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Leselupe.de > Ungereimtes
(noch unbetitelt)
Eingestellt am 09. 07. 2002 09:39


Autor
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Niquita
Festzeitungsschreiber
Registriert: Jun 2002

Werke: 19
Kommentare: 38
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Die Geier der Seele
Warten tr├Ąge
Auf neue Nahrung:
Fallende Gedankenfetzen
Tot schon
Bevor sie nur den Boden
Ber├╝hren
Verdorrt sobald
Sie herausspringen
Aus dem ewigen Kreislauf
Nagender Schuldgef├╝hle
Hier und da entbl├Ąttert
Gleich dem Rost des Gartentors
Dort vor meinem Fenster


F├╝r Titelvorschl├Ąge w├Ąre ich dankbar!

Liebe Gr├╝sse
Nicole

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mc poetry
Autorenanw├Ąrter
Registriert: Jun 2001

Werke: 169
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hallo nicole,

bei vielen gedichten wie auch deinem
laesst sich aus der ersten zeile ein
prima title machen: geier der seele.

bei dem gedicht bin ich mir nicht
sicher, ob ich alle metaphern verstehe.
wie koennen zb "tote gedankenfetzen" aus
einem "ewigen kreislauf" herausspringen
bzw. wenn ihnen das passiv geschieht:
was ist dafuer verantowrtlich und was
haben tote gedanken fuer eine auswirkung├č

viele gr├╝├če, michael

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ziner
Guest
Registriert: Not Yet

Die Geier der Seele
Warten duldsam
Auf neue Nahrung:
Fallende Gedankenfetzen
Tot schon
Bevor sie nur den Boden
Ber├╝hren
Verdorrt alsbald
Sie herausspringen
Aus dem ewigen Kreislauf
Nagender Schuldgef├╝hle
Hier und da entbl├Ąttert
Gleich dem Rost des Gartentors
Dort vor meinem Fenster


Hi Nicole,
ich finde den Text nicht konsequent. Zum einen sind die Geier gewiss nicht duldsam sondern eher geduldig, denn sie erdulden ja nichts. Sie warten vielmehr, bis ihre Zeit gekommen ist. Dann finde ich die Diktion nicht so gelungen. Beonders an dieser Stelle: Verdorrt alsbald
Sie herausspringen
Aus dem ewigen Kreislauf

Das ist Sprache des 19. Jahrhunderts, die nicht so recht zum Rest passen will. Auch will mir das nagen und das entbl├Ąttert nicht zu einander passen.
Insgesamt denke ich, da├č du die Metaphern, die Bilder noch straffer fassen kannst. Ich glaube, da mu├čt du nochmal ran.

in diesem Sinne
z

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Niquita
Festzeitungsschreiber
Registriert: Jun 2002

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Hallo ihr beiden,

danke f├╝r euer konstruktives Feedback!
Der Titel "Geier der Seele" sind mir inzwischen schon mehrmals vorgeschlagen worden. Aber irgendwie sperrt sich etwas dagegen.

Was die Diktion des 19. Jahrhunderts betrifft, die war schon so beabsichtigt. Problem ist wohl eher, dass ich die nicht durchgehalten habe. Somit liegt das Problem genau anders herum.

Was die Metaphern betrifft, stimme ich zu. Die versteht man zur Zeit wahrscheinlich nur, wenn man mich kennt. Da muss ich wohl nochmal bei, wenn ich einen gewissen Abstand zu einigen Dingen - und diesem Gedicht - habe. Aber ich weiss jetzt, wo ich ansetzen muss. Daf├╝r nochmal danke!

Liebe Gr├╝sse
Nicole

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Haget
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Registriert: Dec 2001

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MoinMoin Nicole,
Deine Worte sprechen mich an und Dein Gedicht gef├Ąllt mir. Die angesprochenen Kritikpunkte:
a) Da die Gedankenfetzen erst beim Herausspringen verdorren, k├Ânnen sie durchaus aktiv springen.
b) Wir lassen alle fortlaufend Gedanken - ganz oder teilweise - sterben. Sie sind dann fort.
d) Duldsam beanstande auch ich.
e) alsbald sagt man in der Schweiz. Ob es genau dem gemeinten „sobald“ entspricht, wei├č ich nicht. Klingt auch mir „├╝berholt“.
f) Gegen den „ewigen Kreislauf“ h├Ątte ich nichts, obwohl EWIG ja l├Ąnger dauert als ein Menschenleben.
g) Nagende Schuldgef├╝hle mit davon abbl├Ątternden Gedankenfetzen. F├╝r mich passend.

Sorry McPoetry und Ziner,
wenn ich teils etwas anderer Meinung bin - vielleicht liegt mein Gebrutsdatum dem 19.Jahrhundert n├Ąher?
__________________

Haget w├╝nscht Dir Gutes!
Selbst d├╝mmste Spr├╝che machen oft Sinn
- auch krumme Pfeile fallen irgendwo hin!

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lapismont
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Duldsam

Hallo,

was habt Ihr gegen duldsam?
Wird denn gesagt, das die Geier fressen?
Ist ihre Nahrung nicht schon verdorrt - bevor sie den Boden ber├╝hrt?
Die Geier erhalten keine Nahrung.
Gedulgig warten bedeutet auch, diesen Zustand des Hungers zu dulden.
Passivstes Warten steht doch hier im Vordergrund.
Das Gedicht sollte im Titel eher auf die Gedanken bezug nehmen.
Von den Geiern ist doch nix zu erwarten.
├ťberhaupt - was passiert, wenn die Schuldgef├╝hle vergangen und neue Gedanken losfliegen?
Dann bleibt den Geiern nicht mal mehr Hoffnung.

Geier zu sein, bedeutet vom Aas zu leben, doch wenn nicht mal das mehr zum Leben reicht...

lap
__________________
Kunst passiert.

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