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Leselupe.de > Humor und Satire
(noch ohne Titel)
Eingestellt am 04. 07. 2002 10:28


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Niquita
Festzeitungsschreiber
Registriert: Jun 2002

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Alles klar oder?!

Neulich in der Bahn. Fragen Sie mich nicht, wie ich drauf gekommen bin. Keine Ahnung. Aber warum gibt es eigentlich Kaffeetassen und Teetassen? Liegt es nur an der Form? Oder am Porzellan? Erst dachte ich ja, Teetassen sind feiner im Porzellan. Stimmt aber so eigentlich auch nicht. WĂŒrde sich Tee etwa beschweren, wenn er in eine Kaffeetasse kommt? Oder umgekehrt? Wohl kaum. Schmeckt Tee in einer Teetasse besser als in einer Kaffeetasse? Hat da jemand Erfahrungswerte? Also muss es wohl etwas mit Farbkomposition und Ästhetik zu tun haben. Aber dann wird‘s ja höchst individuell. Bringt mich zu dem Punkt: Haben Sie ĂŒberhaupt ein Teeservice? Ist ja regional auch wieder unterschiedlich. Im Norden wird mehr Tee getrunken, also hat man auch ein Teeservice. Im SĂŒden wird kein Tee getrunken, also hat sich das Thema erledigt. Also ich habe ja ein Teeservice. Und - was mache ich? Ich trinke meinen Tee aus einem Teepott. Den Ausdruck Pott kennen Sie? Ist eine grosse Tasse mit mehr oder weniger witzigen Bildern und Schriften drauf oder eben uni und ohne Untertasse. Aber aufgepasst: Wenn in diesen Pott Kaffee kommt, heisst das selbstverstĂ€ndlich Kaffeepott. Nur zur Sicherheit, es handelt sich hier um ein und die selbe Tasse - ehm ein und denselben Pott! Also vor diesem Hintergrund verstehe ich erst recht nicht mehr warum es Teetassen und Kaffeetassen gibt.

Bei GlÀsern, fiel mir dann auf, ist es ja noch schlimmer. In ein Wasserglas kommt nicht nur Wasser, sondern auch mal Cola, Fanta, Milch oder andere alkoholfreie GetrÀnke. Aber haben Sie schon mal etwas von einem Fantaglas gehört? Sehen sie, ich auch nicht. Milchglas gibt es wiederrum, ist aber etwas anderes. Da fÀllt mir aber gerade ein, es gibt auch diese tollen GlÀser im Kuhmuster. Das wÀren wohl klassische MilchglÀser. Wenigstens ein RÀtsel gelöst!

Bei alkoholischen GetrĂ€nken wird‘s jetzt richtig diffus. BierglĂ€ser kein Thema, kennt jeder. Aber nun zum Thema WeinglĂ€ser. Ich habe im letzten Jahr RotweinglĂ€ser bekommen. Frage ich mich doch sofort, gibt es auch WeissweinglĂ€ser? Ein bisschen Logik muss sein. Ich nehme jetzt der Einfachheit halber einmal an, RotweinglĂ€ser sind bauchiger, WeissweinglĂ€ser nicht. Warum? Fragen Sie mich nicht! Auf die Frage, ob man denn Rotwein in ein Weissweinglas schĂŒtten darf und umgekehrt, habe ich auch keine Antwort. Wer hilft mir denn da weiter? Der Knigge? Jetzt aber mal zu den hĂ€rteren Sachen.

CognakglĂ€ser. Nee, falsch. Heisst Cognakschwenker. Warum das jetzt? Logischerweise ist das Teil immernoch aus Glas. Nun: mir wurde gesagt, dass man den Cognak vor dem Trinken im Glas schwenkt. Deswegen sind diese GlĂ€ser so schön bauchig, damit der Cognac infolge etwas heftigeren Schwenkens - vor allem nach dem dritten Glas - nicht ĂŒberschwappt. Aber moment mal, bauchige GlĂ€ser haben wir doch auch beim Rotwein. Und Rotwein wird vor dem Kosten doch auch geschwenkt. Habe ich jedenfalls öfter so gesehen. MĂŒssten RotweinglĂ€ser dann nicht Rotweinschwenker heissen? Da sollte man doch gleich mal die Gesellschaft fĂŒr die deutsche Sprache konsultieren. Ich befĂŒrchte aber Rotweinschwenker wird dann gleich Unwort des Jahres. Und ich wĂ€re auch noch schuld dran. Das lassen wir mal besser. Aber zurĂŒck zu unseren GlĂ€sern. Es gibt WhiskyglĂ€ser, alternativ auch WhiskeyglĂ€ser. Aber keine WodkaglĂ€ser. Zumindest keine wo nicht der Firmaname draufsteht und man das Ganze mal pseudomĂ€ssig zum Wodkaglas erklĂ€rt. Oder passend zum KultgetrĂ€nk. Gibt es JĂ€germeisterglĂ€ser? Nee, weil die kommen in LikörglĂ€ser. Stellt uns gleich vor das nĂ€chste Problem. Die gibt es nĂ€mlich in zwei verschiedenen Formen. Einmal eher bauchig und dann noch in einer Art Flöte nur kleiner.

Ach Gott, da sind wir schon bei der nĂ€chsten Form. Ich sag nur Sektflöte. Die kennen Sie die hohen GlĂ€sern. Die sind immer nach dem SpĂŒlen immer so schwer abzutrocknen. Wieso das Flöte heisst? Wohl wegen der Form. Dass Sie keine Musik machen können ist klar. Aber nach ein paar GlĂ€sern Sekt singen Sie vielleicht, ist auch irgendwo Musik. Aber schweife schon wieder ab. ZurĂŒck zum Problem. Welcher Likör kommt in welches Glas? Der JĂ€germeister in die Likörflöte? Oder doch ins bauchige Glas? Oder wie es gerade passt bzw. je nachdem welche GlĂ€ser gerade nicht in der SpĂŒlmaschine sind? Ich meine je nachdem was fĂŒr‘n Besuch man hat, will man sich doch nicht blamieren. Es wird Zeit, dass sich da mal jemand Gedanken macht und das mal so richtig eindeutig definiert. So nach dem Motto: Dieses GetrĂ€nk gehört in das Glas und basta! Das wĂ€r doch mal was. Und damit ich mich bei meinen nĂ€chsten Besuch nicht blamiere mit diesem GlĂ€serdschungel, gibt‘s nur noch Tee und Kaffee. NatĂŒrlich nicht das den Pötten, sondern hĂŒbsch mit Service. Da herrscht wenigstens noch Klarheit. Auch wenn keiner weiss warum.



Hallo,
wenn jemand einen Titelvorschlag hat, freue ich mich sehr drĂŒber. Danke!

Liebe GrĂŒsse
Niquita

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Gegge
Guest
Registriert: Not Yet

Glasklare Bezeichnungen ??

Hallo Niquita,

wie wÀre es mit dem Titel "Glasklare Bezeichnungen"?

oder "zerbrechlicher Inhalt"

oder "Unklar aber durchsichtig"

Auf jeden Fall gefÀllt mir Dein Text ;-)

Überleg Dir mal, ob Du ihn nicht fĂŒr die Anthologie anbieten willst.

Gruß
Gegge


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Niquita
Festzeitungsschreiber
Registriert: Jun 2002

Werke: 19
Kommentare: 38
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Hallo Gegge,

danke fĂŒr dein Feedback!
Ich habe mich jetzt fĂŒr den Titel "Alles klar, oder?!" entschieden und den Text auch gleich fĂŒr die Anthologie angeboten.

Liebe GrĂŒsse
Nicole

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