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Leselupe.de > Kurzgeschichten
1
Eingestellt am 13. 07. 2009 22:01


Autor
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kleidermann
Schriftsteller-Lehrling
Registriert: Jun 2009

Werke: 8
Kommentare: 3
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Unter der Laterne am Eck, bei Ullis Kneipe, tummeln sich die toten Katzen zu Mitternacht,
in langen M├Ąnteln und mit Regenschirmen im Gep├Ąck. Ein Individuum aus dieser illustren Runde tr├Ągt ein Monokel bei sich, ├╝beraus vornehm.

"Ich habe einen Magen aus Teflon. Ich kann hei├čes Fett trinken." Dies waren ihre letzten Worte...
Nun bleibt nur noch die AEG Waschmaschine auf dem R├╝cken eines Knastbruders, anstatt des gew├╝nschten Adlers.
Kalle ist stinksauer. "Alles f├╝r die Katz!" denkt er und br├╝llt diesen Gedanken gleich laut hinaus in die Welt, die ihm schon seit seiner Geburt so ├╝bel mitgespielt hat. Der Vater Kartentrixer, die Mutter Verk├Ąuferin in einem Gesch├Ąft. "Was sind das denn f├╝r Perspektiven?!" Ha, ein Hohnlied auf die Lindenstra├če, ein Fleck auf dem b/Beton(t) vornehmen Teppich.
"Wer soll all das bezahlen?" Der Besitzer ist emp├Ârt. Die Milch sauer. Der Kaffee am kochen, die Zigarette am gl├╝hen, der Toast entflammt. Mit ihrem Herren sind all diese
Lebens-/Genu├čmittel in Aufruhr.
Was nun noch bleibt, ist der Schatten um die Laternen, bei 5 Grad in der Pr├Ąrie und ein Katzensprung entfernt, die dahinrauschenden Lichter auf der Autobahn Richtung Erl├Âsung.
"Wenn er so schlau war, warum ist er dann jetzt tot?"
Ein Hauch von Intellekt in der Luft, doch der Schwachsinn ├╝berwiegt und straft seiner Attit├╝de l├╝gen.
"Noch eine Runde, wer mag nochmal fahren? Wer nicht mitzieht, verpasst das Beste! Achtung, Achtung!" Der Rummel ist heute g├Ąhnend leer, hier und da ein junger Heranwachsender, der seiner Angebeteten ein Pl├╝schtier oder eine Rose schie├čt. Mit dem Gewehr und in Jeansjacke. Dann sp├Ąter aufs Mopped und los in die Freiheit auf Zeit, begrenzt durch Sprit und das Gebot der Eltern um Zehn Uhr daheim zu sein. Nat├╝rlich ohne Helm. Der h├Ąngt, zeitgeist seiner Existenz, l├Ąssig am Lenker. "Du Gabi, heute ist am Festplatz eine Feier. Auf dem Plakat stands in gro├čen Lettern."
(Er lies eines au├čer acht, es stand dort weiterhin: Gro├če Tombola. F├╝r das leibliche Wohl ist bestens gesorgt.)

Und die Katzen klappen die Kr├Ągen ihrer M├Ąntel hoch, das Wetter zieht an.
Um Mitternacht, bei Ullis Kneipe, am Eck, unter der Laterne.

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