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Leselupe.de > Ungereimtes
. Was blüht ist vergeblich .
Eingestellt am 28. 11. 2010 13:00


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Zarathustra
Routinierter Autor
Registriert: Apr 2003

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    Vergeblich blühte
goldender Weizen in deiner Hand

kalter Wind band die Garben
bis die silberne Sichel schnitt.

Glocken riefen zum Gebet
klangen hohl aus der feuchten Gruft.

Blanke Totenschädel summen Klagelieder;
singen sie in Moll.


__________________
Was sind das für Zeiten, wo ein Gespräch über Bäume fast ein Verbrechen ist, weil es ein Schweigen über so viele Untaten einschließt! (Bertold Brecht)

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Vera-Lena
Routinierter Autor
Registriert: Oct 2002

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Lieber Hans,

Dein Text erinnert mich an den Psalm 103:

"Wie des Feldes Blumen sind Menschen. Alle ihre Herrlichkeit ist wie Gras auf dem Felde."

Der "goldene Weizen" in Deinem Text sagt mir, dass die hingemähten Menschen schon eine gewisse Reife erlangt hatten. Aber dann ging es nicht mehr weiter, ein Sturm vernichtete viele Leben.

Der empfindsame Dichter hört ihre Klagen, als ein Lied in Moll ertönen sie ihm.

Über so schwerwiegende Ereignisse kommt man nicht schnell hinweg. Immer wieder erklingen sie in der Seele, bei jedem Menschen auf eine andere Art und Weise.

Traurig, traurig, wenn man es sogar auf die Formel bringen muss: "Was blüht, ist vergeblich." Es klingt so hoffnungslos, so als ob alles Leben auf Erden völlig sinnlos wäre.

So lese ich Deinen Text.

Liebe Grüße
Vera-Lena


__________________
Der Mensch ist sich selbst das größte Geheimnis, ein unverzichtbarer Blutstropfen im Universum, ein Spiegel allen Seins.

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HerbertH
???
Registriert: May 2007

Werke: 860
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quote:
Vergeblich blühte
goldender Weizen in deiner Hand

kalter Wind band die Garben
bis die silberne Sichel schnitt.

Glocken riefen zum Gebet
klangen hohl aus der feuchten Gruft.

Blanke Totenschädel summen Klagelieder;
singen sie in Moll.

Hallo Zarathustra,

ich bin noch am Nachdenken über die Wirkung dieses Textes. Einerseits sind die von mir markierten Passagen ziemlich abgegriffen. Andererseits sind sie ganz interessant zusammengestellt bzw. kontrastiert.

Schlecht finde ich Dein Gedicht nicht, aber es überzeugt mich aus den genannten Gründen auch nicht wirklich.

Angesichts der Wertungen der anderen könnte es aber sein, dass ich mit meiner Meinung ziemlich allein stehe.

Wie gesagt bin ich noch am Nachdenken und werte daher heute sicher nicht...

lG

Herbert


__________________
© herberth - all rights reserved

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