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Leselupe.de > Ungereimtes
. das Gericht .
Eingestellt am 27. 02. 2011 09:13


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Zarathustra
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Das tr├╝be Licht der Wolken
    - fahlgelb,
wie das Gesicht des kranken Monds
    - am Ende seiner Tage,
tr├Ąumte sich in meinen Schlaf
und sprach vom Tag des Gerichts;
    von den fernen Jahren,
an denen ich meinen Grabstein
zum Gerichtsplatz tragen werde, -
    hinunter zum Hafen am Meer

wo die Segelschiffe liegen -
reich beladen mit Seide.

      Dorthin wo mein Gold
zu Sand geworden war.
__________________
Was sind das f├╝r Zeiten, wo ein Gespr├Ąch ├╝ber B├Ąume fast ein Verbrechen ist, weil es ein Schweigen ├╝ber so viele Untaten einschlie├čt! (Bertold Brecht)

Version vom 27. 02. 2011 09:13

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Heidrun D.
Guest
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Lieber Hans,

vor lauter ministeriellen Problemen fallen wirklich gute Gedichte durch den Rost. Wie zum Beispiel dieses.

Zun├Ąchst bin ich an Ingeborg Bachmann erinnert (Die gro├če Fracht), bei deren Thema ich selbst einmal eine Ann├Ąherung versucht habe.

Du theamtisierst hier das J├╝ngste Gericht. Und zwar weniger aus der Sicht eines schlimmen S├╝nders, sondern eher vom Standpunkt eines "Lauen" aus, dessen Verfehlung im Mangel an Ausdauer und in der offenen Bekenntnis zum eigenen Lebensentwurf liegt.

quote:
wo die Segelschiffe liegen -
reich beladen mit Seide.

Dorthin wo mein Gold
zu Sand geworden war.
Das finde ich bemerkenswert und sehr gut umgesetzt.

Ich pers├Ânlich h├Ątte etwas anders formatiert, n├Ąmlich das "Dorthin" separat gestellt, aber das ist wohl eher Geschmackssache.

Herzliche Gr├╝├če
Heidrun

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Zarathustra
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an Heidrun B

zun├Ąchst einmal: 1000 Dank f├╝rs Lesen und f├╝r die Rezession.

Ja, das J├╝ngste Gericht ist gut erkannt; - so war es auch in meinem Sinne gemeint. Auch der LAUE Betrachter und Protagonist. Es sollte eigentlich derjenige sein, der an seinem Lebensentwurf zweifelt.

Mit Ingeborg Bachman in einem Atemzuge genannt zu werden, wenn auch im fernsten Zusammenhang; - das mehr als das Gedicht verdient... ;-)

Ich sollte auch nicht vebergen ... oder sagen wir einmal verschweigen, woher die Inspiration kam:

Beim Joggen! Beim lauschen des H├Ârbuchs DRACULA von Bram Stoker. Es ist seltsam: Was sich vom Titel her, vom Genre, so reisserisch anh├Ârt ... ist wirklich gute Literatur.
__________________
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