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Leselupe.de > Humor und Satire
„Zweiter Frühling“ und kein bisschen weise...
Eingestellt am 24. 04. 2004 15:47


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Volker Zdunnek
Wird mal Schriftsteller
Registriert: Jun 2002

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Anscheinend verläuft das Leben der Geschlechter wie eine Sinuskurve mit Auf- und Abstieg, nur nicht so symmetrisch geformt. Da können schon mal durch Schicksalsschläge einige „Dellen“ drin sein und auch der "Gipfel" einen „Knick“ haben. Aber ohne den Geschlechtsreife-Kurvenanstieg als Teenager hätten die anderen Früchte menschlicher Reife (eigene Familie, Eigentum, Klugheit, Kompetenz, Know-how, berufl. Auszeichnungen, eigene Werke,...) erst gar nicht die Lebenskurve aufsteigend geprägt. Wer dann auf dem Höhepunkt seiner Karriere steht, muss sich fragen, wie es weiter geht... natürlich möglichst lange im „Rampenlicht sich auf den Lorbeeren ausruhen“. Der sich im Zenit wähnende Erfolgreiche merkt es kaum, wenn der Abstieg beginnt.

Über die absteigende Lebenskurve können ja wohl nur diejenigen sinnieren, die schon ein gutes Stück des Weges bilanzziehend nach „unten“ – geprägt vom „ewigen Kreislauf des Stirb’ und Werde“ - zurückgelegt haben...
Könnte es nicht sein, dass wir Menschen den Weg, den wir gekommen sind, wieder zurück gehen, nur mit umgekehrtem Vorzeichen? Natürlich bleibt uns auf dem Rückweg des Lebens der Erfahrungsschatz und die Datenbank der Erinnerungen mit Einschränkungen des Kurzzeitgedächtnisses weitestgehend als ergiebiger Gesprächsstoff zur Selbstbestätigung oder gar Selbstmitleid erhalten.

Wie es in der jugendlichen Pubertät beim Aufstieg die „frühlingshafte Morgenröte“, ein „Erwachen der Leidenschaften“ gibt, so erscheint am Horizont des Lebensabend die „bunte, herbstliche Abendröte“ der sich verabschiedende „zweite Frühling“ als Alterspubertät. Es ist ein abschiednehmendes „Aufflammen“ auf dem Rückweg aus der Fruchtbarkeit, physischen Leidenschaft und dem „Wettkampf des Lebens“, hierbei noch einmal all das aus der Jugend und den „besten Jahren“ Vertraute zu erleben und zu genießen (verliebt sein, Romantik und auch Leidenschaft), ohne dabei mit dem Zeigefinger der Vernunft sich einzuschränken. Dabei kann es auch mal „kopflos“ zugehen und Enttäuschungen im Alter geben... „Alter schützt vor Torheit nicht“. Der graumelierte, ältere Herr besteigt in Jeans ein schweres zweirädriges Gefährt und schaut den hübschen Schulmädchen nach („Schulmädchen-Report“). Die Schönheitschirurgen haben ihr gutzahlendes Klientel einer dominierenden Altersklasse der Damenwelt. So manch ein „alter Hengst“ betont hartnäckig: „Der alte Harung hat Erfahrung“. Nicht zu übersehen sind die reiferen Damen in der „Schule der Liebe“ für die Jüngeren des anderen Geschlechts...

Wenn da nicht der „Zahn der Zeit“ seine auffallenden Spuren immer tiefer eingraben würde, bliebe die Weisheit ein Findelkind der menschlichen Rasse.            

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