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Leselupe.de > Tagebuch - Diary
"Melanchollera"
Eingestellt am 24. 11. 2004 23:02


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morthan-Devil
Wird mal Schriftsteller
Registriert: May 2003

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"Melanchollera"



Als Kind, im Urlaub schrieb ich einen kleinen Text mit vielen Fehlern ├╝ber Eidechsen in dieses B├╝chlein.

Jetzt bin ich sechzehn Jahre alt. Der kleine Text mit rotem Stift - er fehlt nun und ich verga├č, was er sagte.

Wohin fliegen die Seiten, die Seiten des Lebens ? In einen M├╝lleimer, der schon nicht mehr existiert.

Wer erinnert sich an meine Kindheit, wenn nicht ich? Ich will nochmal zur├╝ck, um mir alles zu merken.

Nie vergessen will ich dieses Buch, die drei sch├Ânsten Tage f├╝r mich in Priwall und komische M├Ądchen, wie Maike und Julia.

Schon jetzt sind die Seiten wie Pergament. Hat mein Onkel Wolfgang uns und dir dieses Buch geschenkt?

Im Winter stehe ich am schr├Ągen Fenster und sehe die M├Âven vor dem wolkeenlosen Sonnenunterganshimmel, der in blassen

Farben auf mich wirkt, vor├╝berziehen. Der Teich friet zu. Mit Stuhl setze ich mich auf das Eis, sobald es stark genug ist.



Siebzehn. Und soviel hat sich ver├Ąndert. Die Melancholie blieb - trotz Anika. Sie ist die Frau meines Lebens, der ich mich ganz hingeben m├Âchte. Meine Zuk├╝nftige.

Doch habe ich sie belogen - drei Monate und nun wei├č sie es. Irgendwann vielleicht ist uns das egal. Warum ich gerne ein Kind w├Ąre, ist sein Optimismus.

Eine Seite nach der anderen wende ich und die Welt zieht an mir vorbei. Lebe ich denn noch? Die letzte Flucht am Ende. Es ist schon wieder Winter. Werde ich

den n├Ąchsten noch erleben? Leben. Kommt, lebt und geht. Es war sch├Ân mit euch.



** M*, ein nach au├čen hin gl├╝cklicher junger Mann litt unter b├Âsen Winterdepressionen und starb im Alter von Achtzehn Jahren.
__________________
Zieh' nicht zu schnell falsche Schl├╝sse
In dem Finden liegt der Schl├╝ssel

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