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Leselupe.de > Experimentelle Lyrik
~~~Tod der Seele~~~
Eingestellt am 31. 08. 2010 16:18


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Lux
Wird mal Schriftsteller
Registriert: Aug 2010

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Du merkst sie nicht-
doch sie ist da.

Du siehst sie nicht-
doch sie umgibt dich.

Du f├╝hlst sie nicht-
doch sie ist dir ganz nahe.

Merkst sie erst wenn-
sie schreit
wenn das Herz dir droht dir zu brechen
wenn deine Tr├Ąnen ihr Blut sind.

Dann stirbt sie schon, weil du sie
nicht beachtet hast, weil du nicht
hin geh├Ârt hast.

Sie ist das zerbrechlichste was du hast und du l├Ąsst sie fallen.


14.05.2004
__________________
~~~Lux~~~

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Heidrun D.
Guest
Registriert: Not Yet

Herzlich willkommen, Lux!

Dein Gedicht ist wahrscheinlich in einer Zeit gro├čer Verzweiflung entstanden. Dieses Gef├╝hl bringst du gut r├╝ber.

Noch besser w├Ąre es, mehr auf Verdichtung zu setzen. Anders als in der Prosa, besitzt der Raum zwischen den Zeilen gro├če Bedeutung. Mehr noch als das geschriebene Wort.

Auf der Vorschlagsebene stelle ich dir eine verk├╝rzte Version deines Gedichts vor:

quote:
Du merkst sie nicht
doch sie ist da

Du siehst sie nicht
doch sie umgibt dich stets

Du f├╝hlst sie nicht
doch sie ist nah

   wenn sie erst schreit
   wenn dir dein Herz zu brechen droht
   wenn Tr├Ąnen ihr Blut sind

dann stirbt sie schon -
ward nie beachtet nie geh├Ârt

zerbrechlich und
zerbrochen


Nun fragst du dich bestimmt: "Warum?"

Du merkst sie nicht-
doch sie ist da.

Hier er├╝brigen sich Satzzeichen; Verse gen├╝gen

Du siehst sie nicht-
doch sie umgibt dich.

Hier fehlt etwas hinter dem "dich." So f├Ąllst du aus dem Rhythmus.

Du f├╝hlst sie nicht-
doch sie ist dir ganz nahe.

Hier ist das "ganz" klanglich ├╝berfl├╝ssig, das "nahe" weist eine Silbe zuviel aus, f├Ąllt deshalb rhythmisch aus dem Rahmen.

Merkst sie erst wenn-
sie schreit
wenn das Herz dir droht dir zu brechen
wenn deine Tr├Ąnen ihr Blut sind.

Das ist sehr expressionistisch (Lob!) und k├Ânnte den anderen Abschnitten angepasst werden.

Dann stirbt sie schon, weil du sie
nicht beachtet hast, weil du nicht
hin geh├Ârt hast.

Hier ist eine st├Ąrkere Verdichtung notwendig; du merkst es jetzt wahrscheinlich selber ]

Sie ist das zerbrechlichste was du hast und du l├Ąsst sie fallen.

Das Ende finde ich nicht lyrisch genug, bildet ja einen vollst├Ąndigen Hauptsatz.

Erschrick blo├č nicht ├╝ber die vielen ├änderungsvorschl├Ąge - es sind - wie gesagt - nur Tipps.

Insgesamt gef├Ąllt mir dein Erstling nicht ├╝bel, zwar verbesserungsw├╝rdig, aber sehr ehrlich in der Aussage.

Liebe Gr├╝├če
Heidrun



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