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Leselupe.de > Ungereimtes
. der Samariter .
Eingestellt am 25. 01. 2011 13:00


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Zarathustra
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Es sind Männer mit einer Seele
    wie flache Steine,
gehen sie übers Wasser
und versinken nicht.

Aber fischäugig geglaubte Litaneien
retten das Mädchen nicht; -
halbtot auf der Bahre liegt sie
    nahe dem Stuhl der Richter.

Gerechtfertigt von tausend Versen
werfen sie den ersten Stein
    töten nicht    
und treffen doch den Himmel.
__________________
Was sind das für Zeiten, wo ein Gespräch über Bäume fast ein Verbrechen ist, weil es ein Schweigen über so viele Untaten einschließt! (Bertold Brecht)

Version vom 25. 01. 2011 13:00

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Heidrun D.
Guest
Registriert: Not Yet

Gut, dass ich noch hier bin, Hans,
sonst wäre mir dein schönes Gedicht für heute entgangen. -

Zum Steinwurf sind allzuviele bereit, seien es Männer oder Frauen. - In der Auswahl der Opfer gibt es natürlich Regelmäßigkeiten zu erkennen: Gern töten die Mörder die Stimmen von Musikern und Poeten, von Malern und Bildhauern, von jenen eben, die sich lächelnd ihrer angenommen hatten. Ebenso freudig werden Intellektuelle gesteinigt, die Weltenerklärer ...

Sei´s drum. - Eine eher religiöse Lesart ist mir ebenfalls gegenwärtig.

Etwas Verdichtung kann ich mir vorstellen:

quote:
Es sind Männer mit einer Seele
wie flache Steine,
gehen sie übers Wasser
und versinken nicht.

Aber fischäugig geglaubte Litaneien
retten das Mädchen nicht; -
halbtot auf der Bahre liegt sie
nahe dem Stuhl der Richter. .

Gerechtfertigt von tausend Versen
werfen sie den ersten Stein
töten nicht
und treffen doch den Himmel.

Was meinst du? Ist nur ein Vorschlägelchen ... Die Einrückungen müsstest du dir gegebenenfalls selber basteln; das war mir jetzt zu mühsam.

Ganz toll finde ich das Bild der flachen Steine.

Herzliche Grüße
Heidrun

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