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Leselupe.de > Kurzprosa
*noch einmal*
Eingestellt am 19. 07. 2006 17:23


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Franka
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*noch einmal*

„Schau hinauf zu den Sternen,“ sagte er zu Maria-Magdalena, „sie sind so schön, so kalt und so unerreichbar. Wie du.“
Die junge Frau warf ihrem GegenĂŒber einen verĂ€chtlichen Blick zu, schob den Stuhl zurĂŒck und verließ mit hastigen Schritten das Lokal.
Was bildete sich dieser Kerl eigentlich ein? Joshua hatte ihre Begleitung gebucht. Von mehr war nie die Rede. Er war ein Kunde. Einer von vielen. Was konnte sie dafĂŒr, dass er sich in sie verliebt hatte.
Mit einer energischen Bewegung winkte Maria-Magdalena ein Taxi herbei.

In dieser Nacht schlief sie unruhig. Joshua geisterte durch ihre TrĂ€ume. Er bettelte, flehte, weinte und drohte. Als sie nicht reagierte, pflĂŒckte er wĂŒtend alle Sterne vom Himmel.
Verstört schreckte Maria-Magdalena auf. Als sie durch das Fenster im hinteren Teil des Hauses blickte, wurde sie bleich vor Schreck: der Himmel war finster, ihr kleiner Garten dafĂŒr ĂŒbersĂ€t mit funkelnden Sternen. Schnell eilte sie hinaus. Mit zitternden HĂ€nde berĂŒhrte sie jeden einzelnen.
„Es tut mir so leid, das habe ich nicht gewollt“, flĂŒsterte sie dabei mit rauer Stimme. „Wie kann ich euch nur wieder an den Himmel zurĂŒckschicken?“
„ Gib ihm nach“, wisperten die Himmelskörper, „bitte gib ihm nach.“
“Verzeiht, aber ich kann nicht. Mein Herz wurde schon zu oft gebrochen. Ich habe nicht die Kraft, noch einmal zu lieben.“
Maria-Magdalena hatte die Worte kaum zu Ende gesprochen, als ein großes Wehklagen den Garten erfĂŒllte. Der Geruch nach Verbranntem schlug ihr entgegen. Minuten spĂ€ter waren alle Sterne verglĂŒht.
Was hatte sie angerichtet?
Maria-Magdalena schluckte die aufkommenden TrÀnen hinunter.
„Bitte, bitte, ihr könnt mir doch nicht die Finsternis zurĂŒcklassen. Geht wieder an! Bitte!“, schrie sie verzweifelt.
„Ich gebe ja nach. Ich gebe mir noch eine Chance.“

Von ihrem eigenen Schrei geweckt, fuhr Maria-Magdalena im Bett hoch. Schweißgebadet. Mit noch wackeligen Beinen eilte sie zum Fenster. Am Himmel die Sterne schienen sie auszulachen. GetrĂ€umt, sie hatte nur getrĂ€umt.
Erleichtert ging sie unter die Dusche, schlĂŒpfte danach in ein frisches Nachthemd und setzte sich an den Computer. Per Mail verabredete sie sich mit Joshua.

Am nÀchsten Morgen holte Maria-Magdalena die Post aus dem Briefkasten. Zwischen den Briefen lag ein kleiner, funkelnder Stern.

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flammarion
Foren-Redakteur
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absolut

entzĂŒckend.
aber nimm bitte nach verliebt hatte. das anfĂŒhrungszeichen weg und fĂŒge bei die Kraft, noch einmal zu lieben und
vom eigenen Schrei geweckt, fuhr
die kommantschen ein.
lg
__________________
Old Icke

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nachtlichter
Guest
Registriert: Not Yet

Wunderschön

vertrÀumt und romantisch.

nachtlichter

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Quidam
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Registriert: Not Yet

Hallo Franka,

eigentlich eine schöne Idee. Doch irgendetwas stört mich an der Geschichte. Du zeichnest den Joshua quasi als Stalker - auch wenn es nur im Traum ist. Doch der bringt sie ja schließlich dazu, ihr Herz zu öffnen. Nur kommt es mir so vor, als ob Magdalena dazu gezwungen wird.
Entweder gibst du dich der Liebe hin, oder es sterben die Sterne.
Doch sollte eine andere Motivation ausschlaggebend sein, wenn man sich wieder öffnen soll, meiner Meinung nach.

GrĂŒĂŸe
Quidam

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Franka
Foren-Redakteur
Routinierter Autor

Registriert: Feb 2006

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Danke Flammarion, besonders fĂŒr deinen scharfen Fehlerblick. Ich wĂŒnsche mir ein Kommafehlersuchprogramm. Kann nicht mal jemand eines auf meinen Computer speichern!?

Danke Nachtlicher, fĂŒr das

quote:
vertrÀumt und romantisch.
Es ist nur eine kurzweilige Sommergeschichte.

Lieber Quidam,
Magdalena betreibt einen Begleitservice und einer ihrer Kunden hat sich in sie verliebt. Damit ist er noch lange kein Stalker. Manchmal will man sich die eigenen GefĂŒhle nicht eingestehen und dann brauch es manchmal einen kleinen Schupps in die richtige Richtung und manchmal reicht dafĂŒr eben ein Albtraum.

LG FRanka

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no-name
Guest
Registriert: Not Yet

Liebe Franka,

das ist einfach nur schöööööööön!
Da geht mir echt das Herz auf...

Was fĂŒr eine originelle Idee, die Du meiner Meinung nach sprachlich gut umgesetzt hast.

Liebe GrĂŒĂŸe von no-name.

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