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Leselupe.de > Essays, Rezensionen, Kolumnen
"Die Amsel" von Thorton Fuller, Warnung: Der Artikel verrät den Inhalt
Eingestellt am 16. 06. 2003 14:42


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Bernd
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Thorton Fuller legt mit "Die Amsel" seinen dritten Roman vor, der im "Baumgipfel-Universum" spielt.
Es ist ein groteskes Panoptikum.

"Die Amsel", Mrs. Marilyn Miller, ist eine Schauspielerin, die Wahrheit, Realität, nicht mehr von der Bühne unterscheiden kann. Für sie setzt sich die Bühne fort, wenn sie das Theater verlässt.

Eines Tages spielt sie mit in einer modernen Inszenierung von Aristophanes' Werk "Die Vögel". Marilyn Miller ist als Amsel verkleidet und wartet auf ihren Einsatz. Da bricht ein Brand aus, alle fliehen aus dem Theater. Marilyn, die glaubt, ein Vogel zu sein, springt aus dem Fenster.

Der Brand wird gelöscht. Niemand bemerkt zunächst das Verschwinden von Marilyn Miller.

Marilyn ist in einem Baum gelandet. Als sie wieder zu sich findet, stellt sie fest, sie sitzt in einem Vogelnest. Ihre Aufgabe ist es im weiteren Verlauf, die Eier auszubrüten.

In der Zwischenzeit fahndet die Polizei nach ihr, da vermutet wird, sie hätte den Brand gelegt. Viele Indizien weisen darauf hin, aber sie selbst wird nicht gefunden.

Von Zeit zu Zeit verlässt sie den Baum, was sie "Ausfliegen" nennt, um Nahrungsmittel zu beschaffen. Das Amselmännchen, auf das sie sehnsüchtig wartet, bleibt verschwunden.

In der Stadt kursieren Gerüchte von einer Schwarzen Frau, die nachts durch die Straßen flöge.

Das Ende ist eher unspekulär. Die jungen Amseln sind ausgebrütet, und ihre Mutter kümmert sich um sie.

Thornton Fuller lässt offen, wer den Brand gelegt hat.

Psychologisch tiefgründig geschrieben, teilweise mit Slapstick-Elementen versehen, wird das Buch nicht allzuhäufig gelesen, es ist das, was man kaum einen Bestseller nennt.

Auf Grund der sprachlichen Exzellenz und der vielen eingestreuten philosophischen Betrachtungen kann ich das Buch trotzdem warm empfehlen.

Erschienen:

2001 bei Lorner & Smith Verlagsbuchhandlung, Ulm
Thorton Fuller: "Die Amsel"
48,50 Euro, 750 Seiten, Hardcover,
Mit Illustrationen von Bernard Headsky

---

Ich möchte hinzufügen: Eventuelle Ähnlichkeiten mit existierenden Personen, Firmen oder Organisationen sind rein zufällig und nicht beabsichtigt.

(Rezi zu einem fiktiven Buch)
__________________
Copy-Left, samisdada, Dada Dresden

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