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Leselupe.de > Essays, Rezensionen, Kolumnen
"Laut & Leise" – Peter Maffay nah
Eingestellt am 23. 02. 2005 18:54


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jon
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(geänderte Version vom 2.5.2005)


"Laut & leise " – Peter Maffay nah

Dass Peter Maffay laut und leise sein kann – sowohl was die Dezibel als auch was die Themen angeht – , wussten wir schon vor der eben erschienen Doppel-CD „Laut & Leise“. So extrem, wie der Titel verspricht, kommt das Album dann aber doch nicht daher. Zum Glück. Für mich. Ich mag es, wenn etwas aus einem Guss ist. Erst recht, aus so einem Guss: unaggressiv aber eindringlich. Eher leise also. Nun geb ich zu, als Text-Mensch die Feinheiten musikalischer „Lautstärke“ eher nebenbei zu erfassen, aber auch textlich bewegt sich das Album eher im Menschen als in der Menschheit. Ausnahmen inklusive.

Vielleicht ist das die Stärke dieses Albums: Wenig Plakat für eine bessere Welt, bloß eine Gründung für das Ich. Aber was heißt „bloß“?! Um die Welt zu bewegen, braucht man einen festen Grund. Nur mal so nebenbei gesagt, denn das ist nicht das Thema vom „Laut & Leise“. Oder doch? Denn natürlich – ich als Fan sag das so: natürlich – gibt es auch das auf dem Album. Die Frage an den fanatischen Politiker (bitte keine Namen – es wäre ungerecht all den andern Fanatikern gegenüber) „Wie kannst du schlafen“. Oder der Ruf nach Innehalten, Besinnen in „Wer schenkt uns ein Wunder“. Im Ganzen aber überwiegt das, was man als „Gefühl“, als „Selbstverständigung“, als „einfach menschlich“ bezeichnen kann: „Gib die Liebe nicht auf … weil das Leben sich lohnt, für einen einzigen Kuss“, „Halt dich an mir fest“, „Dies Gefühl lässt mich ganz einfach sein“ … Und auch wenn sich Peter Maffay dafür der Worte seiner Texter – allen voran Mitproduzent Lukas Hilbert (hatte er die Idee für den Titel „Die Hölle ist hier.“, der sich mit Castingsshows befasst?) – bedient, ist es doch seine Auswahl.

Doch zurück zur Musik: Wer immer die Idee hatte, Peter Maffays Stimme so in den Vordergrund zu stellen, hat dem Album einen riesigen Gefallen getan. Natürlich hätte es hier und da auch anders gepasst, aber es gibt dem Ganzen einen angenehm persönlichen, fast schon intimen Klang. Als säße man sich gegenüber. Ungewohnte – für Peter- Maffay-Musik ungewohnte – musikalische Wendungen nimmt man aus dieser Nähe mit der gleichen Deutlichkeit wahr wie altvertraute Klänge. Und: Nichts von all dem klingt, als müsse es der Sänger zum Zuhörer herüberschreien. Oder auch: aus sich hinausschreien. Es ist – trotz mancher Stimmhebung – so wenig zornig, wie selten ein Maffay-Album mehr war. Vielleicht sogar wie noch nie eines war. Da ist jemand zu sich gekommen, im besten Sinne des Wortes.

(Peter Maffay: „Laut & Leise“, 2005, BMG)


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Zinndorfer
???
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Hallo Jon, ich habe ein bisschen Textarbeit gemacht ... Für meinen Geschmack arbeitest du zu viel mit Behauptungen und Voraussetzungen. Da müsste sehr viel spezifiziert werden. Eine Rezension sollte meinungsbildend sein und nicht so viel "ich" enthalten; es sei denn, man ist ein bundesweit anerkannter Kritiker.
Gruß Zinndorfer


"Laut & Leise" – Peter Maffay nah


Ich weiß, die CD ist nicht für mich gemacht. Nicht direkt jedenfalls. Eher für solche wie mich. Aber vielleicht noch nicht mal das. Und trotzdem …
Kryptischer Absatz

Wir, das sind seine Fans und noch dieser und jener, der Musik hört, statt sie – nach Interpret sortiert – in Schubladen zu verpacken.
Kryptischer Satz; was ist das, eine Abgrenzung?

So extrem, wie der Titel verspricht, kommt das Album dann aber doch nicht daher.
Klischeeartige Wendung

Zum Glück. Für mich. Ich mag es, wenn etwas aus einem Guss ist. Erst recht, aus so einem Guss. Nun geb in Essays, Rezensionen, Kolumnen bitte keine Abkürzungen ich zu, als Text-Mensch die Feinheiten musikalischer „Lautstärke“ eher nebenbei zu erfassen, und auch textlich bewegt sich das Album – anders als das meiste vorher – eher im Menschen als in der Menschheit. Was?

Vielleicht ist das die Stärke dieses Albums: Wenig Plakat für eine bessere Welt, bloß eine Gründung für das Ich. Was? Aber was heißt „bloß“?! Um die Welt zu bewegen, braucht man einen festen Grund. Nur mal so nebenbei gesagt, denn das ist nicht das Thema vom „Laut & Leise“. Oder doch? Denn natürlich – ich als Fan sag, s.o. das so: natürlich – gibt es auch das auf dem Album. Die Frage an den fanatischen Politiker (bitte keine Namen – es wäre ungerecht all den andern Fanatikern gegenüber) „Wie kannst du schlafen“. Oder der Ruf nach Innehalten, Besinnen in „Wer schenkt uns ein Wunder“. Oder die Feststellung „Die Hölle ist hier. Die Hölle sind wir.“ Den Satz von Maffay verstehe ich

Im Ganzen aber überwiegt das, was man als „Gefühl“, als „Selbstverständigung“, als „einfach menschlich“ bezeichnen kann: „Gib die Liebe nicht auf … weil das Leben sich lohnt, für einen einzigen Kuss“, „Halt dich an mir fest“, „Dies Gefühl lässt mich ganz einfach sein“… Wobei schon auffällt, dass die von Peter Maffy komponierten Titel des Albums sich auf der „Leise“n Seite des Albums konzentrieren – sowohl was die CD des Doppelpacks angeht als auch die Themen. Und auch wenn sich Peter Maffay dafür der Worte seiner Texter – allen voran Lukas Hilbert – bedient, ist es doch seine Auswahl.

Doch zurück zur Musik: Wer immer die Idee hatte, Peter Maffays Stimme so in den Vordergrund zu stellen, hat dem Album einen riesigen Gefallen getan. Natürlich hätte es hier und da auch anders gepasst, aber es gibt dem Ganzen einen angenehm persönlichen, fast schon intimen Klang. ? Als säße man sich gegenüber. Ungewohnte – für Peter-Maffay-Musik ungewohnte – musikalische Wendungen nimmt man aus dieser Nähe mit der gleichen Deutlichkeit wahr wie altvertraute Klänge. Und: Nichts von all dem klingt, als müsse es der Sänger zum Zuhörer herüberschreien. Oder auch aus sich hinausschreien. Es ist – trotz mancher Stimmhebung – so wenig zornig, wie lange kein Album mehr war. Vielleicht sogar wie noch nie eines war. Da ist jemand zu sich gekommen, im besten Sinne des Wortes. Und das tut mir gut.

(Peter Maffay: „Laut & Leise“, 2005, BMG)

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jon
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Hallo Zinndorfer,

bis auf den ersten Hinweis "Kryptischer Absatz" und dein "Was?" bei der Text-Mensch-Passage versteh ich keines deiner Probleme.
Im besten Fall stimme ich einfach nicht zu: Wieso soll eine Rezi nicht so viel "ich" enthalten? Das ist doch keine wissenschaftliche Abhandlung, kein "making of" oder anderswie lexikalisch oder dokumentarisch Gemeintes – es ist eine Beschreibung, wie die Sache auf mich (den Rezensenten) gewirkt hat (, mit dem Ziel, Leuten, die die Aussicht auf so eine Empfindung toll finden, zum Kauf zu überreden).
Was für Behauptungen? Was für Voraussetzungen?
"Sag" und "geb" sind m.E. keine Abkürzungen sondern stimmungsbetonende Varianten (, aber das siehst du vielleicht anders).

Aber bei allem anderen neige ich zur spontanen Gegenfrage: Wie viel Zeit hast du dir zumLesen genommen? Hat es dafür gereicht, die fragliche Sätze einmal durchzulesen oder hast du sie nur überflogen? (Bitte nicht antworten! Natürlich hast du spätestens beim Kommentar-Schreiben noch mal draufgeguckt, und ich weiß dass man, wenn man einmal den Eindruck "Man ist das quer!" hat, diesen nicht so schnell wieder los wird. Ich versteh nur nicht, was da nicht zu verstehen ist…)


quote:
Wir, das sind seine Fans und noch dieser und jener, der Musik hört, statt sie – nach Interpret sortiert – in Schubladen zu verpacken.
Kryptischer Satz; was ist das, eine Abgrenzung?
Ja das ist es – was ist daran kryptisch?


quote:
So extrem, wie der Titel verspricht, kommt das Album dann aber doch nicht daher.
Klischeeartige Wendung
Was ist daran Klischee? Der Titel verspricht "Laut & Leise" – es ist aber gewissermaßen "nur lauter und leiser".

quote:
Nun geb ich zu, als Text-Mensch die Feinheiten musikalischer „Lautstärke“ eher nebenbei zu erfassen, und auch textlich bewegt sich das Album – anders als das meiste vorher – eher im Menschen als in der Menschheit. Was?
Stimmt, da ist was – auch in Bezug zum Vorhergehenden – falsch gestrickt. Ich sortier's gleich noch mal…

quote:
Vielleicht ist das die Stärke dieses Albums: Wenig Plakat für eine bessere Welt, bloß eine Gründung für das Ich. Was?
Was „was?“?

quote:
Aber was heißt „bloß“?! Um die Welt zu bewegen, braucht man einen festen Grund. Nur mal so nebenbei gesagt, denn das ist nicht das Thema vom „Laut & Leise“. Oder doch? Denn natürlich – ich als Fan sag das so: natürlich – gibt es auch das auf dem Album. Die Frage an den fanatischen Politiker (bitte keine Namen – es wäre ungerecht all den andern Fanatikern gegenüber) „Wie kannst du schlafen“. Oder der Ruf nach Innehalten, Besinnen in „Wer schenkt uns ein Wunder“. Oder die Feststellung „Die Hölle ist hier. Die Hölle sind wir.“ Den Satz von Maffay verstehe ich
Welchen Satz?

quote:
Doch zurück zur Musik: Wer immer die Idee hatte, Peter Maffays Stimme so in den Vordergrund zu stellen, hat dem Album einen riesigen Gefallen getan. Natürlich hätte es hier und da auch anders gepasst, aber es gibt dem Ganzen einen angenehm persönlichen, fast schon intimen Klang. ?
Was "?"? Die Stimme ist im Vordergund. Das ist gut. Es hätte (musikalisch/inhaltlich) nicht überall sein müssen, aber auch dort, wo es hätte nicht sein müssen, und ergo im Gesamtwerk entsteht ein intimer Klang, der angenehm ist. (Dieser Klang ist im Folgenden ja noch konkretisiert.)

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Zinndorfer
???
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Hallo Jon,

wenn du bestenfalls nicht zustimmst, brauche ich es ja weder noch mal zu lesen als auch es noch mal zu begründen. Wenngleich ich der Meinung bin, dass man in der Tat einen Drei-Absätzler über Peter Maffay auch beim Überfliegen verstehen können sollte - was ich natürlich nicht getan habe, das sieht man ja.

Überall da, wo "kryptisch" oder "was" steht, habe ich den Satz nicht verstanden. Vielleicht können mir die ja andere erklären, aber bitte nicht mit den gleichen Worten oder mit einer Gegenfrage.

Nur so viel zu der Grundregel des Journalismus, in Kleinstrezensionen nicht dauernd "ich" zu sagen: Dafür ist dein Beispiel geradezu klassisch. Wenn ich eine Rezension über Maffay anlese, will ich was über Maffay wissen und nicht über dich. So fangt deine Rezension an:

quote:
Ich weiß, die CD ist nicht für mich gemacht. Nicht direkt jedenfalls. Eher für solche wie mich. Aber vielleicht noch nicht mal das. Und trotzdem …


In dem ersten Satz muss ich mich mit dir beschäftigen anstatt mit Maffay. Mit der Frage, was für eine du bist ... "für solche wie mich". Das muss einen, der ein Feuilleton aufschlägt, nicht unbedingt interessieren.

Und die Frage wird noch nicht mal beantwortet; sodass ich, nachdem das geklärt wäre, mich dann Peter Maffay zuwenden könnte.

Gruß Zinndorfer


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jon
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Offenbar schreibe ich tatsächlich zu kryptisch: Wenn ich sage "Im besten Fall stimme ich nicht zu", dann heißt das, ich verstehe, was du kritisiert und wie deine Meinung dazu ist, stimme aber nicht zu. Schlechter ist es schon (und deshalb nicht mehr der beste Fall), wenn ich nicht vestehe, was du mir vorwirfst (Behauptungen, Voraussetzungen), und der schlechteste Fall ist, dass ich zwar sehe, was du kritsierst (unverständliche Sätze) und einfach nicht verstehe, wie du drauf kommst, dass sie unverständlich sind.
Ich weeeeiß: Für dich sind sie es. Ich weiß aber nicht warum! Und genau das ist mein Problem. Das ist keine Zickigkeit (nur in der ersten Reaktion, aber die ist abgehakt. Ehrlich!). Ich wüsste schon gern, wie ich diese Unverständlichkeit ausräumen (und zukünftig vermeiden) kann.


Wenn du diesen Text liest, um etwas über Maffay zu erfahren, dann hast du falsch gewählt. Es gibt Biografien über ihn, eine Homepage "von" ihm, Fanseiten etc. (Dass etwas über Maffay drin steht, entgeht dir vielleicht, weil es in der Tat nicht umfangreich, nicht explizit hervorgehoben und nicht biografisch ist. Das ist aber auch nicht der Sinn einer Rezi – jedenfalls nicht grundsätzlich jeder Rezi.)

Diese Rezi dreht sich um Peter Maffays neueste CD. Darum, wie sie klingt. Ob es sich lohnt, sie anzuhören.

Nun ist Musik noch mehr als Text geschmacksabhängig. Der zugegeben kryptisch anmutende Einstieg (, der aber im letzten Satz durchaus Antwort findet, wenn auch nicht erschöpfend oder plakativ) soll zudem verdeutlichen, dass sich der Eindruck, den ich zu schildern gedenke, wahrscheinlich noch über die übliche Geschmacksabhängigkeit hinaus als sehr subjektiv, vielleicht sogar auf mich beschränkt erweisen könnte. Das soll dem Leser auch bewusst bleiben. Denn es ist nur eine Hörart, die diesem Text zugrunde liegt. Andere achten auf anderes, wichten anders, werten anders. (Allein die Altersspanne der Maffay-Hörer lässt gar nicht nichts anderes zu.) Und sie sollen das ausdrücklich auch tun. Aber sie sollen – so die Intension – hören, ob sie das auch hören, was ich hörte. Weil es m.E. hörenswert ist.



Ich weiß nicht, wie die für dich unklaren Sätze noch anders erklären soll, als ich es schon tat. Um wenigstens zu allen was gesagt zu haben:

„Wenig Plakat für eine bessere Welt, bloß eine Gründung für das Ich.“ heißt so viel wie: Nicht mit großen Gesten Weltverbesserung fordern oder grelle Bilder über die Schlechtigekit der/in der Welt zeichnen, sondern die Grundlagen des Ich im Zentrum haben wie Liebe/Trauer, Zuversicht/Resignation, Geltungssucht, Machtgier, Alleinwahrheitsanspruch…

Bei deinem "Den Satz von Maffay verstehe ich" weiß ich nicht, welchen Satz du meinst – einen der zitierten Titel/Textauszüge? (Mich würde schon interessieren, was dich da so "positiv" – um mal dieses Modewort zu benutzen – anspricht.)



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