinten
un brüllst so laut
deine Stimme wird janz dunkel
un ick steh nur da un hab Angst,
janz furchtbare Angst
dann stehste zitternd mitm Rücken anner Wand
so weit weg von mir wie de kannst
un kiekst durch mich durch mit dein‘ helln Augen
aus den‘ komm‘ Tränen, immer mehr Tränen
du hörst jar nich mehr uff
ick steh wie festjenagelt da
Dann bin ick alleene.

Un wenn ick wüsste, wo de jetz bist
dann würd ick dich fragen, warum de so weinst.

Bearbeiten/Löschen   ebook  Druckversion


arle
Routinierter Autor
Registriert: Feb 2004

Werke: 33
Kommentare: 410
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um arle eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil
Tja, Alexander...

det würde man sich manchma wünschen, det eena käme un fraren würde, warum weenste denn?

Wunderschöner Text. Und die Form, die du gewählt hast, schließt von vornherein jede Gefahr aus, in Kitsch abzugleiten. So berührt er einfach nur. Vielen Dank.

__________________
Am jüngsten Tag, wenn die Posaunen schallen und alles aus ist mit dem Erdeleben, sind wir verpflichtet, Rechenschaft zu geben von jedem Wort, das unnütz uns entfallen. - J.W. Goethe -

Bearbeiten/Löschen    


Zurück zu:  Fremdsprachiges und MundART (L) Ein neues Thema veröffentlichen.     Antwort veröffentlichen.


Leselupe-Bücher



Amazon



Facebook


Werde Fan der Leselupe auf Facebook!