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Leselupe.de > Tagebuch - Diary
(Philippinische) Fernbeziehung
Eingestellt am 17. 11. 2017 01:44


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Alfred Bruckner
Möchtegern-Schreiber
Registriert: May 2017

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"Long Distance Relationship"

"Philippinische" Fernbeziehung

Eine solche "Long Distance Relationship" wird in den Philippines sehr oft praktiziert .... und so lebt mehr als zehn Prozent der philippinischen Bevölkerung in einer solchen, in der ein Partner in "Übersee" ist, dort arbeitet oder in einer Beziehung lebt und so Milliarden von Pesos in Form von Devisen ins Land kommen.

Nun, seit Betty und ich uns am 18. Mai 2014 verlobten und im Mai und Juni "Flitterwochen" feierten, lebten auch wir in einer solchen .... bis ich am 8. Dezember 2016 dann doch vollständig von München, wo ich im Bayerischen Nationalmuseum beschäftigt war, in Betty's Haus in Bacolod übersiedelte, um die „Long Distance Relationship“ quasi zu beenden.

Eigentlich wollten wir ja heiraten. Doch da steht noch meine erste philippinische Ehe "als Hindernis im Weg", die meine Gattin Catalina und ich am 23. Juni 1987 in Quezon City schlossen.

In kurz:

Die Filipnia Catalina, die schon 1989 die österreichische Staatsbürgerschaft verliehen erhielt, wollte, als ich bei Lufthansa in München 1993 in eine Art "Vorruhestand" ging und in Ina's Heimat übersiedeln wollte, wo ich in quasi "Rekordtempo" meinen Status "Immigrant" erhielt.

Also, Ina wollte lieber in München bleiben, denn beruflich – bei einer großen US-Airline beschäftigt – hätte sie in den Philippines kaum ähnliche Chancen gehabt. So stand eine „Long Distance Relationship“ im Raum, denn ich hatte sehr schnell "etwas zu tun" gehabt – im Badian Island Beach Resort und Hotel in Cebu.

Ina hatte dann aber bald danach in in München die Scheidung beantragt. Denn wenn man mehr als ein Jahr getrennt ist, dann geht eine Scheidung sehr einfach "durch" – und so wurden wir folglich am 21. Dezember 1995 in München geschieden. Bei der ganzen "Angelegenheit" war ich gar nicht dabei – ich war ja in den Philippines. Der "Haken" allerdings ist der, dass – dazu später mehr – wir nach philippinischer Rechtslage weiter als "verheiratet" gelten, denn es gibt in den Philippines nach der gegenwärtigen Rechtslage keine Scheidung.

Gut, 2015 beantragte Caeser Distrito, mein Freund und Anwalt, Stadtratsabgeordneter in Bacolod und Präsident des Bacolod City Host Lions Club, in dem ich seit 1995 Mitglied bin, beim Gericht in Bacolod die "Anerkennung der Münchner Scheidung" - auch in den Philippines.

In kurz:

"Investiert" hatte ich etwa 5,000 Euro – eine Viertel Million Philippinischer Pesos – in Anwaltshonorare, Übersetzungen von Dokumenten und die erforderlichen amtlichen Bestätigungen, Gerichtskosten, Reisespesen, etc.

Nach etlichen Terminen und Verhandlungen hat das Gericht in Bacolod am 29. Dezember 2016 dann "entschieden", dass es nichts entscheiden könne, denn das Scheidungsurteil eines "ausländischen" Gerichts über eine Scheidung von "Ausländern im Ausland" könne in den Philippines nicht „recognized“ (anerkannt) werden. Nun, Ina war Österreicherin seut 1989 und ich auch von Geburt an.

Das war's!

Und damit auch nichts (mehr) mit der angestrebten Heirat von Betty und mir.

Daraufhin "kriselte" es in unserer "Verlobung" und auch sonst war in unserer Beziehung "der Wurm drinn'" oder "die Luft 'raus", denn bei "Besuchen" während der "Long Distance Realationship" ist's halt doch ein wenig bis ziemlich "anders", als wenn man in einer Ehe ständig zusammen lebt, was dann am 16. März 2017 zu Betty's "Meinung" führte, dass unsere Verlobung damit ja wohl quasi "zu Ende" sei .... und ich "widersprach" nicht.

Und dann passierte es ....

Freunde in Kirschner Reisen Köln, mit Büro auch in Manila, konnten kurzfristig eine Buchung für einen Flug nach München anbieten .... und zwar für die Karwoche, denn mein Bruder Christian und seine Gattin Maria in Hofkirchen boten mir an, solange bei ihnen "Quartier" zu beziehen, bis ich eine "eigene" Bleibe gefunden habe.

Das geschah dann sehr rasch:

Am "Tabor" in Steyr in Oberösterreich.

Und so lebe ich seit 25. April 2017 in einer hübschen "Single"-Wohnung – sehr ruhig gelegen und mit netter Nachbarschaft.

Zum nächsten Einkaufszentrum ist es eine gute Viertel Gehstunde und in die City über die 242 Stufen der "Taborstiege" auch in 15-20 Minuten.

Das ist ganz gut, so komme ich und bleibe in Bewegung, denn ich ĂĽbe ja sonst keinen "Sport" aus.

Nun, ich war allein .... und ich dachte gerne an die wunderbare Zeit mit Betty in unserer "Long Distance Relatiponship", in der wir ja schon wie "Husband and Wife" lebten.

Warum nicht wieder?

Na ja, eine Weile hat's gedauert, bis Betty und ich im Facebook Chat wieder „zusammen fanden". Mehr und mehr und mehr schrieben wir uns, bis Betty dann das Zauberwort „fand“ und mich doch noch ihren „Husband“ nannte.

Das war's ....

Und so haben wir am 25. Juli 2017 unsere "Long Distance Relationship“ wieder zum Leben erweckt.

Andererseits ist es - für mich - sehr gut, denn so kann ich meine Thrombozytämie weiter behandeln, die ich schon vor etlichen Jahren im Klinikum Schwabing in München begonnen hatte und in den Philippinis eine Unterbrechung war.

Mir ist's - abgesehen von ein paar gesundheitlichen "Unregelmäßigkeiten - noch nie so gut gegangen wie jetzt!

Und das verdanke ich der excellenten Behandlung durch die Crew in der Tumor-Ambulanz des Landeskrankenhauses Steyr.

Maraming Salamat!




__________________
Alfred Nigel Bruckner

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