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Leselupe.de > Kindergeschichten
"Ich bin nicht mehr klein!"
Eingestellt am 10. 03. 2003 17:09


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Tinchen66
Festzeitungsschreiber
Registriert: Mar 2003

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"Ich bin nicht mehr klein!"

Bobby, der BĂ€renjunge

Bobby ist ein kleiner BĂ€renjunge. Er wohnt mit Mama BĂ€r und Papa BĂ€r in einer Höhle im Wald. Heute Morgen ist Bobby noch sehr mĂŒde. Mama BĂ€r ruft schon zum dritten Mal: "Aufstehen, Bobby! Es wird Zeit, zur Schule zu gehen!"
Bobby hört nicht hin. Er zieht die Bettdecke ĂŒber die Ohren. Mama BĂ€r seufzt. Sie schaut zur Uhr. So spĂ€t ist es schon! Jetzt muss sie ihren faulen Jungen aus dem Bett holen! Sie zieht ihm die Decke weg und sagt: "Bobby, du musst aufstehen! Soll ich dir beim Anziehen helfen? Das geht schneller und du hast noch Zeit zum FrĂŒhstĂŒcken!"
Das ist Bobby nun doch zuviel! Er springt aus dem Bett und ruft: "Nein! Ich bin nicht mehr klein! Ich schaffe das allein!" Schnell wĂ€scht sich der kleine BĂ€r und schlĂŒpft dann in die blauen Hosen. Den roten Pulli zieht er ĂŒber seinen Wuschelkopf. An seine FĂŒĂŸe kommen die gelben Socken und die weißen Schuhe. "Fertig!", denkt Bobby stolz und setzt sich zu den Eltern an den Tisch.
"Ich kann dich heute zur Schule bringen und den schweren Schulranzen tragen, Bobby", meint nun Papa BĂ€r freundlich. Der kleine BĂ€r freut sich aber nicht darĂŒber. Laut ruft er: "Nein! Ich bin nicht mehr klein! Ich schaffe das allein!"
Gleich nach dem FrĂŒhstĂŒck lĂ€uft Bobby los. Aus der Höhle heraus, am Fluss entlang, bis hinunter zur großen Wiese. Dort ist die Waldschule. Der Weg ist nicht weit. Bobby macht es großen Spaß, durch den Wald zu laufen. Die Sonne scheint schon warm. Der Himmel ist blau. Die Waldvöglein singen in den Zweigen der BĂ€ume um ihn herum. Mit roten Wangen kommt er nach kurzer Zeit bei der Waldschule an. "Guten Morgen, Bobby", begrĂŒĂŸt ihn die Lehrerin freundlich. "Guten Morgen", erwidert der kleine BĂ€r. Er setzt sich gleich auf seinen Stuhl. Neugierig schaut er nach vorn. Er wird heute wieder viel Neues lernen. Darauf freut er sich schon sehr. "Heute habe ich alles allein geschafft", denkt Bobby. "Ja, ich bin schon ein großer, starker BĂ€r. Ich brauche keine Hilfe mehr. Ich kann alles schon allein."
Der Vormittag vergeht schnell. Es ist Mittag geworden. Die Waldschule ist aus. Die Waldkinder wollen nach Hause gehen. "Seid vorsichtig, wenn ihr durch den Wald lauft", sagt die Lehrerin noch, bevor alle die Schule verlassen.
"Was soll denn schon passieren?", wundert sich Bobby. "Ich kann doch auf mich aufpassen. Ja, das kann ich ganz allein."
Er nimmt seinen Schulranzen vom Haken und lÀuft los. Nach einigen Schritten denkt er: "Es ist so schön im Wald. Ich gehe noch nicht nach Hause. Ich werde zum Waldsee wandern."
Ohne daran zu denken, dass Mama und Papa BĂ€r in der Höhle auf ihn warten, marschiert er los. Immer tiefer in den Wald hinein. Er lĂ€uft und lĂ€uft, aber der Waldsee ist nicht zu sehen. DafĂŒr wird der Wald immer dunkler. Die großen BĂ€ume lassen die Sonnenstrahlen kaum noch durch. Bobby bleibt stehen. "Ob ich mich verlaufen habe?", fragt er. Doch niemand antwortet ihm. Er ist allein. Bobby legt seinen Schulranzen ins Moos und setzt sich auf einen Baumstumpf. Er weint. Aber das hilft ihm nicht weiter. Trotzig trocknet er die TrĂ€nen ab.
"Ich bin doch schon groß. Ich gehe den Weg zurĂŒck. Ich finde unsere Höhle!", ruft er in den Wald hinein und lĂ€uft los. Dabei achtet er nicht auf den Weg. Eine alte Wurzel liegt auf dem Waldweg. Bobby stolpert darĂŒber. Er fĂ€llt in ein tiefes Loch, das genau hinter der Wurzel ist. "Aua!", weint Bobby nun. Er hat Angst. Schreckliche Angst! Immer wieder versucht er, aus der Grube zu klettern. Er schafft es nicht.
"Hilfe!", ruft er. "Hört mich denn keiner? So helft mir doch!" Niemand hört ihn. Traurig sitzt er da. Viele TrĂ€nen tropfen in das Moos um ihn herum. Plötzlich hört er ein zartes Stimmchen. "Piep, piep! Was machst du denn da unten?" Bobby sieht eine Meise am Rand der Grube sitzen. "Ach, liebe kleine Meise, bitte hilf mir doch hier heraus", jammert und bettelt er. Doch die Meise schĂŒttelt ihr Köpfchen. "Ich kann dir nicht helfen. Ich bin zu klein. Aber ich werde deine Freunde suchen." Und sie fliegt davon. Es dauert jedoch nicht lange, da hört Bobby ein Rascheln und leise Stimmen im Wald. Kurz darauf beugen sich seine Freunde zu ihm hinunter. Der kleine Fuchs, der Dachsjunge und zwei Hasenkinder sind gekommen! Bobby ist glĂŒcklich!
Der kleine Fuchs hat ein langes Seil mitgebracht. "Halte dich gut fest!", ruft der Fuchs. Er beginnt, gemeinsam mit dem Dachs und den beiden kleinen Hasen, am anderen Ende des Seils zu ziehen. "Hau-ruck! Hau-ruck!", rufen die Waldkinder fröhlich und nach einigen Augenblicken ist der braune Wuschelkopf des BĂ€rchens zu sehen! Noch einmal "Hau-ruck!" - nun steht Bobby wieder auf dem Waldweg! StĂŒrmisch umarmt er die Waldkinder. Er ist gerettet! Er hat keine Angst mehr!
"Ich danke euch, liebe Freunde", sagt er. "Ja", erwidert der Dachsjunge. "Gemeinsam schafft man alles. Freunde helfen doch einander." Bobby brummelt leise: "Aber ich bin doch nicht mehr klein ..."
"Das stimmt schon", schmunzelt ein Hasenkind nun. "Aber wenn wir gemeinsam den Weg gegangen wÀren, hÀtten wir dir gleich helfen können. Alles kann man nicht allein schaffen. Es ist doch gut, wenn man Freunde hat. Das bedeutet doch nicht, dass wir dich als klein und hilflos ansehen. Denn das bist du nicht. Du bist unser Freund. Und ein tapferer BÀr!"
GlĂŒcklich lĂ€uft Bobby zur BĂ€renhöhle. Dort warten Mama und Papa BĂ€r auf ihn. Aufgeregt erzĂ€hlt er sein Abenteuer.
"Da hast du ja heute etwas dazu gelernt, kleiner BÀr", meint Papa BÀr darauf. "Es ist nicht schlimm, wenn man sich einmal von anderen helfen lÀsst. Deswegen ist man weder zu klein noch völlig hilflos. Es ist super, dass du solche guten Freunde hast!"
Bobby schmiegt sich an ihn. "Ich will jetzt trotzdem schnell wachsen. Ich muss noch sehr viel lernen. Denn ich will einmal genauso werden wie du!"
GlĂŒcklich streicht Papa BĂ€r seinem Bobby-BĂ€r ĂŒber den Wuschelkopf.
Ein aufregender Tag geht dem Ende entgegen. Die Sonne schickt einen letzten rotgoldenen Sonnenstrahl zur BĂ€renhöhle, dann versinkt sie hinter dem großen Felsen. Die Nacht zieht herauf. Die ersten Sternlein blinken am schwarzen Himmelszelt.
Bobby sieht nichts mehr davon. Er liegt bereits in seinem kuscheligen Bett. Er trĂ€umt davon, bald ein großer, starker BĂ€r zu sein ...
Auch wenn das noch etwas dauert - er ist schon jetzt ein tapferer kleiner BĂ€r!

copyright by: Katrin Ruedel, Weimar

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Alexander Kongegaard
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Hi,

Ich wollte nur kurz sagen, dass mir die Geschichte ausserordentlich gut gefĂŠllt. Es klingt zwar fĂŒr mich ein wenig wie Bericht, also leicht monoton, allerdings kann so etwas beim Vorlesen sehr schnell anders werden und komplett ins Gegenteil verkehrt werden...will sagen: stĂžrt nicht wirklich - zumindest mich nicht!
Ansonsten ist die Geschichte klasse!

GrĂŒssle
Alex

P.S.: Nicht wundern, die Bewertung ist von mir ("Werk ist gut und Gewinn fĂŒr die LL!")

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Tinchen66
Festzeitungsschreiber
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Vielen Dank, Alex!
Deine Worte haben mir Mut gemacht und ich habe mich auch riesig ĂŒber Deine Bewertung gefreut!!!

Die Geschichte war die "Hausaufgabe" in meinem Fernstudium. Ich habe sie von dort noch nicht zurĂŒckbekommen, daher habe ich mich entschlossen, sie so - wie ich sie dort eingesandt habe - hier hereinzustellen. Ich möchte lernen - und Eure Kommentare helfen mir sehr dabei!

Mal sehen, ob ich diese kleine Geschichte noch etwas "lebendiger" schreiben kann ...

Da konstruktive Kritik beim Lernen einfach wirklich hilft, bin ich sehr froh, dass Du Dir die Zeit fĂŒr einen Kommentar genommen hast!

Danke nochmals - und ein schönes Wochenende!

Katrin

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Alexander Kongegaard
Festzeitungsschreiber
Registriert: Apr 2002

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Hi,

Bin schon gespannt!

GrĂŒssle
Alex

P.S.: Sorry, dass das mit der Mail nicht funktioniert hat. Ich hab noch einmal eine geschickt. Ich hoffe, die ist angekommen!

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Tinchen66
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... "Um"-Schreibung :-) ...

Hallöchen, Alex,

ich bin fast fertig mit der "Neufassung" obiger Geschichte; ich dachte, ich stelle sie einfach hier noch einmal mit rein - unten drunter - oder soll ich sie neu posten?!

Ich weiß nicht so genau Bescheid, ob man eine Geschichte mehrfach posten kann/darf/soll, wenn man diese geĂ€ndert hat - oder ob es sinnvoller ist, sie hier mit einzufĂŒgen ...

Mal sehen.

Deine Mail kam zwar an, aber wieder ohne Inhalt. Irgendwie scheint es wohl Probleme mit web.de zu geben - ich habe schon mehrfach Mails ohne Inhalt bekommen, die von web.de abgesandt wurden - vielleicht ist freenet.de doch besser?!

Stand denn was wichtiges drin ??????

Danke trotzdem fĂŒr Deine Post!

Ich wĂŒnsche Dir (und den anderen hier)
noch einen schönen Tag

Katrin

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Alexander Kongegaard
Festzeitungsschreiber
Registriert: Apr 2002

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Hi,

Ne, so wichtig war`s nicht! Ich habe nur geschrieben, dass manche hier verbesserte Texte ĂŒber die edit-Funktion immer wieder am Anfang des Threads posten und manche den neuen Text an ihre Antwort dranhĂŠngen.

Ach ja, und dass ich ziemlich gespannt bin auf die Neuversion habe ich auch noch geschrieben.

GrĂŒssle
Alex

P.S.: Stimmt, web.de hat manchmal seine Macken. Ich hab zur Sicherheit noch eine gmx-Adresse. Die hat zwar auch Macken, aber ich hab festgestellt, dass sich beide gegenseitig ganz gut ergĂŠnzen...

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