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Leselupe.de > Kurzgeschichten
-kill me or cure me-
Eingestellt am 10. 08. 2005 11:06


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regenbogenpony
Wird mal Schriftsteller
Registriert: Aug 2005

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KILL ME OR CURE ME


Come back to me
my lost memory, oh sweet misery
you have been gone for way too long


Ich sitze in einem Zug, der mich nach Amsterdam fĂŒhren soll. Weg von ihm und all den gemeinsamen Erinnerungen die nach wie vor wie ein sich langziehender Schatten ĂŒber mir schweben.
Die kalte Morgenluft, die durch ein geöffnetes Fenster vor mir hineinblĂ€st, bleibt an mir haften und ein fröstelnder Schauer durchfĂ€hrt mich als ich das Datum auf der Zeitung lese, die mein Sitznachbar in seiner Hand hĂ€lt. 30. Mai 2005. Ein Jahr ist es inzwischen her als alles anfing. Und gleichzeitig zu Ende ging. Verbittert sehe ich mir die Zahlen an, die mich in eine andere Zeit zurĂŒck versetzen. Eine Zeit, in der alles perfekt schien und gleichzeitig nichts in Ordnung war was wir jedoch mehr oder weniger erfolgreich ignorierten. Mein Sitznachbar blĂ€ttert eine Seite zurĂŒck und auch meine Erinnerungen gehen einen Schritt rĂŒckwĂ€rts.

>> „ Ich habe meine GrĂŒnde!“, sagt er und wendet seinen Blick dabei entschieden von mir ab. WĂŒtend starre ich ihn an. „ GrĂŒnde wofĂŒr? Mich zu behandeln als wĂ€re ich eine Fremde fĂŒr dich? Dass du von Tag zu Tag verschlossener wirst wenn alles was ich will dein Vertrauen ist? Ich wĂŒrde diese GrĂŒnde gerne hören!“ Plötzlich sieht er mir in die Augen und alles Ă€ndert sich von einen auf den anderen Augenblick. Ich erhalte Antworten auf alle Fragen, die ich nie gestellt habe und es passiert etwas mit mir worauf ich keinen Einfluss habe, wohlwissend dass der Moment surreal und ĂŒbermĂ€chtig ist. „ Sag mir was ich tun soll.“ Seine Stimme dringt nur langsam an mein Ohr, doch im gleichen Augenblick kehre ich wieder in die RealitĂ€t zurĂŒck in der seine tiefblauen Augen mir verschlossen bleiben. „ Ich habe keine Ahnung.“, sage ich schließlich und meine EnttĂ€uschung klingt unwiderruflich mit ein.

Kein Wort kann beschreiben wie vollkommen und gleichzeitig traurig dieser Moment war, der in gewisser Hinsicht den verschleierten Anfang von allem darstellt. Noch immer ist mir das GefĂŒhl vertraut welches mich beim Blick in seine Augen schlagartig ĂŒberkam denn es war so intensiv, dass ich es vermutlich niemals vergessen werden kann. Es war vollkommenes GlĂŒck welches mit unsagbarem Schmerz einherging. WidersprĂŒchliche GefĂŒhle, die von Anfang an da waren und quasi bis zum bitteren Ende bestehen blieben. Als ich nun aus dem Fenster sehe, ĂŒberlege ich ob es richtig war, zu gehen, denn Zweifel machen sich in mir breit, die sich nicht abschĂŒtteln lassen. Es ist eine sich wiederholende Situation, die mir so vertraut ist wie der beruhigende Klang seiner Stimme, den ich mittlerweile schlichtweg nicht mehr ertragen kann ohne daran denken zu mĂŒssen was wir beide aufgegeben haben als wir uns entschieden alles zu beenden.
Plötzlich fallen mir draußen Schilder ins Auge auf denen Wörter in einer Sprache stehen, die ich nicht verstehe. Es ist so wie mit ihm: Ich bin plötzlich in einer Welt zu der ich keinen Zugang mehr finde weil ich eine andere Sprache spreche, mich nicht ausdrĂŒcken kann und schließlich alleine zurĂŒckbleibe.
Der Zug beschleunigt und ich schließe fĂŒr einen Augenblick meine Augen.

>> Traurig sieht er mich an und ich wĂŒnsche mir, dass die Dinge anders stĂŒnden. Ich habe das GefĂŒhl, dass wir an einem Punkt angelangt sind an dem nicht mehr zurĂŒck gegangen werden ksnn und ich bin bereit, alles aufs Spiel zu setzen. „ Ich weiß, dass der Zeitpunkt denkbar schlecht ist, aber ich will es dir trotzdem sagen. Weißt du, warum ich es nicht ertrage, wenn wir streiten? Weil ich dich liebe. Und jetzt, wo ich mich wieder komplett bei dir erniedrigt habe...“ „ Ich liebe dich auch. Eigentlich ist das die Sache, die ich dir schon seit lĂ€ngerem sagen wollte.“, entgegnet er schließlich und schafft es, mich gleichzeitig glĂŒcklich und unglĂŒcklich zu machen.

Wir sagten, dass wir uns liebten doch es war der Moment in dem alles zu Ende ging. Es war vorhersehbar und doch traf es mich wie ein Schlag ins Gesicht, den ich immer noch spĂŒre.
Ich merke, dass die Zeit mit ihm mich zynisch und verbittert zurĂŒck gelassen hat. Oh ja, er hat seine Aufgabe wirklich gut gemacht und hervorragende Arbeit geleistet! Ich verneige mich sichtlich vor ihm, blicke ihn ehrfĂŒrchtig an und versuche gleichzeitig, etwas in seinen Augen zu finden was eigentlich mir gehört. Doch all das sind Schritte zurĂŒck und ich besinne mich schließlich wieder.
Chronologisch ordne ich den Verlauf unserer Beziehung in meinem Kopf und stelle erbittert fest, dass unsere Geschichte ein Ende genommen hat.

>> „ Ich will jetzt endgĂŒltig mal alles klarstellen, so kann es nicht weitergehen!“ Sein Blick lĂ€sst mich nicht los und ich erwidere schließlich: „ Siehst du nicht, dass hier alles zu Ende ist? Alles, was wir mal hatten, ist einfach nicht mehr vorhanden.“ „ Und das soll es nun also endgĂŒltig gewesen sein?“

Please remember me when you realize
that everything was a huge mistake
so I can show you how the pain I’ve felt was like


Die Erinnerungen an seine Worte lassen mich innerlich zusammen brechen weil mir klar wird, was ich nun alles bereue. Zum Beispiel bereue ich, nicht einmal wÀhrend unserer Beziehung innegehalten zu haben, um mir die Einzigartigkeit aber auch die VergÀnglichkeit eines einzelnen Momentes klar zu machen. Dass ich ihn habe gehen lassen. Und dass ich ihm nicht gesagt habe, wie schwer mir das alles fÀllt. Die Tatsache, dass die Zeit gegen uns war was ich hilflos mitansehen musste, macht nichts besser, im Gegenteil.
„ Kann ich bitte Ihren Fahrschein sehen?“, fragt mich der Schaffner plötzlich und ich halte ihm mein Ticket hin. Er geht weiter und ich denke ĂŒber meine Zukunft ohne ihn nach. Irgendwann wird die Zeit kommen in der alle Wunden geheilt, alle Fehler vergeben und alle Worte vergessen sind und ich werde mir darĂŒber bewusst sein wie vergĂ€nglich jede Beziehung und auch jeder Schmerz ist. Momentan kann ich jedoch nur daran denken wie es ohne ihn ist. Ich ertappe mich oft dabei wie ich mich an Details erinnere. Einzelheiten, die mir im jeweiligen Augenblick nicht so bewusst waren, mir aber in Erinnerung geblieben sind. In gewisser Weise tun sie weh weil sie mir die RealitĂ€t bewusst machen, die ich nicht Ă€ndern kann, doch gleichzeitig verbinden sie mich nach wie vor mit ihm.
Ich stelle mir die Frage was in seinem Kopf vorgeht wenn er jetzt an mich denkt. Bin ich die Einzige, die reflektiert und anschließend leidet, ist es ihm egal wie alles zu Ende ging oder kommt er genauso wenig zurecht wie ich?

When you left
I lost a part of me
A part that I’ll be missing


Als ich schließlich meinen MP3-Player anmache, ertönt die Musik zu “Miss you” von Blink 182. Es mag ein KlischĂ©e sein wenn ich sage, dass nur mit ihm alles Sinn hatte doch irgendwie stimmt es ja denn er war die Person dessen Liebe mich zu dem gemacht hat was ich nun bin und in gewisser Weise immer sein werde.
Mit den schmerzhaften und zugleich schönen Erinnerungen vor Augen fahre ich weiter mit dem Zug. Bis zum Ende. Oder bis ich die Aussage “Don’t cry because it’s over, smile because it happened” als meine Wahrheit ansehen kann.

__________________
Ich habe so tief von GefĂŒhlen getrĂ€umt, dass ich ihrer mĂŒde bin.

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Bluomo
Guest
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Hallo regenbogenpony,

einige Anmerkungen zu deiner Geschichte. Rechtschreibfehler und Grammatikfehler in ordentlicher Zahl ĂŒbersehe ich absichtlich, weil du das selber machen musst.

Die Kritik ist meine Meinung, und nur meine Meinung.
Die LĂ€nge meiner Anmerkungen sagen nicht unbedingt etwas ĂŒber die QualitĂ€t eines Textes aus, weil ich meistens recht lange Anmerkungen schreibe- um bestimmte Dinge zu verdeutlichen. Also nicht erschrecken.

Insgesamt ist dieser Text aber nicht sehr ausgearbeitet. Viele Dinge fasst du durch ĂŒbliche Redewendungen und Wertungen zusammen, statt dich ihnen in einer Szene zu stellen. Die Figuren werden nicht beschrieben, genau wie die Situationen nicht, alles bleibt etwas unausgeformt.

Und das ist meine wichtigste Kritik: show, don`t tell. Weniger reflektieren, wie du unten anfĂŒhrst, sondern zeigen und dem Leser ĂŒberlassen, wie er die Geschichte ausdeutet.
Und die Mittel dazu sind: Mehr Beschreibungen (Figur und Situation), die von dir genannten Details (Individualisierung der Figuren durch Körpersprache, Aussehen, bestimmte Handlungen, Redeweise, Wohnungseinrichtung,...,), dazu konkrete Situationen, wo sich Entwicklungen der Beziehung abzeichnen und wenig Wertungen, und wenn Wertungen, dann ĂŒber das, was du gezeigt hast.

Aber nun zu den konkreten Anmerkungen:

unpassendes Bild:

quote:
Erinnerungen die nach wie vor wie ein sich langziehender Schatten ĂŒber mir schweben.

Entweder ein langziehender ( alt.grĂ¶ĂŸer werdender) Schatten, den ich schon etwas unglĂŒcklich formuliert finde, oder etwas schwebt ĂŒber der Figur.

Satzbau
quote:
Die kalte Morgenluft, die durch ein geöffnetes Fenster vor mir hineinblÀst, bleibt an mir haften und ein fröstelnder Schauer durchfÀhrt mich als ich das Datum auf der Zeitung lese, die mein Sitznachbar in seiner Hand hÀlt.
Dreimal Satzanfang mit Die!! Die Verbindung zweier HauptsÀtze, die unnötig ist. Dazu Einschub- die durch ein... und die mein Sitznachbar.
Eleganter wÀre es die relativen ErgÀnzungen in den HS einzubauen.
Bsp.: Durch ein geöffnetes Fenster blÀst die kalte Morgenluft herein, bleibt an mir haften. Ein fröstelnder Schauer durchfÀhrt mich, als ich das Datum auf der Zeitung meines Sitznachbarn erkenne.
Dazu fröstelnder Schauer- Redewendung.

quote:
30. Mai 2005. Ein Jahr ist es inzwischen her als alles anfing. Und gleichzeitig zu Ende ging. Verbittert sehe ich mir die Zahlen an, die mich in eine andere Zeit zurĂŒck versetzen. Eine Zeit, in der alles perfekt schien und gleichzeitig nichts in Ordnung war was wir jedoch mehr oder weniger erfolgreich ignorierten. Mein Sitznachbar blĂ€ttert eine Seite zurĂŒck und auch meine Erinnerungen gehen einen Schritt rĂŒckwĂ€rts.
Alles nette und allgemeine Umschreibungen fĂŒr das, was passiert ist- mach es konkreter. Nimm eine konkrete Situation! Auch die von dir danach geschilderte Situation bleibt unkonkret, es werden die GrĂŒnde nicht genannt, keine Figurenbeschreibung, kein Handlungsort. Die Dialoge mĂŒssten lebendiger werden. (Anmerkungen mache ich nur einmal, auch wenn das Problem öfter kommt!!)
Mit der RĂŒckblende und dem rĂŒckwĂ€rtsblĂ€ttern- naja.

Wortwahl schwierig im nÀchsten Teil:
quote:
wohlwissend
veraltete formulierung.
quote:
im gleichen Augenblick kehre ich wieder in die RealitĂ€t zurĂŒck in der seine tiefblauen Augen mir verschlossen bleiben.
Augenklischee- Farbe ist meiner Meinung in solchen uninteressant, weil sie nichts aussagen. Dazu ist tiefblau als Adjektiv wenig aussagend, ungenau. Zudem zitiert tiefblau die Klischees zur Augenfarbe. "Braune Augen sind gefÀhrlich, aber in der Liebe..."

Wertungen:
quote:
und meine EnttÀuschung klingt unwiderruflich mit ein.
Immer wieder sagst du, statt zu zeigen. Die Regel show, don`t tell bedeutet, daß du die EnttĂ€schung ĂŒber Stimme, Körperhaltung und andere Dinge zeigen sollst- und der Leser fĂŒhlt die EnttĂ€uschung, statt sie nur zu lesen. Ist wesentlich stĂ€rker.

Aus dem Wortschatz zu streichen:
quote:
Kein Wort kann beschreiben wie vollkommen und gleichzeitig traurig dieser Moment war,
Das ist das Todschlagargument in Texten. Wenn ich es lese, dann frage ich mich: Wenn der Autor kein Wort dafĂŒr findest, warum schreibt er einen Text darĂŒber??? Mein Rat: Formulierungen wie unbeschreiblich, unglaublich, unvorstellbar, unvermittelbar einfach streichen- und es versuchen!!

quote:
Es war vollkommenes GlĂŒck welches mit unsagbarem Schmerz einherging.
Kitschig, schwulstige Redewendung, weil du das GefĂŒhl nur nennst, statt das widersprĂŒchliche zu beschreiben. So gehört das nur in Liebesromane. Redewendung im Sinne, dass dies unendlich oft schon gesagt wurde, und dadurch abgenutzt ist. Heute ist es ein Satz, ĂŒber den der Leser kaum noch nachdenkt.
Es fehlt vor allem das konkrete.
quote:
denn Zweifel machen sich in mir breit, die sich nicht abschĂŒtteln lassen.
Redewendung: findest du in Tausend Texten, ist aber in keinem stark, weil es nur tell ist, nicht show.

Unfreiwillig komisch:
quote:
Plötzlich fallen mir draußen Schilder ins Auge


quote:
es war der Moment in dem alles zu Ende ging. Es war vorhersehbar und doch traf es mich wie ein Schlag ins Gesicht, den ich immer noch spĂŒre.
der Schlag ins Gesicht- ist ungenau fĂŒr das beschriebene GefĂŒhl. Finde ich unglĂŒcklich.

quote:

Ich merke, dass die Zeit mit ihm mich zynisch und verbittert zurĂŒck gelassen hat.
Zeig es!!!

quote:
Die Erinnerungen an seine Worte lassen mich innerlich zusammen brechen
UnglĂŒckliche Übertragung eines Ă€ußeren Zustands aufs innere.

quote:
Die Tatsache, dass die Zeit gegen uns war
Wertung und Redewendung.

quote:
„ Kann ich bitte Ihren Fahrschein sehen?“, fragt mich der Schaffner plötzlich und ich halte ihm mein Ticket hin.
Figur kommt aus dem Nichts- das ist immer etwas schwierig. Ich wĂŒrde ihn zeigen, wie er nĂ€her kommt,...

quote:
Er geht weiter und ich denke ĂŒber meine Zukunft ohne ihn nach.
Das ihn ist im Bezug schwierig, weil du auch den Schaffner meinen könntest.

quote:
Irgendwann wird die Zeit kommen in der alle Wunden geheilt, alle Fehler vergeben und alle Worte vergessen sind und ich werde mir darĂŒber bewusst sein wie vergĂ€nglich jede Beziehung und auch jeder Schmerz ist.
Zeit, in der alle Wunden geheilt- Klischee, Redewendung, schwulstig. Kannst du in einem Liebesroman verwenden, in einem normalen Text wĂŒrde ich mich als Lektor totĂ€rgern. Leider setzen die anderen Worte diese Idee sogar noch fort, weiten sie aus.

quote:
Ich ertappe mich oft dabei wie ich mich an Details erinnere. Einzelheiten, die mir im jeweiligen Augenblick nicht so bewusst waren, mir aber in Erinnerung geblieben sind.
Allgemeine Texte sind fĂŒr den Leser meist recht uninteressant, weil der Leser weiß, wie es ĂŒblich ist. Aber die Details interessieren ihn. Was machte diese Beziehung besonders, was sind das fĂŒr Menschen- was auch an den Details deutlich wird. DarĂŒber will ich etwas lesen! Schreibe etwas ĂŒber die Details, die Situation,...

quote:
Es mag ein Klischée sein wenn ich sage, dass nur mit ihm alles Sinn hatte doch irgendwie stimmt es ja denn er war die Person dessen Liebe mich zu dem gemacht hat was ich nun bin und in gewisser Weise immer sein werde.
Es ist ein Klischee: Das interessiert mich als Leser nicht, wenn du es mir nicht zeigst. Aber du zeigst es nicht, du behauptest es nur.
Und das Wort Klischee soll das nachfolgende Klischee etwas reduzieren und ist ein guter Indikator, was immer weg muss.

quote:
“Don’t cry because it’s over, smile because it happened”
Wenn der Text zu dieser Aussage gehen soll, dann musst du die Wendung zeigen, wie die Figur zu dieser Aussage kommt. Das fehlt mir. Schade.

Gruss

Bluomo

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dennis petsch
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hi du,

da hast du dir ja nen mördermĂ€ĂŸigen verriss eingehandelt bei deiner ersten leselupen-veröffentlichung...
selbst wenn das werte enfant terrible der geballten kotzbrock-kritik mit seinem rundumschlag teilweise gar nicht mal so unrecht hat, ging mir dieses ewige show & tell-trallala selbst ab nem gewissen punkt gehörig auf die nerven. außerdem hab ich bei dieser seiner emphatischen glanzleistung eines vermisst, & zwar das gewisse fingerspitzengefĂŒhl beim kritisieren eines textes, der so persönlich ist, wie wohl auch der deinige.

auch wenn ich mit meiner auffassung, daß es sich um eine recht persönliche angelegenheit handelt, die du in deinem werk verarbeitest, falsch liegen sollte, ist diese der grund, warum auch ich mich nun hier zu einem kommentar
genötigt fĂŒhle. denn wenn ich recht damit habe, ist die gefahr nun hierbei wahrscheinlich umso grĂ¶ĂŸer, den kopf in den sand zu stecken & die kritik ein bisschen zu nah an sich selbst zu lassen... schließlich sind es ja eigene erfahrungen & emotionen, die auf dem seziertisch des kritikerschlĂ€chters lagen. und wer hat es schon generell gerne, auf einem internetportal wie der leselupe so herzlich & innig begrĂŒĂŸt zu werden, wie es dir geschehen ist...

mein tip: zieh dir die kritik raus, mit der du was anfangen kannst, die dich weiter bringt & scheiß auf den rest!
...und laß dich bloß net entmutigen, weiter zu machen, wĂ€re schade! immerhin hast du es geschafft, daß dein text nicht unbeachtet blieb & sich jemand - egal auf welche art & weise auch immer - einen teil seiner zeit investiert & sich mit deiner schreibe auseinander gesetzt hat.

und zum schluß jetzt noch ne kleine, aber trotzdem völlig deplazierte anmerkung:
wußte gar net, daß die jungs von blink so einen auf herzschmerz machen...
kannte bisher nur "all the small things" & die sache mit dem blow job von der live-scheibe...!
naja, man lernt halt nie aus!

wĂŒnsch dir trotz erstem eindruck viel spaß hier & natĂŒrlich auch beim weiteren schreiben...

gruß & baba,
-dennis-


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regenbogenpony
Wird mal Schriftsteller
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Whoaa, da muss ich ja nun wirklich mal was zu anmerken. Erst mal vielen Dank, dass ihr euch ĂŒberhaupt die Zeit genommen habt, meinen Text zu lesen und zu kommentieren. Das weiß ich wirklich zu schĂ€tzen. Aber ich wĂŒrd da gern mal zu einigen Dingen Stellung beziehen...

quote:
Die Figuren werden nicht beschrieben, genau wie die Situationen nicht, alles bleibt etwas unausgeformt.
Das ist Absicht. Ich mag keine Geschichten, in denen ich 10 Seiten lang lesen kann wie braun der Hut vom Protagonisten aussieht. Ich hab mich nicht ohne Grund fĂŒr so einen Schreibstil entschieden, in meinen Augen passt er zur Geschichte aber das ist offenbar Ansichtsache.

quote:
Wortwahl schwierig im nÀchsten Teil:
quote:
wohlwissend
veraltete formulierung.
quote:

Entschuldige mal, aber ich weiß nicht, was an "wohlwissend" falsch sein soll. Wenn ich den Ausdruck fĂŒr treffend halte, benutz ich ihn. Ob er nun "veraltet" ist oder nicht...

quote:
quote:
es war der Moment in dem alles zu Ende ging. Es war vorhersehbar und doch traf es mich wie ein Schlag ins Gesicht, den ich immer noch spĂŒre.
der Schlag ins Gesicht- ist ungenau fĂŒr das beschriebene GefĂŒhl. Finde ich unglĂŒcklich.
Ich find das weder ungenau noch unglĂŒcklich aber na ja, jeder hat ne andere Meinung...

quote:
„ Kann ich bitte Ihren Fahrschein sehen?“, fragt mich der Schaffner plötzlich und ich halte ihm mein Ticket hin.
quote:
Figur kommt aus dem Nichts- das ist immer etwas schwierig. Ich wĂŒrde ihn zeigen, wie er nĂ€her kommt,...
Er sollte auch aus dem Nichts kommen weil er nichts mit der eigentlichen Handlung zu tun hat!!

quote:
Er geht weiter und ich denke ĂŒber meine Zukunft ohne ihn nach.
quote:
Das ihn ist im Bezug schwierig, weil du auch den Schaffner meinen könntest.
Den Kommentar find ich mehr als unsinnig, tut mir Leid. Wenn man die SĂ€tze davor und danach liest, wird einem klar wer gemeint ist.

Ich finde eigentlich nicht, dass ich mich rechtfertigen muss denn man kann auch gewisse Dinge zu sehr analysieren. Einige Dinge find ich berechtigt, andere hingegen maßlos ĂŒbertrieben und fehl am Platz!
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Bluomo
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Hallo dennis petsch,

ich werde auf deinen Kommentar eingehen, obwohl ich eigentlich keine Lust darauf habe. Du bist der dritte, oder vierte, der hintereinander meine Kritiken ungerechtfertigt fand- ich verweise mal auf deine Aussagen: "mörderischer Verriß" und kotzbrock-kritik von Enfant terrible. Das ich inzwischen das Enfant terrible bin...naja.

Man mag gerne mit mir ĂŒber Anmerkungen wie show, don`t tell streiten. Man kann meine Kritik (insgesamt oder teilweise) ungerechtfertigt finden und das gerne sagen. Oder positive Dinge anmerken, und somit einen Gegenpunkt zu meiner Kritik einnehmen. Aber solche Aussagen wie deine finde ich in Kritiken wie Anmerkungen zu Kritiken unnötig.

Wenn du sachlich mit mir diskutieren möchtest- gerne. Darunter rechne ich gerne deine Aussage zum FingerspitzengefĂŒhl. Ich hĂ€tte da mehr positives rausstellen mĂŒssen. Und auch deine Anmerkung ĂŒber den Wert von Kritik.
Aber auf eine Diskussion ĂŒber "mörderische Verrisse" und kotzbrock- kritik verzichte ich. Da habe ich keine Lust zu, und kann meine Zeit sinnvoller investieren.

Da dies in letzter Zeit in der Lupe öfter passiert- werde ich zukĂŒnftig auf ausfĂŒhrliche Kritiken verzichten, auf handwerkliche VorschlĂ€ge nicht mehr eingehen und nur noch kommentieren, statt zu kritisieren. Ich erwarte die Kommentare zur "beleidigten Leberwurst" und Ă€hnliches. Diese Entscheidung hat aber fĂŒr mich eher was mit Zeitmanagement und professionellem Arbeiten zu tun.

Gruss

Bluomo

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dennis petsch
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hi bluomo,
werd dir bei gelegenheit privat antworten, weil's mittlerweile ja nix mehr mit dem hier veröffentlichten text zu tun hat.
-dennis-

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jimmydean
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hallo regenbogenpony

was soll der name bedeuten. diese ponys unterm regenbogen haben doch immer ein horn auf dem kopf und heißen deshalb einhörner ... oder bin ich im falschen mĂ€rchen. nun gut, zu deinem text. ich glaube nicht, dass das irgendwas mit liebe zu tun hat, das klingt mir eher sich an etwas klammern, was man fĂŒr liebe gehalten hat und sich im nachhinein nicht eingestehen will, dass es nur ein kinderfurz war. die menschen halten an beziehungen fest oder trauern liebe hinterher, die keine ist und war, um sich nicht eingestehen zu mĂŒssen, dass sie die letzten jahre völlig nutzlos verschwendet haben ... aber du magst das anders sehen. manchmal ist es nur an der zeit sich was einzugestehen, um was besseres anzufangen. den eindruck vermitteln mir die gedanken und die dialoge.
zu deiner schreibe, die gefĂ€llt mir nĂ€mlich sehr gut. Ich finde du schaffst situationen und gefĂŒhle, das lĂ€sst mich in die personen eintauchen und ihre welt durchleben. die meisten versuchen das zu kompensieren, indem sie situationen totbeschreiben und menschen bis ins kleinste hÀÀrchen beschreiben - das schafft tote fuguren - du nicht, deine leben, das ist gut (auch wenn ich ihre art zu leben nicht mag, aber das spielt keine rolle)Wie du szenen vors innere auge des lesers schmeisst, das ist ne sache, die man schlecht lernen kann und die die meisten nicht können. also setzt ein schadenfrohes grinsen auf, wenn du das nĂ€chste mal im forum einen text mit ellenlangen beschreibungen liest, der mit lob nur so ĂŒberschĂŒttet wird. du hast fantasie regenbogenpony und schaffst eine fantasiewelt/ gedankenwelt und das setzt gute literatur voraus.

ich finde wenn ein autor etwas in ein forum setzt, sollte er sich davor die mĂŒhe machen, möglichst die satzzeichen richtig zu setzen und rechtschreibfehler zu korrigieren. verlangt das nicht schon der ganz normale anstand?!


gruß
jimmydean

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