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Leselupe.de > Gereimtes
"Zu den Waffen!"
Eingestellt am 09. 06. 2003 18:33


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Marcus Richter
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ÔÇ×Zu den Waffen!ÔÇť




Beim ersten Mal warst du noch weich
Und deine Tore standen offen
Du lie├čest mich in deinem Ententeich
Schnorcheln, tauchen, schwimmen
Ich zog so l├Ąssig meine Bahnen
In dir mein Regenwasser
Das dich mit wehend, wei├čen Fahnen
Zum ├ťberlaufen brachte

Und pl├Âtzlich Krieg

Alle deine Waffen pfiffen mir um die Ohren
In meinem Sch├╝tzengraben war ich verloren
Ich musste raus!
Ich musste all meinen Mut zusammennehm┬┤
Und dir entgegengehn

Doch deine Mienen krachten: BAM, BAM!
Ich rannte los, ich sprang
Ich war ein Schiff und du mein Untergang
Und als ich schlie├člich deinen Graben nahm

Im Siegestaumel keuchend br├╝llte
Sah ich pl├Âtzlich dein Gesicht
Vom Kampf ersch├Âpft und st├Âhnend fahl
Dein L├Ącheln wie Polarsternlicht
Dein Blick ein Wind, der meine Segel f├╝llte

Dann
Waffenstillstand

Deine K├╝sse wie Parlament├Ąre
Aufgereiht auf einer Schnur
Ein einzig Wort, ein Fl├╝stern w├Ąre
Nur
Von diplomatischem Belang
Wir sind Soldaten, du und ich
Und geboren f├╝r den Krieg
Du f├Ąsst mich an, du streichelst mich
Du sagst: ÔÇ×Komm, greif mich an.ÔÇť

Dein Graben ruft und riecht nach Sieg.

__________________
"Ein Wort aufs Papier und wir haben das Drama."
Durs Gr├╝nbein

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Klopfstock
Guest
Registriert: Not Yet

Hallo, Marcus,
ich versuche mal Dein Gedicht zu verstehen.
Da ist also jemand, der nach anf├Ąnglichem "Bl├╝mchen-Sex"
sich offenbart und anderes will. Nicht den einf├╝hlsamen
Mann und Liebhaber, sondern den, ich sage es unter Vorbehalt: "Den richtigen Mann" will, den K├Ąmpfer. Und der nur unter diesen Bedingungen Befriedigung erleben kann und will. Ich wei├č nicht, ob ich es richtig verstanden habe,
wenn aber doch, dann hast Du es gut gemacht. Dann habe ich die Bilder nachvollziehen k├Ânnen

Einen sch├Ânen Tag Dir
und liebe Gr├╝├če

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Marcus Richter
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Hi Klopfstock.

Man kann Sexualit├Ąt immer auch als Kampf verstehen, als Schlacht. Das Durchbrechen der feindlichen Linien, die Eroberung jenes besagten H├╝gels, den Einsatz aller erlaubten Mittel - auch verbotener Kampfstoffe(ich gehe hier mal nicht ins Detail).
Eigentlich geht es darum, da├č eine Beziehung langsam intensiver wird, kraftvoller - m├Ąchtiger.
Eine Schlacht geht hier einher mit der Epochalit├Ąt einer Beziehung.
Das Wort Bl├╝mchensex ist hier vielleicht nicht ganz der korrekte Terminus, ist aber ganz gut, um die erste Strophe zu beschreiben. Die erste STrophe steht f├╝r das gedankenlose Spielen auf fremden Wiesen, wie ein Kind, sitzt man da und l├Ą├čt seine B├Ąlle springen. Man hat den anderen Menschen noch nicht gen├╝gend kennengelernt - man schnorchelt noch, taucht und sucht.
Aber dann - BAM, BAM - ├╝berkommt es einen pl├Âtzlich wie Krieg,
wie Bomben schlagen K├╝sse ein.

Ein netter Gedanke, finde ich.

Gruss, Marcus


__________________
"Ein Wort aufs Papier und wir haben das Drama."
Durs Gr├╝nbein

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Klopfstock
Guest
Registriert: Not Yet

Ein sehr netter Gedanke,
doch die Liebe ist mir lieber - wegen der aufbauenden
Kraft

Liebe Gr├╝├če

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lapismont
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Hallo Marcus,

ein kolossales Schlachtengem├Ąlde mit einem wunderbar durchgezogenem Bild! Alle Achtung.
Und lustig.
"Ententeich" ist klasse! Polarsternlicht ist auch ein sehr treffendes Bild. Kann ich mir exakt vorstellen.
Hingegen

quote:
Eigentlich geht es darum, da├č eine Beziehung langsam intensiver wird, kraftvoller - m├Ąchtiger.
Eine Schlacht geht hier einher mit der Epochalit├Ąt einer Beziehung.
nicht.
Eher lese ich das ganze als einen Akt. Von erster hungriger Begierde bis hin zum zweiten langsameren und gemeinsameren Gang.

Und den letzten Satz h├Ątte Luke Skywalker bei seinem zweiten Anflug auf den ersten Todesstern nicht treffender formulieren k├Ânnen!

M├Âge die Macht mit Dir sein
lap
__________________
Kunst passiert.

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Marcus Richter
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Hi lapismont,
ich sehe, du sp├╝hrst die Kraft, die in diesem Gedicht ist.
Wie man es am besten deutet, sei mal dahingestellt. Schlie├člich geh├Ârt es nur solange mir, wie es nur in meinem Kopf ist - ist es aufgeschrieben, fliegt es davon.

Danke f├╝r deine aufmunternden Worte.
Gruss Marcus
__________________
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Durs Gr├╝nbein

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